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Christopher Nolan

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Christopher Edward Nolan[1] (* 30. Juli 1970 in London) ist ein britisch-US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent.

Nach seinem Spielfilmdebüt 1998 mit Following wurde der Brite 2002 für Memento erstmals für den Oscar als bester Drehbuchautor nominiert. Internationale Bekanntheit erlangte Nolan durch seine Neuinterpretation der Comicfigur Batman in den drei Filmen Batman Begins, The Dark Knight und The Dark Knight Rises. Durch diese Erfolge ist es ihm möglich, für experimentelle Filme wie Inception, Interstellar oder Dunkirk mit hohen Filmbudgets zu arbeiten.[2]

Christopher Nolan zählt zu den wenigen Autorenfilmern, welche in Hollywood aktiv sind.[3] Häufig schreibt er zusammen mit seinem Bruder Jonathan an den Drehbüchern und produziert seine Filme gemeinsam mit seiner Frau Emma Thomas.

Christopher Nolan (2013)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nolan mit seiner Ehefrau Emma Thomas (2011)

Christopher Nolan ist der Sohn des britischen Werbetexters James Nolan und der US-amerikanischen Stewardess Christina Nolan, geborene Jensen[1]. Er hat zwei Brüder: Matthew Francis Nolan, der 2010 wegen Dokumentenfälschung zu einer Haftstrafe verurteilt wurde,[4] und Jonathan Jensen Nolan, der ebenfalls im Filmgeschäft tätig ist.[5][6] Erste Erfahrungen mit der Kamera machte Nolan im Alter von sieben Jahren. Mit der Super-8-Kamera seines Vaters filmte er seine Actionfiguren.[7] Durch die unterschiedlichen Heimatorte seiner Eltern sowie deren Berufe wuchs Nolan sowohl in London wie auch zeitweise in Chicago auf. Er studierte schließlich englische Literatur am University College London.[8]

Nolan ist seit 1997 mit Emma Thomas verheiratet, die er während seines Studiums in London kennenlernte.[8] Mit ihr hat er vier Kinder, drei Söhne und eine Tochter.[9] Heute lebt das Paar in Los Angeles. Gemeinsam gründeten sie 2001 die in London ansässige Filmproduktionsgesellschaft Syncopy Films.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge und Durchbruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen seines Studiums engagierte sich Christopher Nolan im dortigen Filmklub und drehte erste Kurzfilme.[10] Tarantella ist seine erste Kurzfilmproduktion und wurde 1989 im US-Fernsehen ausgestrahlt.[11] Larceny wurde 1996 auf dem Cambridge Festival aufgeführt.[12] Darin geht es darum, dass ein Taschendieb von seinen Opfern gejagt wird.[13] Ein Jahr später drehte er das dreiminütige Kammerspiel Doodlebug, in dem ein Mann hektisch etwas in seiner Wohnung jagt und versucht, es mit seinem Schuh zu töten. Doodlebug ist Nolans einziger Kurzfilm, der im Handel zu finden ist. Er wurde 2003 in der DVD Cinema16: British Short Films mit weiteren britischen Kurzfilmen veröffentlicht und enthält auch einen Audio-Kommentar von Nolan.[14]

Nolan brachte 1998 seinen ersten abendfüllenden Spielfilm auf die Leinwand. Bei dem 70 minütigen Low-Budget-Film Following führte er nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch und produzierte ihn. Durch die Besetzung mit Familienmitgliedern und Freunden sowie Drehorten im Elternhaus mit einer Drehdauer von einem Jahr konnte Nolan den Film mit einem Budget von 6000 £ realisieren.[3] Following brachte ihm erste Anerkennung und ermöglichte es Nolan, sein nächstes Projekt in die Kinos zu bringen: Memento. Basierend auf der Kurzgeschichte Memento mori seines Bruders Jonathan schrieb Christopher Nolan das Drehbuch. Für diesen Kriminalfilm bekamen Nolan und sein Bruder Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe, jeweils für das beste Drehbuch. Memento gilt als Nolans Durchbruch in der Filmbranche.

