Chronisches Erschöpfungssyndrom

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Klassifikation nach ICD-10
G93.3 Chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Benigne myalgische Enzephalomyelitis
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom bei Immundysfunktion
  • Postvirales Müdigkeitssyndrom

(ICD-10-GM)

ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Das chronische Erschöpfungssyndrom (englisch: chronic fatigue syndrome (CFS) oder USA: chronic fatigue immune dysfunction syndrome (CFIDS )), auch chronisches Müdigkeitssyndrom, myalgische Enzephalopathie (ME), benigne myalgische Enzephalomyelitis oder systemische Belastungsintoleranz-Erkrankung (englisch: systemic exertion intolerance disease (SEID)), ist gemäß Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine chronische neurologische Erkrankung.[1]

Für das chronische Erschöpfungssyndrom gibt es unterschiedliche Diagnosekriterien. Nach den Diagnosekriterien des Institute of Medicine (IOM) von 2015 zeigt das chronische Erschöpfungssyndroms folgende Symptome:

  1. Eine erhebliche Reduzierung oder Beeinträchtigung der Fähigkeiten sich in beruflichen, schulischen, sozialen und/oder persönlichen Bereichen auf dem Niveau zu betätigen wie vor der Erkrankung. Diese Reduzierung oder Beeinträchtigung hält länger als sechs Monate an und wird von einer oft schwerwiegenden Erschöpfung begleitet, die neu ist oder einen konkreten Beginn hatte (nicht lebenslang besteht). Die Erschöpfung ist nicht die Folge starker Anstrengungen und verbessert sich durch Ausruhen nicht wesentlich.
  2. Zustandsverschlechterung nach Belastung
  3. Nicht erholsamer Schlaf.

Zusätzlich liegt mindestens eines der beiden folgenden Symptome vor:

  1. Kognitive Beeinträchtigung
  2. Orthostatische Intoleranz.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das chronische Erschöpfungssyndrom wurde zuerst im Jahr 1956 in England publiziert. Die Krankheit wurde 1959 von Acheson beschrieben, nachdem es vierzehn dokumentierte Ausbrüche der Erkrankung in verschiedenen Ländern gegeben hatte.[3]

Das chronischen Erschöpfungssyndrom wurde 1988 im Auftrag der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA von einer Expertengruppe als eigenständige Krankheit definiert. Dabei stützte man sich auf die so genannten Holmes-Kriterien.[4]

1994 wurden die Fukuda-Kriterien entwickelt, auf denen die bisher meisten Studien zum chronischen Erschöpfungssyndrom basieren.[5] Obwohl die Fukuda-Kriterien zunächst nur für Forschungszwecke entwickelt wurden, bilden sie daneben bis heute oft die Grundlage für die Diagnose der Erkrankung.

2003 wurden in Kanada die ersten Diagnosekriterien des chronischen Erschöpfungssyndroms anhand klinischer Symptome entwickelt.[6] Das Kanadische Konsensdokument hat sich sehr weit verbreitet und wird in der Diagnostik bis heute häufig angewendet.

Im Juli 2011 wurden die „Myalgische Enzephalomyelitis: Internationale Konsenskriterien“ (ICC) erstellt. In diesem Dokument wird ausschließlich der Name Myalgische Enzephalomyelitis verwendet. Als Hauptsymptom wird die Erschöpfung nach körperlicher oder geistiger Anstrengung direkt an erster Stelle genannt. Sie wird als PENE (Post-Exertional Neuroimmune Exhaustion -neuroimmunologische Entkräftung nach Belastung) bezeichnet. Die Autoren, die von keiner Organisation gesponsert wurden, haben über ein Delphi-Verfahren eine 100%ige Übereinstimmung erreicht. Es gilt als eines der Dokumente, mit dem man schnell einfach und gut die Diagnose ME stellen kann und ist somit für Hausärzte geeignet.[7]

2012 wurden der IACFS/ME Primer von der International Association for CFS/ME veröffentlicht.[8] Das Dokument ist viel umfangreicher als die ICC. An der Entstehung nahmen Forscher unterschiedlichster Abteilungen und Forschungsrichtungen teil. Somit wird es als sehr gut eingestuft.

Daneben gibt es in der Literatur noch weitere Definitionen zu chronischen Erschöpfungszuständen, die auch CFS mit beinhalten. Die Oxford-Kriterien (Sharpe et al., 1991) sind allerdings so weit gefasst, dass es damit nicht möglich ist, eine homogene Gruppe von Patienten zu erfassen. In diesen Kriterien werden psychische Erkrankungen, wie Depressionen, Angststörungen und Hyperventilationssyndrom mit eingeschlossen. Somit leiden viel mehr Menschen unter dieser Krankheitsdefinition und es ist keine Abgrenzung zu anderen Erkrankungen möglich. Sie werden daher in der Forschung bezüglich der klassischen Definition des ME/CFS praktisch nicht verwendet. Die National Institutes of Health haben diese Kriterien im Jahr 2014 explizit verworfen.[9]

Epidemiologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Prävalenz des ME/CFS in der Gesamtbevölkerung liegt in britischen und US-amerikanischen Untersuchungen um 0,3 %. Kinder und Heranwachsende sind viel seltener betroffen als Erwachsene.[10][11][12]

Das Bundesministerium für Gesundheit geht in Deutschland von ca. 300.000 Betroffenen aus.[13] In der Schweiz leiden ca. 30.000 Menschen unter ME/CFS.[14] Die Zahl der in der Europäischen Union an ME/CFS Erkrankten wird mit 1,6 Millionen angegeben. Weltweit leiden 17 Millionen Menschen unter dieser Erkrankung.[15]

Laut dem Institute of Medicine sind in den USA zwischen 836.000 und 2,.5 Millionen Menschen an ME/CFS erkrankt.[16] Geschätzte 84-91 % der Fälle seien bisher nicht diagnostiziert worden. Die erste größere Studie zur Prävalenz von CFS/CFIDS der DePaul-Universität in den USA, bei der die Teilnehmer aus einer ethnisch und sozio-ökonomisch unterschiedlich zusammengesetzten städtischen Bevölkerung ausgewählt wurden, kam zu dem Ergebnis, dass ME/CFS in allen ethnischen Gruppen vorkommt. ME/CFS betrifft zudem alle Altersgruppen. Am häufigsten erkranken Menschen im Alter zwischen 30 und 45 Jahren.[17] Frauen sind häufiger betroffen als Männer; ca. 75 % der Erkrankten sind Frauen.

