Christine Urspruch

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Christine Urspruch (2019)
Christine Urspruch im Interview bei Bayern 1 (Januar 2019). Interviewerin: Gabi Fischer.

Christine Urspruch (* 16. September 1970 in Remscheid, in selbstgewählter Schreibung auch ChrisTine Urspruch) ist eine deutsche Schauspielerin. Sie ist erfolgreiche Theaterschauspielerin und wurde einem breiten Publikum durch ihre Rollen in den Sams-Filmen und im Tatort bekannt.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christine Urspruch wuchs in Remscheid mit zwei älteren Schwestern[1] auf und besuchte das Röntgen-Gymnasium in Remscheid-Lennep. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Deutsch und Englisch auf Lehramt. Sie wurde Mitglied der Theatergruppe „Brot und Spiele“, wonach erste Engagements am Theater Bonn folgten. Dort spielte sie die „Ophelia“ im Hamlet. Ihre Karriere als Theater-Schauspielerin setzte sie u. a. mit Engagements bei Volksbühne Berlin, Staatstheater Wiesbaden, Tanztheater Basel, Residenztheater München und Landestheater Bregenz fort. Sie war Ensemblemitglied am Volkstheater Wien, wo sie im September 2012 als „Die kleine Frau“ in Peter Turrinis Volksstück Der Riese von Steinfeld Premiere hatte.

Ihr erstes Filmengagement hatte sie im Kurzfilm Independent (1998). Durch die Rolle des „Sams“ in den Filmen Das Sams (2001), Sams in Gefahr (2003) und Sams im Glück (2012) erlangte sie größere Bekanntheit. Seit 2002 spielt sie regelmäßig die Rolle der Rechtsmedizinerin „Silke Haller“, genannt „Alberich“, in den Münsteraner Folgen der ARD-Fernsehreihe Tatort um Thiel und Boerne. Seit 2003 ist sie als Erzählerin in einigen Hörbüchern der Kinderuniversität zu hören. Im Oktober 2009 übernahm sie die Gastmoderation der WDR-Fernsehsendung west.art.[2]

Von 2014 bis 2019 spielte sie die Hauptrolle der Kinderärztin „Dr. Klein“ in der gleichnamigen ZDF-Serie. Christine Urspruch ist Mitglied im Bundesverband Schauspiel (BFFS).[3]

Seit 2009 tritt Urspruch in Lesungen mit dem Saxophonisten Christian Segmehl auf.[4]

Die Schauspielerin bevorzugt die Schreibung „ChrisTine“ für ihren eigenen Vornamen, es sei ein „spielerischer Umgang zwischen klein und groß“. Auffälliges Merkmal ist ihre Kleinwüchsigkeit, sie ist 1,32 m groß.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urspruch lebt in Wangen im Allgäu. Von 2000 bis 2004 war sie mit dem Schauspieler und Autor Frank Dukowski verheiratet.[5] 2007 heiratete Urspruch in zweiter Ehe[6] den Theaterregisseur Tobias Materna (* 1971). Die beiden haben eine gemeinsame Tochter (* 2004).[7] Das Paar hatte sich am Bonner Theater bei einer Inszenierung von Hamlet kennengelernt.[6] Christine Urspruch lebt seit 2014 getrennt.[8] Ihr Schwager ist der ehemalige Trainer der deutschen Rollhockey-Nationalmannschaft, Marc Berenbeck.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: ARD-Hörspieldatenbank[9]

