Chronisches Erschöpfungssyndrom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
G93.3 Chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Benigne myalgische Enzephalomyelitis
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom bei Immundysfunktion
  • Postvirales Müdigkeitssyndrom

(ICD-10-GM)

ICD-10 online (WHO-Version 2016)
Künstlerische Darstellung (2009) einer Person mit Chronischem Erschöpfungssyndrom von Jem Yoshioka, Wellington, Neuseeland.

Das Chronische Erschöpfungssyndrom (CES) oder Chronische Müdigkeitssyndrom (englisch: chronic fatigue syndrome CFS), auch Myalgische Enzephalomyelitis (ME), ist eine Erkrankung mit dem Leitsymptom einer starken, die Aktivität beeinträchtigenden Müdigkeit / Erschöpfung vor allem nach körperlichen Belastungen.

Nachgewiesen sind Fehlregulationen unter anderem des Nervensystems, des Immunsystems und des Hormonsystems. Weder die Ursachen der Krankheit sind bislang geklärt, noch, ob es sich dabei um ein einheitliches Krankheitsbild handelt. Aus diesem Grund ist eine ursächliche Behandlung nicht möglich, sondern nur eine an den Patienten angepasste, unterstützende Behandlung der Symptome.

Schätzungen zur Häufigkeit deuten auf über 3 % bei selbst berichteter und unter 1 % bei ärztlich erfasster Krankheit. Die wirtschaftlichen Verluste wurden für die USA für den Zeitraum 2004-2005 auf 51 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt.

Definitionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung benigne myalgische Enzephalomyelitis wurde erstmals 1955 benutzt anlässlich eines Ausbruchs einer neuartigen Krankheit unter den Angestellten des Royal Free Hospital in London.[1] 1959 übernahm der damals in New York tätige britische Arzt und spätere Chief Medical Officer von Großbritannien Sir Ernest Donald Acheson die Bezeichnung, nachdem er 14 ähnliche, in verschiedenen Ländern dokumentierte Epidemien untersucht hatte, die er zunächst für eine Infektionskrankheit hielt.[2]

1988 sprach sich eine Expertengruppe im Auftrag der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) für die neutralere Bezeichnung Chronic Fatigue Syndrome (CFS) aus und definierte Haupt- und Nebensymptome.[3] Eine Revision dieser Definitionen erschien 1994. Sie hat neben dem Hauptsymptom - der anderweitig trotz gründlicher Untersuchung nicht erklärbaren Erschöpfung über mindestens sechs Monate - noch acht Nebensymptome, von denen mindestens vier vorhanden sein sollen.[4] Sie war die Grundlage für die Mehrzahl der nachfolgenden Studien zur ME.

Eine von der kanadischen Gesundheitsbehörde Health Canada 2003 eingesetzte Expertengruppe forderte für eine Definition Erschöpfung, Schlafstörungen, Schmerzen, mindestens zwei neurologische oder kognitive Störungen, und mindestens ein vegetatives, neuroendokrines, oder immunologisches Symptom über mindestens sechs Monate.[5] 2011 wurde eine Weiterentwicklung als International Consensus Criteria (deutsch: Internationale Konsenskriterien) veröffentlicht.[6] Das Hauptsymptom ist "post-exertional neuroimmune exhaustion" (PENE, dtsch. etwa "neuroimmunologische Erschöpfung nach Anstrengung"), definiert als schnelle körperliche oder kognitive Erschöpfung nach Anstrengungen, mit auf über 24h verlängerter Erholung, die den Patienten an mindestens 50 % seiner normalen Aktivität hindert. Die zahlreichen möglichen Begleitsymptome werden nun in drei Haupt- und zwölf Untergruppen geordnet. Es müssen Symptome aus mindestens sechs dieser Untergruppen vorliegen. Die Mindestdauer von sechs Monaten wird nicht mehr gefordert.

2012 wurde von der International Association for Chronic Fatigue Syndrom/Myalgic Encephalomyelitis (IACFS/ME) der ME/CFS: Primer for Clinical Practitioners veröffentlicht, der auch Diagnosekriterien enthält. Das Dokument ist umfangreicher als die anderen genannten. Es wird eine ausgiebige Ausschlussdiagnostik aller Krankheiten gefordert, die mit Müdigkeit, Schlafstörungen, Schmerzen und neurokognitiven Fehlfunktionen einhergehen.[7]

Das US-amerikanische Institute of Medicine (IOM) hat 2015 die Informationsschrift Beyond Myalgic Encephalomyelitis/ Chronic Fatigue Syndrom herausgegeben. Die Diagnosekriterien sind im Wesentlichen eine Kürzung der obengenannten Internationalen Konsenskriterien. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die ME gleichzeitig mit anderen Erkrankungen auftreten kann. Auch schlägt das IOM eine Umbenennung in systemische Belastungsintoleranz-Erkrankung (englisch: systemic exertion intolerance disease SEID) vor.[8]