Symptome[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das chronische Erschöpfungssyndrom ist charakterisiert durch eine lähmende geistige und körperliche Erschöpfung oder Erschöpfbarkeit sowie durch eine spezifische Kombination weiterer Symptome. Dazu gehören neben der chronischen Erschöpfung unter anderem Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, nicht erholsamer Schlaf, Empfindlichkeiten der Lymphknoten, Orthostatische Intoleranz sowie eine anhaltende Verschlechterung des Zustands nach Anstrengungen (Post Exertional Malaise, PEM).

Diagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt für das ME/CFS bislang keine diagnostischen Labortests oder objektivierende technische Untersuchungen. Erschwerend für die Feststellung dieser Erkrankung kommt hinzu, dass bei ihr viele Symptome vorkommen, die auch andere Krankheiten begleiten. So leiden etwa 10–25 % aller Patienten, die ihren Hausarzt aufsuchen, unter allgemeinen Erschöpfungszuständen. Das ME/CFS kann daher bisher nur über eine sogenannte Ausschlussdiagnose festgestellt werden. Dies geschieht durch eine gründliche Anamnese, eine eingehende körperliche Untersuchung und den Ausschluss derjenigen Erkrankungen, die ebenfalls eine anhaltende Erschöpfung verursachen können. Differentialdiagnostisch sollen laut dem australischen Leitfaden zur Diagnose und Behandlung von ME/CFS für Ärzte aus dem Jahr 2004 (Myalgic encephalopathy [ME] and chronic fatigue syndrome [CFS]: management guidelines for general practitioners) die folgenden Krankheiten ausgeschlossen werden: Aids, Anämie, Angsterkrankungen, chronische Hepatitis, Diabetes Mellitus, Fibromyalgie, Hämochromatose, Hyperkalzämie, Lyme-Borreliose, Depression, maligne Erkrankungen, Morbus Addison, Multiple Sklerose, Myasthenia gravis, Parkinson-Krankheit, Polymyalgie, Sarkoidose, Schlafapnoe,[18] UARS, Thyreoiditis, Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenüberfunktion, Myopathien, Somatoforme Störungen, Lupus erythematodes sowie Zöliakie. Auch Herzrhythmusstörungen wie z. B. das Vorhofflimmern gehen oft mit einer abnormen Tagesmüdigkeit bis hin zur Erschöpfung einher.

Des Weiteren sollte auch eine Perniziöse Anämie bzw. ein Vitamin-B12-Mangel ausgeschlossen werden.

Für die Diagnose eines CFS sollten nach CDC[19] die folgenden Kriterien vorliegen:

Allgemeine Kriterien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es muss sich um eine chronische Erschöpfung handeln, die

  • klinisch gesichert und ungeklärt ist,
  • neu und mit zeitlich bestimmbarem Beginn auftrat (nicht bereits lebenslang besteht),
  • sich nicht spürbar durch Ruhe bessert,
  • nicht Folge einer noch anhaltenden Überlastung ist,
  • zu einer substantiellen Reduktion früherer Aktivitäten in Ausbildung und Beruf sowie im sozialen und persönlichen Bereich führt,
  • länger als 6 Monate anhält.

Symptom-Kriterien nach Fukuda[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier oder mehr der aufgeführten acht Symptome, die frühestens mit Beginn der Erschöpfung aufgetreten sein dürfen, müssen nach Fukuda et al[5] für einen Zeitraum von mindestens sechs aufeinanderfolgenden Krankheitsmonaten anhaltend oder rezidivierend nebeneinander bestanden haben:

Klinische Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanada stellte 2003 die erste klinische Definition des ME/CFS vor.[6] Danach müssen die folgenden Symptome vorliegen, wobei alle genannten Kriterien der Abschnitte 1 bis 6 wie unten beschrieben erfüllt sein müssen (Einschränkungen sind angegeben):

