Christoph Minhoff

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Christoph Minhoff (* 17. September 1959 in Duisburg) ist ein deutscher Journalist, Fernsehmoderator, Autor und Lebensmittel-Lobbyist.[1] Derzeit ist er Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbands Deutschland sowie des Dachverbands der deutschen Lebensmittelindustrie BVE. Davor war er Programmgeschäftsführer für das ZDF beim Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF Phoenix.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1980 studierte Minhoff 1981 Politikwissenschaften und Geschichte in München. Anschließend absolvierte er ein Volontariat beim Bayernkurier, wo er von 1984 bis 1989 als Redakteur arbeitete. 1989 bis 1992 arbeitete Minhoff als freier Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk in der Redaktion des Politmagazins Report München und drehte einige Dokumentarfilme. In der Folgezeit, 1992 bis 1994, war er Redakteur des Zeitspiegel, dessen Moderator und stellvertretender Redaktionsleiter er 1994 wurde, und betätigte sich als Live-Reporter für Wahlsendungen des Bayerischen Fernsehens.

Von Juli 1995 bis Februar 2005 war Minhoff Leiter des ZDF-Landesstudios Bayern in Unterföhring/Landkreis München. Vom 1. März 2005 bis 30. September 2012 war er zusammen mit Michael Hirz Programmgeschäftsführer des Ereignis- und Dokumentationskanals Phoenix. Hier moderierte Minhoff die Diskussionssendung Unter den Linden und das Forum Pariser Platz.

Zum 1. Oktober 2012 gab Minhoff seine Position bei Phoenix auf und wurde Hauptgeschäftsführer der Verbände BLL (heute Lebensmittelverband Deutschland)[2][3] und BVE[4]. Für seine Arbeit für die Verbände erhielt er im April 2019 die Auszeichnung Verbandskommunikator des Jahres 2019 (mediaV-Award).[5]

Christoph Minhoff verfasste Bücher über neureligiöse Bewegungen und den Psychokult Scientology. Seit 2013 publiziert Minhoff das Branchen-Blog Filetspitzen, in dem er sich unter anderem gegenüber Politik und NGOs positioniert.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Hugo-Junkers-Preis 2006
  • 2011: Medienpreis Politische Bildung (für das Phoenix-Format Politiker-Speed-Dating)
  • 2019: mediaV-Award „Verbandskommunikator des Jahres 2019“[7]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Minhoff, Holger Lösch: Neureligiöse Bewegungen: Strukturen, Ziele, Wirkungen., Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, 1995, ISBN 3-87904-195-4
  • Christoph Minhoff, Martina Minhoff: Scientology. Irrgarten der Illusionen., Econ, 1997, ISBN 3-612-26354-4 (PDF, 444 kB)
  • Christoph Minhoff: Das laute Bassgedröhne überlassen wir den Eitlen und Selbstverliebten der Branche. In: Sascha Michel/Heiko Girnth (Hrsg.): Polit-Talkshows – Bühnen der Macht. Ein Blick hinter die Kulissen. Bonn: Bouvier. 2009. S. 128–132.
  • Christoph Minhoff: Die Wahrnehmung der Lebensmittelbranche in der Öffentlichkeit. In: Christoph Klotter, Eva-Maria Endres (Hrsg.): Gute – Böse Lebensmittelindustrie. Ein Diskurs der Ernährungsakteure. Springer, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-658-26457-4, S. 45–59.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spiegel Online/Nicolai Kwasniewski (26. Januar 2014): Lebensmittellobbyist Minhoff: "Wir können nicht die Welt retten", abgerufen am 14. Januar 2015.
  2. Phoenix-Programmgeschäftsführer geht zu Lebensmittelverband. digitalfernsehen.de, 29. Mai 2012, abgerufen am 27. Oktober 2012.
  3. BLL: Christoph Minhoff künftiger BLL-Hauptgeschäftsführer. Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V., 29. Mai 2012, abgerufen am 29. Oktober 2012.
  4. BVE (29. Mai 2012): Christoph Minhoff künftiger BVE-Hauptgeschäftsführer. Pressemitteilung, abgerufen am 14. Januar 2015.
  5. Verbaende.com (3. April 2019): Christoph Minhoff "Verbandskommunikator des Jahres".
  6. Filetspitzen. In: www.filetspitzen.de. Abgerufen am 18. Mai 2016.
  7. PR-Journal/Thomas Dillmann (8. April 2019): mediaV-Award – Neuer Kommunikationspreis für Verbände und Organisationen vergeben.