Chronologie der Luftfahrt

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Dieser Artikel gibt einen streng zeitlich geordneten Überblick über die Entwicklung der Luftfahrt. Eine an einzelnen Themen orientierte Darstellung findet sich im Artikel Geschichte der Luftfahrt.

Chronologie[Bearbeiten]

bis 1782: Anfänge der Luftfahrt[Bearbeiten]

Flugspirale von Leonardo da Vinci (Manuskript B, Folio 83v), datiert um 1487−1490
zeitgenössische Darstellung von Lagari Hasan Çelebis Raketenflug (s. 1633)
Zeitgenössische Darstellung von Gusmãos Flugapparat (s. 1709)
Deckblatt von Bauers Flugzeughandschrift (s. 1765)
Flugapparat von Carl Friedrich Meerwein (s. 1782)
  • 5. Jahrhundert v. Chr.
Drachen sind die ersten historisch nachweisbaren, vom Menschen geschaffenen Fluggeräte (China 5. Jahrhundert v. Chr.).
  • 875
Der arabische Gelehrte Abbas Ibn Firnas fliegt laut einer Zuschreibung aus dem 17. Jahrhundert mit einem Hängegleiter von einem Berg bei Cordoba.
  • 10. Jahrhundert
Der Fesseldrachen ist vermutlich über den pazifischen Raum verbreitet und wird zu bemannten, militärischen, religiösen und zeremoniellen Zwecken eingesetzt.
  • 1000-1010
Der englische Mönch Eilmer von Malmesbury unternimmt einen Gleitflug von zweihundert Metern Länge.
  • circa 1260
Roger Bacon entwirft in seiner Schrift De secretis operibus artis et naturae einen Ornithopter.
  • 1282
Marco Polo berichtet über bemannte und rituelle Drachenaufstiege.
  • 1326
Darstellung eines geflügelten Luftsackdrachens in der Schrift „De nobilitatibus“.
  • circa 1400
Anwendung von Feuerdrachen im europäischen Kriegswesen.
  • 1486–1513
Flugtechnische und mathematische Studien von Leonardo da Vinci (1452–1519). In seinen Aufzeichnungen, wie dem „Manuskript über den Vogelflug“ und den sogenannten „Pariser Manuskripten“, finden sich unter anderem: ein Fallschirmentwurf, ein Hubschrauber [1], Entwürfe für Schwingenflugzeuge, Strömungsuntersuchungen und Stromlinienkörper.[2]
  • 1496
Der italienische Mathematiker Giambattista Danti fliegt angeblich von einem Turm der Stadt Perugia.
  • circa 1500
Auf seinem Triptychon „Die Versuchung des heiligen Antonius“ stellt Hieronymus Bosch zwei kämpfende Luftschiffe über einer brennenden Stadt dar.
  • 1558
Giambattista della Porta veröffentlicht eine vollständige Theorie und Baubeschreibung des Flächendrachens.
  • 1616
Fausto Veranzio veröffentlicht eine Zeichnung eines Fallschirmspringers betitelt Homo volans („fliegender Mensch“).
Der Augsburger Schuhmacher Salomon Idler unternimmt einen Flugversuch.
  • 1633
Lagâri Hasan Çelebi, der Bruder von Hezarfen Ahmed Çelebi (s.u.), wird in einer Beschreibung des osmanischen Schriftstellers Evliya Çelebi als der erste Mensch genannt, der erfolgreich einen Raketenflug absolviert habe. Der Raketentreibstoff sei Schwarzpulver gewesen, der Flug habe innerhalb 20 Sekunden in eine Höhe von 300 Metern geführt. Danach sei der Sturz in den Bosporus mit künstlichen Flügeln abgebremst worden.
  • 1638 (1632?)
Dem türkischen Polyhistoren Hezarfen Ahmed Çelebi gelingt nach einer Beschreibung des osmanischen Schriftstellers Evliya Çelebi mit künstlichen Flügeln ein drei Kilometer weiter Gleitflug vom Galataturm nach Üsküdar. Çelebi soll daraufhin nach Algerien verbannt worden sein.
  • 1644
Dem italienischen Physiker Evangelista Torricelli gelingt der Nachweis des Luftdruckes und die Erzeugung eines luftleeren Raumes, der „Torricellische Leere“.
  • 1654
Der Physiker und Bürgermeister von Magdeburg Otto von Guericke misst das Gewicht der Luft.
  • 1670
In seiner Schrift „Prodromo“ („Vorbote“) beschreibt der Jesuit Francesco Lana Terzi ein Vakuum-Luftschiffprojekt, das als erster realistischer technischer Entwurf für ein Luftschiff gilt. Lana schreibt jedoch: „Gott wird es niemals zulassen, dass eine solche Maschine zustande kommt…denn wer sieht nicht, dass keine Stadt vor Überfällen sicher wäre…“.
  • 1709
Im August absolvierte der brasilianische Augustinerpater Bartolomeu Lourenço de Gusmão in Lissabon mehrere Heißluftballonversuche.
  • 1765
Melchior Bauer, Sohn eines Handfronbauern aus Lehnitzsch bei Altenburg / Thüringen beschreibt in seiner einzigartigen Flugzeughandschrift (1921 im thüringischen Staatsarchiv Greiz wiederentdeckt), veranschaulicht durch Konstruktionszeichnungen, ein Gleitflugzeug mit starren V-förmigen Flügeln.
  • 1777
Der Sträfling Dominikus Dufort springt mit einem „Fallschirm-Gewand“ in St. Louis von einem hohen Gebäude und wird mit einer spontanen Geldsammlung belohnt.
  • 1782
Carl Friedrich Meerwein, ein badischer Baumeister, veröffentlicht eine Studie mit dem Titel „Der Mensch! sollte der nicht auch mit Fähigkeiten zum Fliegen gebohren seyn?“. Darin berechnet er aufgrund detaillierter Messungen an verschiedenen Vogelarten Größe und Gewicht eines Flugapparats, mit dem ein Mensch nach seiner Überzeugung fliegen kann. Dieser Arbeit fügt er auch Detailzeichnungen seiner Maschine bei und gibt die Materialien für den Bau vor.

