Christoph Philipp Schließmann
Christoph Philipp Schließmann (* 1958 in Aschaffenburg) ist ein deutscher Jurist, Wirtschaftsanwalt und Autor von Fachbüchern.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schließmann studierte Rechtswissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Contract Law an der Harvard Law School. Er wurde 1987 bei Manfred Weiss an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main promoviert. 1988 wurde er als Rechtsanwalt und 1993 als Fachanwalt für Arbeitsrecht zugelassen.[1][2]
2014 stellte Schließmann in der Publikation Leistungspotentiale im Fadenkreuz ein von ihm entwickeltes Modell zur Evaluierung von Leistungspotentialen von Führungskräften vor. Das Instrumentarium soll der Messung der Balance zwischen Aufgabenanforderungen und Talent, fachlicher und motivatorischer Reife unter Einfluss kultureller Faktoren dienen.
2010 präsentierte Schließmann mit seinem Buch Interdependency. Systeme verstehen – Dominoeffekte vermeiden ein sechsstufiges Konzept und Instrumentarium zur Analyse und Steuerung von Systemen, Organisationen und Unternehmen. Dabei geht es zum einen um die Bestimmung von Komplexität als Eigenschaft eines Systems, zum anderen um die präventive Erkennung von Systemrisiken sowie der Vermeidung unerwünschter Dominoeffekte.
In Das Konzept Interdependency: Chancen und Risiken systemischer Komplexität erkennen und steuern beschreibt Schließmann die Herausforderungen, vor denen Unternehmen in einem sich dynamisch verändernden und zunehmend komplexen Umfeld stehen und wie es gelingen kann, ein Unternehmen lebensfähig zu halten.
Von 1991 bis 2007 lehrte Schließmann Strategische Unternehmensführung, Entrepreneurship und Leadership am Managementprogramm St. Gallen. Er ist Honorarprofessor für Betriebswirtschaftslehre an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Paris-Lodron-Universität Salzburg.[2]
Die Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main ernannte Schließmann als einen der ersten in Deutschland zum Fachanwalt für internationales Wirtschaftsrecht, der zum 1. September 2014 neu geschaffen wurde.[1]
Schriften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bildschirmgeräteeinsatz und Betriebsverfassung. Fischer, Frankfurt 1987, ISBN 3-88323-694-2.
- Strategisches Marketing. Gabler, Wiesbaden 1995, ISBN 3-409-18767-7.
- Aufbruch in die Veränderung. Strategien für die erfolgreiche Unternehmensführung. Gabler, Wiesbaden 1995, ISBN 3-409-18839-8.
- Unternehmer-Nachfolge. Luchterhand, Neuwied 2001, ISBN 3-472-04784-4.
- (Hrsg. und Autor): Unternehmer aus Leidenschaft. Redline Wirtschaft, Frankfurt 2004, ISBN 3-636-01125-1.
- Das No-Go-Phänomen: Wenn Führungskräften nicht mehr zu helfen ist. ESV, Berlin 2007, ISBN 978-3-503-10637-0.
- Die neue Dimension strategischen Denkens, in: Kaltenbrunner, Katharina, Urnik, Sabine; Unternehmensführung: State of the art und Entwicklungsperspektiven; Oldenbourg Verlag, München 2012, ISBN 978-3-486-70623-9, S. 158–173.
- Leistungspotenziale im Fadenkreuz: Die acht Dimensionen Persönlicher und Unternehmerischer Hochleistung, Springer-Gabler 2014, ISBN 978-3-642-45215-4.
- Interdependency. Systeme verstehen – Dominoeffekte vermeiden, Bank-Verlag, Köln 2010, ISBN 978-3-86556-236-4
- Das Konzept Interdependency: Chancen und Risiken systemischer Komplexität erkennen und steuern, 2. Auflage, Springer-Gabler, Berlin 2014, ISBN 978-3-642-44943-7.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Schließmann, Christoph Philipp in: Gerhard Köbler, Wer ist Wer im deutschen Recht auf koeblergerhard.de, zuletzt abgerufen am 6. Februar 2026.
- 1 2 Hon.-Prof. Dr. Christoph Ph. Schließmann, auf plus.ac.at, abgerufen am 14. Februar 2022
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schließmann, Christoph Philipp |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wirtschaftsanwalt und Wirtschaftswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 1958 |
| GEBURTSORT | Aschaffenburg |