Etablierung als unabhängiger Filmemacher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits vor Memento wollte Christopher Nolan das Drehbuch zur Neuverfilmung des norwegischen Thriller Todesschlaf von 1997 schreiben, Warner Bros. vergab den Job allerdings bereits an die Drehbuchautorin Hillary Seitz für das amerikanische Remake.[15] Nach dem Erfolg von Memento setzte sich jedoch Regiekollege Steven Soderbergh bei Warner Bros. dafür ein, dass Nolan für dieses Projekt die Filmregie übernehmen durfte. Warner Bros. willigte ein und ließ Nolan nach Seitz’ Drehbuch Regie führen, der erkannte wie das Drehbuch seinen Ideen für den Film ähnelte.[16][15] Nolan arbeitete erstmals mit einem hohen Filmbudget und mit Schauspielern wie Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank zusammen. Insomnia – Schlaflos erschien 2002 in den Kinos und der Brite konnte sich mit dem Krimi zunehmend in Hollywood etablieren.

Christopher Nolan (2005)

Das ebnete ihm den Weg für das erste Großprojekt mit dem Titel Batman Begins, welches 2005 in die Kinos kam. Mit Christian Bale in der Hauptrolle erzählte Christopher Nolan die Geschichte von Batman neu, welche zuletzt 1997 unter der Regie von Joel Schumacher im Kino zu sehen war. Für das Drehbuch von Batman Begins arbeitete Nolan erstmals mit David S. Goyer zusammen. Bereits ein Jahr später folgte 2006 das im 19. Jahrhundert angesiedelte Magierdrama Prestige – Die Meister der Magie, für dessen Drehbuch Christopher Nolan gemeinsam mit seinem Bruder Jonathan fünf Jahre investiert hatte.[17] Als Regisseur inszenierte Nolan den Film in seiner Erzählstruktur selbst als einen Zaubertrick.[18]

Im Jahr 2008 brachte Nolan die Batman-Fortsetzung The Dark Knight in die Kinos. Die Kritiken zu diesem Thriller waren durchweg sehr gut, vor allem wurde die Leistung des verstorbenen Joker-Darstellers Heath Ledger gewürdigt, dessen Besetzung Nolan während des Castings unbedingt gefordert hatte.[19] Mit einem Einspielergebnis von über einer Milliarde US-Dollar war The Dark Knight nach seinem Erscheinen der vierterfolgreichste Film der Welt.[20]

Nach dem tragischen Tod von Heath Ledger wollte Nolan zunächst keinen weiteren Batman-Film drehen. Der Brite betonte, dass der Joker nicht für eine Fortsetzung eingeplant war und es generell keine Pläne für einen dritten Film im Vorfeld gab. Nolan fehlte nach The Dark Knight eine stimmige Idee für einen Trilogieabschluss.[21] Daher widmete er sich dem Traumdiebstahl-Thriller Inception, welchen er 2010 in die Kinos brachte. Die Idee zu diesem Film hatte Nolan bereits zehn Jahre früher.[22] Inception brachte ihm Oscarnominierungen für den besten Film und das beste Drehbuch ein. Zudem wurde er für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch für den Golden Globe nominiert. Des Weiteren wurde sein Drehbuch mit dem Writers Guild of America Award ausgezeichnet.

Christopher Nolan konnte gemeinsam mit seinem Bruder und mit David S. Goyer letztlich ein, aus seiner Sicht, passendes Drehbuch für einen abschließenden Batman-Film entwickeln. So erschien 2012 der letzte Teil seiner Batman-Trilogie mit dem Titel The Dark Knight Rises. Mit einem Einspielergebnis von 1,084 Mrd. US-Dollar stellt dieser Film Nolans bis dahin finanziell erfolgreichsten Film dar.[23] Nominierungen für renommierte Preise blieben jedoch aus. Nach Abschluss der Trilogie wollte Nolan vorerst keine weiteren Superheldenverfilmungen umsetzen.[24] Trotzdem unterstützte er Zack Snyders Superman-Neuverfilmung Man of Steel als Produzent und Storyschreiber. Der Film lief im Juni 2013 in den Kinos an.