1783–1890: Ballone und Fluggeräte[Bearbeiten]

Start zur ersten bemannten Ballonfahrt
Der bei Gonesse geplatzt niedergehende Wasserstoffballon des Parisers Jacques Charles
Charles Greens Ballon in Weilburg, 1836
Stringfellows Flugmaschine, 1848
  • 1784
Meerwein unternimmt mit seinem Flugapparat in Emmendingen einen ersten Flugversuch, der jedoch ebenso scheitert wie ein zweiter Versuch 1785 in Gießen.
  • 1785
Der Ärmelkanal wird erstmals mit einem Ballon überquert.
  • 1797
22. Oktober: André-Jacques Garnerin springt mit einem Fallschirm von einem Ballon ab und wird „offizieller französischer Staatsluftfahrer“.
  • 1799
Der Engländer Sir George Cayley (1773–1857) skizziert ein Gleitflugzeug mit einem Seiten- und Höhenleitwerk. Sein Manuskript gilt als Ausgangspunkt für die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Fluggerät „schwerer als Luft“. Orville Wright: „Cayley war es, der die damals herrschende Verwirrung beseitigen half. […] Er wusste mehr als irgendeiner seiner Vorgänger […] und Nachfolger bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.“
  • 1804
Sir George Cayley, der „Vater der Aeronautik“, baut aufbauend auf seinem Flugzeugkonzept von 1799 ein erfolgreiches Gleitflugmodell, unbemannt.
  • 1807–1816
Jakob Degen konstruiert 1807 ein Schlagflügelflugzeug, 1808 ein Fluggerät mit einem Wasserstoffballon, 1816 eine Luftschraube mit Uhrwerkantrieb (Hubschraubermodell).
  • 1811
31. Mai: Der Schneidermeister Albrecht Ludwig Berblinger aus Ulm, der in die Geschichte als der „Schneider von Ulm“ eingeht, versucht – in Anwesenheit der königlichen Familie – mit einem Flugapparat von der Adlerbastei aus über die Donau zu fliegen. Der Flug misslingt.
  • 1821
19. Juli: Benutzung von Leuchtgas zur Ballonfüllung (Charles Green).
  • 1836
7. und 8. November: Ballonfahrt über 722 km von London nach Weilburg durch Charles Green, Robert Hollond und Thomas Monk-Mason.
  • 1839
Charles Green und der Astronom Spencer Rush steigen im Freiballon auf 7900 m Höhe.
  • 1842
November: Erster vollständiger Entwurf eines Motorflugzeuges mit Dampfmaschinenantrieb durch den englischen Ingenieur William Samuel Henson. Die Patentschrift knüpft an die Arbeiten Cayleys an. Der Gründungsantrag für eine „Aerial Transport Company“ (Aktiengesellschaft) wird im englischen Unterhaus unter lautem Gelächter abgelehnt.
  • 1844
Die Einführung der noch heute gebräuchlichen Reißbahn durch den US-Amerikaner John Wise ermöglicht sichere Ballonlandungen.
  • 1848
Juni: John Stringfellow gelingt mit einem dampfgetriebenen Eindecker-Modell (Spannweite 3 m) ein erfolgreicher Flug über 40 yd (36,58 m) in einem großen Raum einer Fabrik.
  • 1849
    • 7. Oktober: Der Franzose Francisque Arban überquert im Freiballon die Alpen (Marseille-Stubini bei Turin).
    • Sir George Cayley baut einen manntragenden Dreidecker, der durch Seilstart am Hang erprobt wird.
  • 1852
    • 24. September: Die erste motorgetriebene Luftschifffahrt: Henri Giffards dampfgetriebene Konstruktion erreicht eine Geschwindigkeit von etwa 10 km/h.
    • Gründung der ersten Gesellschaft zur Förderung der Luftfahrt (Societe Aerostatique de France).
  • 1853
George Cayleys Gleitflugzeug, einem Eindecker, geführt von Cayleys Kutscher, gelingt der erste erfolgreiche bemannte Gleitflug.
  • 1857
    • Nach erfolgreichen Modellversuchen erhalten die französischen Brüder du Temple de la Croix ein Patent über ein Motorflugzeug.
    • Der französische Kapitän Jean Marie Le Bries unternimmt nach Vogelstudien (Albatros) Flugversuche mit Schleppstart, die erfolgreich gewesen sein sollen. Der Flugapparat ist in einer frühen Fotografie (Nadar) belegt.
  • 1858
Der französische Luftfahrer Nadar macht die erste Luftaufnahme.
  • 1859
1. und 2. Juli: Ballonfahrt über 1292 km durch John Wise mit drei Begleitern (St. Louis-Henderson, USA).
  • 1862
5. September: Der Aeronaut Coxwell und der englische Physiker James Glaisher erreichen bei einem Aufstieg eine Höhe von 9 000 m.
  • 1865
    • Jules Verne beschreibt in seinem Roman Die Reise zum Mond den Raketenstart von Cape Kennedy, von wo aus viele Jahre später tatsächlich die amerikanischen Raketenstarts erfolgen.
    • 20. September: Jacob Brodbeck, unbemannter, motorisierter Flug, schwerer als Luft. Als Antrieb wurde eine Metallspirale ähnlich wie in einer Taschenuhr verwendet.
    • Der Franzose d’Esterno schreibt in seinem Buch Über den Flug der Vögel: „Der Gleitflug scheint für die schweren Vögel charakteristisch zu sein; es spricht nichts dagegen, dass es der Mensch bei günstigen Windverhältnissen diesen Vögeln gleichtut.“
    • Der französische Kunstmaler und Landwirt Louis Mouillard unternimmt einen erfolgreichen Flugversuch. Nach jahrelangem Vogelstudium gab er 1881 sein Buch Das Reich der Lüfte (L’empire de l’air) heraus, in dem er die Nachahmung des Gleit- und Segelflugs der Vögel, nicht aber des Schwingenflugs für möglich hält.
  • 1867
Henri Giffard installiert auf der Pariser Weltausstellung einen Riesen-Fesselballon für 20 Personen.
  • 1868
    • Matthew Piers Watt Boulton erhält ein englisches Patent für die Anwendung von Querrudern.
    • Erste Luftfahrtausstellung im Londoner Kristallpalast.
  • 1870/1871
Deutsch-Französischer Krieg: Im belagerten Paris werden insgesamt 66 Ballone gestartet, um den Belagerungsring zu überwinden.
  • 1872
    • 2. Februar: Der französische Marineingenieur Henri Dupuy de Lôme erreicht mit einem muskelkraftgetriebenen Luftschiff eine Geschwindigkeit von 9 bis 11 km/h.
    • 13. Dezember: Erprobung des ersten Luftschiffes mit einem Gasmotor durch den deutschen Ingenieur Paul Haenlein in Brünn. Sein Luftschiff Aeolus erreicht 18 km/h. Die Versuche werden aus Geldmangel abgebrochen.
  • 1874
    • 5. Juli: Der Belgier Vincent de Groof verunglückt bei einem Schwingenflugversuch tödlich, als die durch die Arme zu betätigenden Schwingen nach dem Start vom Ballon aus zusammenklappen.
    • Auftriebs- und Widerstandsmessungen an Tragflügelprofilen durch Otto und Gustav Lilienthal, die erst 1889 veröffentlicht werden. Erforschung u. a. des Vorteils der gewölbten Fläche.
  • 1875
    • Der Engländer Thomas Moy erprobt ein gefesseltes Motorflugmodell mit Dampfmaschinenantrieb und 4 m Spannweite.
    • 15. April: Die wissenschaftliche Höhenfahrt des Ballons Zenith auf 8000 m endet mit dem Tod zweier Luftfahrer und der Ertaubung von Gaston Tissandier.
  • 1876
Die Franzosen Alphonse Pénaud und Paul Gauchot nehmen ein Patent für ein Motorflugzeug mit Einziehfahrwerk, Flügel-V-Form, Steuerknüppel.
  • 1877
Erster Flug eines dampfgetriebenen Modellhubschraubers von Enrico Forlanini.
  • 1879
Der Franzose Victor Tatin baut ein Motorflugmodell mit Luftschrauben und Druckluftmotor, das erfolgreich Bodenstarts ausführt.
  • 1881
Der Russe Alexander Fjodorowitsch Moshaiski erhält ein Patent für ein Motorflugzeug mit Dampfmaschinenantrieb.
  • 1882
Der in Berlin gegründete „Deutsche Verein zur Förderung der Luftschifffahrt“ gibt die erste deutsche Fachzeitschrift zur Luftfahrt heraus.
  • 1883
Der Deutsche Gottlieb Daimler erfindet den schnelllaufenden Verbrennungsmotor, der durch sein günstigeres Verhältnis zwischen Leistung und Gewicht für die Luftfahrt geeignet ist.
Ballon von Renard und Krebs
  • 1883/1884
Luftschiffe mit Elektromotoren (Brüder Tissandier, Renard und Krebs). Das Luftschiff von Renard und Krebs vollführt am 9. August 1884 die erste Fahrt in geschlossener Kreisbahn.
  • 1884
    • Der Russe Alexander Fjodorowitsch Moshaiski absolviert angeblich zwei erfolgreiche Motorflüge mit Dampfmaschinen in Krasnoye Selo über ca. 20 bzw. 30 Meter.
    • Der Engländer Horatio F. Philipps erhält ein Patent auf gewölbte Flügelprofile.
  • 1886
12. und 13. September: Ballonfahrt über 24 Stunden Dauer durch die Franzosen Hervé und Alluard.
  • 1888
10. August: 1. Auffahrt mit einem Benzinmotor (Motorluftfahrt), der Antriebsquelle, mit der die Luftfahrt erst möglich wurde. Das Luftschiff war von Dr. Friedrich Wölfert (und dem 1884 verstorbenen Mitentwickler Georg Baumgarten), der Motor von Gottlieb Daimler konstruiert worden. Start war auf dem Fabrikhof Daimlers in Cannstatt. Das Luftschiff landete auf dem Exerzierplatz in Aldingen, nach etwa 10 km. Weitere Starts erfolgten in Augsburg, München und Wien.[3]
  • 1889
Otto Lilienthal veröffentlicht sein Buch Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst. Seine Messungen an Tragflügeln, dargestellt in sogenannten Polardiagrammen, werden die Grundlage unseres heutigen Begriffssystems und belegen die Vorteile der Flügelwölbung.
  • 1890
9. Oktober: Clément Aders dampfgetriebenes Flugzeug Eole stürzt nach einem Flug von 50 Metern ab.