  1. Zustandsverschlechterung nach Belastung und Erschöpfung (alle Kriterien dieses Abschnitts müssen erfüllt sein):
    1. Der Patient muss unter einem deutlichen Ausmaß einer neu aufgetretenen, anderweitig nicht erklärbaren, andauernden oder wiederkehrenden körperlichen oder mentalen Erschöpfung leiden, die zu einer erheblichen Reduktion des Aktivitätsniveaus führt;
    2. Erschöpfung, Verstärkung des schweren Krankheitsgefühls und/oder Schmerzen nach Belastung mit einer verzögerten Erholungsphase (der Patient benötigt mehr als 24 Stunden, um sich zu erholen);
    3. die Symptome können durch jede Art der Anstrengung oder jede Art Stress verschlechtert werden.
  2. Schlafstörungen:
    1. Nicht erholsamer Schlaf oder veränderte Schlafmuster (einschließlich einer Störung des Tag-Nacht-Rhythmus).
  3. Schmerzen:
    1. Arthralgien und/oder Myalgien ohne klinische Belege für eine entzündliche Reaktion im Sinne von Schwellungen oder Rötungen der Gelenke und/oder starke Kopfschmerzen eines neuen Typs, Musters oder Schweregrades.
  4. Neurologische/Kognitive Manifestationen (mindestens zwei der Kriterien müssen erfüllt sein):
    1. Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit und des Kurzzeitgedächtnisses,
    2. Schwierigkeiten mit der Informationsverarbeitung, der Kategorisierung, Wortfindungsschwierigkeiten einschließlich periodisch auftretender Lesestörungen,
      1. es kann zu Überbelastungserscheinungen kommen: einer Überbelastung durch Informationen, kognitive oder sensorische Einflüsse und Belastungen (z. B. Lichtempfindlichkeit und Überempfindlichkeit gegenüber Lärm) und/oder einer emotionalen Überbelastung, die zu Rückfällen und/oder Ängsten führen kann,
    3. Wahrnehmungs- und sensorische Störungen,
    4. Desorientierung oder Verwirrung,
    5. Ataxien (Bewegungskoordinationsstörungen).
  5. Autonome/Neuroendokrine/Immunologische Manifestationen (mindestens je ein Symptom in wenigstens zwei der folgenden Kategorien muss erfüllt sein):
    1. Autonome Manifestationen:
      1. Orthostatische Intoleranz (z. B. neural vermittelter niedriger Blutdruck [NMH]),
      2. lagebedingtes orthostatisches Tachykardie-Syndrom (POTS – Herzjagen),
      3. Schwindel und/oder Benommenheit,
      4. extreme Blässe,
      5. Darm- oder Blasenstörungen mit oder ohne Reizdarmsyndrom oder Blasendysfunktionen,
      6. Herzklopfen mit oder ohne Herzrhythmusstörungen,
      7. vasomotorische Instabilität (Instabilität des Gefäßtonus),
      8. Atemstörungen,
    2. Neuroendokrine Manifestationen:
      1. Verlust der thermostatischen Stabilität,
      2. Intoleranz gegenüber Hitze/Kälte,
      3. Appetitverlust oder anormaler Appetit, Gewichtsveränderungen,
      4. Hypoglykämie (verminderter Glucosespiegel),
      5. Verlust der Anpassungsfähigkeit und der Toleranz gegenüber Stress, Verstärkung der Symptome durch Stress sowie langsame Erholung und emotionale Labilität,
    3. Immunologische Manifestationen:
      1. Empfindliche Lymphknoten,
      2. wiederkehrende Halsschmerzen,
      3. grippeähnliche Symptome und/oder allgemeines Krankheitsgefühl,
      4. Entwicklung bisher noch nicht aufgetretener Allergien oder Veränderungen im Zustand bereits vorliegender Allergien,
      5. Überempfindlichkeit gegenüber Medikamenten und/oder Chemikalien.
  6. Die Erkrankung besteht seit mindestens 6 Monaten.

Diagnostische Kriterien des IOM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine übersichtliche Definition für Kliniker stellte das Institute of Medicine Anfang 2015 vor.

Diagnostic Algorithm for ME/CFS

Danach erfordert die Diagnose die drei folgenden Symptome:

  1. Eine erhebliche Reduzierung oder Beeinträchtigung der Fähigkeiten sich auf dem Niveau in beruflichen, schulischen, sozialen und persönlichen Bereichen

so zu betätigen wie vor der Erkrankung, die länger als sechs Monate anhält und von einer Erschöpfung begleitet wird, die oft schwerwiegend ist, neu ist oder einen konkreten Beginn hatte (nicht lebenslang besteht). Die Erschöpfung ist nicht die Folge starker Anstrengungen und verbessert sich durch Ausruhen nicht wesentlich.

  1. Zustandsverschlechterung nach Belastung (Post Exertional Malaise, kurz: PEM)
  2. Nicht erholsamer Schlaf

Zusätzlich muss mindestens eines der beiden folgenden Symptome vorliegen:

  1. Kognitive Beeinträchtigung
  2. Orthostatische Intoleranz

Entsprechend dem IOM stellt sich ME/CFS nicht mehr als Ausschlussdiagnose dar, da wie bei anderen Erkrankungen auch, mehrere Erkrankungen gleichzeitig auftreten können. Außerdem deuten die aufgeführten Kriterien, insbesondere das krankheitstypische Hauptmerkmal PEM, in ihrer Gesamtheit eindeutig auf ME/CFS = SEID.[2]

Schweregrad und Schweregradskala[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt bei ME/CFS verschiedene Schweregrade. Mindestens 25 % sind so schwer erkrankt, dass sie bettlägerig sind oder das Haus dauerhaft nicht verlassen können.[20]

Skala der Schweregrade bei ME/CFS nach David S. Bell[21]

Punkte Schwere der Beschwerden
100 Keine Beschwerden; normale Aktivität; Arbeit und Belastungen problemfrei.
90 Unter Belastung leichte Beschwerden; normale Aktivität; Arbeit und Belastungen problemfrei.
80 In Ruhe leichte Beschwerden, die sich unter Belastung verschlimmern; minimale Einschränkungen der Aktivitäten bei Belastung; anstrengende Ganztagsarbeit mit Problemen.
70 In Ruhe leichte Beschwerden, die sich unter Belastung verschlimmern; Aktivität liegt nahe 90 % des Gewohnten, klar erkennbare Begrenzung einiger Tagesaktivitäten; Ganztagsarbeit mit Problemen.
60 In Ruhe leichte bis mäßige Beschwerden, die sich unter Belastung verschlimmern; Aktivität liegt bei 70–90 % des Gewohnten, klar erkennbare Begrenzung der Tagesaktivität; nicht in der Lage, ganztags mit körperlichem Einsatz zu arbeiten, aber fähig, einer leichten Vollzeitbeschäftigung bei gleitender Arbeitszeit nachzugehen.
50 In Ruhe mäßige Beschwerden, bei Anstrengungen mäßige bis schwere; Aktivität auf 70 % des Gewohnten reduziert; unfähig, anstrengendere Aufgaben zu bewältigen; imstande, leichtere Aufgaben 4–5 Stunden am Tag auszuführen; Ruhepausen werden benötigt.
40 In Ruhe mäßige Beschwerden, bei Anstrengungen mäßige bis schwere; Aktivität auf 50–70 % des Gewohnten reduziert; nicht auf das Haus beschränkt; unfähig, anstrengendere Aufgaben auszuführen; imstande, leichtere Aufgaben 3–4 Stunden am Tag auszuführen; Ruhepausen werden benötigt.
30 In Ruhe mäßige bis schwere Symptome, starke Beschwerden bei allen Anstrengungen; Aktivität auf 50 % des Gewohnten reduziert; hauptsächlich auf das Haus beschränkt; unfähig, irgendwelche anstrengenden Pflichten zu übernehmen; fähig, leichte Arbeiten 2–3 Stunden am Tag auszuführen; Ruhepausen werden benötigt.
20 In Ruhe mäßige bis schwere Symptome, starke Beschwerden bei allen Anstrengungen; Aktivität auf 30–50 % des Gewohnten reduziert; nur selten fähig, das Haus zu verlassen; die meiste Zeit des Tages im Bett; unfähig, anstrengendere Tätigkeiten auszuführen.
10 In Ruhe und bei allen Anstrengungen schwere Symptome; kein Verlassen des Hauses; die meiste Zeit bettlägerig; kognitive Symptome verhindern die Konzentration.
0 In Ruhe und bei Anstrengungen kontinuierlich schwere Symptome; konstant bettlägerig; unfähig, für sich selbst zu sorgen.

