Christine Ax

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Christine Ax (* 1953) ist eine deutsche Philosophin, Ökonomin und Autorin. Sie befasst sich mit der Entwicklung des Handwerks, der Arbeit und Produktivkräfte und alternativer Wachstumstheorie.

Christine Ax (ohne Jahr)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1990er Jahren hat sie das Institut für Produktdauerforschung und die Zukunftswerkstatt der Handwerkskammer Hamburg geleitet. Seit Mitte der 90er Jahre forscht und schreibt sie über die Themen Nachhaltigkeit, Handwerk, Zukunft. Sie lebt und arbeitet in Hamburg. Heute arbeitet sie im Büro für zukunftsfähige Entwicklung und Kommunikation Berlin/Hamburg.

In ihren Veröffentlichungen stellt Ax der hochspezialisierten, in Einzelschritte zerlegten, entfremdeten Arbeit in der Industrie eine Arbeit entgegen, die mehr auf praktischem Wissen und Erfahrung („Könnerschaft“) als auf abstraktem Wissen beruht. Eine solche Arbeit, so Ax, könne ihren Sinn auch in sich selbst finden und mache dadurch – im Gegensatz zum Job für den reinen Broterwerb – Selbstverwirklichung möglich. Im Handwerk könnten solche Formen der „guten Arbeit für gute Produkte“ noch am ehesten entwickelt werden. Ax spricht dabei von einem „Neuen Handwerk“.

Ax setzt sich – auch politisch – für eine „Ökonomie der Nähe“ und ein nachhaltiges Unternehmertum ein, das individuell angepasste, regional rückgebundene Produkte auf den Markt bringt. Zusammen mit Wachstumsrücknahme und einem Bedingungslosen Grundeinkommen ist dies ihrer Meinung nach der Ausweg aus der heutigen Krise, die die ökologischen und sozialen Lebensgrundlagen zerstöre.

In ihrem Buch Die Könnensgesellschaft plädiert sie für eine Gesellschaft, in der jeder die Möglichkeit hat die eigenen Fähigkeiten und Talente zu entfalten und das mit Könnerschaft und Meisterschaft verbundene Glück zu erfahren. Gute Arbeit, als Quelle von Wohlstand und Glück ist für Christine Ax eine nachhaltige Alternative zu einem mit Ressourcen- und Energieverbrauch verbundenem Konsum. Die Könnensgesellschaft plädiert im Sinne von Hannah Arendt für eine Tätigkeitsgesellschaft in der alle Arten von Tätigsein gleichwertig nebeneinander stehen.

In den 90er Jahren war sie im Landesvorstand der Grünen und hat den Zukunftsrat Hamburg mitgegründet. Von 2001 bis 2003 war Christine Ax Mitglied des Aufsichtsrats von Greenpeace Deutschland.

Ausgewählte Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]