Christian Stäblein

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Predigt am 21.12.2019
Bischof Christian Stäblein

Christian Stäblein (* 1. November 1967 in Bad Pyrmont, Niedersachsen) ist ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und seit dem 16. November 2019 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Stäblein ist der Sohn[1] von Renate Löhr und Stiefsohn von Oda-Gebbine Holze-Stäblein. Er wuchs in Hannover auf und widmete sich nach dem Abitur zunächst der Rechtswissenschaft. Dann nahm er das Studium der Evangelischen Theologie auf und verband es mit Nebenstudien in den Fächern Judaistik, Philosophie, Geschichte und Rechtswissenschaft in Göttingen, Berlin und Jerusalem. Nach Abschluss des Studiums und der beiden theologischen Examina war er Pastor in der Kirchengemeinde in Lengede im Kreis Peine.

Von 2001 bis 2005 war Stäblein wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Praktische Theologie an der Universität Göttingen, wo er 2002 mit einer Dissertation zum Thema Predigen nach dem Holocaust promoviert wurde. Ab April 2005 war er Pastor an der St.-Martins-Kirche in Nienburg an der Weser. Im Dezember 2007 erhielt er die Berufung als Konventual-Studiendirektor des Predigerseminar Loccum der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und trat das Amt im April 2008 an. In seiner Zeit entwickelte sich das Predigerseminar zur gemeinsamen Ausbildungsstätte für die evangelischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen. Von 2013 bis Frühjahr 2018 gehörte er dem Herausgeberkreis der Göttinger Predigtmeditationen an. Seit Herbst 2018 gibt er die Predigtstudien mit heraus.

Stäblein wurde von der Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am 14. November 2014 im ersten Wahlgang zum Propst gewählt. Als Propst war er der theologische Leiter des Konsistoriums der EKBO in Berlin und damit zuständig für theologische Grundsatzfragen. Zu der von ihm geleiteten Abteilung 2 im Konsistorium, „Theologie und kirchliches Leben“, gehört auch die inhaltliche Koordination diverser Arbeitsbereiche, u. a. Diakonie, Ökumene,und Publizistik sowie das Medienhaus der EKBO. Zugleich war er Stellvertreter des Bischofs. Er trat das Amt als Propst am 16. August 2015 an. Seine Einführung fand am 4. September 2015 in der St.-Bartholomäus-Kirche in Berlin-Friedrichshain statt.[2]

Am 5. April 2019 wurde er von der Landessynode bereits im zweiten Wahlgang mit einer Zweidrittelmehrheit zum Nachfolger von Markus Dröge als Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gewählt.[3] Am 16. November 2019 wurde Stäblein in der Marienkirche in Berlin in das Amt des Bischofs eingeführt.[4]

Christian Stäblein ist verheiratet mit Anke Stäblein und hat vier Kinder.

Mitgliedschaften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mitglied der Landessynode der EKBO
  • Vorsitzender der Kirchenleitung der EKBO
  • Vorsitzender des Kuratorium der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB)
  • Vorsitzender des Kuratoriums des Instituts „Kirche und Judentum“
  • Mitglied der Gesellschafterversammlung der Evangelischen Akademie zu Berlin
  • Mitglied des Kuratoriums des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin
  • Vertretung der EKBO im Vorstand des Evangelischen Presseverbandes (EPV) Ost e.V., Vorsitz des Vorstands

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ostern: Fest des Sehens. „Harbingers of Resurrection“ von Nikolai Nikolaevich Ge (1867), in: Hans-Georg Ulrichs (Hg.) Bilder predigen. Gottesdienste mit Kunstwerken, (Dienst am Wort Band 152), Göttingen, 2013, S. 47–55
  • Die Zukunft des besonderen Verhältnisses zwischen Staat und Kirche in Deutschland. Eine praktisch-theologische und politische Diagnose, Zeitschrift für Evangelisches Kirchenrecht 60 (2/2015), S. 131–146 2
  • Bekenntnis und Kirchenrecht. Am Beispiel der Gleichstellung der Segnung eines Paares in eingetragener Lebenspartnerschaft mit Traugottesdiensten, Zeitschrift für Evangelisches Kirchenrecht, 62 (1/2017), S. 27–40

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Süddeutsche Zeitung: Vorsichtiger Reformer. 14. November 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  2. die-Kirche. Evangelische Wochenzeitung, 13. September 2015, 21. Jahrgang, S. 2
  3. epd: Christian Stäblein wird neuer Bischof in Berlin. In: evangelisch.de. 5. April 2019, abgerufen am 5. April 2019.
  4. evangelisch.de: Theologe Christian Stäblein übernimmt Berliner Bischofsamt, 17. November 2019
VorgängerAmtNachfolger
Markus DrögeBischof der Ev. Kirche
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

seit 2019