Christopher Cross

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christopher Cross (2000)

Christopher Cross (* 3. Mai 1951 als Christopher Charles Geppert in San Antonio, Texas) ist ein US-amerikanischer Sänger und Songschreiber mit fünf gewonnenen Grammys.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vater war Kinderarzt und beim US-Militär angestellt. Er war alkoholkrank. Die Mutter des Musikers stammte ursprünglich aus Koblenz.[1] Seine Karriere begann bei der Hard-Rock-Cover-Band Flash in Austin, bevor er 1978 einen Plattenvertrag als Solomusiker durchsetzte. Schon mit seiner ersten Single Ride Like the Wind gelang ihm im Frühjahr 1980 der Durchbruch. Cross, der alle seine Lieder selbst schreibt, erreichte auf Anhieb Platz 2 der US-Charts. Auch international machte er damit auf sich aufmerksam. Mit seiner zweiten Single konnte er den Erfolg noch übertreffen und Sailing (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Rod-Stewart-Hit) verbrachte eine Woche auf Platz 1 der US-Charts.

Dementsprechend war Cross mit seinem balladesken Soft-Rock ein heißer Kandidat bei den Grammy Awards 1981 und als erster Künstler überhaupt gewann er dort mit den Grammys für den besten neuen Künstler, das Lied und die Single des Jahres (jeweils für Sailing) und das Album des Jahres (sein nach ihm selbst benanntes Debütalbum) alle vier Hauptkategorien. Seitdem gelang das nur Norah Jones ein weiteres Mal (2002).

Sein größter Erfolg folgte noch im selben Jahr mit der Titelmelodie zu der Filmkomödie Arthur – Kein Kind von Traurigkeit mit Dudley Moore in der Hauptrolle. Sein Arthur’s Theme (Best That You Can Do), das er zusammen mit Burt Bacharach, Carole Bayer Sager und Peter Allen geschrieben hatte, wurde sein zweiter Nummer-eins-Hit und verkaufte sich in den USA über eine Million Mal. Auch in vielen anderen Ländern erreichte er damit die Top Ten. Darüber hinaus bekam das Lied 1981 den Oscar für den besten Filmsong.

Obwohl sein zweites Album, Another Page, das Anfang 1983 herauskam, wiederum erfolgreich war, konnte er mit seinen Singles nur bedingt an die ersten Superhits anknüpfen. All Right erreichte noch Platz 12 der Charts. Und mit Think Of Laura erreichte er Anfang 1984 noch einmal die Top Ten, auch weil es mehrmals in der populären US-Fernsehserie General Hospital eingesetzt wurde.

Nachdem sein drittes Album Every Turn of the World (1985) kommerziell enttäuschte und sein viertes Album gar nicht mehr in die Charts kam, musste er sich eine neue Plattenfirma suchen. Trotzdem tauchte er auch weiterhin auf dem asiatischen Musikmarkt, aber auch in Deutschland in den Hitparaden auf.

Das Album The Café Carlyle Sessions enthält altbekannte Songs, aber in einem neuen, akustisch verfeinerten Gewand. Auch ohne Charts-Erfolge tourt der Musiker bis in die Gegenwart, legt neue Alben vor und betätigt sich gelegentlich als Musikproduzent.

Cross hat aus seiner 1988 geschlossenen und 2007 geschiedenen Ehe mit Janet Bunch zwei erwachsene Kinder, eine Tochter und einen Sohn.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1979 Christopher Cross 14 Platin
(75 Wo.)
6 5-fach-Platin
(116 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1979
1983 Another Page 2 Gold
(23 Wo.)
18
(2 Wo.)
4
(16 Wo.)
11 Gold
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1983
1985 Every Turn of the World 44
(5 Wo.)
127
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1985
1988 Back of My Mind 45
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1988
1991 Ride Like The Wind - The Best Of 58
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1991
2011 Doctor Faith 48
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 2011

Weitere Alben:

  • 1992: Rendezvous
  • 1994: Window
  • 1998: Walking in Avalon
  • 1999: Greatest Hits Live
  • 2000: Red Room
  • 2001: Definitive
  • 2002: The Very Best Of
  • 2007: A Christopher Cross Christmas
  • 2008: The Café Carlyle Sessions
  • 2010: Christmas Time Is Here
  • 2011: Cross Words: The Best Of
  • 2013: A Night In Paris (Live-Album)
  • 2014: Secret Ladder

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1980 Ride Like the Wind
Christopher Cross
69
(1 Wo.)
2
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1980
Sailing
Christopher Cross
48
(6 Wo.)
1
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1980
Never Be the Same
Christopher Cross
15
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1980
1981 Say You'll Be Mine
Christopher Cross
20
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1981
Arthur’s Theme (Best That You Can Do)
Arthur – Kein Kind von Traurigkeit (O.S.T.)
6
(6 Wo.)
7
(15 Wo.)
1
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1981
1983 All Right
Another Page
23
(13 Wo.)
5
(7 Wo.)
51
(5 Wo.)
12
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1983
No Time for Talk
Another Page
33
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1983
Think of Laura
Another Page
9
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1983
1984 A Chance for Heaven
The Official Music Of The XXIIIrd Olympiad 1984
76
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1984
1985 Charm the Snake
Every Turn of the World
68
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1985
1992 In the Blink of an Eye
Rendezvous
51
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1992
1995 Been There, Done Tha
Window
55
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1995

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irwin Stambler: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage. St. Martin’s Press, New York City 1989, ISBN 0-312-02573-4, S. 155f.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christopher Cross wird 65, WDR 4 Audio-Podcast vom 2. Mai 2016, abgerufen 10. Juni 2017
  2. a b Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]