  • 1997: Robert Louis Stevenson: Dr. Jekyll und Mr. Hyde (1. Teil) (Mädchen) – Regie: Annette Kurth (WDR) – EA: 18. Dez. 1997 (Hörspielbearbeitung, Kriminalhörspiel)
  • 1997: Robert Louis Stevenson: Dr. Jekyll und Mr. Hyde (2. Teil) (Mädchen) – Regie: Annette Kurth (WDR) – EA: 25. Dez. 1997 (Hörspielbearbeitung, Kriminalhörspiel)
  • 1998: Susanne Krahe: Die Fütterung (Schwester 2/Stimme) – Regie: Jörg Schlüter (WDR) – EA: 22. Apr. 1998 (Originalhörspiel)
  • 1998: Robert M. Eversz: Einer schießt den Vogel ab (Wendy) – Regie: Annette Kurth (WDR) – EA: 6. Juni 1998 (Originalhörspiel, Kriminalhörspiel)
  • 1998: Nadia Malverti: Nonno Cosimo sucht den Weihnachtsmann (4. Teil: Durch die Wüste) (Tata) – Regie: Angeli Backhausen (WDR) – EA: 8. Dez. 1998 (Originalhörspiel, Kinderhörspiel)
  • 2002: Antje Rittermann: Das Wippschwein (Kind) – Regie: Axel Pleuser (WDR/BR/NDR/MDR) – EA: 10. Nov. 2002 (Originalhörspiel, Kurzhörspiel, Kinderhörspiel)
  • 2007: Elfriede Jelinek: Ulrike Maria Stuart (1. Teil) (Prinz im Tower) – Regie: Leonhard Koppelmann (BR) – EA: 13. Apr. 2007 (Hörspielbearbeitung)
  • 2007: Elfriede Jelinek: Ulrike Maria Stuart (2. Teil) (Prinz im Tower) – Regie: Leonhard Koppelmann (BR) – EA: 22. Apr. 2007 (Hörspielbearbeitung)
  • 2007: Elfriede Jelinek: Ulrike Maria Stuart (3. Teil) (Prinz im Tower) – Regie: Leonhard Koppelmann (BR) – EA: 27. Apr. 2007 (Hörspielbearbeitung)
  • 2013: E. M. Cioran: Vom Nachteil, geboren zu sein – Regie: Kai Grehn (SWR) – EA: 28. Nov. 2013 (Hörspielbearbeitung)
  • 2017: Elfriede Jelinek: Das Licht im Kasten (Sprecherin) – Regie: Karl Bruckmaier (BR) – EA: 1. Sep. 2017 (Hörspielbearbeitung)
  • 2020: Edgar Linscheid, Stuart Kummer: Caiman Crap (1. Teil: Some Weird Sin) (ChrisTine) – Regie: Stuart Kummer (WDR) – EA: 7. Juni 2020 (Hörspielbearbeitung)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Christine Urspruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carla Woter, Auf ein Glas Champagner mit ChrisTine Urspruch, in: viva! 1/2015, S. 74.
  2. WDR:Gastmoderatorin ChrisTine Urspruch (Memento vom 20. Juni 2010 im Internet Archive)
  3. BFFS: Mitgliederliste, Bundesverband Schauspiel, bffs.de abgerufen am 14. Dezember 2015
  4. christian-segmehl.de
  5. frank-dukowski.blogspot.de
  6. a b Carla Woter: Auf ein Glas Champagner mit ChrisTine Urspruch. In: viva! 1/2015, S. 75.
  7. Heimliche Hochzeit: „Tatort“-Star Christine Urspruch hat in aller Stille geheiratet. Frau im Spiegel, 20. April 2010
  8. all-in.de: Wangener Künstler-Ehepaar getrennt: Christine Urspruch und Tobias Materna sind kein Paar mehr.
  9. ARD-Hörspieldatenbank. In: hoerspiele.dra.de. ARD, abgerufen am 30. Juni 2021.
  10. Weiße Elefanten für das Sams im Glück
  11. Website Lebenshilfe Pressestelle: Lebenshilfe zeichnet ChrisTine Urspruch und den Tatort Münster mit dem BOBBY 2013 aus, abgerufen am 9. November 2013
  12. Verdienstorden des Landes an 26 verdiente Persönlichkeiten. In: baden-wuerttemberg.de. Baden-Württemberg, 23. Juli 2021, abgerufen am 25. Juli 2021.