Die Vielzahl an inkonsistenten, von Expertenpanels erstellten Definitionsversuchen zeigt die Schwierigkeit, eine Krankheit zu fassen, die zwar viele endokrine, immunologische, infektbezogene, muskuläre und neurologische Abnormalitäten kennt, für die es aber keine bekannte Ursache und keine direkten, spezifischen Testverfahren zum Nachweis gibt, sondern nur indirekte, auf Einzelsymptome bezogene. Für keine dieser Kriteriensammlungen wurden Richtigkeit oder Präzision bestätigt (validiert).[9]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 wurden für die USA Schätzungen zwischen 836.000 und 2,5 Millionen Erkrankten angegeben.[8] Geschätzte 84–91 % der Fälle seien nicht diagnostiziert gewesen. Eine größere Studie von 1999 über Erwachsene in Chicago verglich die Vorkommen nach ethnischen, Alters-, Bildungs- und Einkommensgruppen. Am häufigsten erkranken Personen im Alter zwischen 30 und 45 Jahren, Frauen dreimal so häufig wie Männer.[10]

Die Zahlen sind abhängig von den verwendeten Definitionen. Das Robert Koch-Institut (RKI) wertete 14 Studien (2005-2011) aus und gelangte zu der durchschnittlichen Häufigkeit von 3,28 % bei selbst berichteter und 0,76 % bei ärztlich erfasster Krankheit.[11]

Für Deutschland sind bisher (Stand 2016) keine Zahlen erhoben worden.[12]

Wirtschaftliche Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Grundlage von Daten einer Querschnittsstudie von 1997 in Wichita, Kansas (USA), wurden die Verluste durch ME auf 20.000 US-Dollar pro Erkrankten und Jahr geschätzt, wobei im Durchschnitt etwa die Hälfte der normalen Arbeitsleistung sowohl im Haushalt zuhause als auch am Arbeitsplatz dem Verlust entsprach. Die geographische Auswahl war getroffen worden, da sie in vielfacher Hinsicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung der USA war. Auf die USA hochgerechnet wurde der Verlust auf über 9 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt.[13]

Eine andere Querschnittsstudie von 2004-2005 in städtischen und ländlichen Bereichen um Atlanta und Macon, Georgia (USA), ermittelte durchschnittliche medizinische Kosten durch ME pro Erkrankten und Jahr von 3.286 US-Dollar und einen Einkommensverlust von 8.554 US-Dollar. Auf die USA hochgerechnet wurden die medizinischen Kosten auf 14 Milliarden und die Einkommensverluste auf 37 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt. Bezüglich der Abweichungen von Kansas-Studie wurde unter anderem auf unterschiedliche Daten zur Verbreitung der Krankheit verwiesen.[14]

Beobachtungen zu möglichen Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das chronische Erschöpfungssyndrom (CES) ist eine systemische Erkrankung mit Fehlregulationen unter anderem des Nervensystems, des Immunsystems und des Hormonsystems. Die Ursachen und Mechanismen der Krankheitsentstehung sind bis heute (Stand 2016) nicht geklärt. Möglicherweise handelt es sich nicht um ein einheitliches Krankheitsbild.[8]

Biologische Reaktionen auf körperliche Belastung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die normalen biologischen Reaktionen auf körperliche Anstrengungen sind in vielfacher Hinsicht gestört. Hierzu zählen unter anderem: kein belebender Effekt; höhere Schmerzempfindlichkeit; herabgesetzte Blutversorgung im Gehirn; niedrigere maximale Herzfrequenz; beeinträchtigte Sauerstoffversorgung der Muskeln.[6]

Immunsystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Auswertung von 2014 von 23 gezielten Einzelstudien zu diesem Themenkomplex zeigte deutliche Hinweise darauf, dass bei ME-Patienten im Unterschied zu gesunden Vergleichspersonen mehrere Abweichung in der Reaktion des Immunsystems auf Anstrengungen vorlagen.[15]

In einer Studie, die auf zwei großen Multicenter-Kohortenstudien zum chronischen Erschöpfungssyndrom (CES) beruht, konnte gezeigt werden, dass nach Krankheitsbeginn sowohl proinflammatorische (entzündungsfördernde) als auch antiinflammatorische (entzündungshemmende) Zytokine aktiviert werden. Das Zusammenspiel der Zytokine ist gestört. Erhöhte Level wurden bei Interleukinen (IL-1a, IL-8, IL-12p40, IL-17A, IL-1RA, IL-4, IL-13), bei TNF-alpha, sowie bei Interferon-γ gefunden. Verminderte Werte zeigten sich bei dem CD-Antigen CD40 und dem Platelet Derived Growth Factor BB. Diese Veränderungen zeigen sich nur innerhalb der ersten drei Jahre, so dass sich dadurch Früh- und Spätstadien der Erkrankung unterscheiden lassen.[16]

Gehirnscans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren (Gehirnscans) wurden sowohl mögliche anatomische als auch mögliche funktionelle Abweichungen bei ME durch den Vergleich von Gruppendaten von Patienten und Vergleichspersonen untersucht.

