Christian Wolff (Schauspieler)

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Christian Wolff (2005)

Christian Wolff (* 11. März 1938 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. Zwischen 1989 und 2006 spielte er den Förster Martin Rombach in der Fernsehserie Forsthaus Falkenau.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Wolff absolvierte von 1955 bis 1957 an der Max-Reinhardt-Schule ein Schauspielstudium.

Schon als Jungschauspieler war er bekannt. Sein Debüt gab er 1957 in der Hauptrolle von Veit Harlans umstrittenem Film Anders als du und ich. Die FSK gab diesen Film wegen zu positiver Darstellung der Homosexualität zunächst nicht frei. Die schließlich in westdeutschen Kinos gezeigte veränderte Fassung gilt denn auch als homophob. In Österreich lief der Film unverändert unter dem ursprünglichen Titel Das dritte Geschlecht. Es folgten Kriminal- oder Unterhaltungsfilme wie Am Tag, als der Regen kam, Alt-Heidelberg, Verbrechen nach Schulschluss und Wenn mein Schätzchen auf die Pauke haut sowie Der blaue Nachtfalter mit Zarah Leander (1959). 1960 erhielt Wolff den Bronzenen Bravo Otto der Jugendzeitschrift Bravo.

Christian Wolff (mitte) mit Christine Kaufmann (links) und Ehefrau Marina Handloser (2014)

Vor allem in den 1980er Jahren war Wolff mehr und mehr in Fernsehserien und Gastrollen zu sehen. 1983 zeigte das ZDF die Verfilmung von Else Urys Nesthäkchen mit ihm in der Hauptrolle des Vaters und Arztes Dr. Ernst Braun. Die Reihe wurde in sechs Folgen als Weihnachtsserie ausgestrahlt. In den 1990er Jahren drehte er Fernsehspielfilme für das ZDF mit leichter Handlung, Liebesgeschichten in Südafrika und auf Mauritius. In einigen Fernsehfilmen wie etwa Zugvögel der Liebe und Das Licht von Afrika spielte er zusammen mit seinem Sohn Patrick Wolff.

Christian Wolff spielte seine wahrscheinlich bekannteste Rolle ab 1989 als Förster Martin Rombach in der Familienserie Forsthaus Falkenau. Die Serie wurde in den 1990er Jahren zum Dauerbrenner und Quotenerfolg für das ZDF. 2005 gab Wolff seinen Ausstieg aus der Serie bekannt, die aber nicht eingestellt, sondern mit Stefan Leitner (Hardy Krüger jr.) als neuem Förster bis 2013 fortgesetzt wurde. Über 2200 Drehtage stand Wolff damit für die am längsten laufende Vorabend- und Familienserie Deutschlands vor der Kamera. Als Grund für seinen Ausstieg nannte Wolff einen Herzinfarkt im Jahr 2003, aufgrund dessen er weniger Folgen hatte abdrehen wollen, was aber gegen die Pläne des ZDF gewesen sei. Wolff war am 29. Dezember 2006 zum letzten Mal als Förster in der Serie zu sehen. Mit einem Spielfilm verabschiedete der Förster sich nach Südafrika, wo er eine Farm leitet, die er von einem Freund geerbt hat.

