Christian Maria Goebel

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Christian Maria Goebel (* 14. August 1959 in Bochum) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Maria Goebel ist der Sohn des Juristen Jürgen Goebel und seiner Frau Carla (geborene Schnorrenberg) und hat zwei jüngere Geschwister. Er legte 1979 am Albert-Einstein-Gymnasium Bochum sein Abitur ab, arbeitete als Fahrstuhlführer in einem Kaufhaus, als Wachmann, beim U-Bahn-Bau und am Band eines Autoherstellers. 1980 übersiedelte er nach Berlin. Zunächst studierte er an der Freien Universität Berlin Jura und Theaterwissenschaft. Parallel begann er mit Schauspielunterricht und Auftritten an Berliner Off-Theatern. Er vertiefte seine Schauspielarbeit in Workshops bei Lehrern des Actor's Studios NY (John Costopolus, Walter Lott und Susan Batson). 1984 bestand er die Aufnahmeprüfung zur Schauspielausbildung an der Hochschule der Künste Berlin[1]. Während des Studiums verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer und schloss die Ausbildung 1987 ab.

Privat

Christian Maria Goebel lebte bis zu deren Tod mit seiner Lebenspartnerin, der Journalistin und Radiomoderatorin Katja Schlesinger[2] († Anfang Dezember 2016 an Darmkrebs[3]), und den gemeinsamen drei Söhnen (* 2005, 2007, 2008) in Berlin.

Arbeit als Schauspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es folgten Engagements an der Freien Volksbühne Berlin (1988), an den Städtischen Bühnen Münster (1989), am Schauspiel Essen (1990–92), Théâtre de l'Ancre Brüssel (1992) und am Staatsschauspiel Dresden (1992–95). In seiner Dresdner Zeit entwickelte er zusammen mit dem Schauspieler, Regisseur und Sänger Friedrich Liechtenstein das Theaterstück Die Fruchtbarkeitstänzer und nahm an verschiedenen Kunstaktionen des Festspielhauses Hellerau teil. So beispielsweise den theatralen Adaptionen der Romane Der Obelisk und Ein Monat in Dachau des russischen Autors Wladimir Sorokin. Er beteiligte sich auch an Performances, etwa dem Sehr kurzen Stück für Bankdirektoren von Till Nikolaus von Heiseler mit Michaela Caspar. Die Videos der unangemeldeten Aktion wurden unter anderem auf dem Medienfestival Viper (Basel) und dem Centre Pompidou gezeigt. 1997 bekam er die Rolle eines der beiden Ermittler in der Fernsehserie SK Kölsch und spielte den ersten schwulen Serienkommissar im deutschen Fernsehen. Nach drei Jahren und 38 Folgen stieg er 2001 aus der Serie aus und wurde von Dirk Martens 2002 abgelöst. Im Anschluss spielte er für das französische Fernsehen den Gestapo-Chef von Lyon, Klaus Barbie. In den Jahren danach wurde er für durchgehende Rollen in der Kinderserie Die Pfefferkörner sowie der Comedyserie Das Büro besetzt und spielte seit 2005 zahlreiche und sehr unterschiedliche Rollen in Fernsehfilmen, Serien und Kriminalreihen für alle deutschen Sender.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christian Maria Goebel bei schauspielervideos.de, abgerufen am 22. Oktober 2021
  2. http://www.deutschlandradio.de/die-moderatorinnen-und-moderatoren-der-sendung-am-mittag.2515.de.html
  3. http://www.deutschlandradiokultur.de/kollegin-verstorben-gedenken-an-katja-schlesinger.1008.de.html?dram:article_id=328633