Christine Wunnicke

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Christine Wunnicke (* 1966 in München) ist eine deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wunnicke studierte in Berlin und Glasgow Linguistik, Altgermanistik und Psychologie. Seit 1991 arbeitet sie als freie Autorin für Hörfunksender und veröffentlichte Radiofeatures und Hörspiele. Neben einer Biografie über den Kastraten Filippo Balatri erschienen eine Reihe von Romanen und eine Novelle. Wunnicke lebt in München.

Inhaltliche Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Christine Wunnickes Figuren finden sich ein schottischer Rockmusiker, die zwei Filmpioniere Selig und Boggs und der japanische Nervenarzt Shimamura. Ihre Figuren sind oftmals „nicht nur exzentrisch und mit einer jeweils sehr besonderen Obsession gesegnet, sondern auch historisch verbürgt“, entwickeln jedoch in den Büchern ein Eigenleben.[1] Es sind, wie die Autorin selbst feststellt, „zerfallende Personen, fragmentierte Figuren“. [2] Immer wieder beschreibt sie „Zwischenzustände, Grenzüberschreitungen, zweifelhafte Identitäten, Doppelgänger.“[2]

Christine Wunnicke hat in ihren belletristischen Werken – mit teils überbordender literarischer Phantasie und großer Einfühlung – wiederholt auch die nicht-heteronormativen Formen männlicher Sexualität dargestellt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane, Erzählung, Novelle:

Biographien:

  • Die Nachtigall des Zaren. Das Leben des Kastraten Filippo Balatri, München 2001 (Claassen), ISBN 3546002482

Übersetzungen:

  • Der beschädigte Wüstling (John Wilmot, 2. Earl of Rochester), Hamburg 2005 (Männerschwarm) und München 2008 (dtv)
  • Die Blume unter dem Fuße (Ronald Firbank), Hamburg 2008 (Männerschwarm)
  • Die Erzählungen Arthur Snatchfold, Der Antikenflügel, Spielt das denn eine Rolle? und Die Geschichte einer Panik in: Das künftige Leben (E. M. Forster), Hamburg 2009 (Männerschwarm)

Zahlreiche Hörspiele und Radiofeatures.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Roman Katie (2017) wurde vom SWR im März 2017 als Buch der Woche ausgewählt. Ulrich Rüdenauer urteilte: „Christine Wunnicke hat mit Katie einen grotesk-komischen Roman geschaffen, ein Buch voll Zauberkraft, ein literarisches Meisterwerk.“[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Christine Wunnicke: Wunnicke, Christine: Katie – Buch der Woche – Literatur – SWR2. In: swr.de. Abgerufen am 12. August 2017.
  2. a b Antje Weber: Nachtschattenfrau. Wenn es dunkel wird, beginnt Christine Wunnicke zu schreiben – über Spuk und Trug, über Wissenschaft und Wahn. In: sueddeutsche.de, Nr. 184, S. R16. 10. August 2017, abgerufen am 12. August 2017.
  3. https://www.literaturportal-bayern.de/component/lpbauthors/?view=lpbauthor&pnd=120484323&highlight=WyJ3dW5uaWNrZSJd
  4. Literaturpreise des Freistaats Bayern. In: km.bayern.de. 2. Mai 2017, abgerufen am 12. August 2017.
  5. https://www.deutscher-buchpreis.de/archiv/jahr/2015/#tab-longlist
  6. Nominiert. In: deutscher-buchpreis.de. 9. Oktober 2017, abgerufen am 15. August 2017.