1891–1899: Erste kontrollierte Flüge[Bearbeiten]

Lilienthal 1891 zwischen Krielow und Derwitz
Hier lernte die Menschheit Fliegen

Die ersten systematischen Flugversuche mit starren Segelfluggeräten unternahm dann der Deutsche Otto Lilienthal (1891) in Berlin und in Brandenburg. Ihm gelangen mit seinen Fluggeräten beachtliche Gleitflüge (mehr als 6000). Sein Verdienst um die Entwicklung der Luftfahrt besteht vor allem in seinen Studien zur Steuerbarkeit der Luftfahrzeuge.

  • 1891
Otto Lilienthal erreicht Flugweiten bis 25 Meter. Diese gelten heute als die ersten sicheren, wiederholbaren Gleitflüge der Geschichte und seine Methode „vom Sprung zum Flug“ als die einzige, die ein Erlernen des Fliegens ermöglicht. Lilienthal verunglückte jedoch tödlich, bevor er sein endgültiges Ziel, den gesteuerten Motorflug, erreichen konnte.
  • 1893
Der Australier Hargrave führt auf einem aeronautischen Kongress in Sydney den Kastendrachen vor. Er wird Vorbild für zahlreiche wissenschaftliche Drachen bis hin zum Flugzeug.
Erste Experimente des Engländers Philipps mit einem 50-Decker.
  • 1894
4. Dezember, Der polnische Meteorologe Arthur Berson steigt im Freiballon auf 9155 m Höhe.
Das Großflugzeug des Amerikaners H.S. Maxims wird bei Rollversuchen, die ausreichenden Auftrieb zeigten, beschädigt. Er stellte daraufhin seine Versuche, die schon Hunderttausende verschlungen hatten, ein.
Otto Lilienthal nimmt mit dem „Normal-Segelapparat“ die erste Serienfertigung eines Flugzeugs auf. Er erreicht mit verschiedenen Flugzeugkonstruktionen Flugweiten bis 250 m.
Das Buch „Progress in Flying Machines“ von Octave Chanute (USA) als Zusammenfassung einer Artikelserie im „American Engineer and Railroad Journal“ ist eine umfassende Darstellung des weltweiten Entwicklungsstandes auf dem Weg zum Flugzeug.
1895 bis 1899 Der englische Ingenieur Percy Sinclair Pilcher arbeitet erfolgreich auf dem Gebiet des Gleit- und Motorfluges. Er verunglückt am 30. September 1899 bei einer Gleitflugvorführung tödlich.
  • 1896
6. Mai, Erster Flug des Motorflugmodells mit Dampfmaschinenantrieb des Amerikaners Prof. Samuel Pierpont Langley über 1 km Entfernung.
9. August, Otto Lilienthal „überzieht“ bei einem Routineflug in den Stöllner Bergen und stirbt am Folgetag an der Wirbelsäulenverletzung als Folge des Absturzes.
Ab Juni. Der Eisenbahningenieur Octave Chanute organisiert Fliegerlager am Michigansee. Erprobt werden u. a. ein Lilienthal-Gleiter (Nachbau) und ein von Chanute gebauter Doppeldecker, der die Grundlage für die weitere Entwicklung der Flugtechnik wird.
Erfindung des Drachenballons für Beobachtungszwecke bei größeren Windstärken durch die Deutschen August von Parseval und Hans Bartsch von Sigsfeld.
12. Juni, Friedrich Hermann Wölfert und sein Mechaniker kommen bei einer Demonstration über dem Tempelhofer Feld mit ihrem benzingetriebenen Luftschiff bei dessen Brand ums Leben.
11. Juli, Salomon August Andrée, N. Strindberg und K. Fraenkel starten auf Spitzbergen mit einem Freiballon zur Nordpol-Expedition. Sie werden erst 1930 tot aufgefunden. Das gefundene Filmmaterial ließ sich noch entwickeln.
3. November, Aufstieg eines Aluminium-Luftschiffes des Ungarn David Schwarz in Berlin.
  • 1898
20. September, Alberto Santos Dumonts erster Flug mit seinem Luftschiff „Nr. 1“, welches angetrieben wurde von einem 3,5 PS De-Dion-Benzinmotor.
  • 1899
13. September fuhr Alberto Santos Dumont mit seinem Luftschiff „Nr. 3“ 20 Minuten und umfuhr dabei erstmals den Eiffelturm. Er machte mit seinem Luftschiff ein Dutzend Fahrten und stellte mit 23 Stunden in der Luft einen Rekord auf.