Diese Schweregradskala nach Bell bietet die Möglichkeit einer schnellen und recht einfachen Selbsteinschätzung der Patienten in die abgestuften Schweregrade. Eine weitere ebenfalls schnell und einfach zu verwendende Schweregradskala ist der Energy Index Point Score (EIPS) nach A. Martin Lerner.

Punkte Schwere der Beschwerden
10 Normal
9 Same as 8 above plus exercise approximately 1/2 to 2/3 normal without excessive fatigue, awakens next morning refreshed
8 Full sedentary workweek, no naps, some social activities plus light exercise
7 No naps in bed. Up 7:00 a.m. to 9:00p.m. Able to work a sedentary job plus light housekeeping
6 Daily naps in bed, may maintain a 40 hour sedentary work week plus light, limited housekeeping and/or social activities
5 Perform with difficulty sedentary job 40 hours a week, daily naps
4 Out of bed sitting, standing, walking 4 - 6 hours per day
3 Out of bed sitting, standing, walking 2 - 4 hours per day
2 Out of bed sitting, standing, walking 1 - 2 hours per day
1 Out of bed 30 - 60 minutes a day (sitting in chair is out of bed)
0 Bed-ridden, up to bathroom only

Eine wesentlich differenziertere Betrachtung und Evaluation des Beschwerdekontinuums von ME/CFS-Patienten sowie eine entsprechend differenzierte Schweregradeinteilung bietet das Fatigue Symptom Inventory (FSI). Das FSI gibt es in drei verschiedenen Formen, die sich nur durch den Umfang der abgefragten Punkte (Items) unterscheiden. 1. Das klassische FSI umfasst 14 Items. 2. Das erweiterte FSI wird als Multidimensional Fatigue Symptom Inventory bezeichnet (MFSI) und umfasst 83 Items. 3. Die Kurzform des MFSI wird als MFSI-SF bezeichnet und umfasst 30 Items.

Psychische Störungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man findet laut den kanadischen klinischen Leitlinien für Psychiater zur Einschätzung und Behandlung von ME/CFS aus dem Jahr 2005 bei etwa 30–40 % der Patienten psychische Störungen, was vergleichbar ist mit der Zahl, die auch bei anderen chronischen und zu Behinderung führenden Krankheiten zu finden ist. Die häufigsten dieser Störungen sind Depressionen oder Angststörungen (insgesamt etwa 14 % der Patienten). Sie sollen, bedingt durch die Verluste in der Lebensführung sowie der mit der Krankheit verbundenen Stigmatisierung, zumeist als Folgeerkrankungen auftreten. Die Zahl der Persönlichkeitsstörungen ist bei ME/CFS dagegen nicht erhöht, sondern liegt bei etwa 10 %, was dem Prozentsatz dieser Störung in der Allgemeinbevölkerung entspricht.[22] Abweichend von diesen Zahlen wurde im Rahmen einer norwegischen Studie aus dem Jahr 2016 nur bei 4 % der Patienten eine zusätzliche mentale Erkrankung diagnostiziert. Diese Daten wurden über einen Zeitraum von fünf Jahren in der neurologischen Abteilung des Universitätskrankenhauses Haukeland erhoben, das eine standardisierte Untersuchung zur Diagnose von ME/CFS etabliert hat.[23]

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die genauen Ursachen und Krankheitsmechanismen des ME/CFS sind bis heute nicht geklärt. Die Forschung hat gezeigt, dass den Symptomen des ME/CFS zahlreiche biophysiologische Befunde zu Grunde liegen.[24] Als Ursachen werden von einem großen Teil der auf diesem Gebiet Forschenden eine Schwächung bzw. chronische Aktivierung des Immunsystems angenommen. So findet man bei vielen Patienten eine T-Zell-Aktivierung, oft begleitet von einer Lymphopenie, eine Typ-2-Immundeviation sowie Immundefekte mit einer verminderten Funktion der natürlichen Killerzellen.[25] Mehrere neuere Forschungen stufen ME/CFS als eine neuroimmunologische Regulationsstörung ein, das heißt, das Zusammenspiel zwischen Immunsystem, Nervensystem und Hormonsystem gerät aus der Balance. Dadurch komme es zu einer dauerhaften Aktivierung des Immunsystems, was zu Erschöpfungszuständen, Muskel- und Gelenksschmerzen, Störungen der Temperaturregulierung etc. führen soll. Die Symptome setzen häufig schlagartig ein, bei ca. 70 % der Betroffenen im Anschluss an eine Infektionskrankheit. Damit wird die Bedeutung einer viralen Beteiligung unterstrichen. (z. B. Epstein-Barr-Virus, Humanes Herpesvirus und weitere)[26] Man geht auch davon aus, dass Herpes- oder Retroviren vom Immunsystem nicht vollkommen überwunden werden und die ME/CFS-Symptomatik auslösen können. Als weitere mögliche Auslöser galten und gelten insbesondere intrazelluläre Erreger wie Mykoplasmen, Chlamydien oder Borrelien, aber auch Mykosen.

In einer Studie, die auf zwei großen Multicenter-Kohortenstudien zu ME/CFS beruht, konnte gezeigt werden, dass nach Krankheitsbeginn sowohl proinflammatorische als auch antiinflammatorische Zytokine aktiviert werden. Das Zusammenspiel der Zytokine ist gestört. Erhöhte Level wurden bei IL-1a, IL-8, IL-12p40, IL-17A, TNF-alpha, IL-1RA, IL-4, IL-13 sowie bei Interferon-γ gefunden. Verminderte Werte zeigten sich bei CD40 und Platelet Derived Growth Factor BB. Diese Veränderungen zeigen sich nur innerhalb der ersten drei Jahre, so dass sich dadurch Früh- und Spätstadien der Erkrankung unterscheiden lassen.[27]

Verlauf und Prognose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das chronische Erschöpfungssyndrom ist eine chronisch und bisher unheilbare Krankheit.