Sein nächstes Projekt wurde Interstellar, ein Science-Fiction-Film nach dem Drehbuch seines Bruders Jonathan. Dieser begann 2007 mit dem Schreiben, als Regisseur war ursprünglich Steven Spielberg vorgesehen.[25] Christopher Nolan übernahm Anfang 2013 die Regie und erweiterte zudem das Drehbuch mit eigenen Ideen. Er veröffentlichte das dreistündige Weltraumepos im November 2014. Für Interstellar ließ sich Nolan wissenschaftlich vom theoretischen Physiker Kip Thorne beraten, der 2017 für seine Beobachtungen der Gravitationswellen mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet wurde.[26] Ein Jahr später inszenierte Nolan einen Dokumentar-Kurzfilm über die Quay-Brüder, zwei Stop-Motion-Künstler welche vor allem in den 1980er Bekanntheit erlangten. Zudem agierte er bei Batman v Superman: Dawn of Justice als ausführender Produzent. Diese Aufgabe übernahm er bereits 2014 bei Transcendence, dem Regiedebüt seines langjährigen Kameramanns Wally Pfister.

2017 erschien Nolans inzwischen zehnter Spielfilm in den Kinos. Das im Zweiten Weltkrieg angesiedelte Drama trägt den Titel Dunkirk und erzählt die Geschichte der Schlacht von Dünkirchen. Bereits 1992, als Nolan an der Küste von Dünkirchen entlang segelte, entwickelte er die Idee, über die britische Evakuierungsaktion einen Film zu drehen. Damals sah er sich jedoch noch nicht in der Möglichkeit dieses Vorhaben zu realisieren.[27] Mit einer Laufzeit von 107 Minuten ist Dunkirk der kürzeste Spielfilm des Briten seit Following, der 70 Minuten lang ist.

Nicht realisierte Filmprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinen Arbeiten an Insomnia – Schlaflos plante Christopher Nolan eine Filmbiografie über Howard Hughes zu inszenieren. Er schrieb lange Zeit an einem Drehbuch, über das er selbst sagt, dass es das beste Skript ist, was er je geschrieben habe. Zudem war Jim Carrey bereits als Hauptdarsteller vorgesehen. Als jedoch Martin Scorseses Aviator in Produktion ging, entschloss er sich das Vorhaben ruhen zu lassen.[28][29] Warner Bros. hatte Nolan angeboten die Regie für Troja zu übernehmen, er lehnte jedoch ab und Wolfgang Petersen erhielt diese Aufgabe. Christopher Nolan widmete sich stattdessen der Neuverfilmung Batman Begins.[30]

Seit längerer Zeit wird Christopher Nolan immer wieder als künftiger Regisseur eines James-Bond-Films ins Spiel gebracht. Er bestätigte 2017, dass er sich mit der Produzentin Barbara Broccoli über die Jahre mehrfach unterhalten habe und diese Aufgabe als spannend ansehe. Jedoch sehe Nolan zum jetzigen Zeitpunkt keinen Bedarf und würde wenn dann für seinen James Bond eine Neuausrichtung anstreben.[31]

Arbeitsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autorenfilmer und Techniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christopher Nolan sieht seine Aufgaben als Filmemacher nicht als seinen Beruf, sondern als Teil seines Lebens an.[32] Abgesehen von Insomnia – Schlaflos schrieb Nolan zu all seinen Regiearbeiten das Drehbuch, häufig in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Jonathan. Darüber hinaus war er, außer an Memento, Insomnia – Schlaflos und Batman Begins in jedem Film als Produzent beteiligt. Zudem arbeitet er bei der Gestaltung des Szenenbilds aktiv mit.[32] Die volle Kontrolle über seine Filme macht Christopher Nolan zu einem der wenigen Autorenfilmer in Hollywood.[3] Nolan verzichtet auf die in der Filmbranche häufig eingesetzten Nachdrehs. Stattdessen schreibt er bereits in seinen Drehbüchern mehrere Möglichkeiten der Erzählung auf und löst mögliche Probleme der Aufnahmen am Schneidetisch mit seinem Editor. Dabei vermeidet Nolan überflüssige oder redundante Einstellungen.[33]

Bei der Realisierung seiner Filme arbeitet Nolan mit Warner Bros. zusammen. Seit The Dark Knight hat er das vertraglich festgeschriebene Recht, den finalen Schnitt seiner Filme zu bestimmen.[34] Er selbst sagt, dass er durch die erfolgreiche Arbeit am Batman-Franchise die Möglichkeit erlangt hat, für seine eigenen Ideen wie Inception, Interstellar und Dunkirk hohe Produktionsbudgets zur Verfügung zu bekommen.[2]

