Christian Wraa

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Nikolaus Christian Wraa (auch Wraae; * 26. August 1825 in Hadersleben, Herzogtum Schleswig;[1][2]22. April 1895 in Berlin[3]) war ein Steuermann, schleswig-holsteinischer Marineoffizier, Fotopionier, Schulgründer, Erfinder, Hochstapler, verurteilter Betrüger, Bankrotteur und nationalliberal gesinnter Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabstein für die Familie Jens Jensen Wraae im Klosterkirkegården in Haderslev

Christian Wraa[4] war ein Sohn des vermögenden Haderslebener Maurermeisters und Architekten Jens Jensen Wraae (1776–1859) aus Ødis und seiner zweiten Ehefrau Hanne Christine Nielsen (1786–1836).[5] Seine Brüder Jens Wraa (1812–1832) und Michael Nielsen Wraa (* um 1816; † 1843) starben jung. Seine Schwester Anna Botilla (Anne Bothilde) Wraa (* 1813; † nach 1872), verheiratet mit dem Malermeister Matthias Häger (1805–1876), gründete 1872 mit 206 weiteren Frauen einen Zweigverein des Vaterländischen Frauenvereins in Hadersleben.[6] Er hatte weitere Halbgeschwister: Von Anna Botilla Mortensdatter († zwischen 1806 und 1812), der ersten Frau seines Vaters Catharina Maria Wraa (* um 1806; † 1826). Von Hanna Catharina Petersen Ravensgaard (1807–1855) aus Halk, der dritten Frau seines Vaters eine totgeborene Schwester (*/† 1841), Jens Jensen Wraa (* 1843; † nach 1860) und Peter Petersen Wraa (1848–1853). Christian Wraas vermutlicher Schwiegervater, der Haartuchfabrikant Senator Johannes Michael Neuffert (1795; † nach 1865)[7] in Flensburg, ein gebürtiger Württemberger,[8] war entschieden pro-dänisch gesinnt.[9][10]

Ein Teil der Familie von Christian Wraa stammte aus dem nordfriesischen Tönning[11][12] an der Eider im königlich dänischen Anteil Schleswig-Holsteins.[13][14] Um sein Anwesen (Gewese) in Tönning zu Geld zu machen, veranstaltete Wraa eine Lotterie, die viele enttäuschte Loskäufer zurückließ.[12] Christian Wraa war zunächst Steuermann,[15] Als Seemann hat er „vor 1848 in untergeordneten Stellungen gedient … und niemals eine größere Fahrt gemacht“.[16] Nach eigenen Angaben will er 22-jährig (1847) auf einem „Hamburger Kauffahrer die Welt umsegelt und in Buenos-Ayres auch kriegerische Erfahrungen gesammelt“ haben.[17]

Dienst in der Schleswig-Holsteinische Marine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Aufforderung des Departements des Kriegswesens der Schleswig-Holsteinischen Erhebung vom 27. Januar 1849 an alle zivilen Schiffsführer und Steuerleute trat „Christian Wraae“ im Frühjahr 1848 in Kiel als „interimistischer Offizier“ (Fähnrich zur See) in die Schleswig-Holsteinische Marine ein.[18]

Schleswig-holsteinisches Ruder-Kanonenboot mit Hilfssegeln (Schaluppe; Bild zeigt ein baugleiches dänisches Boot)

Am 19. März 1850 wurde Wraa zum Auxiliar-Leutnant 2. Klasse (mit dem Rang eines Seconde-Lieutenants der Armee) befördert. Eingesetzt als Kommandant des mit 50 Mann besetzten Ruder-Kanonenboots Nr. 9, bezeichnete er sich selbst später als „Marinekapitän“ oder „Kapitän“, erhielt aber nie diese militärische Charge. Wraa galt später (1862) als der „durch das Hafengefecht bei Eckernförde im Jahre 1849 rühmlichst bekannte Schiffskapitän“.[19] Dies dürfte sich auf ein „ergebnisloses“ Seegefecht am 11. Mai 1849 vor Gut Bülk beziehen, an dem Kanonenboot Nr. 9 beteiligt war.[20][21] Das bekannte Gefecht bei Eckernförde am 5. April 1849 wurde schleswig-holsteinerseits nicht mit Schiffen, sondern mit Strandbatterien geführt. Nachdem sich bei diesem Gefecht die dänische Fregatte Gefion ergeben hatte, will Wraa zu der Prisenbesatzung abkommandiert worden sein, die das Schiff in Besitz nahm und an die Reichsflotte übergab.[17] In Holtenau hatten die Leutnants Andreas Anker Schau und Nikolaus Christian Wraa 1850 eine Auseinandersetzung mit dem Schleusenwärter des Eider-Kanals Ebers, die disziplinarisch als Beleidigung mit einem Verweis geahndet wurde. Leutnant Wraa fiel disziplinarisch auch durch Privatschulden auf und führte ein Duell mit dem Kommis Mazanti aus Vejle.[22][23] Bei Auflösung der Schleswig-Holsteinischen Marine im Sommer 1851 wurde er wie alle Offiziere entlassen.[24]

E. C. Bahnson, Lithographie nach einer Fotografie von Christian Wraa

Zigarrenhändler in Altona und Fotograf in Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Ausscheiden aus der Marine betätigte sich Wraa als „Cigarrenhändler, Photograph, Gastwirth“ und – wahrscheinlich während des Krimkriegs – als „Lieferant für die englisch-französische Flotte“.[16] 1852–1858 unterhielt er ein Cigarrenlager in der Großen Wilhelminenstraße (heute Chemnitzstraße) 21. in Altona.[25] 1857/58 betrieb „Chr. Wraa“ ein sog. „Münchener Atelier“ für Photographie und Daguerreotypie in Hamburg, Große Bleichen 11, im Garten.[26] 1860 war „Wraa, N. C. Photograph,“ in der Altonaer Blumenstraße 36 gemeldet.[27] Erhalten ist eine Lithografie von Hauptpastor Erasmus Carsten Bahnson (1794–1878) in Oldesloe, Abgeordneter der schleswig-holsteinischen Landesversammlung, die nach einem Foto von Wraa angefertigt wurde.

