Christina Paulhofer

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Christina Paulhofer (* 4. April 1969 in Bukarest) ist eine deutsche Regisseurin.

Christina Paulhofer flüchtete mit ihrer Mutter 1975 aus Rumänien. Ihr Vater, Peter Paulhofer, ein berühmter, deutschstämmiger Schauspieler aus Rumänien, blieb aber alleine, in Bukarest, zurück. Er erhielt dort Berufsverbot, nach der Flucht seiner Frau und Tochter. Christina Paulhofer wuchs im Röthenbach an der Pegnitz auf und studierte nach dem Abitur zunächst Germanistik und Kunstgeschichte, bevor sie ein Filmregiestudium in Paris anschloss. Noch als Studentin der Pariser Filmakademie inszenierte sie 1996 am Schauspielhaus Bochum Blick zurück im Zorn von John Osborne. Dem Bochumer Schauspielhaus blieb sie auch in den nachfolgenden Jahren eng verbunden und brachte dort u. a. die Stücke Roberto Zucco von Bernard-Marie Koltès und Groß und klein von Botho Strauß auf die Bretter. Die erfolgreichen Inszenierungen in Bochum brachten sie dann an weitere renommierte Theaterhäuser. Am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg inszenierte sie 1999 die Uraufführung des Stückes Täter von Thomas Jonigk. Eine weitere Uraufführung war das Stück Klaras Verhältnisse von Dea Loher am Wiener Burgtheater. Am Schauspielhaus Zürich inszenierte sie das Stück Rave von Rainald Goetz und am Akademietheater des Burgtheaters Frühlings Erwachen von Frank Wedekind. Die Münchner Kammerspiele waren Premierenort für das Stück Salinger von Koltès. Ihren ersten großen Klassiker inszenierte sie mit Macbeth von William Shakespeare 2002 an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. Berlin erlebte an der Schaubühne dann noch die Inszenierungen Phaidras Liebe von Sarah Kane und die Herzogin von Malfi von John Webster. 2013 inszenierte sie im Schauspielhaus Bochum eine von Publikum und Presse begeistert aufgenommene Version[1] [2] [3] von Liliom - mit einer beeindruckenden Kombination von Streetart, Autoscootern und Bühnenmaschinerie. Christina Paulhofer hat sich mit diesen Inszenierungen in die erste Liga der deutschen Theaterregisseure gearbeitet. Sie lebt nach vielen Jahren in Paris heute in Berlin.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Boebers-Süßmann: „Liliom“ in Bochum - Theaterstück mit Autoscooter. , WAZ Bochum 7. April 2013.
  2. Achim Lettmann: Herrliche „Liliom“-Inszenierung in Bochum. , Westfälischer Anzeiger 7. April 2013.
  3. Max-Florian Kühlem: Bilderstarkes "Liliom" im Bochumer Schauspielhaus , Halterner Zeitung 7. April 2013.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]