Christian aus dem Winckel

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Christian aus dem Winckel war ein anhalt-zerbstischer Oberhofmarschall[1] und Oberhofmeister sowie Erb- und Gerichtsherr auf Schierau, Möst und Oberthau.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er stammte aus dem thüringischischen Adelsgeschlecht aus dem Winckel und war ein Vertreter der von 1527 bis Mitte des 19. Jahrhunderts existierenden Linie zu Schierau.

In Oberthau besaß Christian aus dem Winckel den sogenannten Unter- oder Wallhof, ein Mannlehnrittergut, das bei der Lehnskanzlei des Hochstifts Merseburg als Lehen ausgegeben wurde. Seine Ehefrau Maria Sabina geborene von Berbisdorff hatte dieses Rittergut mit in die Ehe gebracht. Sie hatte das Gut von ihrem ersten Ehemann, dem Merseburger Dompropst, Stiftsrat und Konsistorialrat Carl Otto Bose auf Ermlitz im Jahre 1700 erhalten. Nachdem ihr erster Ehemann am 26. Oktober 1707 durch einen Schlaganfall während der Verrichtung seines Dienstgeschäftes im Konsistorium Merseburg plötzlich verstorben war, heiratete sie nach der Trauerzeit den verwitweten Christian aus dem Winckel. Dessen erste Ehefrau, Rahel Philippina geborene von Pölnitz (8. August 1686), die er 1703 in Altenburg geheiratet hatte, starb am 26. April 1708 in Zerbst. Ludwig Ernst von Pöllnitz (1641–1695) war sein Schwiegervater. Dieser war kursächsischer Politiker, sowie Erbherr auf Röpsen und Benndorf, zudem war er Dompropst in Naumburg und altenburgischer Landes-Direktor.

Maria Sabina aus dem Winckel starb im 73. Lebensjahr am 27. April 1743 in Zerbst und wurde am 30. April in der dortigen Dreifaltigkeitskirche beigesetzt.[2] Im Jahr vor ihrem Tod hatte sie das Rittergut Oberthau an ihren Verwandten aus erster Ehe, Carl Wilhelm Bose, verkauft.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oswald aus dem Winckel: Geschichte der Familie aus dem Winckel. 3 Bände. Ober-Schreiberhau 1921.
  • Johann Christoph von Dreyhaupt: Geschlechts – Register derer aus dem Winckel, Wettiner Linie. Saalkreis. II. Anhang. Halle 1750, S. 220–221.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  2. Totenschein vom 23. Juli 1743.