In einer systematischen Übersichtsarbeit von 2015 wurden 39 Gehirnscan-Studien von 1992 bis 2015 mit ME-Patienten und Vergleichsgruppen aufgelistet. Abweichungen der Durchschnittswerte der ME-Gruppe wurden insgesamt in vielen Gehirnregionen registriert. Die Ergebnisse der Studien waren jedoch derart breit gestreut und uneinheitlich, dass es nicht möglich war, auch nur eine Abweichung zu finden, die als kennzeichnend für ME betrachtet werden konnte.[17]

Eine Entsprechung (Korrelation) zwischen der Stärke einer Abweichung und der Schwere der Krankheit wurde mehrfach festgestellt. Es gab sogar Anzeichen dafür, dass sich vermindertes Gehirnvolumen im Zuge erfolgreicher Therapie wieder in Richtung Normalisierung veränderte. Da begleitende Erkrankungen, wie etwa Depression, jedoch bekanntermaßen zusammen mit denselben oder ähnlichen Abweichungen in Gehirnscans auftreten, konnten bislang keine für ME charakteristischen Besonderheiten bei Gehirnabbildungen gefunden werden.[18]

Symptome[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leitsymptome des chronischen Erschöpfungssyndroms (CES) sind eine deutlich schnellere Erschöpfbarkeit als vor der Erkrankung, und zwar durch körperliche, intellektuelle oder psycho-soziale Belastung, sowie eine Entkräftung nach Belastung. Auch minimale Belastungen, wie Aktivitäten im Alltagsleben oder einfache gedankliche Aufgaben, können entkräftend sein. Die Entkräftung kann sofort nach der Aktivität auftreten oder verzögert erst nach Stunden oder Tagen. Die Erholungsphase nach körperlicher Belastung ist verlängert. Sie beträgt oft 24 Stunden, kann aber auch Tage oder Wochen dauern. Erschöpfung und Erschöpfbarkeit sind nicht Folge ungewöhnlicher Anstrengungen und verbessern sich durch Ausruhen nicht wesentlich. Trotz schwerer Erschöpfung bestehen oft Ein- und Durchschlafstörungen.[6][8]

Daneben bestehen oft neurokognitive Beeinträchtigungen, die belastungsabhängig sein können: z. B. Schwierigkeiten mit der Informationsverarbeitung, verlangsamtes Denken, Beeinträchtigung der Konzentration, Verwirrung oder Desorientierung, kognitive Überlastung, Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen, verlangsamte Sprache, Dyslexie, Wortfindungsschwierigkeiten, Schwierigkeiten mit dem Kurzzeitgedächtnis.[6][8][11]

Häufig beobachtet wurde eine gestörte Orthostase-Reaktion, die bei Gesunden dafür sorgt, dass das Herz-Kreislauf-System auch in aufrechter Stellung einwandfrei funktioniert.[6][8]

Aufgrund der sich wechselseitig beeinflussenden Fehlregulationen des Nervensystems, des Immunsystems und des hormonellen (endokrinen) Systems können eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen weiteren Symptomen auftreten.[6][8][11]

Diagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 80 % der Betroffenen haben Schwierigkeiten, die richtige Diagnose zu erhalten, da Ärzte in der Regel hierfür nicht ausgebildet sind.[19] Objektive Tests für eine Diagnose, etwa bezüglich des Herz-Lungen-Systems und kognitiver Reaktionen, sind jedoch möglich.[20]

Für die Diagnose chronisches Erschöpfungssyndrom (CES) gibt es unterschiedliche Diagnosekriterien.

Kriterienkatalog von 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carruthers und andere haben 2011 ihre als Internationale Konsenskriterienn (ICC) bezeichneten Diagnosekriterien veröffentlicht, und dabei die als kanadisches Konsensdokument von 2003 bezeichneten Diagnosekriterien überarbeitet und aktualisiert:[6]

  1. Zwingend notwendiges Hauptsymptom ist die "neuroimmunologische Erschöpfung nach Anstrengung" (englisch: post-exertional neuroimmune exhaustion, PENE). Dazu werden mindestens sieben Nebensymptome gefordert, die in Gruppen geordnet sind:
  2. Neurologische Beeinträchtigungen (Mindestens je ein Symptom aus drei der folgenden vier Kategorien)
    1. Neurokognitive Beeinträchtigungen, z. B. Informationsverarbeitung oder Kurzzeitgedächtnis
    2. Schmerzen: Kopfschmerzen, Schmerzen in Muskeln, Sehnen, Gelenken, Bauch- oder Brustraum
    3. Schlafstörungen: gestörte Schlafmuster, nicht erholsamer Schlaf
    4. Neurosensorische Wahrnehmungs- oder Bewegungsstörungen
  3. Immunologische, gastrointestinale oder urogenitale Beeinträchtigungen (Mindestens je ein Symptom aus drei der folgenden fünf Kategorien)
    1. Grippeähnliche Symptome, chronisch oder wiederholt, durch Belastung aktiviert oder verstärkt
    2. Anfälligkeit für virale Infektionen, verlängerte Erholungsphasen
    3. Gastrointestinale Beschwerden
    4. Urogenitale Beschwerden
    5. Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln, Medikamenten, Gerüchen oder Chemikalien
  4. Beeinträchtigungen von Energieproduktion/-transport (mindestens ein Symptom)
    1. kardiovaskulär, z. B. orthostatischen Intoleranz
    2. atmungsbezogen
    3. Verlust der Thermostabilität (Kältegefühl, Hitzewallungen etc.)
    4. Intoleranz gegenüber Temperaturextremen