Dem meist abrupten Beginn folgt in der Regel eine Phase von größerer Leistungseinschränkungen und Symptomatik. Über die Jahre kommt es bei einem Teil der Betroffenen zu einer langsamen Besserung mit Rückfällen und Erholungsphasen. 5 von 6 Studien ergaben, dass sich zwischen 0 % und 6 % der Patienten vollständig erholen und wieder gesund werden. Die 6. Studie gibt eine Rate von 12 % an.[28] Zyklische Verläufe kommen bei einem Drittel der Betroffenen vor. Selten berichten Betroffene von einer langsamen, kontinuierlichen Verschlechterung.

Therapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine allgemein anerkannte ursächliche Behandlung des ME/CFS gibt es zurzeit nicht. Aus diesem Grund existieren auch keine allgemeinen Therapieempfehlungen. Eine Behandlung sollte daher individuell und symptombezogen erfolgen. Hilfreich können der Ausgleich von Mangelzuständen, die Behandlung chronischer Infektionen, Vermeiden von Intoxikationen, immunologische Therapien,[29] Ernährungsumstellung, Physiotherapie, Schmerztherapie und, insbesondere bei Depression oder Angststörungen, auch eine Psychotherapie sein. Zudem kann es das Leben mit der Erkrankung entlasten, sich darauf im Sinne des Coping so gut wie möglich einzustellen.

Bislang liegen nur wenige randomisierte kontrollierte Studien zur medikamentösen Behandlung des ME/CFS vor (n = Anzahl Probanden):

Wirkstoff Bemerkung Jahr n Quelle
Immunglobulin allgemeine Verbesserung 1990 49 [30]
Ampligen zunehmende allgemeine Leistungsfähigkeit und kognitive Verbesserung 1994 92 [31]
Alpha-Interferon verbesserte QOL (= Quality of Life scale) bei Dysfunktionen der NK-Zellen 1996 30 [32]
Antikörper funktionelle Verbesserung 1997 71 [33]
Fluoxetin nur wirksam bei Depression 1998 96 [34]
Hydrocortison reduziert Erschöpfung und Behinderung 1999 32 [35]
Hydrocortison durchschnittlich höheres allgemeines Wohlbefinden, aber ungünstige Nebenwirkungen 1999 70 [36]
Moclobemid subjektive Verbesserung des Energielevels 2000 90 [37]
Hydrocortison erhöhte Leptinlevel korrelieren mit positiven therapeutischen Reaktionen 2001 64 [38]
Staphylokokkentoxoid zunehmende Symptomreduzierung 2002 100 [39]
Dexamphetamin Verbesserung auf einer Fatigue-Skala 2003 20 [40]
Methylphenidat weniger Erschöpfung und verbesserte Konzentrationsfähigkeit bei einer Minderheit der Teilnehmer 2006 60 [41]
Rituximab 67 % der mit dem biotechnologisch hergestellten Antikörper behandelten Teilnehmer reagierten positiv mit einer Verbesserung der Symptome 2011 30 [42]

Auch zur Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln wie NADH (Nicotinamidadenindinukleotid) und Carnitin liegen nur wenige Studien vor. Die Ergebnisse dieser Studien sind inkonsistent. Einige Patienten berichten von einer Besserung der Symptome. Hinsichtlich weiterer Nahrungsergänzungsmittel und Phytotherapeutika liegen zwar einige interessante Berichte aus der Grundlagenforschung[43] vor, doch fehlen meist weitergehende Forschung und klinische Studien.

Forscher aus Manchester haben Hinweise, dass Therapien, die auf ein psychosomatisches Ursachenmodell ausgerichtet sind, keine Besserung bringen: weder eine pragmatische Aktivierung noch ein Programm, das auf empathisches Zuhören gründet. Sie hatten in ihrer Studie Möglichkeiten für ambulante ME/CFS-Therapien untersucht.[44] Nach den Leitlinien des National Institute for Health and Clinical Excellance (NICE) soll die Störung in der Primärversorgung angegangen werden, und zwar mit kognitiver Verhaltenstherapie und stufenweiser Aktivierung. Ob diese beiden Ansätze ambulant nützen, ist jedoch noch nie untersucht worden. Die 296 Studienteilnehmer waren im Median seit sieben Jahren an ME/CFS erkrankt und, gemessen nach Skalen wie SF-36 oder Chalder, gravierend in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Mit einer Gruppe machten Pflegekräfte, die dafür eine viermonatige Ausbildung absolviert hatten, eine pragmatische Rehabilitation: Sie erläuterten das Krankheitsbild, ermutigten die Patienten, regelmäßig zu schlafen, Entspannungsübungen zu machen, Konzentration und Gedächtnis zu trainieren und gemeinsam vereinbarte Aktivitäten stufenweise zu steigern. Die zweite Gruppe erhielt eine Art Gesprächstherapie: Diese Teilnehmer konnten von ihren Sorgen erzählen und sich Lösungen überlegen, während ihr Gegenüber mit Empathie zuhörte, ohne Rat zu erteilen. Beide Programme erstreckten sich über 18 Wochen mit je zehn Terminen. Die dritte Gruppe wurde wie bisher vom Hausarzt betreut. Nach 20 Wochen hatte sich im Vergleich zu diesen standardmäßig versorgten Patienten mit der pragmatischen Reha signifikant nur die Fatigue, nicht aber die körperliche Leistungsfähigkeit gebessert. Nach einem Jahr allerdings waren keinerlei Unterschiede mehr festzustellen. Als komplett nutzlos erwies sich das empathische Zuhören: Dadurch hatte sich weder die Müdigkeit noch die körperliche Schwäche verringert.[44]

