Christina Khosrowi

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Christina Khosrowi (* in Köln[1]) ist eine deutsche Opernsängerin (Mezzosopran, später Sopran) und Musikmanagerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christina Khosrowi stammt aus einer deutsch-persischen[2] Familie und wuchs in Aachen auf. Sie studierte von 2001 bis 2007 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin Gesang, besuchte die Liedklasse von Wolfram Rieger und wurde außerdem von Julia Varady und Irwin Gage betreut.

Ihr Debüt als Opernsängerin gab sie, noch während ihrer Ausbildung, im Mai 2006 an der Staatsoper Berlin als Flora Bervoix in Giuseppe Verdis La traviata.[3][4] Anschließend folgten Engagements am Staatstheater Braunschweig, an der Baltischen Oper Danzig, am Theater Bremen, am Theater Dortmund und im Konzerthaus Berlin.[4]

Im Frühjahr 2009 sang sie, an der Seite von Edita Gruberová, an der Oper Köln die Rolle des Smeton in Anna Bolena unter der musikalischen Leitung von Ralf Weikert.[4] Im Sommer 2009 debütierte sie als Maddalena (Rigoletto) bei den Opernfestspielen St. Margarethen.[2] 2009 und 2011 sang sie bei den Tiroler Festspielen Erl die Magdalene in Die Meistersinger von Nürnberg, 2010 dort die Mary (Der fliegende Holländer).[2][5] In der Spielzeit 2009/10 war sie am Stadttheater Gießen in der Offenbach-Oper Hoffmanns Erzählungen „mit ihrem kühlen Charme“ eine faszinierende Mezzosopranistin in den Rollen Muse und Nicklas.[6] Im Sommer 2011 sang sie bei der Sommerarena Baden in einer Inszenierung von Robert Herzl die Mezzosopran-Hosenrolle des Dichters und Titelhelden Boccaccio in der gleichnamigen Operette von Franz von Suppè.[7][8] In der Spielzeit 2012/13 debütierte sie am Staatstheater Meiningen als Brangäne in Tristan und Isolde.[2][4]

Khosrowi arbeitete u. a. mit den Dirigenten Markus Stenz, Michael Sanderling, Alexander Joel und Enrico Delamboye zusammen.[4] Sie gastierte im April 2014 mit Liedern von Richard Wagner und Richard Strauss im Château d’Orion im Südwesten Frankreichs.[9] Im Mai 2014 wechselte sie ins Sopranfach. Im September 2019 trat sie mit dem Lebanese Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Harout Fazlian in Beirut auf, wo sie u. a. die Vier letzten Lieder von R. Strauss sang.[10][11]

Seit 2017 ist sie im Management für den Violinisten Daniel Hope tätig.[12] Sie lebt in Berlin.

Weitere Engagements (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 6. Internationaler Gesangswettbewerb für Wagnerstimmen. Abgerufen am 12. März 2020.
  2. a b c d CHRISTINA KHOSROWI. Vita. Offizielle Internetpräsenz Staatstheater Meiningen. Abgerufen am 12. März 2020.
  3. Biografische Informationen von der Website ihrer Agentur (Memento des Originals vom 23. Juli 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.agentur-wrage.de.
  4. a b c d e Christina Khosrowi. Soprano. Vita (engl.). OperaMusica.com. Abgerufen am 12. März 2020.
  5. Ernst Kopica: TIROLER FESTSPIELE ERL 2011. Kritik. In: Der Opernfreund, 23. Juli 2011. Abgerufen am 12. März 2020.
  6. Fiona Sara Schmidt: Die Phantastische Oper "Hoffmanns Erzählungen" am Stadttheater. Aufführungskritik. In: Gießener Zeitung vom 22. März 2010. Abgerufen am 12. März 2020.
  7. Boccaccio. Produktionsdetails. Abgerufen am 12. März 2020.
  8. Im Alptraumland der Operette. Kritik und Besetzung. Abgerufen am 12. März 2020.
  9. 12 Avril 2014 au Chateau d'Orion avec la Mezzo Christina Khosrowi (Wagner et Strauss). Abgerufen am 12. März 2020.
  10. CONCERT SEASON. Programm. Offizielle Internetpräsenz des Dirigenten Harout Fazlian. Abgerufen am 12. März 2020.
  11. Richard Strauss: Beim Schlafengehen, Christina Khosrowi (Tondokument, September 2019).
  12. Management & Agents | Daniel Hope. Abgerufen am 10. März 2020 (englisch).