1900–1909: Erster Motorflug[Bearbeiten]

Flugpioniere um 1900 waren unter anderem Karl Jatho aus Hannover, Wilhelm Kress aus Wien, Lyman Gilmore, Richard Pearse und Gustav Weißkopf (Bayern/USA). Mit Fahrrad- bzw. Maschinenbau und Tragflächen-Experimenten kamen sie zu Teilerfolgen im Motorflug und zu Weiterentwicklungen (Steuerknüppel, Drachenflug, Flugzeugwerke).

Aber der Durchbruch der Fliegerei und die Entwicklung von Fluggeräten zu ernst zu nehmenden Verkehrsmitteln gelang erst nach der Erfindung kleiner, mobiler Verbrennungsmotoren, wie sie durch Gottlieb Daimler und durch Carl Benz für den Einsatz in Straßen- und Wasserfahrzeugen aus dem Ottomotor entwickelt worden waren.

Mit Hilfe eines solchen Benzinmotors gelang den amerikanischen Brüdern Orville und Wilbur Wright im Jahre 1903 der erste erfolgreiche gesteuerte Motorflug, der durch die von ihnen erfundene aerodynamische Flugsteuerung um alle drei Achsen möglich wurde.

  • 1900
2. Juli, Erster Aufstieg des Starrluftschiffes LZ 1 von Ferdinand Graf von Zeppelin.
  • 1901
31. Juli, Die deutschen Meteorologen Arthur Berson und Reinhard Süring erreichen in offener Gondel am Freiballon Preussen 10.800 m Höhe.
14. August, Angeblicher erster stabiler Motorflug des Deutsch-Amerikaners Gustav Weißkopf über eine halbe Meile in Bridgeport/Connecticut. Der Flug ist in der Luftfahrtgeschichte umstritten und hat die Entwicklung des Motorflugs nicht beeinflusst.
19. Oktober, Der Brasilianer Alberto Santos-Dumont umfährt mit seinem Luftschiff Nr. 6 von St. Cloud kommend den Eiffelturm und kehrt in 30 Minuten zum Startplatz zurück. Das waren die Bedingungen des mit 100 000 Francs dotierten Deutsch-Preises.
1. Oktober, Das Wasserflugzeug des Österreichers Wilhelm Kress wird bei einem Startversuch am Wienerwaldsee zerstört.
Erste Flüge eines Motorflugmodells mit Benzinmotor (Prof. Langley, USA)
Die Brüder Wright optimieren ihre Tragflächen durch Windkanalmessungen.
  • 1902
15. August, Der Franzose Léon Levavasseur patentiert den ersten V8 Zylinder-Motor speziell für Luftfahrzeuge. Er soll nur 100 Kg wiegen und 80 PS leisten. Die Werte werden jedoch nicht erreicht.
Erste Ballonfahrt in der Antarktis
  • 1903
Der Russe Konstantin Ziolkowski leitet in seinem Beitrag: „Erforschung des Weltraumes mittels Reaktionsapparaten“ die Raketengrundgleichung her.
18. August, Karl Jatho vollführt bei Hannover auf der Vahrenwalder Heide mit seinem Motorflugzeug angeblich vier Flüge. Der weiteste Flug soll 60 m weit und 3 m hoch gewesen sein.
8. Oktober und 8. Dezember, Das Motorflugzeug von Prof. Samuel Pierpont Langley stürzt bei beiden Flugversuchen sofort nach dem Katapultstart von einer schwimmenden Rampe im Potomac bei Washington ab.
17. Dezember 1903: Orville Wright fliegt mit dem Flyer
17. Dezember, Vier erfolgreiche Flüge, die die Brüder Wright in den Dünen bei Kitty Hawk (North Carolina) abwechselnd ausführen, gelten heute als der Beginn des gesteuerten Motorflugs. Nach einem Flug über 59 Sekunden wird der Doppeldecker am Boden durch Böen beschädigt, so dass die Versuche erst im Folgejahr weitergeführt werden.
  • 1904
Der Franzose Léon Levavasseur entwickelte den 24 PS starken V8 Antoinette-Motor, den Captain Ferber als erster erwarb.
20. September, Wilbur Wright vollendet den ersten kontrollierten Kreisflug mit seinem Flyer II. Zur Vereinfachung des Starts nutzten die Wrights eine Katapultvorrichtung.
  • 1905
5. Oktober, Orville Wright fliegt mit seinem Flyer III in Dayton vor Publikum 39 Km in 39 Minuten 23 Sekunden.
14. Oktober, Gründung der bis heute aktiven Fédération Aéronautique Internationale (FAI) in Paris.
Der Franzose Léon Levavasseur entwickelte einen verbesserten 50 PS starken V8 Antoinette-Motor, den Captain Ferber für seinen Flugplan Ferber VIII 1905 und Alberto Santos Dumont für seine 14-bis 1906 nutzten.
Daniel Maloney führt in Santa Clara (Kalifornien) vom Ballon in 1.220 m Höhe startend einen Gleit- und Segelflug von 20 Minuten aus. Bei einem folgenden Start verunglückt er.
Der Schraubenflieger (Hubschrauber) des Ingenieurs Maurice Léger hebt in Monaco eine Person senkrecht in die Luft.
  • 1906
18. März, Dem Rumänen Traian Vuia gelingt ein kurzer Flug als erster ohne Starthilfe.
Am 3. September, am 23. Oktober und am 12. November unternahm Alberto Santos-Dumont mit seiner 14bis die ersten Motorflüge vor einem sachkundigen Publikum in Paris. Zum Starten benötigt er weder ein Katapult, noch eine Anhöhe. Diese Flüge gelten als die ersten kontrollierten Flüge mit einem Flugzeug in Europa und die ersten beglaubigten Motorflüge, auch genannt „Bird of Prey“ durch die FAI, der Welt.
  • 1907
Robert Esnault-Pelterie ist der erste Pilot, der einen Steuerknüppel zum Fliegen benutzt.
  • 1908
13. Januar, Henri Farman gewinnt den zweiten Deutsch-Preis für einen Flug in geschlossener Linie über 1 km und gewann dafür den Grand Prix d’Aviation Preis in Höhe von 50.000 Francs.
Mai, Der erste Passagierflug: Wilbur Wright fliegt Charles W. Furnas über 2,5 Meilen in seinem Model B.
11. Mai, Erfolgreicher Flug der Gebrüder Wright vor Journalisten des New York Herald, des London Daily Mail und des New York American. Erstes Foto von einem Motorflug der Gebrüder Wright wird am 30. Mai 1908 im Colliers´ veröffentlicht. Das Foto im New York Herald am 14. Mai 1908 stellte sich als Fälschung heraus.
4. September, Die Gebrüder Wright veröffentlichten ihre Flüge vor 1908 inklusive ihrer Fotos.
9. September, Lt. Frank P. Lahm ist der erste Passagier. Er fliegt bei den Gebrüdern Wright mit, und sie stellen drei neue Rekorde auf. Mit 57 Minuten Flugdauer und mit einer Höhe von 110 Meter bedeutete das jeweils Weltrekord für die Wrights.
17. September, Der US-amerikanische Oberleutnant Thomas E. Selfridge wird bei einem Absturz in Virginia das erste Todesopfer in einem von Orville Wright gesteuerten Flyer.
28. September, Die Wrights flogen 1 Stunde und 7 Minuten. Sie flogen 48 km und 120 m weit und gewinnen dafür einen 5.000 Francs dotierten Preis von der Flugkommission des Aero Club de France.
28. Oktober, Hans Grade unternahm seinen ersten Flug auf dem Cracauer Anger in Magdeburg. In rund 8 Metern Höhe flog er 100 Meter.
31. Dezember, Die Wrights flogen 2 Stunden und 18 Minuten und gewinnen den Michelin Cup Preis für 20.000 Francs und den Albert Triaca Preis für 500 Francs. Sie flogen einen neuen Distanzrekord mit 123 km und 200 m.
Die United States Army kündigt die Anschaffung von Flugmaschinen an.
  • 1909
25. Juli, der Franzose Louis Bleriot überquerte erstmals den Ärmelkanal mit einem Flugzeug.
8. August, Karl Illner flog mit der Etrich I Praterspatz von Igo Etrich in rund 4 Metern Höhe 40 Meter.
30. Oktober, Hans Grade gewann mit seiner Libelle auf dem Flugplatz Johannisthal den „Lanz-Preis der Lüfte“.
Der Franzose Léon Levavasseur entwickelt die erfolgreiche Antoinette VII.
Die ersten kontrollierten Motorflüge in Kanada
Die erste Nutzung des Motorflugs löste im 20. Jahrhundert eine rasante Entwicklung immer modernerer und größerer Flugmaschinen aus.