Der gebürtige Brite ist ein Verfechter der analogen Kamera und setzt nicht auf die digitale Aufnahmetechnik.[35] Ferner verzichtet er bei seinen Filmen auf den Einsatz von 3D-Kameras oder 3D-Konvertierungen. Laut eigenen Aussagen kenne Nolan niemanden, der das 3D-Format wirklich mag und er habe kein Interesse daran, 3D zu verwenden, nur damit Leute an den Kinokassen mehr Geld bezahlen müssten. Er möchte keinen Film in 3D drehen, wenn es nicht die Story unterstützt.[36] Zudem kritisierte Nolan die geringe Auflösung von 3D-Kameras.[32] Stattdessen bevorzugt er den gezielten Einsatz von IMAX-Kameras. In der IMAX-Technologie sieht Nolan künstlerische als auch ideologische Vorteile.[37]

Christopher Nolan verzichtet, wenn möglich, auf computergenerierte visuelle Effekte. Er bevorzugt die Arbeit mit echten Sets und Kulissen. So ließ Nolan beispielsweise für Inception einen 30 Meter langen Korridor nachbauen, welcher mit zwei Motoren rotiert werden konnte. Dadurch war es dem Filmemacher möglich, Veränderungen der Schwerkraft im Film darzustellen.[38] Gleichzeitig war diese Aufnahme für Inception auch eine Hommage an Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum, welcher für eine Raumstation eine ähnliche Technik angewendet hatte.[33] Ein weiteres Beispiel für die Bevorzugung von echten Sets lässt sich in der Produktion von The Dark Knight finden. Um die Explosion eines Krankenhauses im Film darzustellen, ließ man eine stillgelegte Süßigkeitenfabrik detonieren.[39] Computergenerierte Effekte setzt Nolan als ergänzendes Mittel zu physischen Elementen ein, um beispielsweise nachträglich Drähte oder Kameras aus Filmeinstellungen zu entfernen.[40]

Für Nolan ist der Kinosaal der perfekte Ort, um Filme zu präsentieren. Laut ihm herrscht dort eine einzigartige Mischung aus Konzentration und Empathie. Diese Einstellung besitzt er, seit er als Kind 1977 im Kino Krieg der Sterne und kurze Zeit später eine Wiederaufführung von 2001: Odyssee im Weltraum sah. Aufgrund dieser Ansichten und Erlebnisse ist Nolan Video-on-Demand oder Streaming-Diensten wie etwa Netflix kritisch gegenüber gestimmt.[2]

Einflüsse und erzählerischer Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmemacher wie George Lucas und Stanley Kubrick wirkten bereits in Christopher Nolans Kindheit auf ihn ein. Gerade die Parallelen zu Stanley Kubrick werden noch heute oft gezogen. Beide sind Briten, haben englische Literatur studiert, leben eher abgeschieden von der Öffentlichkeit und beide haben eine Vorliebe für komplexe Erzählweisen.[41] Christopher Nolan selbst machen diese Vergleiche verlegen und er erwidert, dass es nur einen Stanley Kubrick gäbe.[42]

Weiterhin große Einflüsse sind auf Ridley Scotts Blade Runner zurückzuführen.[7] Dieses Werk diente beispielsweise als Stilorientierung für die Neuinterpretation Batman Begins.[43] Ferner wird ein großer Einfluss von Terrence Malick insbesondere durch Der schmale Grat auf Nolans Filme seit Memento nachgesagt.[44]

In Christopher Nolans Filmen kämpfen die Hauptfiguren zumeist gegen den Wahnsinn und die Zerrissenheit, die sich in ihrem Inneren abspielt.[45] Besonders sichtbar wird das am Beispiel von The Dark Knight welcher vom Chaos eines Einzelnen geprägt ist. So bereitete sich Heath Ledger etwa durch Stanley Kubricks Uhrwerk Orange auf die Rolle des Jokers vor und ließ sich von Malcolm McDowells Schauspiel inspirieren.[46] Darüber hinaus diente bei The Dark Knight der Thriller Heat von Michael Mann als stilistische Orientierung für Nolan.[47]

