Christian Spatscheck

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Christian Spatscheck (* 1971 in Immenstadt im Allgäu) ist ein deutscher Sozialarbeiter, Sozialpädagoge und Professor für Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit an der Fakultät Gesellschaftswissenschaften der Hochschule Bremen.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spatscheck ist seit 2008 Professor für Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit an der Fakultät Gesellschaftswissenschaften der Hochschule Bremen. Daneben ist er seit 2011 Visiting Scholar an der School of Social Work and Social Welfare (Socialhögskolan) der Universität Lund und seit 2014 Visiting Professor am Dipartimento di Scienze Politiche an der Universität Pisa. Er absolvierte weitere Gastaufenthalte, so im Mai 2014 als Visitor beim EUI - European University Institute in Fiesole/Florenz.

Zwischen 2006 und 2008 hatte Spatscheck eine Vertretungsprofessor für Didaktik/Methodik der Sozialpädagogik am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf inne. Zuvor lehrte er in freiberuflicher Lehrtätigkeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin, dem MCI Innsbruck, der Fachhochschule Potsdam, der Katholischen Hochschule Freiburg und der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. Von 1996 bis 2005 war er in Leitung und Praxis verschiedenen Feldern der Sozialen Arbeit, insbesondere der Kinder- und Jugendhilfe und der stadtteilorientierten Jugendarbeit tätig.

Christian Spatscheck studierte von 1991 bis 1996 Sozialarbeit an der Katholischen Fachhochschule Freiburg und schloss dort als Dipl.-Soz.-arb. (FH) ab. Von 1997 bis 2000 absolvierte er ein Studium der Erziehungswissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und schloss dort als Dipl.-Päd. ab. Er promovierte 2005 am Institut für Sozialpädagogik der der Technischen Universität Berlin zum Dr. phil. Beim "isiberlin – Institut für Systemische Ausbildung und Impulse" absolvierte er eine Ausbildung "Systemische Beratung und Prozessbegleitung", die er im Jahr 2014 mit einem Abschluss als Systemischer Berater (SG) beendete.

Er verfolgt den Arbeitsschwerpunkt der Theorien und Methoden Sozialer Arbeit und vertritt dabei insbesondere sozialraumbezogene Arbeitsansätze, systemisches Denken und Handeln, Sozialpädagogik, Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere Jugendarbeit, sowie die internationale Soziale Arbeit.

Seit 2014 ist er Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA). Seit 2016 ist er auch einer der beiden Sprecher der Sektion Theorie- und Wissenschaftsentwicklung der DGSA.

Spatscheck ist geschäftsführender Redakteur beim Online-Journal sozialraum.de, Mitglied des Editorial Board des European Journal of Social Work, verfolgt Beiratstätigkeiten bei den Fachzeitschriften Nordic Social Work Research, neue praxis, Zeitschrift für Sozialpädagogik, Soziale Arbeit (DZI), ist Mitherausgeber der Buchreihe "Theorie, Forschung und Praxis Sozialer Arbeit" beim Verlag Barbara Budrich sowie Beiratsmitglied beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), beim Bachelorpreis der Caritasstiftung Hamburg, beim Bremer Beratungsbüro für Erziehungshilfen (BeBeE) sowie von 2010 bis 2021 im Wissenschaftlichen Beirat von Attac.[1]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Stefan Borrmann (Hrsg.): Architekturen des Wissens. Wissenschaftstheoretische Grundpositionen im Theoriediskurs der Sozialen Arbeit. Beltz Juventa, Weinheim 2020, ISBN 978-3-7799-6223-6.
  • mit Sabine Wagenblass (Hrsg.): Diversität im Kinderschutz gestalten. Bremer Schriften zur Sozialen Arbeit, Band 1. Hochschule Bremen, Bremen 2020, ISBN 978-3-00-065151-9.
  • mit Ernst Engelke und Stefan Borrmann: Theorien der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. 7. Auflage. Lambertus, Freiburg im Breisgau 2018, ISBN 978-3-7841-3072-9 (Hardcover) bzw. ISBN 978-3-7841-3100-9 (Studienausgabe).
  • mit Sara Ashencaen Crabtree und Jonathan Parker (eds.): Methods and Methodologies of Social Work. Reflecting Professional Interventions. Whiting & Birch, London 2018, ISBN 978-1861770950.
  • mit Claudia Steckelberg (Hrsg.): Menschenrechte und Soziale Arbeit. Konzeptionelle Grundlagen, Gestaltungsfelder und Umsetzung einer Realutopie. Verlag Barbara Budrich, Opladen/Toronto 2018, ISBN 978-3-8474-2176-4.
  • mit Barbara Thiessen (Hrsg.): Inklusion und Soziale Arbeit - Teilhabe und Vielfalt als gesellschaftliche Handlungsfelder. Verlag Barbara Budrich, Opladen/Toronto 2017, ISBN 978-3-8474-2075-0.
  • mit Karin Wolf-Ostermann: Sozialraumanalysen. Ein Arbeitsbuch für soziale, gesundheits- und bildungsbezogene Dienste. UTB/Verlag Barbara Budrich, Opladen 2016, ISBN 978-3-8252-4580-1.
  • mit Ernst Engelke und Stefan Borrmann: Die Wissenschaft Soziale Arbeit – Werdegang und Grundlagen. 4. Auflage. Lambertus, Freiburg im Breisgau 2016, ISBN 978-3-7841-2843-6.
  • mit Stefan Borrmann, Sabine Pankofer, Juliane Sagebiehl und Brigitta Michel-Schwartze (Hrsg.): Die Wissenschaft Soziale Arbeit im Diskurs - Auseinandersetzungen mit den threoriebildenden Grundlagen Sozialer Arbeit. Verlag Barbara Budrich, Opladen/Toronto 2016, ISBN 978-3-8474-0767-6.
  • mit Sabine Wagenblass (Hrsg.): Bildung, Teilhabe und Gerechtigkeit. Gesellschaftliche Herausforderungen und Zugänge Sozialer Arbeit. Beltz-Juventa, Weinheim 2013, ISBN 978-3-7799-2886-7.
  • Soziale Arbeit und Jugendkulturen. Tectum, Marburg 2006, ISBN 3-8288-8991-3.
  • mit Manuel Arnegger, Sibylle Kraus, Astrid Mattner und Beate Schneider (Hrsg.): Soziale Arbeit und Ökonomisierung. Analysen und Handlungsstrategien. Schibri Verlag, Berlin 2008.
  • mit Stefan Borrmann und Michael Klassen (Hrsg.): International Social Work. Social Problems, Cultural Issues and Social Work Education. Barbara Budrich Publishers. Opladen/ Farmington Hills 2007, ISBN 978-3-86649-087-1.
  • mit Ernst Engelke, Konrad Maier, Konrad, Erika Steinert und Stefan Borrmann (Hrsg.): Forschung für die Praxis. Zum gegenwärtigen Stand der Sozialarbeitsforschung. Lambertus, Freiburg im Breisgau 2007.
  • mit Markus Nachtigall, Robert Lehenherr und Wilfried Grüßinger: Happy Nation - Jugendmusikkulturen und Jugendarbeit in den 90er Jahren. LIT-Verlag, Münster 1997.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates. In: Attac. Abgerufen am 13. Juli 2018.