Diagnose-Schema von 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Algorithmus zur Diagnostik des chronischen Erschöpfungssyndroms

Anfang 2015 stellte das Institute of Medicine ein Diagnose-Schema zur Diskussion,[8] nach dem die folgenden drei Symptome vorliegen müssen:

1. Eine erhebliche Beeinträchtigung der Fähigkeiten, sich in beruflichen, schulischen, sozialen und persönlichen Bereichen so zu betätigen wie vor der Erkrankung, die länger als sechs Monate anhält und von einer Erschöpfung begleitet wird, die oft schwerwiegend ist, neu ist oder einen konkreten Beginn hatte (nicht lebenslang besteht). Die Erschöpfung ist nicht die Folge starker Anstrengungen und verbessert sich durch Ausruhen nicht wesentlich.

2. Zustandsverschlechterung nach Belastung (Post Exertional Malaise, kurz: PEM)

3. Nicht erholsamer Schlaf

Zusätzlich muss mindestens eines der beiden folgenden Symptome vorliegen:

1. Kognitive Beeinträchtigung

2. Orthostatische Intoleranz

Schweregrade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Diagnose des chronischen Erschöpfungssyndroms (CES) muss die Schwere der Symptome zu einer beträchtlichen Verminderung des Aktivitätisniveaus des Erkrankten führen, gemessen am subjektiven früheren Aktivitätsniveau. Die Diagnose chronisches Erschöpfungssyndrom (CES) ist zu stellen, wenn das Aktivitätsniveau im Durchschnitt 50 % oder weniger beträgt.[6] Mindestens 25 % der Erkrankten können wenigstens einmal in ihrem Leben ihre Wohnung nicht verlassen oder sind gar bettlägerig.[8]

Im genannten Kriterienkatalog von 2011 wird die Krankheit in vier Stufen eingeteilt:

  1. leicht: eine etwa 50 % Verminderung des Aktivitätsniveaus
  2. moderat: meist ans Haus gefesselt
  3. schwer: meist ans Bett gefesselt
  4. sehr schwer: vollständig ans Bett gefesselt und bei grundlegenden Tätigkeiten auf Hilfe angewiesen.[6]

Therapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt bislang (Stand 2016) keine spezifische Behandlung von ME. Deshalb wird eine an den Patienten angepasste, unterstützende Behandlung der Symptome empfohlen.[19]

Ein angepasstes Ausdauertraining (Graded Exercise Therapy, GET), 15-30 min, 5 Tage/Woche, 12 Sessions in 6 Monaten, und eine angepasste kognitive Verhaltenstherapie (Cognitive Behavioural Therapy, CBT) haben sich in Studien für einen Teil der Patienten als begrenzt wirksam erwiesen. Einige dieser Studien sind jedoch umstritten, da die Auswahl der Patienten nach Definitionen der Krankheit erfolgte, die ihrerseits umstritten sind. Von manchen Patientenorganisationen werden GET und CBT als potenziell schädlich angesehen, da sie bei einigen Personen zu einer Überlastung und Verschlimmerung führen könnten. Stattdessen wird von ihnen eine energetische Anpassung an die Krankheit (Adaptive Pacing Therapy, APT) propagiert. Während die Wirksamkeit von GET und CBT wiederholt nachgewiesen wurde, liegen ausreichende Berichte über die Wirksamkeit von APT bislang (Stand 2016) noch nicht vor.[11][21]

Verlauf und Prognose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlauf der unbehandelten Krankheit wurde in einer Auswertung von 14 Studien untersucht, die 1991-1999 erschienen waren. Hierbei wurden Erstuntersuchungen mit Nachfolgeuntersuchungen nach mehreren Jahren verglichen. Quer über alle Studien betrug die vollständige Erholung 0-31 % (Median 5 %) und die teilweise Erholung 8-63 % (Median 39,5 %). Eine Rückkehr ins Berufsleben zum Zeitpunkt der Nachfolgeuntersuchung lag bei den drei Studien, die diese Frage untersucht hatten, bei 8-30 %.[22]

Kritik am ursprünglichen Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Bezeichnung benigne myalgische Enzephalomyelitis von 1955 (siehe oben) wurde gewählt, weil man eine ähnliche Infektion vermutete wie bei der Kinderlähmung (Poliomyelitis), jedoch ohne Lähmung - daher der Zusatz benigne (gutartig).[1]

