Christoph Steinebach

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Christoph Steinebach (2015)

Christoph Steinebach (* 1959 in Koblenz) ist ein deutscher Entwicklungspsychologe in Zürich.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christoph Steinebach studierte Psychologie an der Universität Trier (Dipl.-Psych.) und der Universität Konstanz (Dr. rer. soc.). Zunächst arbeitete er als Psychologe an einem sozialpädiatrischen Zentrum und war Leiter einer Beratungsstelle für entwicklungsauffällige Kinder in Konstanz.

Ab 1995 wirkte er als Professor für Rehabilitationspädagogik an der Katholischen Hochschule Freiburg und leitete dort das Institut für Angewandte Forschung, Entwicklung und Weiterbildung. Später stand er der Katholischen Hochschule Freiburg als Rektor vor und war Präsident der Rektorenkonferenz Kirchlicher Fachhochschulen in Deutschland.

Steinebach absolvierte verschiedenste Fort- und Weiterbildungen, so in Psychologischer Psychotherapie, Supervision und Organisationsberatung. Er ist approbierter Psychologischer Psychotherapeut (D) und eidgen. anerkannter Psychotherapeut (CH).

Seit 2007 ist er an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften tätig. Als Direktor leitet er das Departement Angewandte Psychologie sowie das Institut für Angewandte Psychologie.[1] Steinebach ist Professor für Angewandte Entwicklungspsychologie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und seit 2013 Adjunct Professor an der Ryerson University, Toronto, CA.

Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinebach beschäftigt sich mit Fragen der angewandten Entwicklungspsychologie des Jugendalters, der Gesundheitsförderung und Resilienz sowie der individuellen Entwicklung in Teams und komplexen Organisationen. Als Basis für Forschung, Prävention und Intervention entwickelte er ein komplex-dynamisches System der Resilienz. In diesem Modell werden körperliche, emotionale und kognitive Prozesse über die kybernetische Theorie adaptiv selbstoptimierender Systeme beschrieben. Zur Analyse relevanter externer Faktoren werden Umwelten im Sinne der ökologischen Entwicklungspsychologie differenziert. Ziel systemischer Prozesse ist nach diesem Modell die Optimierung der Person-Umwelt-Passung durch interne Systemänderung oder externe Umweltgestaltung. Grundbedürfnisse erweisen sich dabei als subjektive Richt- und Prüfgrößen resilienzorientierter Optimierung.

Gremientätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Álvaro I. Langer (eds.): Enhancing Resilience in Youth. Mindfulness-Based Interventions in Positive Environments. Springer Nature, Berlin 2019.
  • mit Andreas Schrenk, Ursula Steinebach und Larry K. Brendtro: Positive Peer Culture. Ein Manual für starke Gruppengespräche. Beltz Juventa, Weinheim 2018.
  • mit Imke Knafla und Marcel Schär: Jugendliche stärken. Wirkfaktoren in Beratung und Therapie. Beltz, Weinheim 2016.
  • mit Daniel Süss, Jutta Kienbaum und Mechthild Kiegelmann: Basiswissen Pädagogische Psychologie. Beltz, Weinheim 2016.
  • mit Marcel Schär (Hrsg.): Resilienzfördernde Psychotherapie für Kinder und Jugendliche. Beltz, Weinheim 2015.
  • mit Volker B. Schulte (Hrsg.): Innovative Palliative Care. Für eine neue Kultur der Pflege, Medizin und Betreuung. Huber, Bern 2014.
  • mit Kiaras Gharabaghi (Hrsg.): Resilienzförderung im Jugendalter. Praxis und Perspektiven. Springer, Berlin 2013.
  • mit Daniel Jungo und René Zihlmann (Hrsg.): Positive Psychologie in der Praxis. Anwendung in Psychotherapie, Beratung und Coaching. Beltz, Weinheim 2012.
  • Hrsg.: Handbuch Psychologische Beratung. Klett-Cotta, Stuttgart 2006.
  • Hrsg.: Psychologie lehren und lernen. Beiträge zur Hochschuldidaktik. Winter, Heidelberg 2005.
  • Pädagogische Psychologie. Klett-Cotta, Stuttgart 2003.
  • mit Herbert Pielmaier (Hrsg.): Freiburger Beiträge zur Heilpädagogik. Winter, Heidelberg 2003.
  • Entwicklungspsychologie. Klett-Cotta, Stuttgart 2000.
  • mit Andre P. Stöbener: Soziale Dienste in Baden-Württemberg. Personalstand und Personalentwicklung. Wissenschaft & Praxis, Berlin 2000.
  • Hrsg.: Heilpädagogik für chronisch kranke Kinder und Jugendliche. Lambertus, Freiburg im Breisgau 1997.
  • mit Elke Scharr (Hrsg.): Integration auf dem Weg. Die Öffnung einer Sondereinrichtung. Lambertus, Freiburg im Breisgau 1997.
  • Familienentwicklung in der Frühförderung. Lambertus, Freiburg im Breisgau 1995.
  • mit Gertraud Finger (Hrsg.): Frühförderung. Zwischen passionierter Praxis und hilfloser Theorie. Lambertus, Freiburg im Breisgau 1992.

Aufsätze und Sonderausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Yury Zinchenko (eds.): XVI European Congress of Psychology. Special Issue. Behavioral Sciences (2020).[3]
  • mit Marcel Schaer und Imke Knafla: Generosity, Peer-Support, and Positive Development in Youth. In: Steinebach, C. & Langer, A.I. (eds.): Enhancing Resilience in Youth. Mindfulness-Based Interventions in Positive Environments. Springer, Berlin 2019, Springer Nature Switzerland, p. 57–78.
  • mit Volker Schulte: Caring Communities as positive interventions to enhance inclusion, empowerment, and civic engagement. In: Needham, I., McKenna, K., Frank, O. & Oud, N. (eds.): Violence in the Health Sector. Oudconsultency, Amsterdam 2018, p. 381–387.
  • mit Kiaras Gharabaghi: Resilienz. In: Gniewosz, B. & Titzmann, P.F. (Hrsg.): Handbuch Jugend. Kohlhammer, Stuttgart 2018, S. 508–525.
  • Resilience. In: James D. Wright (Hrsg.): International Encyclopedia of the Social & Behavioral Sciences, 2nd edition, Vol 20. Oxford, Elsevier 2015, p. 555–560.
  • mit Ursula Steinebach und Larry K. Brendtro: Positive Youth Psychology: Lessons from Positive Peer Culture. In: Reclaiming Children and Youth. Bd. 21(4) (2013), S. 15–21.
  • mit Ursula Steinebach: Resilienzförderung im Jugendalter. Die Stärken der Peerbeziehungen nutzen. In: Horst Hackauf & Heike Ohlbrecht (Hrsg.): Jugend und Gesundheit. Juventa, München 2010, S. 304–320.
  • mit Ursula Steinebach: Best practice prüfen. Zur Evaluation von PPC-Projekten. In: Günther Opp, Jana Teichmann (Hrsg.): PPC in der Praxis. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2008, S. 157–173.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Institut für Angewandte Psychologie (Memento vom 19. April 2011 im Internet Archive)
  2. Der Stiftungsrat. In: Über uns: Die Stiftung, 2020. Auf Biaesch-Stiftung.ch, abgerufen am 11. Oktober 2020.
  3. Yury Zinchenko, Christoph Steinebach: Special Issue "XVI European Congress of Psychology". In: Behavioral Sciences, 2020, ISSN 2076-328X. Auf MDPI.com (englisch), abgerufen am 11. Oktober 2020.