1910–1919[Bearbeiten]

  • 1910
28. März: Dem Franzosen Henri Fabre gelingt der erste Start mit einem Wasserflugzeug.
6. April: Die Etrich Taube, eins der meistgebauten Flugzeuge vor dem ersten Weltkrieg, hat ihren Erstflug.
Frederick Baldwin und John A.D. McCurdy sind in einem Curtiss Doppeldecker die ersten Piloten, die Funksignale zur Erde senden.
Am 28. August 1910 startete Armand Dufaux mit der Dufaux 4 vom östlichen Ende des Genfersees und flog unweit des Südufers nach Genf – die rund 66 Kilometer lange Flugstrecke bewältigte er in 56 Minuten und 5 Sekunden –, hatte damit den bislang weltweit längsten Flug über offenes Wasser gewagt und gewann das von den Automobilpionieren Perrot Duval ausgeschriebene Preisgeld von 5000 Schweizer Franken für die Überquerung des Genfersees auf seiner gesamten Länge.
  • 1911
Die von Armand und Henri Dufaux konstruierten Dufaux 5 führte Ernest Failloubaz (1892–1919) – mit 19 Jahren damals der jüngste Pilot der Schweiz – vom 4. bis 6. September 1911 der schweizerischen Armee vor, indem er während eines Manövers Aufklärungseinsätze flog. Trotz einer Bruchlandung am letzten Tag des dreitägigen Einsatzes markieren diese Flüge den Beginn der schweizerischen Militärluftfahrt.[4]
Die Brüder Wright kehren zum motorlosen Flug zurück und bleiben am 24. Oktober, wieder bei Kitty Hawk (North Carolina), neun Minuten und 45 Sekunden motorlos in der Luft.[5]
  • 1912
Der britische König Georg V. genehmigt die Gründung des Royal Flying Corps, dem Vorläufer der Royal Air Force des Vereinigten Königreiches.
  • 1915
Hugo Junkers erprobt das erste Ganzmetallflugzeug der Welt, die Junkers J 1. Hugo Junkers baute 1919 auch das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt, die Junkers F 13, deren Konstruktionsprinzipien richtungsweisend für folgende Flugzeuggenerationen wurden.
  • 1916
William Boeing beginnt in seiner Firma Boeing mit der Produktion von Flugzeugen.
  • 1918
Manfred von Richthofen, der Rote Baron, wird in seinem Dreidecker abgeschossen und stirbt.
  • 1919
John Alcock und Arthur Whitten Brown überqueren erstmals den Atlantik zwischen Neufundland und Irland nonstop mit einem Flugzeug (einer umgebauten Vickers Vimy).
Das britische Luftschiff R34 gelingt 1919 als erstem Luftfahrzeug sowohl die Hinfahrt von Schottland nach Mineola, als auch wenige Tage später die Rückfahrt nonstop über den Atlantik.
In den Niederlanden wird die KLM gegründet, die älteste international operierende Luftfahrtgesellschaft.