Die Filme von Christopher Nolan werden als intellektuell und dabei unterhaltsam wahrgenommen. Geprägt werden sie oft von plot twists, unerwartete Wendungen in der Erzählung, sowie einer verschachtelten Handlung, die nicht linear erzählt wird.[3] Memento beispielsweise läuft in der Szenenfolge überwiegend rückwärts ab. Nolan wollte damit das Gefühl des Protagonisten verdeutlichen, der die Fähigkeit verloren hat, neue Erinnerungen zu bilden. Verschachtelung können sich wie bei Inception auch auf unterschiedliche Traumebenen oder im Falle von Interstellar auf verschiedene Dimensionen abspielen. Das Nutzen mehrerer Dimensionen setzte der Brite bereits bei seinem Kurzfilm Doodlebug ein.[48] Christopher Nolan beschreibt es als sein Ziel, das Publikum intellektuell zu stimulieren und die Geschichten wie ein Spieler aufzuziehen, welcher noch eine Karte in der Hinterhand hat.[34]

Wiederkehrende Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christopher Nolan arbeitet bevorzugt mit einem wiederkehrenden Stab. Seine Frau Emma Thomas hat bis auf Memento und Insomnia – Schlaflos alle Filme Nolans mitproduziert. Wally Pfister war Kameramann für alle Filme von Memento bis Inception, wurde jedoch seit Interstellar durch Hoyte van Hoytema ersetzt, da Pfister fortan als Regisseur tätig war. Als Drehbuchautor arbeitet Christopher Nolan häufig mit seinem Bruder Jonathan zusammen. Ferner arbeitete er mit David S. Goyer an der Geschichte zur Dark-Knight-Trilogie.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die wiederholte Zusammenarbeit von Darstellern und Crew-Mitgliedern.

Following
(1998)
Memento
(2000)
Insomnia
(2002)
The-Dark-Knight-
Trilogie

(2005–2012)
Prestige
(2006)
Inception
(2010)
Interstellar
(2014)
Dunkirk
(2017)
Michael Caine Alfred Pennyworth John Cutter Prof. Stephen Miles Prof. Brand Funkera
Cillian Murphy Scarecrow Robert M. Fischer Zitternder Soldat
Christian Bale Batman Alfred Borden
John Nolan Der Polizist Douglas Fredericks Blinder Mann
Tom Hardy Bane Eames Farrier
Larry Holden Jimmy Grantz Farrell Carl Finch
Jeremy Theobald Bill Techniker
Joseph Gordon-Levitt John Blake Arthur
Ken Watanabe Ra’s al Ghul Mr. Saito
Mark Boone Junior Burt Arnold John Flass
Marion Cotillard Talia al Ghul Mal Cobb
Anne Hathaway Selina Kyle Amelia Brand
Thomas Lennon Arzt Arzt
David Gyasi Gefangener Romilly
Nicky Katt Fred Duggar SWAT-Team Mitglied
Kamera Christopher Nolan Wally Pfister Hoyte van Hoytema
Musik David Julyan Hans Zimmer
James Newton Howard
David Julyan Hans Zimmer
Schnitt Gareth Heal
Christopher Nolan
Dody Dorn Lee Smith
a Cameo-Auftritt

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Tarantella
  • 1995: Larceny
  • 1997: Doodlebug
  • 2015: Quay (Dokumentar-Kurzfilm)

Spielfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie

Produktion

Drehbuch

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für sein Schaffen als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent erhielt Christopher Nolan unterschiedliche Nominierungen und Auszeichnungen. Für die renommierten Filmpreise, den Oscar, Golden Globe sowie den British Academy Film Award, war er mehrfach nominiert, konnte sie jedoch nicht gewinnen. Mehrfache Auszeichnungen gab es hingegen für den Saturn Award, den er alleine vier Mal für das beste Drehbuch erhielt und damit Rekordpreisträger ist. Insgesamt sind über 100 Auszeichnungen und 150 Nominierungen auf Nolan zurückzuführen.[49] Die folgende Auflistung stellt eine Auswahl dar.