Agitation für Flottensammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer offenbar auf Dänisch verfassten Absage des eingeladenen Schützenvereins in Haderslev, der nicht am ersten allgemeinen deutschen Schützenfest (1. Deutsches Bundesschießen) in Frankfurt am Main vom 13.–22. Juli 1862 teilnehmen wollte, veröffentlichte Wraa „als geborener Haderslebener“ im März 1862 als Antwort einen patriotischen Offenen Brief in der nationalliberalen National-Zeitung. Hadersleben habe das größte Contingent für die Schleswig-Holsteinische Armee und Marine geliefert, und es hätten „die Zöglinge der gelehrten Schulen trotz ihrer Jugend sich in diese Armee einreihen“ lassen.[2]

1861/62 war Wraa einer der Hauptinitiatoren der Flottensammlungen. Am 9. Juli 1861 fand im British Hôtel in Dresden (Landhausstraße 6) eine Versammlung für die Gründung einer deutschen Kanonenbootflotte statt, zu der „der holsteinische Seekapitän Wraa“ und der bayerische Freiherr Philipp August von Künsberg (1831–1884) aufgerufen hatten. Advokat Edmund Judeich (1826–1876) unterstützte Wraas Forderung nach einer aktiven Beteiligung der Binnenländer. Es wurde ein Brief von Kriegs- und Marineminister Albrecht von Roon an Wraa vom 24. April 1861[28] verlesen, nach dem Preußen bereit sei, den Schutz der Flotte zu übernehmen.[13] Durch Vermittlung Gustav Freytags[29] und Max Dunckers[30] war Wraa nach Berlin gebeten und im April 1861 durch den Kriegsminister Roon empfangen worden.[31] Am 9. Juli 1861 wurde in Dresden ein Flottencomité unter Vorsitz von Franz Ludwig Siegel (1812–1877) gebildet, dem auch Christian Wraa, Philipp August von Künsberg, Buchhändler Friedrich von Boetticher, der Arzt Edmund Friedrich und Edmund Judeich angehörten.[32]

Im März 1862 gehörte „Christian Wraa, Marine-Officier a. D.“, nachdem das Flottencomité inaktiv geworden war,[33] zusammen mit Friedrich von Boetticher, dem sozialdemokratisch gesinnten Kupferschmiedemeister Emil Försterling, Lehrer Friedrich Wilhelm Schlimper († 1865) und Georg von Seydlitz dem Ausschuss (Vorstand) des Dresdner Flottenvereins (Deutscher Flottenverein, Ortsverband Dresden) an, der seine Mitgliedsbeiträge an die Flottenkasse des Deutschen Nationalvereins abführen wollte.[34] Kapitän Wraa nahm zum Tagesordnungspunkt Flottensammlungen auch an der Frankfurter Ausschussitzung des Deutschen Nationalvereins vom 18./19. Mai 1861 teil.[35] Auf der zweiten Generalversammlung des Deutschen Nationalvereins in Heidelberg am 23./24. August 1861, zu der er von ihrem Präsidenten Rudolf von Bennigsen eingeladen wurde, hielt Schiffskapiän Wraa eine Rede – auch auf Wunsch von Hermann Schulze-Delitzsch[36] und in Anwesenheit von Wilhelm Raabe.[37] Bei einem anschließenden „privaten“ Treffen von Mitgliedern des Nationalvereins in Frankfurt am Main, bei dem auch Heinrich Bürgers, Siegmund Friedrich Müller und Max Wirth sprachen, warben „Schiffskapitän Wraa“ und der demokratisch gesinnte Kaufmann David Born, der zu dieser Zeit im Exil in London lebte, für den Aufbau einer deutschen Flotte auf Nord- und Ostsee zur Sicherung der deutschen Exporte.[38] An einer Versammlung am 16. Februar 1862 in Karlsruhe[39] und an der dritten Generalversammlung des Deutschen Nationalvereins in Coburg am 6./7. Oktober 1862 nahm Wraa ebenfalls teil.[40] Wraa war außerdem aktiv im Hülfsverein für deutsche Officiere der vormaligen Schleswig-Holsteinischen Armee zu Hamburg.[41]

1863 und später boten Wraa und „sein Freund Graf Adalbert Baudissin“ in Gotha Herzog Friedrich VIII. von Schleswig-Holstein ihre Dienste an.[42] Sie wollten ein „deutsches Volksheer“ aufstellen und ihm zur Verfügung stellen.[12]

Seemannsschule in Meersburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neues Schloss Meersburg

Christian Wraa reiste um 1862/63 zweimal nach Karlsruhe, um Großherzog Friedrich I. von Baden, dem Prinzen Wilhelm von Baden und Minister Franz von Roggenbach[43] sein Projekt einer Seemannsschule im Binnenland vorzustellen.[44] Die Nachricht, dass Graf Wilhelm von Württemberg, Gouverneur der Bundesfestung Ulm, ihm ein Dampfschiff verkauft habe,[45] wurde umgehend dementiert.[46] Wraa gründete die Seemannsschule[47] auf der Mainau am Bodensee bzw. seit 1. November 1863 im Neuen Schloss in Meersburg, das ihm der Großherzog zur Verfügung stellte. Im August 1864 besichtigten Großherzog Friedrich I. von Baden und seine Frau Großherzogin Luise sowie ihre Schwägerin Königin Augusta von Preußen diese Schule.[14] „Wraa, Capitän in Dresden“ bzw. „Capitän und Director der Seemannsschule in Meersburg am Bodensee“ war 1862–1864 Mitglied des Vereins von Freunden der Erdkunde zu Leipzig.[48] Am 14./15. Dezember 1864 wurde das Inventar der Schule zwangsversteigert, der Großherzog erwarb das Übungsschiff und viele Schiffsgerätschaften für die Mainau.[49] Der Bitte der Stadt Meersburg um Erhaltung der Seemannsschule und ihre Verbindung mit einer zu errichtenden Handelsschule wurde nicht entsprochen.[50]