1920–1929: Passagierluftfahrt[Bearbeiten]

1922: Flugplatz Königsberg-Devau – Silhouette eines abflugbereiten Vogels
1922: Flugplatz Königsberg-Devau Verwaltungsgebaeude
  • 1922
In Königsberg-Devau wurde durch den Architekten Hanns Hopp der erste Flughafen-Komplex, der speziell für den kommerziellen zivilen Luftfahrtbetrieb vorgesehen und entworfen war, errichtet. Die Gebäude-Anordnung – 50 m breite Hallen flankierten Empfangs- und Verwaltungsgebäude – ergab die Silhouette eines abflugbereiten Vogels.
Erster kommerzieller Nachtflug zwischen London und Paris.
  • 1923
Auf der Wasserkuppe (Rhön) wurde die erste Flugschule eröffnet.
  • 1924
Huff Daland Dusters, die Vorläuferin von Delta Airlines, wird gegründet.
  • 1925
In Deutschland werden zum ersten Mal während eines Passagierfluges Stummfilme gezeigt.
  • 1926
    • 6. Januar: Die beiden Gesellschaften „Deutsche Aero Lloyd“ (DAL) und „Junkers Luftverkehr“ vereinen sich in Berlin zur Gründung der Lufthansa („Deutsche Luft Hansa Aktiengesellschaft“). Die Aufnahme des planmäßigen Flugverkehrs erfolgte am 6. April 1926.
    • Die erste Nachtflugstrecke mit Passagierflugzeugen wird zwischen Berlin und Königsberg eingerichtet.
  • 1927
    • Flugzeugschlepp am 15. März 1927 über dem Flugplatz Kassel-Waldau.
      15. März: Am Flugplatz Kassel-Waldau führt die Raab-Katzenstein-Flugzeugwerke GmbH den ersten Flugzeugschlepp durch.
    • 20. und 21. Mai: Charles Lindbergh fliegt als erster Mensch in einem Nonstop-Alleinflug mit einem Schwerer-als-Luft-Gefährt von New York nach Paris alleine über den Atlantik. Ein Jahr später gelingt Köhl, Hünefeld und Fitzmaurice mit einer Junkers W 33 der erste Nonstop-Flugzeug-Transatlantikflug von Ost nach West.
    • Im Ostteil der Krim in Planerskoje, nahe Koktebel entsteht ein Zentrum zur Erprobung von neuen Segelflugzeugen. Es werden verschiedenste Flügelprofile und Stellungen ausprobiert, unter anderem werden bereits Nurflügler, bzw. Dreiecksflügler ausprobiert. Während der gleichen Zeit werden auf der Rhön in Deutschland ebenfalls Flugversuche unternommen. Es gibt zwischen diesen beiden Versuchsstätten immer wieder Wettkämpfe, wer die besseren, bzw. weiter fliegenden Segelflieger baut. Leider sind keine Originalsegelflugzeuge aus dieser Zeit mehr vorhanden. Nach Stalins Machtergreifung werden diese Forschungseinrichtungen an einen anderen Ort näher zu Moskau verlegt. Die Verbindungen zu den deutschen Segelflugpionieren werden sukzessive aus politischen Gründen abgebrochen. Ein kleines Museum am Pistenrand in Planerskoje zeigt in kleinen Modellen aus jener Zeit, die Entwicklung der Segelflieger in den 20er Jahren.
  • 1929
    • LOT Polish Airlines, Cubana de Aviacion und Pan Am werden gegründet.
    • 12. Juli: Erstflug des zwölfmotorigen Flugbootes Dornier Do X. Am 21. Oktober unternimmt die Do X einen Flug mit 169 Menschen an Bord. Der Rekord hält 20 Jahre.

1930–1939[Bearbeiten]

Die zivile und militärische Luftfahrt erlebten eine rasche Entwicklung. Luftschiffe, vor allem Zeppeline, waren Pioniere der zivilen Luftfahrt bei den transatlantischen Verkehrsverbindungen. Mit dem großen Unglück von LZ129 Hindenburg im Mai 1937 endete diese Ära und Motorflugzeuge begannen die transkontinentalen Luftrouten zu erschließen.
  • 1930
Mai: Dr. Hugo Eckener eröffnet mit dem deutschen Luftschiff LZ 127 die erste regelmäßige Transatlantiklinie.
  • 1936
5. März, Jungfernflug der Vickers Supermarine Spitfire, später eines der wichtigsten Kampfflugzeuge im Zweiten Weltkrieg.
  • 1938
10. August: Eine Focke-Wulf Condor überfliegt als erstes landgestütztes Passagierflugzeug beim Nonstop-Flug von Berlin nach New York den Atlantik.
  • 1939
    • 26. April: Eine Messerschmitt Me 209 stellt mit 755 km/h einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord auf. Für Flugzeuge mit Kolbenmotoren hält der Rekord 30 Jahre.
    • 20. Mai: Einrichtung einer regelmäßigen Fluglinie über den Nordatlantik (New York - Lissabon - Marseille) durch Pan American World Airways.
    • 27. August: Mit dem Erstflug der Heinkel He 178 beginnt das Jet-Zeitalter.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Unter dem Eindruck des Zweiten Weltkrieges erlebte die Flugzeugentwicklung einen enormen Aufschwung. Insbesondere Deutschland unterlag dem Zwang, durch einen technischen Vorsprung den Mangel an Ressourcen wettzumachen. Gegen Kriegsende gelangte man an die Grenzen der Leistungsfähigkeit der Kolbentriebwerke. Höhepunkt dieser Entwicklung für die Deutsche Luftwaffe war die Entwicklung von Strahltriebwerken und die Serienproduktion von Strahlflugzeugen wie dem Raketenflugzeug Me 163 (das „Kraftei“), dem zweistrahligen Jagdflugzeug Me 262 und dem Strahlbomber Ar 234. Diese Flugzeuge litten jedoch unter anderem aufgrund des Mangels an wichtigen Rohstoffen unter einer sehr kurzen Lebensdauer der Triebwerke. Auf alliierter Seite kam bis Kriegsende als einziges Strahlflugzeug lediglich noch die britische Gloster Meteor zum Einsatz. In diese Zeit fällt unter andererm auch die Entwicklung der ersten leistungsfähigen Hubschrauber, des Schleudersitzes, der Radartechnologie sowie diverser Raketen.