Neben seiner Arbeit als Schauspieler synchronisierte Wolff unter anderem Pierre Brice, Alain Delon und Anthony Perkins. Er ist teilweise auch als Sprecher in Fernsehdokumentationen zu hören. Daneben sprach er zu Beginn jeder neuen Folge der 1984 ausgestrahlten Weihnachtsserie Patrik Pacard und der 1987 ausgestrahlten Weihnachtsserie Anna die Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse aus dem Off.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. November 1959 heiratete Wolff seine Kollegin Corny Collins, die Ehe wurde geschieden. Seit dem 27. Juni 1975 ist er mit Marina Handloser verheiratet und lebt in Aschau im Chiemgau.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehfilme- und Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1959: Kabale und Liebe
  • 1962: Wetter veränderlich
  • 1963: Meine Frau Susanne
  • 1963: … und heute ins Theater: Lady Frederick
  • 1963: Feuerwerk
  • 1963: Die Nacht am See
  • 1964: Das Kaffeehaus
  • 1964: Alarm im Aquarium
  • 1965: Die Schlüssel (Durbridge-Dreiteiler)
  • 1965: Das Kriminalmuseum (Folge Der Brief)
  • 1965: Der Diplomat auf Eis
  • 1966: Schöne Geschichten mit Mama und Papa
  • 1967: Tagebücher
  • 1967: Ein Schloß in Schweden
  • 1968: Sherlock Holmes (Folge Das Beryll Diadem)
  • 1968: Lebeck
  • 1968: Die Geschichte von Vasco
  • 1969: Pater Brown (Folge Die Spitze einer Nadel)
  • 1969: Meine Schwiegersöhne und ich (8 Folgen)
  • 1970: Polizeifunk ruft (Folge Vor der Verjährung)
  • 1970: Das Mädchen meiner Träume
  • 1970: Die Auserwählten
  • 1970: Der Minister und die Ente
  • 1971: Die fast verkrachte Reise
  • 1971: Glückspilze
  • 1972: Hamburg Transit (Folge Unfall im Yachthafen)
  • 1972: Die Bilder laufen
  • 1973: Algebra um acht (Folge Klassentreffen)
  • 1974: Engadiner Bilderbogen (13 Folgen)
  • 1974: Der Scheingemahl (aus der Reihe: Die Welt der Hedwig Courths-Mahler)
  • 1974: Eine ungeliebte Frau
  • 1975: Das ohnmächtige Pferd
  • 1975: Eine ganz gewöhnliche Geschichte
  • 1976: Tatort – Kassensturz
  • 1976–1977: Die Unternehmungen des Herrn Hans (20 Folgen)
  • 1977: Derrick – (Folge Via Bangkok)
  • 1978: Lady Audleys Geheimnis (Zweiteiler)
  • 1979: Kommissariat 9 (4 Folgen)
  • 1980: Weekend
  • 1981: Die Laurents (4 Folgen)
  • 1982: Mein Sohn, der Minister
  • 1983: Derrick – (Folge Geheimnisse einer Nacht)
  • 1983: Der Raub der Sabinerinnen
  • 1983–1984: Nesthäkchen (6 Folgen)
  • 1985: Drei Damen vom Grill (4 Folgen)
  • 1985: Grenzenloses Himmelblau
  • 1986: Das Geheimnis von Lismore Castle
  • 1986: Zerbrochene Brücken
  • 1988: Tagebuch für einen Mörder
  • 1989–2006: Forsthaus Falkenau (223 Folgen)
  • 1991: Die Männer vom K3 (Folge Narkose fürs Jenseits)
  • 1992: Wolffs Revier (Folge Reicher Gigolo)
  • 1994: Das Traumschiff – Dubai
  • 1995: Inseln unter dem Wind
  • 1996: Rosamunde Pilcher – Eine besondere Liebe
  • 1997: Kap der guten Hoffnung (6 Folgen)
  • 2000: Stimme des Herzens
  • 2001: Zugvögel der Liebe
  • 2001: Anwalt des Herzens
  • 2002: Entscheidung auf Mauritius
  • 2003: Das Licht von Afrika
  • 2004: Geheimnis der Karibik
  • 2007: Fjorde der Sehnsucht
  • 2007: Inga Lindström – Vickerby für immer
  • 2007: Rosamunde Pilcher – Sieg der Liebe
  • 2008: Das Traumhotel – China
  • 2009: Für immer Venedig
  • 2008, 2010: SOKO München (Folgen Requiem und Auf der Jagd)
  • 2011: Der Bergdoktor (Folge Der Gang der Dinge)
  • 2015: Treppe aufwärts
  • 2016: Hannas schlafende Hunde

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]