Im Januar 1864 hatte die Presse kolportiert, Kapitän Wraa würde sich dem badischen Bundesheerkontingent unter dem Befehl von Generalleutnant Prinz Wilhelm von Baden (1829–1897) anschließen, dessen Mobilmachung bevorstehe.[51] Baden war jedoch nicht in den Deutsch-Dänischen Krieg eingetreten. Nach anderen Berichten reisten Christian Wraa und Philipp August von Künsberg im Januar 1864 von Kiel über Korsør nach Kopenhagen, um dort stationierte holsteinische Soldaten zu einem Aufstand zugunsten Herzog Friedrichs VIII. von Schleswig-Holstein zu bewegen. Nach ihrer Enttarnung flohen sie über Schweden und Lübeck zurück nach Kiel. Weil sie auf den Kosten des Unternehmens sitzen blieben, brachen die beiden Verschwörer mit Herzog Friedrich VIII.[52]

1864 berichtete Karl Lorentzen von einem „obskuren ‚Kapitän Wraa‘”, der während des Österreichisch-preußischen Kondominiums in Schleswig-Holstein in preußischem Sold „Wirtshauspropaganda“ für „oldenburgische“ Ansprüche des Prätendenten Friedrich Emil August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg mache.[53] Ähnlich berichtete 1866 die Schleswig-Holstein'sche Zeitung über „den sogenannten Kapitän Wraa … gleichwie sein(en) Freund (Düneninspektor) Graf Adalbert Baudissin … Seit reichlich einem Jahr ist dies par nobile fratrum[54] im Lande umhergereist, um ihre Ueberzeugung, daß wir Preußen werden müssen, zu predigen“.[12] Das österreichische Neue Fremden-Blatt bezeichnete diese durchaus gegensätzlichen politischen Positionen als Agitation für eine preußische Annexions-Politik Schleswig-Holsteins und schnöde ‚Augustenburgerei.[55]

1864 oder 1865 soll Christian Wraa nach einem Bericht des Schleswigschen Wochenblatts versucht haben, das „Schwindel-Etablissement“ einer Seemannsschule in Tönning zu gründen.[56]

Lotsenkommandeur für Schleswig in Flensburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. Januar 1866 wurde Wraa als „Lootsenkommandeur“ (Oberlotse) und Musterschreiber für das Herzogtum Schleswig angestellt, seinen Wohnsitz musste er in Flensburg nehmen.[57][12] Er wurde am 20. Juni 1866, vermutlich mit Blick auf den anstehenden Strafprozess, seiner Funktion wieder enthoben. Johannes Wiechers (1821–1872), Inspektor des Schleswig-Holsteinschen Kanals in Rendsburg, folgte ihm als Oberlotse nach.[58]

1867 forcierte der ehemalige Marine-Lieutenant Christian Wraa die Idee zur Gründung einer größeren Ostsee-Fischerei-Gesellschaft mit etwa 60 Fahrzeugen und Hauptsitz in Kappeln an der Schlei. Das Projekt werde von der Regierung begünstigt. Am erforderlichen Aktienkapital von 200.000 Talern sollten sich auch Binnenstädte beteiligen.[59]

Strafprozess in Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1868 wurden „der ehemalige Marinecapitän Nicolas Christian Wraa“,[60] der ehemalige bayerische Leutnant und Kammerjunker Freiherr Philipp August von Künsberg und dessen Kompagnon, der Kaufmann August Christian Friedrich Schwendner aus Berlin, vom Berliner Stadtgericht im sog. schleswig-holsteinischen Waffenlieferungsprozess[61] wegen Betrugs zu Lasten der Preußischen Staatskasse verurteilt. Die Drei hatten 2000 Gewehre erschwindelt, die 1863 nach Auflösung des Gothaer Hauptwehrkommiteés für Deutschland beim Erbprinzen Friedrich VIII. von Augustenburg im Hamburg beschlagnahmt worden waren, und nach Japan verkauft.[62] Künsberg hatte zur Untermauerung der Forderung gefälschte Belege an Otto von Bismarck geschickt. Zugleich wurde die Anklage verhandelt, einen von einem Berliner Pelzhändler Franke geliehenen Pelz unterschlagen zu haben. Alle drei Angeklagten wurden zu je 1000 Talern Geldbuße (im Unvermögenfall zu 1 Jahr Gefängnis) verurteilt, Künsberg außerdem zu 2 Jahren Gefängnis, 3 Jahren Ehrverlust und Landesverweisung nach Abbüßung der Strafe, Wraa zu 2½ Jahren Gefängnis und 4 Jahren Ehrverlust, Schwendner zu 2 Jahren Gefängnis, 3 Jahren Ehrverlust.[63] Die Urteilsbegründung der 2. Deputation des Criminalgerichtes sah in Wraa den Anstifter des Betrugs.[64] Das erstinstanzliche Urteil wurde vom Kammergericht Berlin bestätigt.[65] Die drei Verurteilten, von denen „Wraa und Freiherr von Künsberg in freundschaftlichen Beziehungen zu einem Vertrauten des Grafen Bismarck, dem wirklichen Legationsrath (Robert) v. Keubell“ standen, wurden allerdings schon nach einigen Monaten, nachdem sie „wenigstens einen Theil der … Strafe thatsächlich abgebüßt“ hatten,[56] im Sommer 1869 von König Wilhelm I. von Preußen begnadigt.[66] Marine-Leutnant a. D. Wraa erhielt von diesem Jahr an von der Regierung der preußischen Provinz Schleswig-Holstein in Schleswig eine Pension.