  • 1941
2. Oktober: Eine Messerschmitt Me 163 „Komet“ erreicht als erstes Flugzeug die 1000-km/h-Marke (1003,67 km/h).
  • 1942
September: Mit der Messerschmitt Me 323 "Gigant" geht das erste Transportflugzeug in Serienfertigung. Die sechsmotorige Maschine hat den gleichen Frachtraum wie ein Eisenbahnwaggon und kann als höchste Nutzlast 20 Tonnen tragen.
Am 3. Oktober erreicht eine A4-Rakete, besser als V2 bekannt, eine Spitzengeschwindigkeit von fast Mach 5 (4824 km/h) und eine Gipfelhöhe von 84,5 km. Der erste Schritt in den Weltraum ist gemacht.
  • 1943
13. Januar: Erster Notausstieg in der Luftfahrtgeschichte mit einem Schleudersitz, aus einer Heinkel He 280, dem ersten Flugzeug der Welt mit Schleudersitz.
  • 1944
Hanna Reitsch ist die erste Frau der Welt, die Düsenflugzeuge fliegt (Messerschmitt Me 262 und Heinkel He 162).
27. Juli: Die Gloster Meteor, das einzige Flugzeug mit Strahltriebwerk, das auf der Seite der Alliierten während des Zweiten Weltkrieges im Kampfeinsatz genutzt wird, wird zum ersten Mal gegen V1-Marschflugkörper eingesetzt.
  • 1945
1. März: Erster Senkrechtstart, ausgeführt mit einem Raketenflugzeug vom Typ Bachem Ba 349 "Natter".
6. August und 9. August: Abwurf von Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki aus B-29 Superfortress-Bombern, der „Enola Gay“ und der „Bockscar“.

1945–1949: Die ersten Nachkriegsjahre[Bearbeiten]

Auf den Zweiten Weltkrieg folgte der Kalte Krieg, und damit begann ein intensives Wettrüsten zwischen Ost und West. In der Militärluftfahrt war dies das Ende der Propellerära; das Zeitalter der Jets war angebrochen. In der ersten Zeit wurden auf beiden Seiten auch die fortschrittlichen deutschen Entwicklungen und Projekte getestet, kopiert und weiterentwickelt. So wurde von der Ta 183 unverkennbar die MiG 15 abgeleitet. Messerschmitts zu Kriegsende noch nicht ganz fertig gebaute Messerschmitt P. 1101 wurde in den USA mit einem US-Triebwerk ausgerüstet und diente der Erforschung des Effektes unterschiedlicher Flügelpfeilungen – daraus entstand unter anderem die Bell X-5.

  • 1945
6. September: Der deutsche Hubschrauber Focke-Achgelis Fa 223 überquerte mit einem deutschen Piloten als erster Hubschrauber den Ärmelkanal.
  • 1947
16. Juli: Das erste düsengetriebene Flugboot, die Saunders-Roe SR.A/1, hob ab.
14. Oktober: Chuck Yeager gelang im Raketenflugzeug Bell X-1 der erste Überschallflug.
  • 1948
6. April: Das erste Passagierflugzeug mit Strahlantrieb, eine Vickers Viking die auf zwei Rolls-Royce Nene Triebwerke umgerüstet wurde, absolvierte seinen Erstflug und bewies die prinzipielle Verwendbarkeit dieser Antriebsform auch in der Zivilen Luftfahrt
14. Juli: Ein Jagdflugzeug De Havilland D.H.100 Vampire ist das erste Düsenflugzeug, welches den Atlantik überquert.
  • 1949
27. Juli: Erstflug der britischen De Havilland Comet, des weltweit ersten in Serie gebauten Passagierflugzeugs mit Strahltriebwerken.

1950–1959: Jets[Bearbeiten]

Mit der Einführung von Strahltriebwerken in der zivilen Luftfahrt wurden Flugreisen um rund die Hälfte verkürzt.

  • 1952
2. Mai 1952: Die British Overseas Aircraft Corporation (BOAC) nahm mit der De Havilland Comet den weltweit ersten Liniendienst mit Düsenflugzeugen zwischen London und Johannesburg auf.
  • 1953
7. Juli 1953: Die Bundesanstalt für Flugsicherung übernimmt die Durchführung der zivilen Flugsicherungsdienste, nachdem die Alliierten die unter ihrer Kontrolle stehende Flugsicherung in deutsche Hände gelegt haben. Sie ist Vorläuferin der heutigen Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS)
  • 1954
Die Deutsche Lufthansa AG entsteht neu, durch Umbenennung aus der ein Jahr zuvor gegründeten „LUFTAG (Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf)“.
  • 1955
1. April 1955: Erster Linienflug der Deutschen Lufthansa.
17. Juni 1955: Erstflug der Tu-104, die bereits ein Jahr später bei der sowjetischen Aeroflot regulär eingesetzt wird.
  • 1957
20. Dezember: Erstflug der Boeing 707, die bereits 1958 bei der Pan Am den Liniendienst beginnt.
  • 1958
30. Mai: Erstflug der Douglas DC-8. Einsatz ab 18. September 1959 bei United Airlines und Delta Airlines.

1960–1969[Bearbeiten]

  • 1962
Kubakrise und Einsatz der Lockheed U-2.
  • 1963
10. April: Der erste Überschall-Senkrechtstarter der Welt, die deutsche Maschine EWR VJ 101, beginnt seine Flugerprobung.
19. Juli: Joseph Albert Walker erreicht mit dem Raketenflugzeug North American X-15 eine Flughöhe von 100 km.
  • 1967
3. Oktober 1967: Die X-15 stellt mit 7.274 km/h (Mach 6,1) einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf.
28. Dezember 1967: Erstflug des britischen Senkrechtstarters Hawker Siddeley Harrier.
  • 1968
31. Dezember: Erstflug des Überschallpassagierflugzeugs Tupolew Tu-144.
  • 1969
9. Februar 1969: Erstflug des Jumbojets Boeing 747.
2. März 1969: Erstflug der Concorde.

1970–1979: Großraumjets[Bearbeiten]

In den 1970ern wird Fliegen billiger und für jedermann erschwinglich.

  • 1972
29. August 1970: Erstflug der McDonnell Douglas DC-10.
16. November 1970: Erstflug der Lockheed L-1011 TriStar.
  • 1972
28. Oktober 1972: Erstflug des Airbus A300.
  • 1974
31. März 1974: Durch Zusammenlegung der British Overseas Airways Corporation (BOAC) und der British European Airways (BEA) entsteht die neue Fluggesellschaft British Airways.
  • 1976
22. Dezember 1976: Erstflug der Iljuschin Il-86.
  • 1978
28. Oktober 1978: In den USA wird der Airline Deregulation Act verabschiedet, welcher zur Deregulierung der kommerziellen Passagierluftfahrt in den USA führt. Dieses Gesetz sollte zu einer kompletten Umgestaltung des amerikanischen Flugmarkts führen. Gesellschaften, die sich nicht zusammenschließen, sehen sich akut vom Konkurs bedroht.
  • 1979
12. Juni 1979: Erstmals überquert ein pedalangetriebenes ultraleichtes Muskelkraft-Flugzeug den Ärmelkanal.

