Christina Milian

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Christina Milian (2008)

Christina Milian (* 26. September 1981 in Jersey City, New Jersey; eigentlich Christine Flores) ist eine US-amerikanische Sängerin, Schauspielerin, Songschreiberin und Unternehmerin kubanischer Herkunft.

Leben und Karrierebeginn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christina Milian wurde als älteste Tochter kubanischer Eltern geboren. Sie hat zwei Geschwister, Danielle und Elizabeth. Nach ihrer Geburt siedelte die Familie nach Waldorf, Maryland über. Als sie gerade mal vier Jahre alt war, zeigte sie Interesse am Showbusiness, sodass sie fünf Jahre später für Talent-Agenturen vorsprach. So begann Milian mit der Schauspielerei, zunächst in Werbespots unter anderem für Wendy’s. Ihre Mutter bemerkte ihr Potenzial und zog daraufhin mit ihren Kindern nach Los Angeles, Kalifornien, jedoch litt die Beziehung zwischen Milians Eltern darunter, zumal ihr Vater in Maryland blieb und sich nach dem Umzug von ihrer Mutter geschieden hat. In der neuen Stadt zog Milian in ein Viertel, wo ebenfalls der Songschreiber und Musikproduzent Rodney Jerkins wohnt. Letzterer hörte sie bei einem Auftritt singen, sodass sie begannen zusammenzuarbeiten. Im Alter von 17 Jahren begann sie mit ihm Songs zu schreiben für anderthalb Jahre.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikalisch in Erscheinung trat Milian erstmals 2000 in dem Song Between Me & You von Ja Rule auf. Die Single schaffte es bis auf Platz 11 der Billboard Hot 100 und brachte ihr einen Plattenvertrag bei Def Jam Recordings ein. Daraufhin reiste sie nach Schweden, um dort ihr selbstbetiteltes Debütalbum Christina Milian aufzunehmen. Die Veröffentlichung in den Vereinigten Staaten wurde aufgrund der Terroranschläge des 11. Septembers 2001, welche zwei Wochen vor der eigentlichen Veröffentlichung aufgetreten waren, verschoben. Ihr Musiklabel entschied, das Album Ende desselben Jahres zu veröffentlichen. Jedoch war Milian der Meinung, dass neue Künstler während dieser Zeit keine Alben rausbringen würden. So wurde die Veröffentlichung erneut verzögert bis die Künstlerin zum Entschluss kam, ihr Debütalbum nicht mehr in den USA herauszubringen. In Europa erschien es schon am 9. Oktober 2001 und erreichte in Großbritannien Platz 23 und konnte sich dort über 100.000 mal verkaufen, sodass es mit Silber ausgezeichnet wurde. Anfang 2002 wurde das Album in Japan veröffentlicht und schaffte es dort bis in die Top 20 der Album Charts. Die erste Singleauskopplung AM to PM kletterte vor allem in vielen europäischen Charts in die Top 10 und war zudem in der Filmkomödie Hot Chick – Verrückte Hühner zu hören. Die zweite Single When You Look at Me konnte den Erfolg des davorherigen Songs übertreffen und erreichte jeweils Platz 13 der Single Charts in Deutschland sowie in Österreich. Im Vereigneten Königreich schafften es beide Singles jeweils auf Platz 3. Ende 2002 war Milian in dem Song It's All Gravy des britischen Rappers Romeo zu hören. Des Weiteren steuert sie mit Call Me, Beep Me! den Titelsong zur Disney-Serie Kim Possible bei.

Im Sommer 2004 veröffentlichte sie bei ihrem neuen Plattenlabel Island Records ihr zweites Album It's About Time. In den Vereigneten Staaten erreichte es die Top 15 und in Großbritannien Platz 21 der Album Charts. Insgesamt konnte sich das Album in beiden Ländern 450.000 mal verkaufen und wurde bei den Grammy Awards im Jahr 2005 in der Kategorie Best Contemporary R&B Album nominiert. Die erste Singleauskopplung Dip It Low wurde mit dem US-amerikanischen Rapper Fabolous aufgenommen. In den USA schaffte es die Single bis in die Top 5 und im Vereigneten Königreich sogar bis auf Platz 2 der Charts. Es gibt ebenfalls eine Version mit Samy Deluxe, welche beispielsweise in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz veröffentlicht wurde. Außerdem gibt es eine Solo Version des Songs, die in einigen anderen Ländern erschien. Die zweite Single Whatever U Want wurde zusammen mit Joe Budden aufgenommen und stieg bis die Top 10 der Single Charts in Großbritannien.

Am 19. April 2006 brachte Milian ihr drittes Album So Amazin’ heraus, welches in den Vereigneten Staaten bis auf Platz 11 der Album Charts kletterte. Es konnte sich in der ersten Woche über 50.000 mal verkaufen. Ebenfalls war die Künstlerin kurz nach der Veröffentlichung nicht mehr bei ihrem Plattenlabel Island Records unter Vertrag. Die einzige Singleauskopplung Say I wurde mit Jeezy aufgenommen und schaffte es im Vereinigten Königreich bis auf Platz 4. Ende desselben Jahren erschien Milians erstes Kompilationsalbum Best Of, welches eine Sammlung ihrer bekanntesten Lieder enthält. Es wurde lediglich in Japan veröffentlicht und erreichte dort Platz 29 als Höchstposition. Es konnte sich fast 40.000 mal verkaufen.

Seit 2008 arbeitet sie an ihrem vierten Album, jedoch wurde die Veröffentlichung mehrere Male verschoben. Bei den American Music Awards im Jahr 2010 gab sie bekannt, dass es im darauffolgenden Jahr fertig sei, was wiederum bisher immer noch nicht geschah. Zusammen mit den Stafford Brothers und Lil Wayne nahm sie den Song Hello auf.

