Christoph Singelnstein

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Christoph Singelnstein (links) mit Oskar Lafontaine (rechts); Aufnahme aus dem Jahr 1990

Christoph Singelnstein (* 23. Juni 1955 in Greifswald) ist ein deutscher Hörfunkjournalist und Medienmanager. Er war von 2009 bis 2021 Chefredakteur des Rundfunks Berlin-Brandenburg.

Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singelnstein stammt aus einer Greifswalder Buchhändlerfamilie und wuchs in einem katholisch geprägten Umfeld auf. Nach seinem Abitur an der Greifswalder Jahnschule im Jahre 1974 arbeitete er bis 1977 als Bühnenarbeiter am Deutschen Theater. Von 1977 bis 1982 studierte Singelnstein Theaterwissenschaften an der Theaterhochschule Leipzig.[1][2]

Rundfunk der DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1982 arbeitete Singelnstein als Kulturredakteur beim Berliner Rundfunk, einem Sender des Rundfunks der DDR. Dort war er zwischen 1983 und 1990 Hörspieldramaturg und -produzent. Singelnstein engagierte sich in dieser Zeit auch in der kirchlichen Friedensbewegung der DDR, u. a. in der Initiative Frieden und Menschenrechte, die er später im DDR-Hörfunkrat der Wendezeit vertrat. Im Juli 1990 wurde Singelnstein von der Regierung de Maizière zunächst zum stellvertretenden Intendanten und im August 1990 zum Geschäftsführenden Intendanten des Rundfunks der DDR ernannt; diesen Posten bekleidete er bis Ende 1991.[1]

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim neu gegründeten Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) wurde Singelnstein anschließend Chefredakteur der Kulturwelle Radio Brandenburg. Ab 1992 war er als erster Kommentator aus den neuen Bundesländern bei den Tagesthemen zu sehen.[3]

1996 wechselte Singelnstein als Chefredakteur zur ORB-Welle Antenne Brandenburg. Von Mai 2008 an war er Hörfunkdirektor des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).[4] Im Mai 2009 wurden Hörfunk- und Fernsehdirektion des Rundfunk Berlin-Brandenburg zur multimedialen Programmdirektion zusammengeführt. Seither leitete Christoph Singelnstein den Programmbereich Information und war Chefredakteur und stellvertretender Programmdirektor. Singelnstein trat zum 1. April 2021 in den Ruhestand ein, möchte aber weiterhin Beratungsaufgaben für den RBB übernehmen.[5] Nachfolger als Chefredakteur wurde David Biesinger.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Christoph Singelnstein, Internationales Biographisches Archiv 35/2003 vom 18. August 2003; ergänzt um Nachrichten bis Kalenderwoche 44/2007, im Munzinger-Archiv, abgerufen am 29. Dezember 2010 (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. Wilhelm Bittorf: Wehe den Besiegten – Wie Rudolf Mühlfenzl in der Ex-DDR Funk und Fernsehen übernimmt. In: Der Spiegel. Nr. 49, 1990 (online). Zugegriffen am 29. Dezember 2010.
  3. Rainer Frenkel: Ein neues Gesicht. Die Zeit 6/1992 vom 31. Januar 1992. Zugegriffen am 29. Dezember 2010.
  4. Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) bei Presseportal.de
  5. rbb24de Zugegriffen am 9. Oktober 2020