Christlichsoziale Partei Obwalden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Christlichsoziale Partei Obwalden (CSP Obwalden) ist eine politische Partei im schweizerischen Kanton Obwalden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den 1930er- und 1940er-Jahren existierten im Kanton Obwalden christliche Gewerkschaften und Arbeiterverbände. Im Jahr 1956 gründeten Personen aus diesen Kreisen eine eigenständige politische Partei, die sich stärker als die bestehende Katholisch-Konservative Partei um die Anliegen der Arbeitnehmer kümmerte. Sie gehörte zur christlichsozialen Parteiengruppe innerhalb der damaligen Schweizerischen Konservativen Volkspartei (heute Christlichdemokratische Volkspartei, CVP). Die CSP und die Konservative Partei (später CVP Obwalden) bildeten auch nach der Gründung der CSP eine gemeinsame Fraktion im Obwaldner Kantonsrat.

Im Jahr 1960 wurde erstmals ein Vertreter der CSP in den Obwaldner Regierungsrat gewählt. Nachdem die CSP im Jahr 1982 einen eigenständigen Wahlkampf geführt hatte, kündigte die CVP die Fraktionsgemeinschaft, seither bildet die CSP eine eigene Kantonsratsfraktion.[1] Im Jahr 2002 trat die CSP Obwalden aus der CVP Schweiz aus, hauptsächlich aufgrund der Spannungen mit der Obwaldner CVP. Die CSP Obwalden kündigte damals an, sich auf die kantonale Politik zu konzentrieren.[2] Von 2005 bis 2010 hatte die CSP Obwalden Beobachterstatus bei der selbständigen links-christlichen Christlich-sozialen Partei der Schweiz.

Seit 2010 ist die Obwaldner CSP mit keiner schweizerischen Partei organisatorisch verbunden. Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2011 wurde mit Karl Vogler erstmals ein Mitglied der Obwaldner CSP in den Schweizer Nationalrat gewählt, er gehört dort der CVP/EVP-Fraktion an.

Vertretung in politischen Gremien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die CSP Obwalden stellt derzeit acht Kantonsräte, den Regierungsrat Franz Enderli (2011/2012 und 2016/17 Landammann) sowie den Nationalrat Karl Vogler.

Ergebnisse der Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Sitze
1970[3] 6
1974[4] 8
1978[5] 7
1982[6] 7
1986[7] 8
1990[8] 7
1994[9] 10
1998[10] 10
2002[11] 8
2006[12] 10
2010[13] 8
2014[14] 7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte, Informationsseite auf der Website der CSP Obwalden, abgerufen am 22. April 2014
  2. http://www.anneepolitique.ch/APS/de/APS_2002/APS2002_III_a.html#ref4
  3. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/elections_ccc_1974.pdf
  4. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/elections_ccc_1974.pdf
  5. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/elections_ccc_1978.pdf
  6. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/elections_ccc_1982.pdf
  7. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/elections_ccc_1986.pdf
  8. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/anhang_1990.pdf
  9. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/anhang_1994.pdf
  10. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/anhang_1998.pdf
  11. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/anhang_2002.pdf
  12. http://www.anneepolitique.ch/APS/pdf/anhang_2006.pdf
  13. Gesamterneuerungswahlen des Kantonsrats und des Regierungsrats für die Amtsdauer 2010 bis 2014 vom 7. März 2010, auf der Website des Kantons Obwalden
  14. Gesamterneuerungswahlen 2014 – Kantonsratswahlen, auf der Website des Kantons Obwalden