Christo Stoitschkow

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Christo Stoitschkow

Stoitschkow (2010)

Spielerinformationen
Voller Name Christo Stoitschkow Stoitschkow
Geburtstag 8. Februar 1966
Geburtsort PlowdiwBulgarien
Position Flügelstürmer
Vereine in der Jugend
1976–1982 Mariza Plowdiw
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1982–1984
1984–1990
1990–1995
1995–1996
1996–1998
1998
1998
1998–1999
2000–2002
2003
Hebros Harmanli
ZSKA Sofia
FC Barcelona
AC Parma
FC Barcelona
ZSKA Sofia
Al-Nasr
Kashiwa Reysol
Chicago Fire SC
D.C. United
32 (14)
119 (81)
151 (76)
23 0(5)
24 0(7)
4 0(1)
2 0(1)
27 (12)
51 (17)
21 0(5)
Nationalmannschaft
1986–1999 Bulgarien 83 (37)
Stationen als Trainer
2004–2007
2007
2009–2010
2012–2013
2013-2013
Bulgarien
Celta de Vigo
Mamelodi Sundowns
Litex Lowetsch
ZSKA Sofia
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Christo Stoitschkow Stoitschkow (bulgarisch Христо Стоичков Стоичков; * 8. Februar 1966 in Plowdiw) ist der erfolgsreichste bulgarische Fußballspieler und seit 2011 bulgarischer Honorarkonsul in Barcelona.[1][2]

Stationen[Bearbeiten]

Christo Stoitschkow spielte von 1982 bis 1984 in Charmanli. Er begann seine Profikarriere 1984 mit 18 Jahren bei ZSKA Sofia in der 1. bulgarischen Liga. Der dribbelstarke und antrittsschnelle bulgarische Linksaußen wechselte 1990 nach drei Meisterschaften und fünf Pokaltiteln zum FC Barcelona in die Primera División.

In fünf Jahren bei den Katalanen wurde er viermal in Folge spanischer Meister. 1994 war dabei sein erfolgreichstes Jahr. Neben dem Gewinn der spanischen Meistertitel belegte er mit Bulgarien den vierten Platz bei der Weltmeisterschaft in den USA und wurde, ebenso wie der Russe Oleg Salenko, mit sechs Toren WM-Torschützenkönig. Im Viertelfinale schalteten die Bulgaren in New York die deutsche Nationalmannschaft (2:1) aus, den 1:1-Ausgleichstreffer erzielte Stoitschkow per Freistoß. Hierfür wurde er auch zu Europas Fußballer des Jahres gewählt.

Nach dieser überragenden Saison schien es aber so, als ob er die Motivation verloren hatte. Nach schlechten Leistungen bei Barcelona wurde er 1995 zum AC Parma abgeschoben. Doch nur ein Jahr später wechselte er erneut zu Barça. An seine Topleistungen vergangener Tage konnte er aber nicht mehr anknüpfen und dennoch genießt El Pistolero, wie er von seinen spanischen Bewunderern ehrfurchtsvoll genannt wird, in Barcelona einen außergewöhnlichen Ruf, der weit über die gewöhnliche Sympathie hinausgeht. Mittlerweile gilt er dort als eine Art Kultfigur, den jedes Kind beim FC Barcelona kennt und verehrt.

Nach dem schwachen Abschneiden Bulgariens bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 bummelte Stoitschkow noch durch verschiedene Länder. So hatte er noch Gastspiele in Saudi-Arabien, Japan und den USA.

Stoitschkow war fünfmal Spieler des Jahres in Bulgarien, kam in der Nationalmannschaft auf 83 Einsätze und erzielte dabei 37 Tore.

Im März 2004 wurde Stoitschkow in die FIFA 100, die von Pelé zusammengestellte Liste der besten 125 lebenden Fußballer, aufgenommen

Im Juli 2004 trat er die Nachfolge des nach der Fußball-Europameisterschaft 2004 zurückgetretenen Plamen Markow als Trainer der bulgarischen Nationalmannschaft an, die er bis 2007 betreute.

Im Oktober 2006 gründete der schon zu seiner aktiven Zeit als egozentrisch bekannte Stoitschkow in Spanien einen nach ihm selbst benannten Fußballverein, der in einer der unteren spanischen Ligen antreten soll.

Im April 2007 trat er als Trainer der bulgarischen Nationalmannschaft zurück und übernahm das Traineramt beim abstiegsgefährdeten spanischen Erstligisten Celta Vigo. Dort wurde er im Oktober 2007 entlassen.

Am 14. Mai 2009 meldete der iranische Verein Abu Moslem, einen Vertrag mit Stoitschkow als Cheftrainer abgeschlossen zu haben. Stoitschkow änderte seine Meinung aber aufgrund der politischen Situation im Iran und wechselte zu Mamelodi Sundowns, wo er den bisherigen Trainer Henri Michel am 29. Juni 2009 ersetzte. Am 17. März 2010 wurde er entlassen.

Im November 2011 verlieh ihm die Paisii-Chilendarski-Universität in Plowdiw gegen erheblichen Protest einzelner Professoren[3] die Ehrendoktorwürde.[4]

In 2013 war Stoitschkow Cheftrainer des bulgarischen Rekordmeisters ZSKA Sofia. Bulgariens Fußball-Idol hat bereits nach einem Monat den Dienst beim hochverschuldeten 31-maligen Landesmeister quittiert. Als Grund warf er der Vereinsführung vor, sie habe ihm ihre 6,5 Millionen Anteile übereignet, sodass er fürchten musste, für das Defizit des Clubs geradestehen zu müssen.[5]

Erfolge[Bearbeiten]

Vereinserfolge[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. беше удостоен от външното министерство … за почетен консул в Испания, www.dw-world.de
  2. Stoichkov als Werbe-Ikone nutzen, Eurotopics.net, Übers. des Art. des Tagesblatts 24 Chasa - Bulgarien, Donnerstag, 3. März 2011
  3. http://www.sofiaecho.com/2011/11/14/1203913_professor-quits-plovdiv-university-over-honorary-doctorate-for-stoichkov
  4. Стоичков е един академик в това, което прави
  5. Stoichkov wirft hin bei ZSKA Sofia: Nur Lügen, Art. Sportal.de, 8. Juli 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christo Stoitschkow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Roberto Baggio Europas Fußballer des Jahres
1994
George Weah
Salvatore Schillaci
(Italien)
Toptorschütze WM 1994
Gewinner des Goldenen Schuhs der WM

1994–1998
Davor Šuker
(Kroatien)
Paulinho Cascavel Torschützenkönig des Europapokals der Pokalsieger
Saison 1988/89
Gianluca Vialli

Dorin Mateuț
Erfolgreichster Torjäger Europas (Goldener Schuh)
1989/90 (mit Hugo Sánchez)

Darko Pančev