Christopher Plummer

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Christopher Plummer, 1959
Fotografie von Carl van Vechten, aus der Van Vechten Collection der Library of Congress
Christopher Plummer, 2007

Christopher Plummer, CC (* 13. Dezember 1929 als Arthur Christopher Orme Plummer in Toronto, Ontario) ist ein kanadischer Schauspieler und Oscar-Preisträger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plummer wurde als Sohn von Isabella Mary und John Plummer, damals Sekretär an der McGill University, in Toronto geboren. Einige Internetquellen geben als Geburtsort jedoch Montreal an.

Für die New York Times ist er der beste klassische Schauspieler Nordamerikas. Seine Karriere begann er auf kanadischen Bühnen sowie bei Radio und Fernsehen. Einen Namen machte sich der vielseitige Darsteller vor allem in Shakespeare-Rollen, für die er sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa mehrfach prämiert wurde. Zu den überaus zahlreichen Auszeichnungen, die er im Laufe seiner langen Karriere verliehen bekam, gehören unter anderem der Evening Standard Award (für Becket), der Tony Award (für Cyrano), der Emmy Award (für The Moneychanger), der Drama Desk Award, der Theatre World Award, der Drama League Award, der Outer Critics Circle Award, der Genie Award (für Murder By Decree), das Goldene Ehrenzeichen Österreichs, der Maple Leaf Award for Arts and Letters sowie der Ehrendoktortitel der Schönen Künste der New Yorker Juilliard School. 1986 wurde Christopher Plummer in die American Theatre Hall of Fame gewählt.

Sidney Lumet ermöglichte Plummer 1958 in Eines Tages öffnet sich die Tür sein Leinwanddebüt. Zu den wichtigsten seiner weit über 80 Kinoparts zählen die des Baron von Trapp in Meine Lieder – meine Träume (1965), des skrupellosen Bankräubers in The Silent Partner, die des Wellington in Sergej Bondartschuks Geschichtsfilm Waterloo (1970), des Sir Charles Litton in Der rosarote Panther kehrt zurück (1975) und in John Hustons Der Mann, der König sein wollte (1976), nach einem Roman von Rudyard Kipling.

Im Jahr 1971 spielte Plummer neben weiteren damals auf Ibiza lebenden Künstlern und Prominenten wie Erwin Bechtold, Robert Graves, Princesa de Borbón y Parma, Camilo José Cela, Leslie Grimes, Leonard Slater und Charles Orloff in dem Film Impromptu Balear von Regisseur Francisco Rovira Beleta.

Der Fangemeinde von Star Trek wurde er durch die Darstellung des bösen Klingonengenerals Chang in Star Trek VI: Das unentdeckte Land bekannt.

Beachtet wurden auch seine Leistungen in der Stephen-King-Verfilmung Dolores (1994), in der er als Cop „Mackey“ Kathy Bates das Handwerk legen will, und sein Dr. Leland Goines in Terry Gilliams Twelve Monkeys (1995). 1999 war Plummer in Michael Manns Thriller Insider und ein Jahr später als Doktor van Helsing in Wes Craven präsentiert Dracula zu sehen.

Plummer war dem Fernsehen schon lange Jahre verbunden und auf dem Bildschirm weit über hundert Mal zu sehen, so etwa in der inzwischen legendären BBC-Produktion Hamlet at Elsinore, in Man and Superman, After the Fall, Die Dornenvögel, Jesus of Nazareth, Counterstrike oder in Nuremberg auf TNT. Erfolgreiche Bühnenauftritte absolvierte der Workaholic Plummer etwa in Cymbeline, Nina, The Starcross Story, Henry V, Medea, Julius Caesar, The Lark, Arturo Ui, J.B., The Royal Hunt of the Sun, The Good Doctor, Danton's Death, Amphytrion, Othello, Macbeth und in No Man’s Land.[1]

Für die Rolle des homosexuellen Hal in dem Film Beginners bekam er 2012 den Oscar als bester Nebendarsteller; er ist mit 82 Jahren der älteste Gewinner in dieser Kategorie. Zudem gewann er einen Golden Globe. 2015 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plummer ist ein Urenkel des kanadischen Premierministers John Abbott. Er war von 1956 bis 1960 mit der Schauspielerin Tammy Grimes verheiratet. Ihre Tochter, die Schauspielerin Amanda Plummer, kam am 23. März 1957 in New York zur Welt. Von 1962 bis 1964 war er mit der Journalistin Patricia Lewis verheiratet, die Ehe wurde ebenfalls geschieden. Seine dritte Ehe ging er 1970 mit der ehemaligen Schauspielerin und Tänzerin Elaine Taylor ein. Das Paar lebt im US-Bundesstaat Connecticut in einem über 100 Jahre alten Farmhaus.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1955: Theatre World Award für The Dark Is Light Enough
  • 1959: Tony-Nominierung für J.B. (Bester Darsteller in einem Theaterstück)
  • 1973: Drama Desk Award für Cyrano
  • 1974: Tony Award für Cyrano (Bester Darsteller in einem Musical)
  • 1982: Drama Desk Award für Othello
  • 1982: Tony-Nominierung für Othello (Bester Darsteller in einem Theaterstück)
  • 1994: Tony-Nominierung für No Man’s Land (Bester Darsteller in einem Theaterstück)
  • 1997: Drama Desk Award für Barrymore
  • 1997: Tony Award für Barrymore (Bester Darsteller in einem Theaterstück)
  • 2004: Tony-Nominierung für King Lear (Bester Darsteller in einem Theaterstück)
  • 2007: Tony-Nominierung für Inherit the Wind (Bester Darsteller in einem Theaterstück)

Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christopher Plummer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prisma.de