Geschäftsführer der Tönninger Dampfschifffahrtsgesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. November 1871 gründeten der Landwirt und spätere Reichstagsabgeordnete Gustav Adolf Thomsen aus Hemme, Bürgermeister David Sammann (1824–1903) aus Tönning, Ratmann Owe Beder Lorenz aus Tetenbüll, Ratmann Johann Christian Jacob Stamm aus Witzwort und Jan Helms die Tönninger Dampfschifffahrtsgesellschaft. Zweck der Gesellschaft war Viehtransport von Tönning nach England (bes. nach Lowestoft). Als Geschäftsführer und Inspektor wurde Kapitän Wraa eingesetzt, der jedoch bald von W. Gehlsen abgelöst wurde.[67]

Neugründung einer Seemannsschule in Stralau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 1875 versuchte „der bekannte Capitän Wraa“ die Neugründung einer Deutschen Seemannsschule in Stralau am Rummelsburger See.[68] Vorsteher der Schule wurde Schiffscapitain L. Calliess.[69]

Erfinder in New York, London und Altona[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gilmore's Garden, 1875

im Oktober 1876 übersiedelte „Christen Wraa“ mit seiner zweiten Ehefrau Clara und einer Tochter in die USA. Zwei weitere ältere Töchter waren kurz zuvor separat dorthin gereist. 1876/78 war Captain Wraa in schwer durchschaubare Geschäfte mit einem Wechsel (promissory note) für seine Wohnungskosten (accommodation) in New York mit u. a. dem deutschstämmigen Architekten William G. Steinmetz (*um 1838; † 1898), dem Broker Peter Wallace Gallaudet (1827–1903), einem Sohn von Thomas Hopkins Gallaudet, und einem gewissen John Whitmore involviert. 1877 führte Wraa eine von ihm erfundene Feuerschutz-Kleidung („Oestberg Fire-Defying Dress“) vor vielen Zuschauern im Gilmore's Garden vor.[70] 1880 war er clerk (kaufmännischer Angestellter) und wohnte am Broadway. Während seines Aufenthalts in New York war „Wraa, Christian, Capitain“, weiterhin in Dresden-Blasewitz, Tolkewitzerstraße 14, gemeldet.[71]

Alexandra Palace, eröffnet 1873/75

1881 lebte Christian Wraa, Leutnant der Kaiserlichen Deutschen Marine im Ruhestand, bei London in der Blackfriars Road, im County of Surrey, und meldete beim britischen Patentamt verschiedene Patente für Feuerschutz-Kleidung an. Im Juli 1882 führte er seine Feuer-Schutzkleidung bei einer Messe für Lebensrettungs-Systeme im Alexandra Palace in London-Haringey vor.[72] 1886 erfand er ein Raketen-Abwehr-System („Apparatus for protection from warlike missiles“).[73] Im Deutschen Verein für Kunst und Wissenschaft London hielt Kapitän Wraa im August 1890 einen Vortrag über sein Engagement für die Deutsche Kriegsmarine, der als Mitschrift eines „Korrespondenten“ im Berliner Tageblatt veröffentlicht wurde.

„Nicolay Christian Wraa, Marine-Offizier a. D.“ lebte noch 1892 als Kaufmann und Erfinder in London. Sein Agent in Hamburg war Georg Ludwig.[74] Am 24. April 1893 führte der in London ansässige Capitän Christian Wraa seine Erfindungen von optischen Signalverfahren und Lebensrettungs- und Löschapparaten vor dem Nautischen Verein in Ludwig Fischers Hotel Börsenbrücke in Hamburg[75] und am 18. Juli 1893 im Gesellschaftshaus Neu-Rainville in Ottensen bei Altona „mit einem fast vollständigen Mißerfolg“ vor geladenen Zuschauern vor.[76] 1893 wohnte „Ch. Wraa, Marine-Offizier a. D.,“ auch in Altona[77] und firmierte als „Dirigent“ (Direktor) der Internationalen Patent Verwerthungs Co.[78]

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Akte zu den Pensionszahlungen an den ehemaligen Marineleutnant Wraa wurde 1896, im Jahr nach seinem Tod, geschlossen.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicolai Christian Wraa war in erster Ehe verheiratet mit Maria Henriette Sophie Neufort (Neufert, Neupert) (* um 1827; † zwischen 1857 und 1876) vermutlich aus Flensburg, sehr wahrscheinlich Tochter von Johannes Michael Neuffert (1795; † nach 1865);[8] ihre Kinder waren:[5]

  1. (unsicher) N. (Sohn) (* vor 1850; † nach 1863), der einzige Schüler, den Capitän Wraa in der Seemannsschule Meersburg zum Schluss noch hatte, soll sein „leiblicher Sohn“ gewesen sein,[79]
  2. Anna Johanna Christina Wraa (* 31. Januar 1849) geboren in Flensburg, am 16. Februar 1849 in der Marienkirche Hadersleben getauft,
  3. Helene Dorothea Wraa (* 4. Juli 1849 (1850?) oder 1852; † 29. Mai 1914), geboren in Hamburg, reiste 1876 (24-jährig) mit ihrer Schwester Emilie auf dem bremischen Auswandererschiff Lessing in die USA ein,[80] starb (64-jährig) in Jacksonville, Florida, als verheiratete Flaton,
  4. Emelie (Milly) Wraa (* um 1853 oder 1857), reiste 1876 (23-jährig) mit ihrer Schwester Helene auf Lessing in die USA ein, erneute Einreise 1883 (25-jährig) mit Hammonia aus Hamburg, heiratete 1885 (28-jährig) in Manhattan Charles A Thomsen,
  5. Maria Andrea Wraa (* 9. August 1857; 10. März 1951), reiste 1876 (19-jährig) mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter Clara auf Montana in die USA ein, beim Census 1940 (82-jährig) als Frau von Arthur Webster erwähnt, starb (93-jährig) in Rutland, Vermond.

Christian Wraas zweite Frau, die er vor seinen längeren Auslandsaufenthalten heiratete (∞ vor 1876), war Clara N. aus Berlin. Zu ihrem Alter machte sie unterschiedliche Angaben, die jeweils ein Geburtsjahr zwischen 1837 und 1851 voraussetzten.

