Christian Wolff (Schauspieler)

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum Schauspieler mit ähnlichem Namen siehe Martin Christian Wolf.
Christian Wolff (2005)

Christian Wolff (* 11. März 1938 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Wolff absolvierte von 1955 bis 1957 an der Max-Reinhardt-Schule ein Schauspielstudium.

Schon als Jungschauspieler war er bekannt. Sein Debüt gab er 1957 in der Hauptrolle von Veit Harlans umstrittenem Film Anders als du und ich. Die FSK gab diesen Film wegen zu positiver Darstellung der Homosexualität zunächst nicht frei. Die schließlich in westdeutschen Kinos gezeigte veränderte Fassung gilt denn auch als homophob. In Österreich lief der Film unverändert unter dem ursprünglichen Titel Das dritte Geschlecht.

Es folgten Kriminal- oder Unterhaltungsfilme wie Am Tag, als der Regen kam, Alt Heidelberg, Verbrechen nach Schulschluss und Wenn mein Schätzchen auf die Pauke haut sowie Der blaue Nachtfalter mit Zarah Leander (1959). 1960 erhielt er den Bronzenen Bravo Otto der Jugendzeitschrift Bravo.

Am 29. November 1959 heiratete Wolff seine Kollegin Corny Collins, die Ehe wurde jedoch geschieden. Seit dem 27. Juni 1975 ist er mit Marina Handloser verheiratet und lebt in Aschau im Chiemgau.

Vor allem in den 1980er Jahren war Wolff mehr und mehr in Fernsehserien und Gastrollen zu sehen. 1983 zeigte das ZDF die Verfilmung von Else Urys Nesthäkchen mit ihm in der Hauptrolle des Vaters und Arztes Dr. Ernst Braun. Die Reihe wurde in sechs Folgen als Weihnachtsserie ausgestrahlt. In den 1990er Jahren drehte er Fernsehspielfilme für das ZDF mit leichter Handlung, Liebesgeschichten in Südafrika und auf Mauritius. In einigen Fernsehfilmen wie etwa Zugvögel der Liebe und Das Licht von Afrika spielte er zusammen mit seinem Sohn Patrick Wolff.

Christian Wolff gelang der Durchbruch 1989 als Förster Martin Rombach in der Familienserie Forsthaus Falkenau. Die Serie wurde in den 1990er Jahren zum Dauerbrenner und Quotenerfolg für das ZDF. 2005 gab Wolff seinen Ausstieg aus der Serie bekannt, die aber nicht eingestellt, sondern mit Stefan Leitner (Hardy Krüger jr.) als neuem Förster bis 2013 fortgesetzt wurde. Über 2200 Drehtage stand Wolff damit für die am längsten laufende Vorabend- und Familienserie Deutschlands vor der Kamera. Als Grund für seinen Ausstieg nannte Wolff einen Herzinfarkt im Jahr 2003, aufgrund dessen er weniger Folgen hatte abdrehen wollen, was aber gegen die Pläne des ZDF gewesen sei. Wolff war am 29. Dezember 2006 zum letzten Mal als Förster in der Serie zu sehen. Mit einem Spielfilm verabschiedete er sich nach Südafrika, wo er eine Farm leitet, die er von einem Freund geerbt hat.

Neben seiner Arbeit als Schauspieler synchronisierte Wolff unter anderem Pierre Brice, Alain Delon und Anthony Perkins. Er ist teilweise auch als Sprecher in Fernsehdokumentationen zu hören. Daneben sprach er zu Beginn jeder neuen Folge der 1984 ausgestrahlten Weihnachtsserie Patrik Pacard und der 1987 ausgestrahlten Weihnachtsserie Anna die Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse aus dem Off.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herren aus Verona
  • Der Kaufmann von Venedig
  • Des Meeres und der Liebe Wellen
  • Ein Schloss in Schweden
  • Gigi
  • Bleib wo Du bist Liebling
  • Lasst uns Lügen erzählen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]