Die Öffentlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein Fatigatio e. V. – Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom möchte Ärzte und Laien auf die Problematik der Krankheit aufmerksam machen. Seit 2010 findet jährlich ein Fachkongress statt, 2010 sowie 2012 in Dortmund und 2011 in Stuttgart.[45]

Die Lost Voices Stiftung verfolgt das Ziel, dass sich die medizinische Behandlung der Patienten an den aktuellen, international anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert. [46]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz setzt sich der Verein ME/CFS Schweiz für die Erkrankten ein. Am 3. November 2012 fand die erste Vortragsveranstaltung über ME/CFS in Zürich statt und im Jahr 2013 die zweite.[47]

Internationaler ME/CFS-Tag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1995 findet am 12. Mai jedes Jahres in vielen Ländern der Welt der „International ME/CFS/CFIDS Awareness Day“ statt. Das Datum erinnert an den Geburtstag der englischen Krankenschwester Florence Nightingale.[48] Sie litt seit ihrem 35. Lebensjahr an einer ME/CFS-artigen Erkrankung, durch die sie 50 Jahre ihres Lebens ans Bett gefesselt war.[49][50]

Spark![Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2006 und 2007 führten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA eine Medien- und Aufklärungskampagne unter dem Namen „Spark!“ (deutsch: ‚Zündfunke‘) durch. Das Ziel war, sowohl die Öffentlichkeit als auch Angehörige des Gesundheits- und Rechtswesens über ME/CFS zu informieren und auf die Schwere der unsichtbaren Erkrankung und Probleme der an ME/CFS Erkrankten aufmerksam zu machen.[51]

Wirtschaftliche Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der durchschnittlich von ME/CFS betroffenen Familie fehlt in den Vereinigten Staaten 20.000 Dollar jährlich an Einkommen und Arbeitslohn. Der jährliche Verlust durch Produktivitätsausfall beträgt mindestens 9 Milliarden US-Dollar.[52][53][54][55]

In Deutschland und Österreich fehlt der durchschnittlich von ME/CFS betroffenen Familie somit schätzungsweise mindestens 15.500 Euro, in der Schweiz 18.500 Franken jährlich an Lohneinnahmen. Der jährliche Verlust durch Produktivitätsausfall beträgt in Deutschland min. 2 Milliarden Euro. In der Schweiz wird der jährliche Produktionsausfall auf zwischen 192.000.000 und 555.000.000 Schweizer Franken geschätzt.

Häufig nutzen Berufsunfähigkeitsversicherungen das Fehlen eines einfachen Diagnostischen Tests aus und verweigern ihre Zahlungen, obwohl ME/CFS eine anerkannte schwere Erkrankung ist. Man geht davon aus, dass 50 % der Erkrankten auf Sozialhilfe angewiesen sind.[56][57]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 berichteten das Whittemore Peterson Institute, das National Cancer Institute und die Cleveland Clinic einen vermeintlichen Zusammenhang zwischen ME/CFS und dem Retrovirus XMRV.[58] Die Autoren stellten die Hypothese auf, dass XMRV entweder ME/CFS verursacht oder aber eine mögliche Co-Infektion darstellt. Vier anschließende Studien konnten XMRV weder in den Erkrankten noch in der gesunden Kontrollgruppe finden.[59][60][61][62] Immer wieder tauchte der Verdacht auf, dass es sich bei positiven Proben lediglich um Laborkontaminationen mit XMRV handelt.[63] Im September 2011 zogen die Autoren der ursprünglichen Studie, die einen vermeintlichen Zusammenhang zwischen XMRV und ME/CFS herstellte, wesentliche Teile ihrer Veröffentlichung zurück, da die PCR-Ergebnisse auf Kontamination beruhten.[64] Im Dezember 2011 wurde die gesamte Veröffentlichung vom Magazin Science widerrufen.[65]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • I Remember Me, ein Film von Kim A. Snyder; Dokumentarfilm (74 min.), USA 2000 (Preise: Bester Dokumentarfilm und Publikumspreis beim Denver Festival 2000; Honorable Mention, Golden Starfish, Dokumentarpreis Hampton Film Festival 2000; „First Runner Up“, Publikumspreis und „Best Feature“ beim Sarasota Film Festival 2001)
  • Der müde Stürmer, ein Film von Tom Theunissen über den an CFS erkrankten Fußballprofi Olaf Bodden aus der ZDF-Reihe 37 Grad. Deutschland 2000
  • Voices from the Shadows, ein Film von Josh Biggs und Natalie Boulton über den teilweise skandalösen Umgang mit schwer ME/CFS-Kranken, Großbritannien 2011, (63 min.), Trailer
  • „In engen Grenzen – Leben mit CFS“, ein Film von Gabriele und Werner Knauf über den Alltag von CFS-Kranken, Deutschland 2012
  • Forgotten Plague Ein Film von Ryan Prior und Nicole Castillo, USA 2015

Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rundfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carruthers et al.: Myalgische Enzephalomyelitis: Internationale Konsenskriterien. 2011 in Deutsch (PDF) in Englisch
  • Fred Friedberg, Lucinda Bateman, Alison C. Bested, Kenneth J. Friedman, Leonard A. Jason, Charles W. Lapp, Staci R. Stevens: ME/CFS Primer for Clinical Practitioners. 2012 online
  • Peter A. Berg, Hg.: Chronisches Müdigkeits- und Fibromyalgiesyndrom. 2. Aufl. Springer, Berlin 2003 ISBN 3-540-44194-8
  • Patrick Englebienne & Kenny De Meirleir: Chronic Fatigue Syndrome. A Biological Approach. CRC Press, Boca Raton 2002 ISBN 0-8493-1046-6
  • Kanadisches Konsensdokument: Bruce M. Carruthers & Marjorie I. van de Sande: Klinische Falldefinition und Leitfaden für Ärzte. Ein Überblick über das Kanadische Konsensdokument. 2003 (PDF) = Kurzfassung (20 S.) in Deutsch (mit Link zur französischen und zur spanischen Version); ISBN 0-9739335-0-X in Englisch; zuerst Journal of Chronic Fatigue Syndrome 11, 1, 2003 (150 S.)
  • Leonard A. Jason & Patricia A. Fennel & Renee R. Taylor: Handbook of Chronic Fatigue Syndrome. John Wiley & Sons, 2003, ISBN 0-471-41512-X
  • Roberto Patarca-Montero: Chronic Fatigue Syndrome. Genesis, and Infection Haworth Medical, Oktober 2003, ISBN 0-7890-1794-6
    • ders.: Chronic Fatigue Syndrome and the Body’s Immune Defense System Haworth Medical, März 2003, ISBN 0-7890-1529-3
  • Die Zeitschrift Annals of Internal Medicine, Hrsg. American College of Physicians (USA), führt eine ständige Fachdebatte über viele Aspekte der Krankheit in Theorie und medizinischer Praxis und fasst die Ergebnisse zusammen. In Englisch, Print ISSN 0003-4819, Online ISSN 1539-3704 (Online seit 2007, Abstracts sind frei, ganze Art. sind kostenpflichtig). Die Website der Fachgesellschaft stellt darüber hinaus ältere wichtige Artikel unter gleichen Bedingungen zur Verfügung, z. B. Fukuda: Abstract oder ganzer Artikel, frei (PDF; 1,3 MB)
  • Joachim Strienz: Leben mit chronischer Erschöpfung – CFS, Zuckschwerdt Verlag, 2011, ISBN 978-3-86371-021-7
  • James L. Wilson: Grundlos erschöpft? Goldmann Verlag, 2011, ISBN 978-3-442-21946-9 d-nb.info
  • Arnold Hilgers, Inge Hofmann: CFS – Chaos im Immunsystem. Bastei-Lübbe 1994; wieder 2004, ISBN 3-404-66291-1 Download