Oscarverleihung

  • 2002: Nominierung in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch für Memento (gemeinsam mit Jonathan Nolan)
  • 2011: Nominierung in der Kategorie Bester Film für Inception (gemeinsam mit Emma Thomas)
  • 2011: Nominierung in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch für Inception

Golden Globe Award

British Academy Film Award

Directors Guild of America Award

  • 2002: Nominierung in der Kategorie Beste Spielfilmregie für Memento
  • 2009: Nominierung in der Kategorie Beste Spielfilmregie für The Dark Knight
  • 2011: Nominierung in der Kategorie Beste Spielfilmregie für Inception

Writers Guild of America Award

  • 2009: Nominierung in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch für The Dark Knight (gemeinsam mit Jonathan Nolan und David S. Goyer)
  • 2011: Auszeichnung in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch für Inception

Producers Guild of America Awards

  • 2009: Nominierung in der Kategorie Bester Kinofilm für The Dark Knight (gemeinsam mit Charles Roven und Emma Thomas)
  • 2011: Nominierung in der Kategorie Bester Kinofilm für Inception (gemeinsam mit Emma Thomas)
Filme in den Top 250 der IMDb[50]
Platz Film
4 The Dark Knight
14 Inception
32 Interstellar
47 Prestige – Die Meister der Magie
49 Memento
64 The Dark Knight Rises
100 Dunkirk
117 Batman Begins

Saturn Award

  • 2006: Nominierung in der Kategorie Beste Regie für Batman Begins
  • 2006: Auszeichnung in der Kategorie Bestes Drehbuch für Batman Begins (gemeinsam mit David S. Goyer)
  • 2009: Nominierung in der Kategorie Beste Regie für The Dark Knight
  • 2009: Auszeichnung in der Kategorie Bestes Drehbuch für The Dark Knight (gemeinsam mit Jonathan Nolan)
  • 2011: Auszeichnung in der Kategorie Beste Regie für Inception
  • 2011: Auszeichnung in der Kategorie Bestes Drehbuch für Inception
  • 2013: Nominierung in der Kategorie Beste Regie für The Dark Knight Rises
  • 2015: Nominierung in der Kategorie Beste Regie für Interstellar
  • 2015: Auszeichnung in der Kategorie Bestes Drehbuch für Interstellar (gemeinsam mit Jonathan Nolan)

Nebula Award

  • 2011: Auszeichnung in der Kategorie bestes Drehbuch für Inception

Bis auf Following und Insomnia sind alle Spielfilme, bei denen Nolan Regie führte, in den Top 250 der Internet Movie Database gelistet. Damit beinhaltet die Liste acht Filme von ihm, sieben davon in den Top 100. Der laut Top 250 beste Film der Jahre 2008, 2010 und 2014 ist jeweils von Nolan.

Bei Rotten Tomatoes erzielten die meisten seiner Regiearbeiten eine certified-Fresh-Bewertung, was mehr als 75 % positiven Bewertungen entspricht.[51] Lediglich Following erhielt dieses Prädikat, trotz 78 % positiver Kritiken, aufgrund zu weniger Bewertungen nicht.

Im Jahr 2015 befragte BBC Filmkritiker der ganzen Welt und veröffentlichte unter dem Titel The 100 greatest American films eine Liste der 100 beliebtesten amerikanischen Filme. Unter ihnen waren lediglich sechs Filme aus dem 21. Jahrhundert. Auf Platz 96 befand sich The Dark Knight.[52]

