Christina Morina

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Christina Morina (* 8. Januar 1976 in Frankfurt (Oder)) ist eine deutsche Historikerin und Hochschullehrerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Morina studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Journalistik an den Universitäten Leipzig, Ohio (mit dem M.A-Abschluss über ein Thema der DDR-Geschichte) sowie an der University of Maryland. Sie promovierte dort 2007 mit einer Dissertation über den Russlandfeldzug in der deutschen Erinnerungskultur. Darauf lehrte sie Geschichte an der Universität Jena und seit 2015 als Visiting Assistant Professor und DAAD-Fachlektorin am Duitsland Institut der Universität Amsterdam. 2009 begründete sie das Internationale Nachwuchsforschernetzwerk „History of Society and Socialisms“ mit. Mit ihrer Studie über den Marxismus als Generationsprojekt, begleitet durch Norbert Frei und Helga Grebing, habilitierte sie sich 2016 in Jena.

Im August 2018 fand ihr Aufruf gegen die Auflösung der Historischen Kommission der SPD durch die Vorsitzende Andrea Nahles eine überraschend breite Unterstützung durch über 1100 (Abschluss am 7. September 2018) Historiker und Interessierte.[1] Morina ist kein SPD-Mitglied.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Legacies of Stalingrad. Remembering the Eastern Front in Germany since 1945, Cambridge University Press 2011 ISBN 978-1-107-61440-6
  • (Hrsg. mit Franka Maubach): Das 20. Jahrhundert erzählen: Zeiterfahrung und Zeiterforschung im geteilten Deutschland (Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts, Band 21), Wallstein, Göttingen 2016 ISBN 978-3-8353-1707-9
  • Die Erfindung des Marxismus. Wie eine Idee die Welt eroberte, Siedler, München 2017 ISBN 978-3-8275-0099-1

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wie eine Idee die Welt eroberte. Über Karl Marx und den Marxismus. Interview mit Christina Morina, in: geschichte für heute 1-2018, S. 38–41

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul Ingendaay: Andrea Nahles will historisches Gedächtnis der SPD abschaffen. In: FAZ. 6. August 2018, abgerufen am 11. August 2018.