Christoph Zenger

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Christoph Zenger 2015

Christoph Zenger (* 10. August 1940) ist ein deutscher Mathematiker und Informatiker.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christoph Zenger promovierte bei Friedrich Ludwig Bauer zum Thema „Verallgemeinerte Wertevorräte von Matrizen“. Mit 35 Jahren habilitierte er sich und bekam danach einen Ruf an die Technische Universität München. Er ist dort Lehrstuhlinhaber für Informatik mit Schwerpunkt Wissenschaftliches Rechnen sowie Ordinarius der Fakultät.

Zenger arbeitet auf einem Grenzgebiet zwischen Mathematik und Informatik. Er widmet sich vor allem der Erforschung partieller Differentialgleichungen und verfasste bahnbrechende Arbeiten zur Effizienzsteigerung von „Multilevel-Verfahren“, die letztlich auf die Lösung von linearen Gleichungssystemen mit einer erheblich reduzierten Anzahl von Unbekannten führen, ohne an Genauigkeit zu verlieren.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit sind daneben Ingenieuranwendungen der Informatik und Höchstleistungsrechnen.

Zu den neueren Forschungen zählen:

  • im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft:
    • Numerische Simulation von Fluid-Struktur-Wechselwirkungen auf kartesischen Gittern
  • im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Forschung, Wissenschaft und Technologie:
    • „Neue mathematische Verfahren in Industrie und Dienstleistungen“
    • Effiziente, robuste und genaue Löser für die linearen Gleichungssysteme resultierend aus den mechanistischen Modellen zur Simulation zeitabhängiger zweiphasen Wasser-Dampf-Strömungen.
  • KONWIHR: Kompetenznetzwerk für Technisch-Wissenschaftliches Hoch- und Höchstleistungsrechnen in Bayern:
    • LIA: Lehre, Infrastruktur, Außendarstellung
    • SkvG: Strömungen in komplizierten, veränderlichen Geometrien

Christoph Zenger ist Mitglied des Direktoriums des Leibniz-Rechenzentrums sowie langjähriger Direktor der gemeinsamen jährlichen Ferienakademie der Technischen Universität München, der Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Stuttgart. Seit 2000 ist Zenger ordentliches Mitglied der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Daneben ist er Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft Gesellschaftsberatung / Zukunftsfragen“ der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A cache-oblivious self-adaptive full multigrid method. 2006.
  • Der Fluch der Dimension in der numerischen Simulation. 2004.
  • mit Hans-Joachim Bungartz und Michael Griebel: Einführung in die Computergraphik. Vieweg, Braunschweig 2002, ISBN 3-528-16769-6.
  • mit Sascha Hilgenfeldt und Robert Balder: Sparse Grids. SFB, München 1995.
  • mit Michael Griebel und Michael Schneider: A combination technique for the solution of sparse grid problems. SFB, München 1990.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]