Christina Kampmann

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Christina Kampmann (2014)

Christina Kampmann (* 11. Juli 1980 in Gütersloh) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie war von 2015 bis 2017 Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kampmann wuchs auf einem Bauernhof auf. Ihr Vater, der hauptberuflich als Kfz-Mechaniker arbeitete, und ihre als Hausfrau tätige Mutter stellten den Bauernhof 1990 auf biologische Landwirtschaft um.

Nach ihrem Abitur in Gütersloh belegte Christina Kampmann ein duales Studium bei der Stadt Bielefeld und der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Bielefeld, das sie 2004 als Diplom-Verwaltungswirtin (FH) abschloss. Noch im selben Jahr begann sie ein berufsbegleitendes Studium der Politikwissenschaften an der Fernuniversität in Hagen, das sie 2008 mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts abschloss. Neben dem Studium arbeitete sie als Sachbearbeiterin im Sozialamt der Stadt Bielefeld (später Arbeitplus). Ihre Bachelorarbeit handelte von dem „Erfolg der Integration der 2004 in die EU eingetretenen mittel- und osteuropäischen Staaten“.

Im Anschluss an ihr Bachelorstudium ging Christina Kampmann für zwei Semester nach Wien, um dort einen Master in Europäischen Studien zu absolvieren. Das Thema der Masterarbeit lautete „Sicherheit und Rechtsstaat im Spannungsverhältnis. Die Richtlinie 2006/24/EG über die Vorratsspeicherung von Daten und die Erfolgsaussichten einer Klage in nationalen und europäischen Kontext“. Danach kehrte sie nach Bielefeld zurück, um dort von 2009 bis Ende 2011 als Standesbeamtin zu arbeiten. Nebenbei begann sie ihre Dissertation mit dem Titel „Die Unantastbarkeit der Menschenwürde im Kontext des Luftsicherheitsgesetzes“ bei Heiner Bielefeldt.

Seit dem 1. Januar 2012 ist sie Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christina Kampmann als NRW-Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport bei der 39. Duisburger Filmwoche, November 2015

Kampmann trat 2006 zunächst bei den Jusos und im Mai 2007 bei der SPD ein. Hier war sie zunächst im Ortsverein Apfelstraße aktiv, zog aber im Anschluss an ihren Auslandsaufenthalt zu ihren Eltern und engagierte sich fortan im Ortsverein Ummeln. Hier lernte sie die Landtagsabgeordnete Regina Kopp-Herr kennen und übernahm 2011 den Vorsitz. 2012 war sie zudem Stadtverbandsvorsitzende im Stadtbezirk Brackwede.

Von 2008 bis 2009 war sie stellvertretende Vorsitzende der Jusos Bielefeld und von 2010 bis 2012 stellvertretende Vorsitzende der Jusos OWL.

Des Weiteren gehört Christina Kampmann seit 2010 dem SPD-Unterbezirksvorstand an. Hier leitete sie den Arbeitskreis Europa. Ziel ist es, europapolitische Themen auf kommunaler Ebene verständlicher und transparenter zu machen.

Auf dem Bundestagskandidaten-Nominierungsparteitag stellte sich Christina Kampmann neben Detlef Knabe, Nicolas Tsapos und Wiebke Esdar zur Wahl. Im zweiten Durchgang setzte sie sich mit 132 zu 60 Stimmen gegen Nikolas Tsapos durch.

Bei der Bundestagswahl 2013 gewann Kampmann mit 38,1 % der Erststimmen den Wahlkreis Bielefeld – Gütersloh II knapp vor der bisherigen Wahlkreisabgeordneten Lena Strothmann (37,3 %) und zog als Mitglied der SPD-Fraktion in den Bundestag ein. Am 30. September 2015 schied sie aus dem Bundestag aus.

Am 1. Oktober 2015 hat sie die Leitung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen übernommen.[1][2] Mit Bildung des neuen Kabinett Laschet (CDU-FDP-Regierung) schied sie Ende Juni 2017 aus dem Ministeramt aus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christina Kampmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hannelore Kraft verjüngt ihre Ministerriege
  2. Stabwechsel im Landeskabinett. Landesregierung NRW, 30. September 2015, abgerufen am 1. Oktober 2015.