Schauspielkarriere und Songwriting[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Milian gab 1996 ihr Schauspieldebüt in der US-amerikanischen Sitcom Sister, Sister. 1999 war sie in weiteren Serien zu sehen, unter anderem in Clueless – Die Chaos-Clique, in Sechs unter einem Dach, in Charmed – Zauberhafte Hexen und in The Amanda Show. Die erste Filmrolle hatte sie in dem Film American Pie – Wie ein heißer Apfelkuchen und ihre erste Hauptrolle in Love Don't Cost a Thing. Anschließend spielte sie in Filmen wie Hart am Limit, Der Herr des Hauses, Be Cool, Pulse und Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen. Außerdem hatte sie Gastauftritte in Smallville, CSI: Vegas und in A Gifted Man. 2008 war sie im Videospiel Need for Speed: Undercover als Carmen Mendez zu sehen.

Im Jahr 2001 schrieb Milian den Song Play für Jennifer Lopez, in welchem sie ebenfalls als Backgroundsängerin zu hören ist. Für Justin Bieber schrieb sie den Titel Baby, der 2010 auf seinem Album My World 2.0 erschien und in den französischen Charts Platz 1 erreichte.

Tätigkeit als Unternehmerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinschaftlich mit ihrer Mutter besitzt Christina Milian das Unternehmen „Viva Diva Wines“.[1]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Dreharbeiten für den Film Love Don't Cost a Thing mit Nick Cannon, begannen er und Milian miteinander auszugehen. Nachdem beide für zweieinhalb Jahre zusammen waren, beendete Milian 2005 die Beziehung, da Cannon sie betrog.

Anfang 2009 begann sie mit The-Dream auszugehen. Im Juni desselben Jahres verlobten sie sich und drei Monate später heirateten sie in Las Vegas. Am 26. Februar 2010 kam ihre gemeinsame Tochter Violet Madison Nash zur Welt. Im Juli desselben Jahres gab das Paar seine Scheidung bekannt.

Christina Milian hält nicht viel von sozialen Netzwerken („Facebook“, „Twitter“ usw.). Sie versucht ihre wirklich privaten Momente für sich zu behalten.[2]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2001 Christina Milian
51
(7 Wo.)
300! 98
(1 Wo.)
23
GoldGold

(14 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 2001
2004 It’s About Time
55
(3 Wo.)
300! 35
(6 Wo.)
21
SilberSilber

(4 Wo.)
14
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2004
2006 So Amazin’
300! 300! 55
(3 Wo.)
67
(3 Wo.)
11
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. April 2006

Kompilationen & EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
2006 Best Of Erstveröffentlichung: 14. November 2006
2015 4U Erstveröffentlichung: 4. Dezember 2015

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2001 AM to PM
Christina Milian
59
(10 Wo.)
300! 28
(13 Wo.)
3
SilberSilber

(12 Wo.)
27
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Juli 2001
2002 When You Look at Me
Christina Milian
13
(17 Wo.)
13
(18 Wo.)
31
(24 Wo.)
3
SilberSilber

(12 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 17. Juni 2002
2004 Dip It Low
It’s About Time
17*
(11 Wo.)
32*
(11 Wo.)
11*
(18 Wo.)
2
SilberSilber

(13 Wo.)
5
GoldGold

(30 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. April 2004
feat. Fabolous / *Samy Deluxe
Whatever U Want
It’s About Time
51
(5 Wo.)
62
(3 Wo.)
27
(7 Wo.)
9
(10 Wo.)
100
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. September 2004
feat. Joe Budden
2006 Say I
So Amazin’
38
(7 Wo.)
64
(3 Wo.)
23
(14 Wo.)
4
(13 Wo.)
21
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. März 2006
feat. Young Jeezy

Weitere Singles

  • 2008: Us Against the World
  • 2015: Like Me (feat. Snoop Dogg)
  • 2015: Do It (feat. Lil Wayne)
  • 2015: We Ain’t Worried
  • 2015: Rebel
  • 2015: Liar

Als Gastmusikerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2000 Between Me and You
Rule 3:36
300! 300! 300! 26
(3 Wo.)
11
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2000
Ja Rule featuring Christina Milian
2001 Play
J.Lo
19
(12 Wo.)
21
(16 Wo.)
10
(19 Wo.)
3
(12 Wo.)
18
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. April 2001
Hintergrundgesang bei Jennifer Lopez
2002 It’s All Gravy
Solid Love
300! 300! 300! 9
(9 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Oktober 2002
Romeo featuring Christina Milian

Weitere Gastbeiträge

  • 2007: Sorry (mit Hannabal)
  • 2013: Hello (mit Lil Wayne & Stafford Brothers)
  • 2014: Start a Fire (mit Lil Wayne)
  • 2014: Ride It (mit Eric Bellinger)
  • 2016: Down for You (mit Livin)
  • 2016: Snapchat (Femix) (mit Yonni, Honey C, Liane V & Kristinia DeBarge)
  • 2016: Sweet Tina (mit Nick Cannon)
  • 2017: Slow Down (mit Philly Swain & YG)
  • 2017: After Party (mit 4 AM & Marley Waters)
  • 2017: Own the Night (mit Harvey)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Videospiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kevin Wierzbicki: Christina Milian goes nationwide with Viva Diva Wines. AXS, 11. August 2016, abgerufen am 20. Oktober 2018 (englisch).
  2. Christina Milian hält nicht viel von sozialen Netzwerken: Die Sängerin hält es lieber privat // OK! (Magazin)
  3. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  4. Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christina Milian – Sammlung von Bildern