Christopher Eccleston

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Christopher Eccleston, Oktober 2013.

Christopher Eccleston (* 16. Februar 1964 in Salford, Lancashire) ist ein britischer Schauspieler. Eccleston ist bekannt für seine Darstellung komplexer Charaktere in Kino- und Fernsehfilmen und als neunte Inkarnation des Doktors in Doctor Who.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eccleston stammt aus einer Arbeiterfamilie. Schon als Kind interessierte er sich sowohl für die Schauspielerei als auch für das Fußballspielen (sein Lieblingsverein ist Manchester United). Er entschied sich für die Kunst und besuchte eine Schauspielschule. Sein professionelles Bühnendebüt hatte er mit 25 Jahren in einer Inszenierung von Tennessee Williams´ Endstation Sehnsucht. Der Durchbruch ließ allerdings auf sich warten, und Eccleston arbeitete nebenbei in Supermärkten, als Bauarbeiter und Modell für Kunststudenten.

Ecclestons erster Erfolg war die Rolle des zu Unrecht hingerichteten Derek Bentley in dem auf einer wahren Begebenheit basierenden Film Gib’s ihm, Chris! (Let Him Have It, 1991). Seine Rolle als Polizist in den ersten beiden Staffeln (1993–1994) der TV-Serie Für alle Fälle Fitz (Cracker) half, ihn einem größeren Publikum bekannt zu machen.

Eccleston wurde bekannt dafür, in ungewöhnlichen Filmen mit manchmal engagierten und kontroversen Themen komplexe, innerlich zerrissene Charaktere zu spielen. Seine bekanntesten Kinofilme sind Kleine Morde unter Freunden (Shallow Grave, 1994), Herzen in Aufruhr (Jude, 1996), Elizabeth (1998), eXistenZ (1999) und The Others (2001). Auf der Bühne verkörperte er 2002 den Hamlet am West Yorkshire Playhouse in Leeds.

2003 spielte er in der Fernsehserie The Second Coming, geschrieben von Russell T Davies.

Nachdem Davies die neuen Folgen von Doctor Who mit anstieß, wurde 2004 bekanntgegeben, dass Eccleston der neunte Schauspieler sein würde, der den Doktor spielt. Fernsehpremiere war am 26. März 2005. Die Sendung wurde ein großer Erfolg, vor allem weil der als ernst geltende Eccleston die Rolle mit überlegter Exzentrik und trockenem Humor spielte.

Christopher Eccleston verließ die Serie schon nach einer Staffel. Da Eccleston selbst sich dazu nicht äußerte, war lange unklar, was sein Ausscheiden verursachte. Vermutet wurden Differenzen mit der BBC (die seinen Ausstieg früher veröffentlichte, als geplant war); aber auch das Gerücht, Eccleston wollte nicht mit der Rolle des Doktors in eine „Schublade“ gesteckt werden, war im Umlauf. Im Jahre 2010 teilte Eccleston in einem Interview mit der Radio Times mit, dass ihm nicht gefallen habe, wie mit den Angestellten umgegangen worden sei.[1] Die Entscheidung für den Erfolg oder ob er sein eigener Herr sein könne sei gegen den Erfolg gefallen. Eccleston konstatierte, dass er stolz darauf sei, mitgeholfen zu haben die Serie wiederzubeleben, aber er hätte für Dinge stehen müssen, die er für falsch gehalten habe und sei nicht bereit gewesen dies weiter mit zu tragen.[2]

2004 kam Eccleston bei einer Umfrage der Radio Times unter Insidern der Filmindustrie auf Platz 19 der einflussreichsten Personen des britischen Fernsehfilms. Im Dezember 2005 reiste Eccleston für das BBC-Frühstücksfernsehen in die indonesische Provinz Aceh, um über die Auswirkungen des Tsunamis von Weihnachten 2004 zu berichten. 2007 stieg Eccleston als Ensemblemitglied in der NBC-Serie Heroes ein. Bis 2010 spielte er eine Figur namens Claude, der sich unsichtbar machen kann. Seit 2014 spielt er in der Fernsehserie The Leftovers mit, seit 2015 übernimmt er in der Fernsehserie Safe House die Hauptrolle.

