Christuskirche (Lörrach)

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Christuskirche

Die Christuskirche in Lörrach, eine Basilika aus Stahlbeton, steht nördlich des Stadtzentrums am Nansenpark und wurde in den Jahren 1955/56 erbaut. Neben dem Gottesdienst finden in der Christuskirche auch regelmäßig klassische Konzerte der Kantorei Lörrach statt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde in Lörrach hatte bereits mit dem Erwerb eines Grundstückes 1897 und einem provisorischen Bauplan 1901, die Bestrebung die Gesamtpfarrei der Stadt in einen Nord- und Südteil aufzuteilen.[2] Die Umsetzung des Vorhabens konnte erst mit dem Bau der Christuskirche Mitte der 1950er Jahre verwirklicht werden. Nach der Grundsteinlegung am 18. September 1955 wurde sie am 30. Dezember 1956, in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss, durch den späteren Landesbischof Hans Heidland eingeweiht.[3]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außenbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christuskirche

Das Hauptportal der Christuskirche befindet sich an der Giebelfront. Eine auf sechs Säulen gestützte Pultdachkonstruktion lässt eine Vorhalle entstehen. Dieser Vorbau setzt sich in den Seitenschiffen links und rechts des Kernbaus fort. Die Fassade des überhöhten Mittelbaus mit Satteldach ist hell verputzt und vertikal gegliedert. Nach Osten in ist ein Chor eingezogen, der sich kaum nach außen wölbt. An der Nordseite des Chors steht ein freier Glockenturm mit flachem Satteldach. Sein Mauerwerk ist ebenfalls zwischen den in unterschiedlichen Abständen verlaufenden horizontalen Absätzen hell verputzt. Im unteren Dachgeschoss des Turmes befindet sich die Sakristei. Direkt unterhalb der Dachkanten befinden sich nach allen Seiten eckige Schallarkaden und darunter die Turmuhr.

Quer zur Christuskirche ist das Paul-Gerhardt-Haus angebaut. Es verfügt über zwei Säle, die im Bedarfsfall bei Gottesdiensten in das Geschehen mit einbezogen werden können.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langgezogene, rechteckige Fenster an den Seiten lassen den Innenraum der Kirche beleuchten. Das schlichte Innere ist langgezogen und auf den Chor hin ausgerichtet. Fensterflächen in Raumhöhe schaffen einen lichten Altarbereich. Hinter dem Altar steht ein großes Holzkreuz. Die an die Wand inselartig angebrachten Fresken stellen Gleichnisse vom Sämann, vom barmherzigen Samariter und von den klugen und törichten Jungfrauen dar. Vor dem leicht erhöhten Altarraum im Chor stehen ein Rednerpult und ein Taufstein.

Die vier Glocken der Kirche wurden 1956 vom Bochumer Verein gegossen. Die größte mit dem Nominal c′ ist die Ewigkeitsglocke, dann folgen e′-Glocke als Betglocke, die g′-Glocke als Missionsglocke und die a′-Glocke als Taufglocke.[4]

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Seite zum Hauptportal befindet sich eine Empore mit einer mächtigen, bis an die Decke reichenden Orgel. Sie wurde 1991 von der Orgelwerkstatt Johannes Rohlf aus Neubulach geschaffen und am 1. Dezember 1991 eingeweiht. Sie ersetzte damit die Orgel der Firma G. F. Steinmeyer & Co. aus Bayern, die am 15. Juni 1958 eingeweiht wurde. Diese Orgel verfügte über drei Manuale, ein Pedal und insgesamt 23 Register.[4]

Die neue Orgel hat folgende Disposition:[5]

I Hauptwerk C–g3
Bourdon 16′
Prinzipal 8′
Rohrflöte 8′
Octave 4′
Flöte 4′
Quinte 223
Sifflet 2′
Cornett IV 4′
Mixtur II 113′ + 1′
Cymbel II 23′ + 12
Trompete 8′
II Unterwerk
(schwellbar)
C–g3
Bourdon 8′
Salicional 8′
Principal 4′
Rohrflöte 4′
Nasard 223
Hohlflöte 2′
Terz 135
Cromorne 8′
Pedal C–f1
Subbass 16′
Octavbass 8′
Flötbass 4′
Fagott 16′

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landkreis Lörrach (Hrsg.): Der Landkreis Lörrach, Band II, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1994, ISBN 3-7995-1354-X, S. 101.
  • Johannes Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, Müllheim/Baden 1989, ISBN 3-921709-16-4, S. 168−169.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christuskirche (Lörrach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chöre der Kantorei Lörrach
  2. Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, S. 168
  3. Zur Geschichte der Christuskirche (Memento des Originals vom 2. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.christus-kirche.org
  4. a b Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, S. 169
  5. http://www.orgelbau-rohlf.de: Disposition der Rohlf-Orgel in der Christuskirche Lörrach (pdf; 63 kB)

Koordinaten: 47° 37′ 6,1″ N, 7° 39′ 44,8″ O