Seit den 1990er Jahren wurde jedoch wiederholt darauf verwiesen, dass die Bezeichnung Enzephalomyelitis falsch und irreführend sei, weil eine Entzündung von Gehirn und Rückenmark nie nachgewiesen wurde.[23][24] Auch in der Stellungnahme des Institute of Medicine (IOM) von 2015 zur ME wurde diese Kritik ausdrücklich wiederholt:

„The committee deemed the term “myalgic encephalomyelitis,” although commonly endorsed by patients and advocates, to be inappropriate because of the general lack of evidence of brain inflammation in ME/CFS patients, ...“[8]

Zusatzbelastung durch ärztliches Unverständnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der unklaren und umstrittenen Definitionen der Krankheit sind viele Ärzte nicht oder nicht ausreichend ausgebildet, sie zu erkennen. Deshalb klagen Patienten seit Jahrzehnten nicht nur über enorme Schwierigkeiten, überhaupt eine richtige Diagnose zu bekommen,[19] sondern auch über Misstrauen, Vorwürfe und Herabwürdigung von Seiten mancher Ärzte.[25] Als Folge hiervon wurden viele Patienten oft über Jahre von den Einrichtungen der Gesundheitssysteme mehr oder weniger ausgeschlossen, organisierten sich und veröffentlichten heftige Vorwürfe und Debatten im Internet. Dies führte soweit, dass die Konflikte von Seiten der Medizinsoziologie sogar schon als institutionalisierte und kostspielige Kämpfe eingestuft wurden: "The result is the maintenance of these very expensive struggles for all involved."[26]

Öffentliche Kampagnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationaler ME/CFS-Tag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florence Nightingale

Seit 1995 findet am 12. Mai jedes Jahres in vielen Ländern der Welt der „International ME/CFS/CFIDS Awareness Day“ statt. Das Datum erinnert an den Geburtstag der englischen Krankenschwester Florence Nightingale.[27] Sie litt seit ihrem 35. Lebensjahr an einer ME/CFS-artigen Erkrankung, durch die sie 50 Jahre ihres Lebens ans Bett gefesselt war.[28][29]

Spark![Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2006 und 2007 führten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA eine Medien- und Aufklärungskampagne unter dem Namen „Spark!“ (deutsch: ‚Zündfunke‘) durch. Das Ziel war, sowohl die Öffentlichkeit als auch Angehörige des Gesundheits- und Rechtswesens über das chronische Erschöpfungssyndrom (CES) zu informieren und auf die Schwere der unsichtbaren Erkrankung und Probleme der Erkrankten aufmerksam zu machen.[30]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Unter YouTubeDE, Nightingale428Flore können diverse Filme über das chronische Erschöpfungssyndrom (CES) abgerufen werden.
  • I Remember me, ein Film von Kim A. Snyder, Dokumentarfilm über das gesellschaftliche Unverständnis der Erkrankung, USA 2000
  • Der müde Stürmer, ein Film von Tom Theunissen über den am chronischen Erschöpfungssyndrom (CES) erkrankten Fußballprofi Olaf Bodden aus der ZDF-Reihe 37 Grad. Deutschland 2000
  • Voices from the Shadows, ein Film von Josh Biggs und Natalie Boulton über den teilweise skandalösen Umgang mit schwer am chronischen Erschöpfungssyndrom (CES) Erkrankten, Großbritannien 2011, (63 min.), Trailer
  • „In engen Grenzen – Leben mit CFS“, ein Film von Gabriele und Werner Knauf über den Alltag von CFS-Kranken, Deutschland 2012
  • Forgotten Plague Ein Film von Ryan Prior und Nicole Castillo, USA 2015

Videos

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leitlinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • U.S. Department of Health & Human Services: International Association for Chronic Fatigue Syndrome/Myalgic Encephalomyelitis: Chronic fatigue syndrome/myalgic encephalomyelitis. A primer for clinical practitioners, 2012, PDF (abgerufen 22. Oktober 2016).
  • National Institute for Health and Care Excellence (NICE), Großbritannien: Chronic fatigue syndrome/myalgic encephalomyelitis (or encephalopathy): diagnosis and management. Clinical Guideline. Published: 22. August 2007, PDF (abgerufen 22. Oktober 2016).
  • Bruce M. Carruthers, Marjorie I. van de Sande: Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome: A Clinical Case Definition and Guidelines for Medical Practitioners - An Overview of the Canadian Consensus Document, Overview from 2005 on the Guidelines of 2003, PDF (abgerufen 22. Oktober 2016).

Forschungsübersichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • L. A. Jason, M. L. Zinn, M. A. Zinn: Myalgic Encephalomyelitis: Symptoms and Biomarkers. In: Current neuropharmacology. Band 13, Nummer 5, 2015, S. 701–734, PMID 26411464, PMC 4761639 (freier Volltext) (Review).
  • F. N. Twisk: Accurate diagnosis of myalgic encephalomyelitis and chronic fatigue syndrome based upon objective test methods for characteristic symptoms. In: World journal of methodology. Band 5, Nummer 2, Juni 2015, S. 68–87, doi:10.5662/wjm.v5.i2.68, PMID 26140274, PMC 4482824 (freier Volltext) (Review).
  • B. D. J. Torpy, M. Saranapala: Chronic Fatigue Syndrome. In: De Groot LJ, Beck-Peccoz P, Chrousos G, Dungan K, Grossman A, Hershman JM, Koch C, McLachlan R, New M, Rebar R, Singer F, Vinik A, Weickert MO, editors. Endotext [Internet]. South Dartmouth (MA): MDText.com, Inc.; 2000-. Last updated 2014 Nov 20, PMID 25905324 (freier Volltext) (Review).
  • D. B. Fischer, A. H. William, A. C. Strauss, E. R. Unger, L. Jason, G. D. Marshall, J. D. Dimitrakoff: Chronic Fatigue Syndrome: The Current Status and Future Potentials of Emerging Biomarkers. In: Fatigue: biomedicine, health & behavior. Band 2, Nummer 2, Juni 2014, S. 93–109, doi:10.1080/21641846.2014.906066, PMID 24932428, PMC 4052724 (freier Volltext) (Review).
  • J. Nijs, A. Nees, L. Paul, M. De Kooning, K. Ickmans, M. Meeus, J. Van Oosterwijck: Altered immune response to exercise in patients with chronic fatigue syndrome/myalgic encephalomyelitis: a systematic literature review. In: Exercise immunology review. Band 20, 2014, S. 94–116, PMID 24974723 (freier Volltext) (Review).

Einführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Committee on the Diagnostic Criteria for Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome, Board on the Health of Select Populations, Institute of Medicine: Beyond Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome: Redefining an Illness. National Academies Press (US), Washington (DC), 10. Februar 2015, PMID 25695122 (freier Volltext) (Review).
  • Robert Koch-Institut (RKI): Erkenntnisstand zum „Chronic Fatigue Syndrome“ (CFS), Analyse von 43 internationalen Übersichtsarbeiten (2009-2014) und 28 weiteren Quellen im Auftrag des deutschen Bundesgesundheitsministeriums (BMG), Berlin 2015, PDF (abgerufen 27. Oktober 2016).
  • B. M. Carruthers, M. I. van de Sande, K. L. De Meirleir, N. G. Klimas, G. Broderick, T. Mitchell, D. Staines, A. C. Powles, N. Speight, R. Vallings, L. Bateman, B. Baumgarten-Austrheim, D. S. Bell, N. Carlo-Stella, J. Chia, A. Darragh, D. Jo, D. Lewis, A. R. Light, S. Marshall-Gradisbik, I. Mena, J. A. Mikovits, K. Miwa, M. Murovska, M. L. Pall, S. Stevens: Myalgic encephalomyelitis: International Consensus Criteria. In: Journal of internal medicine. Band 270, Nummer 4, Oktober 2011, S. 327–338, doi:10.1111/j.1365-2796.2011.02428.x, PMID 21777306, PMC 3427890 (freier Volltext) (Review).
  • Alexandra Martin: Chronische Erschöpfung und chronisches Erschöpfungssyndrom, in: Winfried Rief, Peter Henningsen: Psychosomatik und Verhaltensmedizin, Schattauer, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-7945-3045-8, S. 676–690, Vorschau Google Books (abgerufen 24. Oktober 2016).
  • C. Scheibenbogen, H.-D. Volk, P. Grabowski, K. Wittke, C. Giannini, B. Hoffmeister, L. Hanitsch: Chronisches Fatigue-Syndrom: Heutige Vorstellung zur Pathogenese, Diagnostik und Therapie, in: tägliche praxis - Die Zeitschrift für Allgemeinmedizin, Heft 55, 2014, S. 567–574, PDF (abgerufen 25. Oktober 2016).
  • Alexandra Martin, Martin Härter, Peter Henningsen, Wolfgang Hiller, Birgit Kröner-Herwig, Winfried Rief: Chronisches Erschöpfungssyndrom, in: Dieselben: Evidenzbasierte Leitlinie zur Psychotherapie somatoformer Störungen und assoziierter Syndrome, Band 4 von Evidenzbasierte Leitlinien Psychotherapie, Hogrefe, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8409-2524-5, S. 92–107, Vorschau Google Books (abgerufen 24. Oktober 2016).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Myalgische Enzephalomyelitis (ME) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b W. Wojcik, D. Armstrong, R. Kanaan: Chronic fatigue syndrome: labels, meanings and consequences. In: Journal of psychosomatic research. Band 70, Nummer 6, Juni 2011, S. 500–504, doi:10.1016/j.jpsychores.2011.02.002, PMID 21624573, PDF (abgerufen 29. Oktober 2016).
  2. E. D. Acheson: The clinical syndrome variously called benign myalgic encephalomyelitis, Iceland disease and epidemic neuromyasthenia. In: The American journal of medicine. Band 26, Nummer 4, April 1959, S. 569–595, PMID 13637100, PDF (abgerufen 29. Oktober 2016).
  3. G. P. Holmes, J. E. Kaplan, N. M. Gantz, A. L. Komaroff, L. B. Schonberger, S. E. Straus, J. F. Jones, R. E. Dubois, C. Cunningham-Rundles, S. Pahwa: Chronic fatigue syndrome: a working case definition. In: Annals of internal medicine. Band 108, Nummer 3, März 1988, S. 387–389, PMID 2829679, PDF (abgerufen 29. Oktober 2016).
  4. K. Fukuda, S. E. Straus, I. Hickie, M. C. Sharpe, J. G. Dobbins, A. Komaroff: The chronic fatigue syndrome: a comprehensive approach to its definition and study. International Chronic Fatigue Syndrome Study Group. In: Annals of internal medicine. Band 121, Nummer 12, Dezember 1994, S. 953–959, PMID 7978722 PDF (abgerufen 29. Oktober 2016).
  5. Carruthers BM, Jain AK, et al.: Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome: Clinical Working Case Definition, Diagnostic and Treatment Protocols. Journal of Chronic Fatigue Syndrome, Vol. 11(1) 2003, S. 7–115, PDF (abgerufen 29. Oktober 2016).
  6. a b c d e f g h i B. M. Carruthers, M. I. van de Sande, K. L. De Meirleir, N. G. Klimas, G. Broderick, T. Mitchell, D. Staines, A. C. Powles, N. Speight, R. Vallings, L. Bateman, B. Baumgarten-Austrheim, D. S. Bell, N. Carlo-Stella, J. Chia, A. Darragh, D. Jo, D. Lewis, A. R. Light, S. Marshall-Gradisbik, I. Mena, J. A. Mikovits, K. Miwa, M. Murovska, M. L. Pall, S. Stevens: Myalgic encephalomyelitis: International Consensus Criteria. In: Journal of internal medicine. Band 270, Nummer 4, Oktober 2011, S. 327–338, doi:10.1111/j.1365-2796.2011.02428.x, PMID 21777306, PMC 3427890 (freier Volltext) (Review).
  7. U.S. Department of Health & Human Services: International Association for Chronic Fatigue Syndrome/Myalgic Encephalomyelitis: Chronic fatigue syndrome/myalgic encephalomyelitis. A primer for clinical practitioners, 2012, PDF (abgerufen 22. Oktober 2016).
  8. a b c d e f g h i j Committee on the Diagnostic Criteria for Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome, Board on the Health of Select Populations, Institute of Medicine: Beyond Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome: Redefining an Illness. National Academies Press (US), Washington (DC), 10. Februar 2015, PMID 25695122 (freier Volltext) (Review).
  9. Y. Christley, T. Duffy, C. R. Martin: A review of the definitional criteria for chronic fatigue syndrome. In: Journal of evaluation in clinical practice. Band 18, Nummer 1, Februar 2012, S. 25–31, doi:10.1111/j.1365-2753.2010.01512.x, PMID 21029269 (Review).