„Gentleman“ Mr. Christen Wraa (50 Jahre) wurde bei seiner Einreise in die USA 1876 auf Montana von seiner zweiten Ehefrau (32-jährig), „Lady“ Mrs. Clara Wraa (* um 1844), und seiner Tochter Miss Maria Wraa (19-jährig) begleitet.[81]

Christian Wraa (54 Jahre; * um 1827) aus Hadersleav, Schlewig Holstien, Retired Captain German Navy, arbeitslos, und seine Ehefrau Clara (ca. 44 Jahre; * um 1837) aus Berlin, Germany, wurden bei der Volkszählung von England und Wales 1881 im Stadtteil Lambeth, Borough of Southwark, London, in der Stamford St angetroffen.[5] Christian Wraa (64 Jahre; * um 1827) aus Germany, Retired Lieutenant of the Imp. German Navy, und seine Ehefrau Clara (ca. 40 Jahre; * um 1851) aus Germany wurden bei der Volkszählung von England und Wales 1891 im Stadtteil Camberwell, Borough of Southwark, London, in der Russell Road ( heute: Blackpool Road) angetroffen.[5]

Varia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schriftsteller Friedrich Meister (1841–1918) ließ einen plattdeutsch sprechenden „Steuermann Wraa“, der im Stil deutscher Kolonialliteratur von Erlebnissen in der Südsee (Nukufetau, Apia auf Samoa) berichtete, 1907 in seiner Kurzgeschichte Nalik, der Fischer. Eine samoanische Skizze,[82] einer (abgesehen von der Einleitung) plagiierenden Übersetzung der Story „Reo“ the Fisherman (1901)[83] von Louis Becke,[84] in einem Kieler Hafenkeller auftreten.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Diätenforderung der Marineoffiziere und Auszahlung von Diäten und Reisegeldern an Offiziere und Mannschaften durch den Auditeur, 1849, enthält: Abgabe eines vom Fähnrich Wraa einem dänischen Offizier abgenommenen Degens; Schau, Leutnant, Leutnant Wraa, Auxiliarleutnant, Vergehen: Beleidigung des Schleusenwärters Ebers in Holtenau, Urteil: Verweis, 1850–1851 (Nr. 2440);[85] Streitangelegenheiten und Vergehen von Offizieren der Marine, 1849–1851, enthält: Leutnant Schau (Beleidigung des Schleusenwärters Ebers); Schriftwechsel über Privatschulden von Offizieren und Beamten der Marine 1849–1851, enthält: Fähnrich Wraa; Streitangelegenheiten und Vergehen von Offizieren der Marine, 1849–1851, enthält: Leutnant Wraa (Duell mit dem Kommis Mazanti aus Vejle); Landesarchiv Schleswig-Holstein Schleswig (Abt. 55 Militärische Behörden der Erhebungszeit 1848–1851, Nr. 2090, 2158, 2440 und 2441).[23]
  • Brief von Gustav Freytag an den holsteinischen Schiffskapitän Wraa, Leipzig, März 1861; Vossische Zeitung (1909), Nr. 279
  • Schreiben des „national-liberalen Kapitäns“ Chr. Wraa vom 5. Dezember 1863 an Karl Francke; Landesarchiv Schleswig-Holstein (Abt. 22 Herzöge von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, IV Herzog Friedrich, DD, III, 42, No. 15)[86]
  • Briefwechsel Karl Philipp Francke (enthält: Wraa); Bundesarchiv Koblenz (N 1756 Schriftgut Francke, Karl Philipp / Bd. 18: Buchstaben W–Z)
  • Untersuchung der Urkundenfälschung des ehemaligen Schiffskapitäns Christian Wraa, 1868, 1875; Landesarchiv Berlin (A Pr.Br.Rep. 030 Polizeipräsidium Berlin; 14074/1)
  • Great Britain. Patent Office (Hrsg.): The Commissioners of Patents' Journal (1881), S. 751, 916 und 998 (Google-Books)
  • Peter W. Gallaudet ./. William G. Steinmetz. In: Burrhus Frederic Skinner: Verbal Behavior. (N. Y. Superior Court, General Term 68) Tremlett & Co., Brooklyn 1879, S. 1–6 (Google-Books)
  • New York City Directory. New York 1880, S. 1687 (Google-Books)
  • Vollstreckungsbescheid Wraa, Christian (judgement debtor) – Adam Koch, 5. August 1884. In: Real Estate Record and Builders' Guide 33 (1884). Sweet & Company, New York 1884, S. 848 (Google-Books)
  • Pension des schleswig-holsteinischen Marine-Leutnants Wraa, 1869–1896; Landesarchiv Schleswig-Holstein Schleswig (Abt. 309 Regierung zu Schleswig, Pensionen für ehemalige Offiziere und Militärbeamte und deren Hinterbliebene, Nr. 726)
  • Andreas Biefang (Hrsg.): Der Deutsche Nationalverein 1859–1867. Vorstands- und Ausschussprotokolle. (Veröffentlichung der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der Politischen Parteien in Bonn). Droste, Düsseldorf 1995, S. 100–105, 136, 150, 163, 207 und 245 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Offener Brief an Otto Schroeter,[87] den Direktor der Gesellschaft für das Nationalschießen in Hadersleben (Haderslev Skydeselskab af 1857) vom März 1862. In: National-Zeitung (1862)[2]
  • Vorbereitungs-Institut für die Kriegs- und Handelsmarine zu Stralow bei Berlin. o. O. o. J. [1875].[88]
  • Lithographie Bildnis von Erasmus Carsten Bahnson (1794–1878), nach einer Vorlage „photographirt von C. Wraa“. Druck: Charles Fuchs, Hamburg o. J.; Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek – Landesgeschichtliche Sammlung (Sign.: P8-B-22; Digitalisat)