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: In dieser Leitlinie wird festgestellt, dass insbesondere die Diagnosekriterien des kanadischen Dokuments an Körperverletzung grenzen: Die insbesondere nach dem kanadischen Dokument – ohne sinnvolle Konsequenz – vorgeschlagenen Zusatzuntersuchungen haben zusammengenommen ein an Körperverletzung grenzendes iatrogenes Pathogenisierungspotential. (S.33). Gleichzeitig wird empfohlen, die Diagnose CFS auf Personen zu beschränken, die genau diese an Körperverletzung grenzenden Untersuchungen vollständig durchgeführt haben: Bei den derzeit noch bestehenden Unsicherheiten über die Definition, die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des CFS empfehlen wir die strikte Beschränkung dieser diagnostischen Kategorie auf Patienten, die die oben genannten Kriterien vollständig erfüllen; ... (S.42).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  3. Acheson ED: The clinical syndrome variously called Benign Myalgic Encephalomyelitis, Iceland Disease and Epidemic Neuromyasthenia. Am J Med 1959 PMID 13637100
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  8. Fred Friedberg ME/CFS : A Primer for Clinical Practitioners 2012 Edition iacfsme.org (PDF).
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  12. auf der Grundlage der Fukuda-Kriterien beträgt die Prävalenz des CFS zwischen 0,24 % und 0,42 % der Bevölkerung (Reyes et al., 2003), S. 7 Prävalenz, sacfs.asn.au (PDF).
  13. lost-voices-stiftung.org
  14. Swimsa Journal Schweizer Medizinstudenten, S. 33, Vortragsveranstaltung ME/CFS, issuu.com
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  16. Institute of Medicine Beyond Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome: Redefining an Illness
  17. Leonard Jason et al.: A Community-based study of Chronic Fatigue Syndrome. Archive Internal Medicine 1999, 159: 2129–2137 PMID 10527290
  18. Melinda L. Jackson / Dorothy Bruck: Sleep Abnormalities in Chronic Fatigue Syndrome/Myalgic Encephalomyelitis: A Review. J Clin Sleep Med. 2012 December 15; 8(6): 719–728. PMC 3501671 (freier Volltext)
  19. Beschreibung der Diagnose des Center for Diesease Control
  20. Institute of Medicine Beyond Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome: Redefining an Illness
  21. David S. Bell: The Doctor’s Guide to Chronic Fatigue Syndrome: Understanding, Treating and Living with CFIDS ISBN 0-201-62616-0
  22. Eleanor Stein: Assessment and Treatment of Patients with ME/CFS: Clinical Guidelines for Psychiatrists (PDF).
  23. J F Owe H Næss I O Gjerde J E Bødtker O-B Tysnes: Investigation of suspected chronic fatigue syndrome/myalgic encephalopathy. In: Tidsskr Nor Legeforen 2016; 136:227 – 32 doi:10.4045/tidsskr.15.0229
  24. (Kanadisches Konsensdokument, ME / CFS, S. 11, Unterschiede zwischen ME/CFS und psychiatrischen Erkrankungen)
  25. SCHEIBENBOGEN , C., H.-D. V OLK , P. GRABOWSKI , K. WITTKE , C. GIANNINI , B. HOFFMEISTER und L. HANITSCH: Chronisches Fatigue-Syndrom. Heutige Vorstellung zur Pathogenese, Diagnostik und Therapie tägl. prax. 55, 56 7– 574 (2014) Hans Marseille Verlag GmbH München
  26. (Kanadisches Konsensdokument, ME / CFS, S. 1, Einführung, Ätiologie)
  27. Mady Hornig, José G. Montoya, Nancy G. Klimas, Susan Levine, Donna Felsenstein, Lucinda Bateman, Daniel L. Peterson, C. Gunnar Gottschalk, Andrew F. Schultz, Xiaoyu Che, Meredith L. Eddy, Anthony L. Komaroff and W. Ian Lipkin Distinct plasma immune signatures in ME/CFS are present early in the course of illness Science Advances 27 Feb 2015: Vol. 1, no. 1, e1400121 doi:10.1126/sciadv.1400121
  28. Kanadisches Konsensdokument (PDF) S. 1, Natürlicher Verlauf
  29. Der Düsseldorfer Immunologe und Molekularbiologe Arnold Hilgers behandelt Patienten auf der Grundlage eines von ihm entwickelten immunologischen Therapieansatzes. Seine Studien legen nahe, dass das ME/CFS weder durch einen alleinigen Krankheitserreger ausgelöst wird, noch psychische Ursachen anzunehmen sind. Untersuchungen an mehreren Hundert CFS-Patienten zeigten bei diesen eine Veränderung immunologischer Parameter, ein chronisch aktiviertes Immunsystem und eine Tendenz zu Autoimmunerkrankungen. Arnold Hilgers, Johannes Frank: „Chronic Fatigue Syndrom: Immundysfunktion, Erreger- und Schadstoffbeteiligung sowie neurologische und kardiale Veränderungen“ (PDF; 183 kB), Wien Medizinische Wochenschau 1994, Heft 16, 399-406,(Artikel auf Deutsch) PMID 7856214
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  38. Cleare AJ, O’Keane V, Miell JP. ‚’Plasma leptin in chronic fatigue syndrome and a placebo-controlled study of the effects of low-dose hydrocortisone on leptin secretion’’ Clin Endocrinol (Oxf). 2001;55(1):113-119 PMID 11453960
  39. Zachrisson O, Regland B, Jahreskog M, Jonsson M, Kron M, Gottfries CG. Treatment with staphylococcus toxoid in fibromyalgia/chronic fatigue syndrome: a randomized controlled trial Eur J Pain 2002;6(6):455-466. PMID 12413434
  40. Olson LG, Ambrogetti A, Sutherland DC. ‚’A pilot randomized controlled trial of dexamphetamine in patients with chronic fatigue syndrome’’ Psychosomatics 2003;44(1):38-43 PMID 12515836
  41. Blockmans D, Persoons P, Van Houdenhove B, Bobbaers H. Does methylphenidate reduce the symptoms of chronic fatigue syndrome? Am J Med. 2006 Feb;119(2):167.e23-30 PMID 16443425
  42. Fluge Ø, Bruland O, Risa1 K, Storstein A, Kristoffersen E, Sapkota D, Næss H, Dahl O, Nyland H, Mella O.: Benefit from B-Lymphocyte Depletion Using the Anti-CD20 Antibody Rituximab in Chronic Fatigue Syndrome. A Double-Blind and Placebo-Controlled Study PLoS ONE 6(10): e26358. doi:10.1371/journal.pone.0026358.
  43. Vigl S.: Das chronische Erschöpfungssyndrom (ME/CFS). Über die Studienlage zu einzelnen Vitalpilzen und Heilpflanzen. Naturheilpraxis, 10. Juli 2013, abgerufen am 7. Mai 2014 (PDF, Wissenschaftliche Studie).
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  50. McDonald L (Ed.) (2002), „Florence Nightingale: An Introduction to Her Life and Family“, Laurier Press, ISBN 978-0-88920-387-7
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  56. Das Bundesgericht in Bern entschied im April 2008, dass man mit der Diagnose ME/CFS keinen Anspruch auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung hat. Bundesgericht April 2008: http://tired.ch/bundesgerichtsentscheid_08.html
  57. Danach gelten anhaltende somatoforme Schmerzstörungen in der Regel als nicht in rentenbegründendem Ausmasse invalidisierend. (2004 BGE 130 V 352) (…) Es läge daher nahe, die erwähnte Rechtsprechung auf das chronische Müdigkeitssyndrom (ME/CFS) analog zur Anwendung zu bringen, wie es das Eidgenössische Versicherungsgericht bezüglich der Fibromyalgie getan hat. Bundesgericht, 24. April 2007, http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=24.04.2007_I_1000/06
  58. Lombardi VC, Ruscetti FW, Das Gupta J, et al.: Detection of an infectious retrovirus, XMRV, in blood cells of patients with chronic fatigue syndrome. In: Science. 326, Nr. 5952, Oktober 2009, S. 585–9. doi:10.1126/science.1179052. PMID 19815723.
  59. Harriet C T Groom, Virginie C Boucherit, Kerry Makinson, Edward Randal, Sarah Baptista, Suzanne Hagan, John W Gow, Frank M Mattes: Absence of xenotropic murine leukaemia virus-related virus in UK patients with chronic fatigue syndrome. In: Retrovirology. 7, 2010, S. 10. doi:10.1186/1742-4690-7-10. PMID 20156349. PMC: 2839973 (freier Volltext).
  60. van Kuppeveld FJ, Jong AS, Lanke KH, et al.: Prevalence of xenotropic murine leukaemia virus-related virus in patients with chronic fatigue syndrome in the Netherlands: retrospective analysis of samples from an established cohort. In: BMJ. 340, 2010, S. c1018. doi:10.1136/bmj.c1018. PMID 20185493. PMC: 2829122 (freier Volltext).
  61. William Switzer, Hongwei Jia, Oliver Hohn, HaoQiang Zheng, Shaohua Tang, Anupama Shankar, Norbert Bannert, Graham Simmons, R Michael Hendry, Virginia Falkenberg, William Reeves, Walid Heneine: Absence of evidence of Xenotropic Murine Leukemia Virus-related virus infection in persons with Chronic Fatigue Syndrome and healthy controls in the United States. In: Retrovirology. Band 7, Nr. 1, 2010, S. 57, doi:10.1186/1742-4690-7-57.
  62. Erlwein O, Kaye S, McClure MO, et al.: Failure to detect the novel retrovirus XMRV in chronic fatigue syndrome. In: PLoS ONE. 5, Nr. 1, 2010, S. e8519. doi:10.1371/journal.pone.0008519. PMID 20066031. PMC: 2795199 (freier Volltext).
  63. Brendan Oakes, Albert K Tai, Oya Cingoz, Madeleine H Henefield, Susan Levine, John M Coffin, & Brigitte T Huber: „Contamination of human DNA samples with mouse DNA can lead to false detection of XMRV-like sequences“, Retrovirology, (7:109), 2010
  64. Robert H. Silverman, Jaydip Das Gupta, Vincent C. Lombardi, Francis W. Ruscetti et al.: Partial Retraction In: Science Express (ePub ahead of print), http://www.sciencemag.org/content/early/2011/09/21/science.1212182
  65. Retraction of Lombardi et al., Science 326 (5952) 585-589; Science 23 December 2011; Vol. 334 no. 6063 S. 1636; http://www.sciencemag.org/content/334/6063/1636.1.full
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