Eccleston fördert die Theatergruppe Celebrity Pig, deren Mitglieder lernbeeinträchtigt sind.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990: Blood Rights (Fernsehkurzfilm)
  • 1990: Casualty (Fernsehserie)
  • 1991: Inspektor Morse (Fernsehserie)
  • 1991: Chancer (Fernsehserie)
  • 1991: Gib’s ihm, Chris! (Let Him Have It)
  • 1991: Boon (Fernsehserie)
  • 1992: Rachel’s Dream (Kurzfilm)
  • 1992: Agatha Christie’s Poirot (Fernsehserie)
  • 1992: Friday on My Mind (Fernsehkurzfilm)
  • 1992: Death and the Compass
  • 1992: Business with Friends (Fernsehfilm)
  • 1992: Roots (Fernsehfilm)
  • 1993: Anchoress
  • 1993–1994: Für alle Fälle Fitz (Cracker, Fernsehserie)
  • 1994: Kleine Morde unter Freunden (Shallow Grave)
  • 1995: Hearts and Minds (Fernsehkurzfilm)
  • 1996: Our Friends in the North (Fernsehserie)
  • 1996: Herzen in Aufruhr (Jude)
  • 1996: Das Fußballdrama von Sheffiled (Hillsborough, Fernsehfilm)
  • 1998: Teurer als Rubine (A Price Above Rubies)
  • 1998: Elizabeth
  • 1999: eXistenZ
  • 1999: Heart – Jeder kann sein Herz verlieren (Heart)
  • 1999: Die Baby-Krise (With or Without You)
  • 2000: The Tyre (Kurzfilm)
  • 2000: Clocking Off (Fernsehserie)
  • 2000: Nur noch 60 Sekunden (Gone in Sixty Seconds)
  • 2000: Wilderness Men (Fernsehserie)
  • 2001: Deadly Shadows (The Invisible Circus)
  • 2001: The Others
  • 2001: Strumpet (Fernsehfilm)
  • 2001: This Little Piggy (Kurzfilm)
  • 2001: Linda Green (Fernsehserie)
  • 2001: Othello (Fernsehfilm)
  • 2002: Sunday (Fernsehfilm)
  • 2002: 24 Hour Party People
  • 2002: Dina – Meine Geschichte (I Am Dina)
  • 2002: The King and Us (Fernsehkurzfilm)
  • 2002: Revengers Tragedy
  • 2002: Flesh and Blood (Fernsehfilm)
  • 2002: The League of Gentlemen (Fernsehserie)
  • 2002: 28 Days Later
  • 2003: The Second Coming (Fernsehfilm)
  • 2005: Doctor Who (Fernsehserie)
  • 2006: Perfect Parents (Fernsehfilm)
  • 2007: Heroes (Fernsehserie)
  • 2007: Wintersonnenwende – Die Jagd nach den sechs Zeichen des Lichts (The Seeker: The Dark Is Rising)
  • 2008: New Orleans, Mon Amour
  • 2009: G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra (G.I. Joe: The Rise of Cobra)
  • 2009: Amelia
  • 2011: Die Borger (The Borrowers, Fernsehfilm)
  • 2011: The Shadow Line (Fernsehserie)
  • 2012: Blackout (Miniserie)
  • 2012: Song für Marion (Song for Marion)
  • 2013: Thor – The Dark Kingdom (Thor: The Dark World)
  • seit 2014: The Leftovers (Fernsehserie)
  • 2015: Fortitude (Fernsehserie)
  • 2015: Legend
  • seit 2015: Safe House (Fernsehserie)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausstieg bei Doctor Who. 21. Juli 2011, abgerufen am 22. Mai 2014 (englisch).
  2. Ausstieg bei Doctor Who. Doctor Who Magazin online, 15. Juni 2010, abgerufen am 23. Juni 2010 (englisch).