  • Zur Geschichte der deutschen Kriegsmarine, aus einem im Londoner „deutschen Athenaeum“ gehaltenen Vortrage. In: Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung (1890), Nr. 407 Abend-Ausgabe, vom 14. August 1890, S. 1–3; (1890), Nr. 433 Morgen-Ausgabe, vom 28. August 1890, S. 7f, (Digitalisat) und (Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz; Darstellung mit dem Charakter autobiografischer „Erinnerungen“)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Offizier-Corps der Schleswig-Holsteinischen Armen und Marine in den Jahren 1848 und 1849. Friedrich Asschenfeldt, Lübeck 1858, S. 91 und 242 (Google-Books).
  • Ferdinand Batsch: Aus dem ersten Seekrieg zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark. In Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 24 (1894), S. 237–334, bes. S. 283f (Digitalisat der Universität Hamburg).
  • Ferdinand Batsch: Nordelbisch-Dänisches. In: Marine-Rundschau 12 (1901), S. 888–906, bes. S. 891, 894, 902 (Digitalisat bei www.archive.org).
  • Gerd Stolz: Die Schleswig-Holsteinische Marine 1848–1852. Boyens, Heide in Holstein 1978, S. 32, 47 und 105 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  • Jens Owe Petersen: Schleswig-Holstein 1864–1867. Preußen als Hoffnungsträger und “Totengräber” des Traums von einem selbständigen Schleswig-Holstein. (diss. phil.). Kiel 2000, S. 52 (PDF der der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel).
  • Andreas Biefang: Politisches Bürgertum in Deutschland, 1857–1868. Nationale Organisationen und Eliten. (Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 102) Droste, Düsseldorf 1994, S. 187 und 361 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Taufeintrag, Marienkirche Hadersleben vom 14. September 1825, abgerufen über ancestry.com am 4. August 2022
  2. a b c Fürther Tagblatt (1862), Nr. 60, vom 11. März 1862, S. 1f (Google-Books) = Die Zeit. Tageblatt für Politik, Handel und Wissenschaft. (1862), Nr. 287, vom 9. März 1862, S. 3598f (Google-Books).
  3. „Gestorben: … Hr. Marineoffizier a. D. Christian Wraa (Altona)“; Norddeutsche Allgemeine Zeitung 34 (1895), Nr. 195 Abend-Ausgabe, vom 26. April 1895, S. 3 (Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz); Sterbeeintrag 747/1895, Standesamt Berlin XI, abgerufen über ancestry.com am 4. August 2022
  4. Der Familienname bezieht sich vermutlich auf eine ursprüngliche Herkunft der Familie aus dem Ort Vrå in Nordjütland; auch verschiedene Höfe in der Nähe von Hadersleben (Behrendorf, Hjartbro, Skibelund) trugen diesen Namen.
  5. a b c d Alle Angaben abgerufen über FamilySearch.org am 5. August 2022
  6. Henrik Fangel: Haderslev bys historie, Bd. I. Haderslev 1975, S. 210; Bd. II 1864–1920. Hadersleben 1996, S. 124.
  7. Zum 50jährigen Jubiläum des Bürgervereins am 12. Mai 1885. Thillerup, Flensburg 1885, S. 31f (PDF).
  8. a b Er erscheint 1849 in Hadersleben als Pate einer Tochter von Christian Wraa und Maria Henriette Sophie Neufert, war gebürtig aus Geislingen bei Göppingen, seit 1811 in Flensburg, 1850 Deputierter, 1857 Ratsverwandter, erhielt 1858 von König Frederik VII. von Dänemark das dänische Indigenat, 1860 Senator und Magistratsmitglied, 1852–1858 und 1865 einer der Direktoren des Bürgervereins / Borgerforeningen; verheiratet vor 1845 mit Anne Marie Larke, nach 1845 (Dänische Volkszählungen 1855 und 1860) mit Tomasine Auguste Nicoline Sonderburg (* 1811) aus Odense.
  9. Magdeburgische Zeitung. Anhalter Anzeiger (1860), Abensausgabe zu Nr. 151 vom 30. Juni 1860, S. 2 (Google-Books).
  10. Fritz Graef: Der Löwe von Idstedt und die Kriegsgräber auf dem Alten Kirchhofe in Flensburg. In: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 67 (1937), S. 255–316, bes. S. 267f (Digitalisat der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg); Hans Schultz Hansen: Danskheden i Sydslesvig 1840–1918. Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig, Flensburg 1990, S. 84, 125, 158 und 161 (PDF).
  11. Nationalzeitung 14 (1861), Nr. 239, vom 18. Juli 1861, S. 2 (Google-Books).
  12. a b c d e Fürther Tagblatt 29 (1866), Nr. 44, vom 21. Februar 1866, S. 2 (Google-Books) nach einem kritischen Bericht der Schleswig-Holstein'schen Zeitung vom 14. Februar 1866.
  13. a b Die Zeit. Tageblatt für Politik, Handel und Wissenschaft (1861), Nr. 84, vom 11. Juli 1861, S. 1015 (Google-Books).
  14. a b Lindauer Tagblatt für Stadt und Land (1864), Nr. 197 vom 19. August 1864, S. 843 (Google-Books).
  15. Ferdinand Batsch: Aus dem ersten Seekrieg zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark. In Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 24 (1894), S. 237–334, bes. S. 284.
  16. a b Fürther Tagblatt, Nr. 93, vom 18. April 1862, S. 2 (Google-Books).
  17. a b Zur Geschichte der deutschen Kriegsmarine. In: Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung (1890), Nr. 407 Abend-Ausgabe, vom 14. August 1890, S. 1.
  18. Staats-Handbuch für die Herzogthümer Schleswig-Holstein. Altonaer Mercur, Altona 1849, S. 317 (Google-Books); Ferdinand Batsch: Aus dem ersten Seekrieg zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark. In Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 24 (1894), S. 237–334, bes. S. 283f.
  19. Fürther Tagblatt, Nr. 87, vom 11. April 1862, S. 1 (Google-Books); vgl. A(dalbert von) Baudissin, Dresden, 16. Mai 1862: Der Capitän Wraa …. In: Allgemeine Zeitung München (1862), Beilage zu Nr. 114, vom 24. Mai 1862, S. 2406 (Google-Books).
