Christuskirche (Plettenberg)

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Christuskirche
Markanter Aufbau in einem (von zwei) Chortürmen
Christuskirche

Die evangelische Christuskirche ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in der Stadtmitte von Plettenberg.

Geschichte und Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vorgängerkirche war ein kleiner Saalbau aus ottonischer Zeit, die einen wiederum älteren Kirchenbau (ggf. aus karolingischer Zeit) ersetzte. Die jetzige Kirche wurde um 1230 erbaut und ursprünglich dem Heiligen Lambertus geweiht. Sie ist eine westfälische Hallenkirche des Grafschafter Typs. Die drei Schiffe sind mit einem westfälischen Haubendach überdacht. Der mächtige westliche Einturm (um 1200 erbaut) ist der Stirnseite des Langhauses vorgesetzt. Die beiden Chorflankentürme des ursprünglichen Dreikonchenchores stehen in den Winkeln zwischen den Armen des Querschiffes und des gotischen Chores. Nach einem Brand im Jahre 1725 wurden vier Ecktürmchen auf dem Westturm abgebaut.

In einem Tympanon über dem südlichen Portal werden die Geburt und die Kreuzigung Christi sowie drei Frauen am Grabe dargestellt. Erstmals in Westfalen tritt hier das Gabelkreuz auf.[1][2]

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel wurde im Jahre 1977 durch die Firma Emil Hammer erbaut. Das Schleifladeninstrument hat 22 Register auf zwei Manualen und Pedal. Das erste Manual ist ein Koppelmanual. Die Spiel- und Registertrakturen sind mechanisch. Das Schleifladeninstrument hat folgende Disposition:[3]

II Hauptwerk C–g3
1. Prinzipal 8′
2. Koppelflöte 8′
3. Oktave 4′
4. Gedacktflöte 4′
5. Nasat 223
6. Waldflöte 2′
7. Mixtur IV 113
8. Trompete 8′
9. Spanische Dulciana 8′
Tremulant
III Brustwerk (schwellbar) C–g3
10. Gedackt 8′
11. Rohrflöte 4′
12. Prinzipal 2′
13. Terz 135
14. Sifflöte 113
15. Oktave 1′
16. Cymbel III 23
17. Krummhorn 8′
Tremulant
Pedal C–f1
18. Subbaß 16′
19. Holzprinzipal 8′
20. Gemshorn 4′
21. Rauschbaß III 223
22. Fagott 16′

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geläut der Kirche besteht heute aus drei Gussstahlglocken des Bochumer Vereins, gegossen 1920. Es besteht aus der Gloriaglocke in c' (1.900 kg), der Tagesglocke in es' (1.100 kg) und der Friedensglocke in ges' (800 kg).[4]

Fenster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Chorfenster wurden 1923 neu gestaltet und stammen von Otto Linnemann. In den drei Fenstern sind im unteren Drittel zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Plettenberger Bürger deren Namen wiedergegeben. [5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reclams Kunstführer Deutschland III, Denkmäler, Rheinlande und Westfalen. 1975, ISBN 3-15-008401-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christuskirche (Plettenberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reclams Kunstführer Deutschland III, Denkmäler, Rheinlande und Westfalen. 1975, ISBN 3-15-008401-6, S. 612.
  2. Webpräsenz von Plettenberg (Memento vom 17. September 2012 im Webarchiv archive.is)
  3. Informationen zur Orgel
  4. Die Glocken der Christuskirche. Abgerufen am 11. Februar 2018.
  5. Bodo Krön: Die Christuskirche früher und heute. Hrsg.: Evangelische Kirchengemeinde Plettenberg. Oktober 2004, S. 9 (PDF; 4.980 KB). Abgerufen am 19. August 2018.

Koordinaten: 51° 12′ 49,9″ N, 7° 52′ 29,5″ O