Christoph Grabenwarter

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Christoph Grabenwarter noch im Talar des einfachen VfGH-Mitglieds (2012)

Christoph Grabenwarter (* 4. August 1966 in Bruck an der Mur) ist ein österreichischer Rechtswissenschaftler, Universitätsprofessor und Vizepräsident des österreichischen Verfassungsgerichtshofs.

Ausbildung und Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Bestehen der Reifeprüfung an der Höheren Internatsschule des Bundes Graz-Liebenau 1984 studierte Grabenwarter Rechts- sowie Handelswissenschaft an der Universität Wien; er schloss die Studien 1988 als Mag. iur. bzw. 1989 als Mag. rer. soc. oec. ab. Im Anschluss promovierte er in beiden Wissenschaften: 1991 zum Dr. iur. und 1994 zum Dr. rer. soc. oec. Von 1988 bis 1997 war er an der Universität zudem als Universitätsassistent tätig. 1997 folgte ebendort seine Habilitation mit der venia legendi für Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht und Rechtsvergleichung im Öffentlichen Recht.

Von 1997 bis 1999 war Grabenwarter dann zunächst als Gastprofessor an der Universität Linz tätig, bevor er 1999 Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bonn wurde. 2002 folgte er einem Ruf auf den Lehrstuhl für Vergleichendes und Europäisches Öffentliches Recht und Wirtschaftsrecht an der Universität Graz. 2006 wechselte er als Universitätsprofessor für Öffentliches Recht an das Institut für Österreichisches und Europäisches Öffentliches Recht der Wirtschaftsuniversität Wien. Seit 2008 ist er an der Wirtschaftsuniversität Wien Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Wirtschaftsrecht und Völkerrecht am Institut für Europarecht und Internationales Recht sowie dessen stellvertretender Institutsvorstand.

Seit 2005 ist Grabenwarter zudem Richter am österreichischen Verfassungsgerichtshof. Am 23. Februar 2018 wurde Christoph Grabenwarter auf Vorschlag der Bundesregierung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen als Vizepräsident des Verfassungsgerichtshofs angelobt.[1]

Daneben ist Christoph Grabenwarter seit 2014 Mitglied des Beratenden Expertenausschusses für die Kandidaten zur Wahl der Richter am EGMR in Straßburg (seit Jänner 2018 als dessen stellvertretender Vorsitzender) sowie seit 2006 österreichisches Mitglied (2015 bis 2017 Vizepräsident) der Venedig-Kommission des Europarates.

Werk (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verfahrensgarantien in der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Eine Studie zu Artikel 6 EMRK auf der Grundlage einer rechtsvergleichenden Untersuchung der Verwaltungsgerichtsbarkeit Frankreichs, Deutschlands und Österreichs, Wien 1997, zugl. Habil.-Schrift, Univ. Wien 1996/97, ISBN 3-211-83066-9.
  • Europäische Menschenrechtskonvention, 4. Aufl., München/Basel/Wien 2009, ISBN 978-3-214-16419-5.
  • mit Otto Depenheuer als Herausgeber:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christoph Grabenwarter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bierlein wird VfGH-Präsidentin, Brandstetter rückt nach. In: diePresse.com. 21. Februar 2018, abgerufen am 21. Februar 2018.