  10. L. A. Jason, J. A. Richman, A. W. Rademaker, K. M. Jordan, A. V. Plioplys, R. R. Taylor, W. McCready, C. F. Huang, S. Plioplys: A community-based study of chronic fatigue syndrome. In: Archives of internal medicine. Band 159, Nummer 18, Oktober 1999, S. 2129–2137, PMID 10527290.
  11. a b c d Robert Koch-Institut (RKI): Erkenntnisstand zum „Chronic Fatigue Syndrome“ (CFS), Analyse von 43 internationalen Übersichtsarbeiten (2009-2014) und 28 weiteren Quellen im Auftrag des deutschen Bundesgesundheitsministeriums (BMG), Berlin 2015, PDF (abgerufen 27. Oktober 2016).
  12. Bundestags-Drucksache 17/12468, 23. Februar 2013, Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE: Situation der Patientinnen und Patienten mit Chronischem Erschöpfungssyndrom. (abgerufen 6. Oktober 2016)
  13. K. J. Reynolds, S. D. Vernon, E. Bouchery, W. C. Reeves: The economic impact of chronic fatigue syndrome. In: Cost effectiveness and resource allocation : C/E. Band 2, Nummer 1, Juni 2004, S. 4, doi:10.1186/1478-7547-2-4, PMID 15210053, PMC 449736 (freier Volltext).
  14. J. M. Lin, S. C. Resch, D. J. Brimmer, A. Johnson, S. Kennedy, N. Burstein, C. J. Simon: The economic impact of chronic fatigue syndrome in Georgia: direct and indirect costs. In: Cost effectiveness and resource allocation : C/E. Band 9, Nummer 1, Januar 2011, S. 1, doi:10.1186/1478-7547-9-1, PMID 21251294, PMC 3033815 (freier Volltext).
  15. J. Nijs, A. Nees, L. Paul, M. De Kooning, K. Ickmans, M. Meeus, J. Van Oosterwijck: Altered immune response to exercise in patients with chronic fatigue syndrome/myalgic encephalomyelitis: a systematic literature review. In: Exercise immunology review. Band 20, 2014, S. 94–116, PMID 24974723 (freier Volltext) (Review).
  16. M. Hornig, J. G. Montoya, N. G. Klimas, S. Levine, D. Felsenstein, L. Bateman, D. L. Peterson, C. G. Gottschalk, A. F. Schultz, X. Che, M. L. Eddy, A. L. Komaroff, W. I. Lipkin: Distinct plasma immune signatures in ME/CFS are present early in the course of illness. In: Science advances. Band 1, Nummer 1, Februar 2015, S. , doi:10.1126/sciadv.1400121, PMID 26079000, PMC 4465185 (freier Volltext).
  17. L. A. Jason, M. L. Zinn, M. A. Zinn: Myalgic Encephalomyelitis: Symptoms and Biomarkers. In: Current neuropharmacology. Band 13, Nummer 5, 2015, S. 701–734, PMID 26411464, PMC 4761639 (freier Volltext) (Review).
  18. D. B. Fischer, A. H. William, A. C. Strauss, E. R. Unger, L. Jason, G. D. Marshall, J. D. Dimitrakoff: Chronic Fatigue Syndrome: The Current Status and Future Potentials of Emerging Biomarkers. In: Fatigue: biomedicine, health & behavior. Band 2, Nummer 2, Juni 2014, S. 93–109, doi:10.1080/21641846.2014.906066, PMID 24932428, PMC 4052724 (freier Volltext) (Review).
  19. a b c A. C. Bested, L. M. Marshall: Review of Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome: an evidence-based approach to diagnosis and management by clinicians. In: Reviews on environmental health. Band 30, Nummer 4, 2015, S. 223–249, doi:10.1515/reveh-2015-0026, PMID 26613325 (freier Volltext) (Review).
  20. F. N. Twisk: Accurate diagnosis of myalgic encephalomyelitis and chronic fatigue syndrome based upon objective test methods for characteristic symptoms. In: World journal of methodology. Band 5, Nummer 2, Juni 2015, S. 68–87, doi:10.5662/wjm.v5.i2.68, PMID 26140274, PMC 4482824 (freier Volltext) (Review).
  21. M. M. Marques, V. De Gucht, M. J. Gouveia, I. Leal, S. Maes: Differential effects of behavioral interventions with a graded physical activity component in patients suffering from Chronic Fatigue (Syndrome): An updated systematic review and meta-analysis. In: Clinical psychology review. Band 40, August 2015, S. 123–137, doi:10.1016/j.cpr.2015.05.009, PMID 26112761 (Review), PDF (abgerufen 4. November 2016).
  22. R. Cairns, M. Hotopf: A systematic review describing the prognosis of chronic fatigue syndrome. In: Occupational medicine. Band 55, Nummer 1, Januar 2005, S. 20–31, doi:10.1093/occmed/kqi013, PMID 15699087 (freier Volltext) (Review).
  23. Royal College of Physicians of London: Chronic Fatigue Syndrome: Report of a Joint Working Group of the Royal Colleges of Physicians, Psychiatrists and General Practitioners, Royal College of Physicians, London 1996, ISBN 9781860160462, S. 5f.
  24. B. Evengård, R. S. Schacterle, A. L. Komaroff: Chronic fatigue syndrome: new insights and old ignorance. In: Journal of internal medicine. Band 246, Nummer 5, November 1999, S. 455–469, PMID 10583715 (freier Volltext) (Review).
  25. L. Larun, K. Malterud: Identity and coping experiences in Chronic Fatigue Syndrome: a synthesis of qualitative studies. In: Patient education and counseling. Band 69, Nummer 1–3, Dezember 2007, S. 20–28, doi:10.1016/j.pec.2007.06.008, PMID 17698311 (Review), PDF (abgerufen 2. November 2016).
  26. J. Dumit: Illnesses you have to fight to get: facts as forces in uncertain, emergent illnesses. In: Social science & medicine (1982). Band 62, Nummer 3, Februar 2006, S. 577–590, doi:10.1016/j.socscimed.2005.06.018, PMID 16085344, PDF (abgerufen 2. November 2016).
  27. Provincial Government of British Columbia (1995), Resolution #941109
  28. L.A. Jason, R.R. Taylor, S. Plioplys, Z. Stepanek, J. Shlaes: Evaluating attributions for an illness based upon the name: chronic fatigue syndrome, myalgic encephalopathy and Florence Nightingale disease, Am J Community Psychol, 2002 30(1):133–48. PMID 11928774
  29. L. McDonald (Ed.): Florence Nightingale: An Introduction to Her Life and Family, Laurier Press, 2002. ISBN 978-0-88920-387-7
  30. Centers for Disease Control and Prevention
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!