Christoph Crinesius

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Christoph Crinesius (latinisierte Inschrift: CHRISTOPHORVS CRINESIVS)

Christoph Crinesius (* 10. November 1584[1] in Schlaggenwald, Böhmen; † 28. August 1629 in Altdorf bei Nürnberg) war ein deutscher Orientalist, Sprachwissenschaftler und Philologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Crinesius verlor bereits 1587 seinen gleichnamigen Vater, er immatrikulierte sich 1603 an der Universität Jena und wechselte 1606 an die Universität Wittenberg, wo er nach dem Erwerb des akademischen Grades eines Magisters als Adjunkt an der philosophischen Fakultät aufgenommen wurde und als Dozent erste Schriften herausgab. 1613 ging er als Hofprediger nach Gschwendt (Gries) in Oberösterreich zum Baron von Losenstein.

1618 tritt er ein Pfarramt in Grub an, wo er aber aufgrund des Religionsedikts von Ferdinand II. als protestantischer Seelsorger 1624 vertrieben wurde. Er begab sich zunächst nach Regensburg, dann nach Nürnberg und erhielt dort 1625 eine Berufung zur Professur der orientalischen Sprachen an der Universität Altdorf, wo er bis zu seinem an Schlagfluss erfolgten Lebensende blieb. Crinesius war seit 1617 mit der aus Neuhofen an der Krems, Oberösterreich, stammenden Schwester des späteren preußischen Generalfeldmarschalls Georg von Derfflinger verheiratet.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als ein guter Kenner der syrischen und chaldäischen Sprache, übersetzte er das Neue Testament aus dem syrischen und gab dieses in seinem „Lexicon syriacum e Novo testamento et rituali Severi patriarchae quondam Alexandrini Syro collectum“ 1612 heraus. In seinem Gymnasium Syriacium zeigt er 1611 einen Abriss der syrischen Grammatik, wobei er vor allem Wert auf die Betonung legt und dem sich 1628 seine „Orthographia linguae Syriacae“ anschließt.

Im Bezug auf die chaldäische Sprache erschien 1627 das „Gymnasium chaldaicum“. In seinem 1625 erschienen „Exercitationes hebraicae“ macht er Ausführungen zu verschiedenen Begriffen und erklärt die biblischen Gottesnamen. Schließlich kam 1629 sein letztes Werk „De confusione linguarum“ heraus, in dem er versucht, die Hebräische Sprache als Muttersprache der orientalischen und romanischen Sprachen darzustellen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Taufmatrik Schlaggenwald, Bd. 2, S. 5