Ein Jahr später fragte die BBC erneut Filmkritiker weltweit nach den besten Filmen des 21. Jahrhunderts. In den BBC Culture’s 100 Greatest Films of the 21st Century fanden sich auf Platz 51 Inception, auf Platz 33 The Dark Knight und auf Platz 25 Memento wieder.[53]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jacqueline Furby, Stuart Joy (Hrsg.): The Cinema of Christopher Nolan: Imagining the Impossible (Directors’ Cuts). Wallflower Press, New York 2015, ISBN 0-231-17397-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christopher Nolan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b FreeBMD Entry Info. Abgerufen am 23. August 2017.
  2. a b c Tobias Kniebe: Christopher Nolan im Interview über die Macht des Kinos. In: Süddeutsche Zeitung. 13. Juli 2017; abgerufen am 23. August 2017.
  3. a b c d Universität Gießen: Einer der letzten Autorenfilmer Hollywoods. Abgerufen am 3. Mai 2016.
  4. Daarel Burnette II: Nolan sentenced for escape attempt. In: Chicago Tribune. 7. Juli 2010; abgerufen am 5. Oktober 2017.
  5. Will Lawrence: Christopher Nolan – Interview for Inception. In: The Telegraph. 19. Juli 2010; abgerufen am 23. August 2017.
  6. Karl Quinn: Can’t get him out of our heads. In: The Age. 8. September 2002; abgerufen am 23. August 2017.
  7. a b Stuart Joy: The Cinema of Christopher Nolan. imagining the impossible. Hrsg.: Jacqueline Furby, Stuart Joy. Wallflower Press, New York 2015, ISBN 0-231-17397-0, S. 2.
  8. a b John Naughton: Christopher Nolan: The Enigma behind Interstellar. In: The Telegraph. 8. November 2014; abgerufen am 27. April 2016.
  9. Anthony Breznican: With ‘Inception,’ Chris Nolan’s head games continue. In: USA Today. 15. Juli 2010; abgerufen am 10. September 2017.
  10. Matthew Tempest: I was there at the Inception of Christopher Nolan’s film career. In: The Guardian. 24. Februar 2011; abgerufen am 14. September 2017.
  11. Stephen Galloway: ShoWest Director of the Year: Christopher Nolan. In: The Hollywood Reporter. 12. März 2008; abgerufen am 14. September 2017.
  12. Roger Clarke: The Observer profile: From Action Man to Batman. In: The Guardian. 13. Juli 2008; abgerufen am 14. September 2017.
  13. Larceny (1996). In: IMDb. Abgerufen am 5. November 2017.
  14. Cinema16: British Short Films (2003). In: IMDb. Abgerufen am 5. November 2017.
  15. a b Christopher Nolan Interview. In: Contactmusic.com. 7. Januar 2009; abgerufen am 13. August 2017.
  16. Peter Sciretta: 15 Things We Learned About Christopher Nolan. In: /Film. 31. Oktober 2014; abgerufen am 13. August 2017.
  17. Stuart McGurk: Christopher Nolan. In: The London Paper. Juli 2009, archiviert vom Original; abgerufen am 15. Juli 2017.
  18. Andreas Resch: The Prestige – Verrückt nach Magie. In: Spiegel Online. 5. Januar 2007; abgerufen am 25. Juli 2017.
  19. Christian Aust: Jede neue Generation will zerstören. In: Spiegel Online. 19. August 2008; abgerufen am 3. Mai 2016.
  20. All Time Box Office. In: Box Office Mojo. Abgerufen am 13. Oktober 2017.
  21. Mark Hughes: Did Christopher Nolan Originally Intend for the Joker to Appear in The Dark Knight Rises ? In: Huffington Post. 19. Juli 2012; abgerufen am 14. Oktober 2017.
  22. Thomas Badtke: Die Kraft des Kopfkinos. In: n-tv. 28. Dezember 2010; abgerufen am 6. Mai 2016.
  23. Christopher Nolan. In: Box Office Mojo. Abgerufen am 27. April 2016.
  24. CS: Chris Nolan say no to Justice League. In: Comingsoon.net. 9. Juli 2012; abgerufen am 27. April 2016.
  25. Jay Fernandez: Spielberg, Nolan plan sci-fi project. In: Los Angeles Times. 24. März 2007; abgerufen am 14. August 2017.
  26. Ben Guarino: Three Americans win Nobel Prize in physics for gravitational wave discovery. In: The Washington Post. 3. Oktober 2017; abgerufen am 5. Oktober 2017.
