Christian Wolff (Pfarrer)

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Christian Wolff (* 14. November 1949 in Düsseldorf) ist ein evangelischer-lutherischer Pfarrer im Ruhestand, zuletzt an der Thomaskirche zu Leipzig und ein deutscher Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolff wurde als Sohn des Grafikdesigners Kurt Wolff geboren.[1] Ab 1960 besuchte er das Max-Planck Gymnasiums Düsseldorf und begann dann 1968 ein Studium der Evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, das er 1969 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg fortsetzte.[1] 1970 trat Wolff der SPD bei und 1973/74 war er AStA-Vorsitzender an der Universität Heidelberg.[2]

Nach dem Vikariat wirkte er von 1977 bis 1992 als Pfarrer in der Unionskirche in Mannheim.[2] Von 1992 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2014 war er Pfarrer an der Thomaskirche zu Leipzig, 1998 wurde er dort erster Pfarrer und Pfarramtsleiter.

Er ist Vorsitzender der Stiftung Chorherren zu St. Thomae[3] und stand von 2004 bis 2016 dem forum thomanum Leipzig e.V vor. Jetzt ist er Vorsitzender des Kuratoriums des forum thomanum. Bis 2009 war er Kuratoriumsmitglied des Fördervereins Synagoge und Begegnungszentrum Leipzig e.V., bis 2016 Direktoriumsmitglied der Neuen Bachgesellschaft e.V. und bis 2014 Vorstandsmitglied des Vereins Thomaskirche-Bach 2000 e.V.[2]

Wolff war 2014 Initiator von „Willkommen in Leipzig – eine weltoffene Stadt der Vielfalt“, die sich gegen Legida stark macht.[4] Seit seinem Ruhestand ist er auch als Berater für Kirche, Politik und Kultur tätig und betreibt einen Blog www.wolff-christian.de/blog.

Wolff ist in zweiter Ehe mit Zlata Kaltofen-Wolff verheiratet.[2]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Motette. Musik in Worten. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2000.
  • Die Thomaskanzel. Orientierung zwischen Zweifel und Gewissheit. Evangelische Verlagsanstalt, 2. Auflage, Leipzig 2004.
  • St. Thomas Church in Leipzig. A Place of Faith, Spirit, and Music. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004.
  • Die Thomaskirche zu Leipzig. Ort des Glaubens, des Geistes und der Musik. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004.
  • Die Orgeln der Thomaskirche zu Leipzig. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2005. (Herausgeber)
  • Osterweiterung. Leben im neuen Deutschland. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2012.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1]Tobias Prüwer: Der Pfarrer und seine Pogrom-Fantasie, Kreuzer-Online, 14. Dezember 2011, abgerufen 12. Januar 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stefan Altner/Martin Petzoldt (Hrsg.): 800 Jahre Thomana, Stekovics, Wettin-Löbejün 2012, S. 446.
  2. a b c d Stefan Altner/Martin Petzoldt (Hrsg.): 800 Jahre Thomana, Stekovics, Wettin-Löbejün 2012, S. 475.
  3. Chorherren: Bach Chorherren zu St. Thomae. In: www.chorherren.de. Abgerufen am 12. Januar 2017.
  4. Björn Meine: Leipziger Pfarrer Wolff zu Legida: „Angstbessene Gartenzwerg-Mentalität“, auf: www.lvz.de von 4. Januar 2016.