  20. Friedrich Hünemörder: Deutsche Marine- und Kolonialgeschichte. Robert Cordes, Kiel 1903, S. 157 (archive.org).
  21. Zu einem Gefecht am 2. Juni 1849 ebenfalls vor Gut Bülk ohne erkennbare Beteiligung von Wraa vgl. Christian Friedrich Wurm: Schleswig-Holsteins Kriegsmarine 1848, 1849, 1850. In: Germania 1 (1851), bes. S. 378–414 und 382 und 391 (Google-Books).
  22. Landesarchiv Schleswig-Holstein Schleswig (Abt. 55 Militärische Behörden der Erhebungszeit 1848–1851, Nr. 2090, 2158, 2440 und 2441).
  23. a b Jörg Rathjen (Bearb.): Findbuch der Bestände Abt. 51 bis Abt. 55 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Schleswig-Holstein 99). University Press, Hamburg 2010 (PDF der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg).
  24. Das Offizier-Corps der Schleswig-Holsteinischen Armen und Marine in den Jahren 1848 und 1849. Friedrich Asschenfeldt, Lübeck 1858, S. 243 (Google-Books).
  25. Altonaisches Adreßbuch für 1852 / 1853 / 1855 / 1856 / 1857. Hermann, Altona 1852, S. 107; 1853, S. 107; 1855, S. 101; 1856, S. 102; 1857, S. 57; 1858, S. 80.
  26. Jens Jäger: Gesellschaft und Photographie Formen und Funktionen der Photographie in England und Deutschland 1839–1860. (Diss.phil. Hamburg). Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 1995, S. 102 Anm. 49 (Google-Books) u. a.
  27. Altonaisches Adreßbuch für 1860. Altona 1855, S. 75.
  28. Die Zeit. Tageblatt für Politik, Handel und Wissenschaft (1861), Nr. 99, vom 28. Juli 1861, S. 1194 (Google-Books) = Königlich preußischer Staats-Kalender für 1862 und 1863. R. Decker, Berlin 1863, S. 32 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  29. Izabela Surynt und Marek Zybura (Bearb.): Mein theurer Theodor. Der Briefwechsel zwischen Gustav Freytag und Theodor Molinari 1847–1867. (Veröffentlichung des Willy-Brandt-Zentrums für Deutschland- und Europastudien der Universität Wrosław). Neisse, Dresden 2006, S. 105 und 206.
  30. Brief von Gustav Freytag an Duncker vom 15. März 1861 aus Leipzig; Johannes Schultze (Bearb.): Max Duncker. Politischer Briefwechsel aus seinem Nachlass. (Deutsche Geschichtsquellen des 19. Jahrhunderts 12). DVA, Stuttgart 1923, Nr. 374, S. 271.
  31. Henning Krüger: Zwischen Küstenverteidigung und Weltpolitik. Die politische Geschichte der preußischen Marine 1848 bis 1867. (Kleine Schriftenreihe zur Militär- und Marinegeschichte 15). (diss. phil. Oldenburg). Winkler, Bochum 2008, S. 217.
  32. Allgemeine Zeitung München (1861), Nr. 191, vom 10. Juli 1861, S. 3110 (Google-Books).
  33. Allgemeine Zeitung München (1862), Nr. 78 von 19. März 1862, S. 1266 (Google-Books)
  34. Constitutionelle Zeitung Dresden (1862), Nr. 63, vom 16. März 1862, S. 270 (Google-Books).
  35. Andreas Biefang: Politisches Bürgertum in Deutschland, 1857–1868. Nationale Organisationen und Eliten. (Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 102) Droste, Düsseldorf 1994, S. 187.
  36. Verhandlungen der zweiten Generalversammlung des Deutschen Nationalvereins. F. Streit, Coburg 1861, S. 32 und 41 (Google-Books)
  37. Friedhelm Henrich: Wilhelm Raabe und die deutsche Einheit. Die Tagebuchdokumente der Jahre 1860–1863. Fink, München 1998, S. 27.
  38. Der Arbeitgeber. Archiv für die gesammte Volkswirtschaft (1861), Nr. 247, vom 3. September 1861, S. 2022 (Google-Books).
  39. Wochenschrift des Nationalvereins (1862), Nr. 96, vom 28. Februar 1862, S. 787f (Google-Books).
  40. Verhandlungen der zweiten Generalversammlung des Deutschen Nationalvereins. F. Streit, Coburg 1861, S. 7.
  41. Wochenschrift des Nationalvereins (1862), Nr. 115, vom 11. Juli 1862, S. 940 (Google-Books).
  42. Beilage zu Nr. 290 der Leipziger Zeitung vom 8. Dezember 1863, S. 6060 (Google-Books)
  43. Bayerischer General-Anzeiger: Nürnberger Abendzeitung (1862), Nr. 85 vom 10. April 1862, S. 337 (Google-Books).
  44. Augsburger Abendzeitung (1868), Nr. 274, vom 5. Oktober 1868, S. 3283 (Google-Books).
  45. Kemptner Zeitung 80 (1863), Nr. 80, vom 26. August 1863, S. 971 (Google-Books).
  46. Karlsruher Zeitung (1863), Nr. 202, vom 28. August 1863, S. 3 (Digitalisat der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe).
  47. Zu Konzept und Lehrplan Nürnberger Abendzeitung (Bayerischer General-Anzeiger) 3 (1863), Nr. 278, vom 7. Oktober 1863, S. 1 (Google-Books).
  48. Zweiter / Dritter / Vierter Jahresbericht des Vereins von Freunden der Erdkunde zu Leipzig. Hinrich, Leipzig 1863, S. 123; 1864, S. 15 und 1865, S. 19.
  49. Augsburger neueste Nachrichten 3 (1864), Nr. 354, vom 24. Dezember 1864. S. 3623 (Google-Books); Der Eilbote. Landau (1865), Nr. 2, vom 7. Januar 1865, S. 7 (Google-Books).
  50. Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Bestand 236 Badisches Innenministerium, Nr. 8696).
  51. Tagespost (Graz) (1864), Beilage zu Nr. 4, vom 6. Januar 1864, S. 3 (Google-Books).