  27. Cara Buckley: Christopher Nolan’s Latest Time-Bending Feat? ‘Dunkirk’. In: The New York Times. 12. Juli 2017; abgerufen am 30. Juli 2017.
  28. Marlow Stern: Christopher Nolan Uncut: On ‘Interstellar,’ Ben Affleck’s Batman, and the Future of Mankind. In: Daily Beast. 11. Oktober 2014; abgerufen am 15. August 2017.
  29. Geoff Andrew: Christopher Nolan: Guardian interviews at the BFI. In: The Guardian. 27. August 2002; abgerufen am 15. August 2017.
  30. Kevin Jagernauth: Trivia: When Christopher Nolan First Came To Warner Bros., He Was Offered ‘Troy’ To Direct. In: IndieWire. 21. Juni 2013; abgerufen am 15. August 2017.
  31. Ethan Anderton: Christopher Nolan Reveals What It Would Take for Him to Direct James Bond. In: /Film. 9. Juli 2017; abgerufen am 15. August 2017.
  32. a b c Lars-Olav Beier: Inception Regisseur Nolan: Regieführen ist die Kunst der Mittelmäßigen. In: Spiegel Online. 29. Juli 2010; abgerufen am 30. April 2016.
  33. a b Jeffrey Ressner: The Traditionalist. In: Directors Guild of America. 2012; abgerufen am 23. August 2017.
  34. a b Roland Huschke: Ein Interview mit Christopher Nolan. In: tip Berlin. 28. Juli 2010; abgerufen am 3. Mai 2016.
  35. Mark Brown: Cinemas must ‘drastically improve’ or lose audiences, says Christopher Nolan. In: The Guardian. 9. Oktober 2015; abgerufen am 13. September 2017.
  36. David Germain: No „Dark Knight“ 3D. In: Salon. 17. Juli 2012; abgerufen am 13. September 2017.
  37. Allison Whitney: The Cinema of Christopher Nolan. imagining the impossible. Hrsg.: Jacqueline Furby, Stuart Joy. Wallflower Press, New York 2015, ISBN 0-231-17397-0, S. 33.
  38. Jacob Stolworthy: Christopher Nolan using real WWII battleships for Dunkirk because he refuses to use CGI. In: Independent. 22. Februar 2016; abgerufen am 27. Mai 2016.
  39. A. J. LaTrace: Witness the Demolition of the Old Brach’s Candy Factory. In: Curbed. 9. Juli 2014; abgerufen am 10. August 2017.
  40. Mike Lee: Christopher Nolan Talks IMAX, 3D, and CGI in Movies. In: Screenrant. 16. April 2012; abgerufen am 15. Oktober 2017.
  41. Stuart Joy: The Cinema of Christopher Nolan. imagining the impossible. Hrsg.: Jacqueline Furby, Stuart Joy. Wallflower Press, New York 2015, ISBN 0-231-17397-0, S. 2–3.
  42. Jeff Jensen: To ‘Room 237’ and Beyond: Exploring Stanley Kubrick’s ‘Shining’ influence. In: Entertainment Weekly. 6. April 2013; abgerufen am 3. Mai 2016.
  43. Mark Hughes: Exclusive: Christopher Nolan Talks ‘Batman Begins’ 10th Anniversary. In: Forbes. 30. Juli 2015; abgerufen am 3. Oktober 2017.
  44. Jonathan Olson: The Cinema of Christopher Nolan. imagining the impossible. Hrsg.: Jacqueline Furby, Stuart Joy. Wallflower Press, New York 2015, ISBN 0-231-17397-0, S. 52.
  45. Roland Huschke: Was ein Genie so redet. In: Süddeutsche Zeitung. 13. August 2010; abgerufen am 28. April 2016.
  46. Jason Chester und Chelsea White: ‘Bye, bye’: The chilling words Heath Ledger scrawled at the end of a journal he kept while preparing for his role as the Joker are revealed as German doco resurfaces. In: Daily Mail. 15. August 2015; abgerufen am 3. Oktober 2017.
  47. Aaron Couch: All the Ways ‘The Dark Knight’ Borrowed from ‘Heat’ Revealed. In: The Hollywood Reporter. 6. Februar 2017; abgerufen am 3. Oktober 2017.
  48. Will Brooker: The Cinema of Christopher Nolan. imagining the impossible. Hrsg.: Jacqueline Furby, Stuart Joy. Wallflower Press, New York 2015, ISBN 0-231-17397-0, S. XI.
  49. Christopher Nolan – Awards. In: IMDb. Abgerufen am 25. April 2016.
  50. Die Top 250 der IMDb (Stand: 3. Dezember 2017)
  51. Christopher Nolan. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  52. The 100 greatest American films. In: BBC. 20. Juli 2015; abgerufen am 7. November 2017.
  53. The 21st Century’s 100 greatest films. In: BBC. 23. August 2016; abgerufen am 7. November 2017.
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