Christian Tröger

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Christian Alexander Tröger (* 6. Oktober 1969 in München) ist ein ehemaliger deutscher Schwimmer, der bei Olympischen Spielen drei Bronzemedaillen gewann und zweimal Weltmeister wurde.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990 wurde Christian Tröger deutscher Vizemeister über 100 Meter Freistil und gewann 1991 mit der 4-mal-200-Meter-Freistil-Staffel bei den Weltmeisterschaften in Perth/Australien die Goldmedaille. Wiederum als deutscher Vizemeister über 100 Meter Freistil und Vierter über 200 Meter Freistil qualifizierte sich Tröger für die Freistilstaffeln bei den Olympischen Spielen in Barcelona. Dort trat er auch über 100 Meter Freistil an und belegte in 49,84 Sekunden den siebten Platz. In der 4-mal-100-Meter-Freistilstaffel gewann er Bronze hinter den Staffeln aus den USA und der GUS.

Dafür erhielt er am 23. Juni 1993 das Silberne Lorbeerblatt.[1]

1993 holte Tröger erstmals den Deutschen Meistertitel über 100 Meter Freistil und gewann in diesem Jahr zudem den Gesamt-World-Cup (Kategorie: Freistil-Sprint). Bei der Europameisterschaft 1993 wurde Tröger auf 100 Meter Freistil Vierter, konnte aber mit beiden Freistilstaffeln Medaillen gewinnen. 1994 wurde er erneut Deutscher Meister über 100 Meter Freistil. Bei der Weltmeisterschaft in Rom belegte er über 100 Meter Freistil den fünften Platz, mit den 4-mal-100-Meter-Staffeln (Freistil und Lagen) erreichte Tröger zwei vierte Plätze. 1996 gewann Tröger seinen dritten Titel über 100 Meter Freistil und sicherte sich in diesem Jahr erneut den Gesamt-World-Cup. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta belegte er den zehnten Platz und gewann mit beiden Freistilstaffeln die Bronzemedaille.

1997 wurde Tröger Kurzbahnweltmeister mit der Staffel. Bei der Europameisterschaft gewann er zwei Silbermedaillen mit den 4×100-Meter-Staffeln. Ebenfalls 1997 gewann Tröger seine einzige Einzelmedaille, als er bei der Universiade in Catania Dritter über 100 Meter Freistil wurde. Auch 1999 und 2000 gewann Tröger mit der Staffel Europameisterschaftsmedaillen. Bei seiner dritten Olympiateilnahme 2000 in Sydney wurde Tröger im Finale der Lagenstaffel nicht eingesetzt, obwohl er 2000 noch einmal Deutscher Meister auf der 100-Meter-Freistil-Strecke geworden war. Mit der 4-mal-100-Meter-Freistilstaffel wurde Tröger Vierter, mit der 4-mal-200-Meter-Freistilstaffel belegte er den sechsten Rang.

Christian Tröger startete zum Beginn seiner Karriere für den SC Wasserfreunde München unter dem Trainer Georg Weinzierl. Er wechselte dann für einige Jahre zum SV Würzburg 05. Ab 1996 trat er für den 1. Münchner SC an, bei dem er wieder von Georg Weinzierl betreut wurde. Trögers Vater Hans-Joachim Tröger gewann 1959 bei der Universiade über 200 Meter Brust und hielt auf dieser Strecke die Weltbestzeit.

Christian Tröger ist Diplom-Kaufmann und promovierte zum Thema Olympia – Im Spannungsfeld von Mythos und Marke. Tröger arbeitet als selbstständiger Unternehmensberater im Bereich Marketing[2].

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nationales Olympisches Komitee für Deutschland: Sydney 2000. Die deutsche Olympiamannschaft Frankfurt am Main 2000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landessportbund Niedersachsen e. V., VIBSS: Der Bundespräsident und seine Aufgaben im Bereich des Sportes: … am 23. Juni 1993 zeichnete Bundespräsident von Weizsäcker … behinderte und nicht behinderte Sportler, und zwar die Medaillengewinner der Olympischen und Paralympischen Spiele 1992, mit dem Silbernen Lorbeerblatt aus …
  2. www.troeger-consulting.de