Christophe Honoré

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Christophe Honoré beim Festival des amerikanischen Films in Deauville (2012)

Christophe Honoré (* 10. April 1970 in Carhaix-Plouguer) ist ein französischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christophe Honoré wuchs in Rostrenen, Côtes-d’Armor auf. Er studierte moderne Literatur und besuchte eine Filmschule in Rennes. 1995 zog er nach Paris und wurde Kolumnist bei verschiedenen Zeitschriften, darunter „Les Cahiers du cinéma“.[1] In dieser Zeit sprach er auch in vielen Radiosendungen zum Thema Kino.

Sein Debütwerk am Theater, Les Débutantes schrieb er für das Festival von Avignon 1988. Im Oktober 2003 wurde es auf France Culture ausgestrahlt. 2005 nahm er mit Dionysos impuissant, einer modernisierten Version von Euripides Die Bakchen wieder am Festival teil. Louis Garrel spielte den Dionysos und Joana Preiss war als Semele zu sehen. 2008 inszenierte er Angelo, tyran de Padoue von Victor Hugo, das sein Debüt auf wieder auf dem Festival von Avignon feierte und danach auf Tournee ging. Anschließend arbeitete er für das CDDB-Theater in Lorient.

Honoré schrieb einige Jugendbücher. In seiner Jugendliteratur beschäftigt er sich oft mit eher schwierigen und „erwachsenen“ Themen, wie Selbstmord, AIDS, den Lügen der Erwachsenen, Inzest oder Familiengeheimnissen.

Im Jahr 2006 drehte er den Film Dans Paris, 2007 Les Chansons d’amour und 2008 La Belle Personne, einer zeitgenössischen Version von Die Prinzessin von Clèves, für den Fernsehsender Arte. Er wurde dort im September 2008 ausgestrahlt, bevor er ein paar Tage später als Kinofilm veröffentlicht wurde. 2009 erschien Non ma fille tu n’iras pas danser, in dem die Schauspielerin Chiara Mastroianni eine große Rolle hat.

Im April 2009 unterschrieb er zusammen mit anderen Filmschaffenden Chantal Akerman, Jean-Pierre Limosin, Zina Modiano, Gaël Morel, Victoria Abril, Catherine Deneuve, Louis Garrel, Yann Gonzalez, Clotilde Hesme, Chiara Mastroianni, Agathe Berman und Paulo Branco einen offenen Brief, der sich gegen das Hadopi-Gesetz richtete.[2]

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Tout contre Léo
  • 1996: C’est plus fort que moi
  • 1997: Je joue très bien tout seul
  • 1997: L’affaire petit Marcel
  • 1997: L’infamille
  • 1998: Zéro de lecture
  • 1998: Une toute petite histoire d’amour
  • 1998: Je ne suis pas une fille à papa
  • 1999: Les nuits où personne ne dort
  • 1999: Mon cœur bouleversé
  • 1999: Bretonneries
  • 1999: La douceur.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biographie de Christophe Honoré. Offizielle Website, 24. Oktober 2007, archiviert vom Original am 24. Oktober 2007, abgerufen am 23. November 2010.
  2. Lettre ouverte aux spectateurs citoyens. Ecrans, abgerufen am 24. November 2010.