  52. Der Sammler. Beilage zur Augsburger Abendzeitung 37 (1868), Nr. 118, vom 22. Oktober 1868, S. 472 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  53. Brief von Lorentzen an Karl Samwer; Jens Owe Petersen: Schleswig-Holstein 1864–1867. Preußen als Hoffnungsträger und “Totengräber” des Traums von einem selbständigen Schleswig-Holstein. (diss. phil.). Kiel 2000, S. 52.
  54. = dieses edle Brüder-Paar; Zitat aus Horaz' Satiren.
  55. Neues Fremden-Blatt 4 (1868), Nr. 278, vom 9. Oktober 1868, S. 1f (Google-Books); ähnlich Fürther Abendzeitung 1 (1865), Nr. 291 vom 21. Oktober 1865, S. 1f (Google-Books).
  56. a b Dresdner Nachrichten 20 (1875), Nr. 83, vom 25. März 1875, S. 2 (Digitalisat der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden).
  57. Verordnungsblatt für Schleswig-Holstein (1866), Nr. 7, vom 29. Januar 1866, S. 22 (Google-Books)
  58. Verordnungsblatt für Schleswig-Holstein (1866), Nr. 51, vom 16. August 1866, S. 240 (Google-Books)
  59. Allgemeine Zeitung München (1867), Außerordentliche Beilage zur Nr. 201, vom 20. Juli 1867, S. 3280 (Google-Books).
  60. Bohemia. Ein Unterhaltungsblatt 41 (1868), Nr. 238, vom 4. Oktober 1868, S. PA3034 (Google-Books).
  61. Augsburger Tagblatt (1869), Nr. 295 vom 27. Oktober 1869, S. 2537 (Google-Books).
  62. Der Bayerische Landbote 44 (1868), Nr. 287, vom 13. Oktober 1868, S. 11 (Google-Books) u. a.
  63. Allgemeine Zeitung Augsburg (1868), Nr. 280, vom 6. Oktober 1868, S. 4237f (Google-Books).
  64. Berliner Gerichtszeitung 26 (1868), Nr. 116, vom 6. Oktober 1868 (Google-Books).
  65. Augsburger Abendzeitung (1869), Nr. 11, vom 11. Januar 1869, S. 124 (Google-Books).
  66. Würzburger Stadt- und Landbote 22 (1869), N. 138, vom 11. Juni 1869 (Google-Books).
  67. August Geerkens: Die Schleswig-Holsteinische Bank und ihr Arbeitsfeld im Lichte geschichtlicher Entwicklung. Selbstverlag, Husum 1926, S. 72f.
  68. Kemptner Zeitung 92 (1875), Nr. 54, vom 6. März 1875, S. 10 (Google-Books)
  69. Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin 11 (1876), S. 58; 12,4 (1877), S. 5. Die Deutsche Seemannsschule in Stralau wird noch im Brockhaus' Conversations-Lexikon, Band XV. 13. Auflage F.A. Brockhaus, Leipzig 1886, S. 284, erwähnt.
  70. The Baltimore Underwriter 17 (1877) vom 15. März 1877, S. 170 (Google-Books).
  71. Adreßbuch für Blasewitz. Meinhold & Söhne, Dresden 1879, S. 34und 50.
  72. Railway Times 45 (1882), Nr. 27 (= 2322) vom 8. Juli 1882, S. 655 (Google-Books).
  73. Great Britain. Patent Office (Hrsg.): Subject-matter Index of Applications for Letters Patent, for the Year 1886. Patent Office, London 1887, S. 211; vgl. S. 2 (Google-Books)
  74. Patentblatt 16 (1892), Nr. 50, vom 14. Dezember 1892, Nr. 54, S. 731 und 733 (Google-Books), bekannt gemacht im Reichsanzeiger vom 8. Dezember 1892 (optisches Signalverfahren für Reclame- und Belehrungszwecke); Verzeichnis der von dem Kaiserlichen Patentamt im Jahre 1893 ertheilten Patente. Heymanns, Berlin 1904, S. 143 und 163 (Google-Books).
  75. Hansa. Wöchentlich erscheinendes Zentralorgan für Schiffart 30 (1893), Nr. 17, vom 29. April 1893, S. 189, 192, 194, 201, 323, 346, 464 und 488 (Google-Books).
  76. Nachrichten für Stadt und Amt Elsfleth (1893), Nr. 85, vom 22. Juli 1893, S. 3 (Digitalisat der Landesbibliothek Oldenburg).
  77. Patentblatt 17 (1893), Nr. 27 vom 5. Juli 1893 und Nr. 38 vom 20. September 1893, S. 380 und 524 (Google-Books); Abbildung: Auszüge aus den Patentschriften 14 (1893), S. 609 und 1167 (Google-Books).
  78. Verkehrszeitung und industrielle Rundschau 7 (1893), S. 287 (Google-Books).
  79. Spöttischer antibadischer, konfessionalistisch-katholischer Bericht, in dem Wraa fälschlich „der biedere Engländer“ genannt wird; Anonymus: Politischer Spaziergang durch Südwestdeutschland und die Schweiz. In: Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland 65 (1870), S. 558–572, bes. S. 561 (Google-Books).
  80. Ira A. Glazier, Percy William Filby (Hrsg.): Germans to America, Bd. 32 January 1875 - September 1876. Scholarly Resources, Wilmington 1988, S. 294 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  81. Ira A. Glazier, Percy William Filby (Hrsg.): Germans to America, Bd. 33 October 1876 - September 1878. Scholarly Resources, Wilmington 1988, S. 9 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  82. Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung 36 (1907), Nr. 429 Abendausgabe, vom 23. August 1907, S. 1f (Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz).
  83. Englische Fassung bei www.gutenberg.org.
  84. Dirk H. R. Spennemann: Fiction published in Samoan newspapers 1877–1900. (Bibliographica historica Australiae 13). Mulini Press, Canberra 2004, Nr. 141, S. 46.
  85. Vgl. auch Leutnant Schau (Beleidigung des Schleusenwärters Ebers in Holtenau), 1850–1851.
  86. Joachim Daebel: Die Schleswig-Holstein-Bewegung in Deutschland 1863/64. (diss. phil.) Köln 1969, S. 138.
  87. Otto Herman Schroeter (1814–1864), Träger des Dannebrogordens (Dannebrogsmand), Mühlenbesitzer und Gastwirt, später Hotelier in Ribe.
  88. Nachrichten für Stadt und Amt Elsfleth (1875), Nr. 27, vom 4. März 1875, S. 3.