1980–1989: Deregulierung in den USA[Bearbeiten]

  • 1981
26. September: Die Boeing 767, das erste mit FMS ausgerüstete Verkehrsflugzeug, hat seinen Erstflug.
Die Fluglotsen der USA gehen in einen Streik. Die Regierung entlässt die Streikenden und ersetzt sie durch Militärs und neu eingestelltes Personal.
Die US-Regierung dereguliert die Treibstoffpreise und erhöht damit die Kosten der Fluglinien.
Erste Fluglinien führen die Business-Class ein.
Das XV-15 Tilt-Rotor-Versuchsflugzeug fliegt auf der Pariser Luftfahrtschau.
  • 1982
3. April: Erstflug des Airbus A310.
  • 1983
1. September 1983: Alle 269 Passagiere einer Korean Air Lines Boeing 747 sterben, als das Flugzeug über sowjetisches Gebiet gerät und von einem sowjetischen Su-15 Jäger abgeschossen wird.
Die letzte DC-10 wird gebaut, McDonnell Douglas gibt den Namen DC (Douglas Commercial) auf und nennt seine Flugzeuge fortan MD (McDonnell Douglas).
Auf der Luftfahrtschau in Paris wird das Space Shuttle „Enterprise“ auf dem Boeing 747-Transporter gezeigt.
  • 1985
April: TWA nimmt als erste Fluggesellschaft den Betrieb über den Nordatlantik mit zweimotorigen Flugzeugen (Boeing 767-200 ER) auf, die sich maximal 75 Minuten von einem Ausweichflughafen entfernen.
Mai: Daimler-Benz übernimmt die Firma Dornier.
Die sowjetische Antonow An-124 (Abfluggewicht 405 Tonnen) wird dem Westen auf der Pariser Luftfahrtschau vorgestellt. Hier wird auch die ATR 42 vorgestellt, ein italienisch-französisches Projekt von Aeritalia und Aérospatiale.
PanAm verkauft die seit 1937 aufgebauten Pazifikrouten an United Airlines.
  • 1986
Boeing kauft De Havilland of Canada, um in den wachsenden Markt für Regionalflugzeuge einzusteigen. Auch die zweimotorige Boeing 757 fliegt nun regelmäßig über den Nordatlantik. People Express, Frontier, Western, Republic, Pacific Southwest und andere amerikanische Fluglinien werden aufgekauft oder gehen in Konkurs. Texas Air wird die größte westliche Airline. Im Juni gibt MBB die Deutsch-Chinesische Entwicklung des Regionalverkehrsflugzeuges MPC 75 bekannt. Im August testet General Electric ein UDF (engl. unducted Fan)-Triebwerk mit frei- bzw. offenliegendem Propeller an einer Boeing 727. Lärm und Vibrationen bringen Probleme. Boeing liefert im September als 5000. Flugzeug eine Boeing 737-300 aus. Canadair stellt den Business-Jet Challenger 601 fertig, Gulfstream Aerospace die Gulfstream IV. McDonnell Douglas startet im Dezember offiziell die Entwicklung des Langstreckenflugzeuges MD-11. Dick Rutan und Jeana Yeager fliegen mit dem Voyager in neun Tagen um die Welt, ohne nachzutanken.
  • 1987
Die britischen Firmen Rolls-Royce und British Airways werden privatisiert. Im Februar zahlt Eastern Air Lines Bußgelder wegen 78.000 Verstößen gegen die Flugsicherheit. Der Airbus A320 wird präsentiert. Im März wird die Dornier Seastar, ein Amphibium in Kunststofftechnologie, vorgestellt. Am 28. Mai landet Matthias Rust mit einer Cessna auf dem Roten Platz in Moskau. Im Juli wird in Köln der Kryo-Windkanal für transsonische Versuche eröffnet. Die erste in Schanghai (China) in Lizenz gebaute MD-82 fliegt. Im August werden fünf deutsche Astronauten nominiert. Das Ozonloch über der Antarktis wird erforscht. Die Italienische Piaggio stellt einen Business-Turboprop „Avanti“ mit Kunststoffteilen und Entenflügel vor.
  • 1988
3. Juli 1988: Alle 290 Insassen eines Iran Air Airbus A300 sterben, als das Flugzeug von einem Kriegsschiff der amerikanischen US Navy abgeschossen wird.
21. Dezember 1988: Pan-American-Flug 103 wird am über dem schottischen Ort Lockerbie von einer Bombe in der Luft zerstört.
Eine United Boeing 747 SP umrundet die Erde in der Rekordzeit von knapp 37 Stunden. Das Muskelkraft-Flugzeug Deadalus fliegt 120 km von Kreta nach Santorin. Dornier startet das 328-Programm, ein Regional-Turboprop in KfK-Technologie. Die neue sechsmotorige Antonow An-225 hat ein maximales Startgewicht von 600 Tonnen und ist damit das größte Flugzeug der Welt.
  • 1989
Eastern Airlines meldet nach einem langen und harten Kampf zwischen der Piloten- und Mechanikergewerkschaft und dem Vorstand Frank Lorenzo Konkurs an. Die Iljuschin Il-96-300, ein vierstrahliges Langstreckenflugzeug mit elektronischem Cockpit beginnt mit der Flugerprobung. Konzepte für ein Raumverkehrsflugzeug zeigen einen „lifting body“. Eine MD-80 fliegt mit dem PW/Allison UHB (Ultra High Bypass)-Triebwerk, das aber nicht in Serie geht. Die NASA schließt eine Human-Factors-Studie über 757-Piloten ab. Es bleibt fraglich, ob ein stark automatisiertes Cockpit die Arbeitsbelastung verringert oder die Flugsicherheit erhöht. Im September wird die Fusion von Daimler-Benz und MBB genehmigt, wodurch die im Mai gegründete Deutsche Aerospace AG (DASA) zum größten deutschen Konzern der Branche wird. Im Dezember fallen alle Triebwerke einer KLM Boeing 747-400 aus, die in eine Wolke von Vulkanasche flog. Der Besatzung gelingt es, die Triebwerke wieder zu starten. Auf der Pariser Luftfahrtschau werden die sowjetischen Kampfflugzeuge MiG-29 und die Su-27 zum Verkauf angeboten. Die US Navy schießt zwei libysche MiG-23 über dem Mittelmeer ab.

1990–2000: Die nationalen Carrier Europas[Bearbeiten]

  • 1990
Der neue MD-520N-Notar-Helikopter von McDonnell Douglas wird durch einen Luftstrom gesteuert und hat keinen Heckrotor. Im März beschließt Airbus Industries, den A321 in Hamburg zu bauen. Damit wird erstmals in Deutschland wieder ein Großflugzeug gebaut. In den USA ordnet die FAA Überprüfungen und strukturelle Verstärkungen älterer Jets (mehr als 20 Jahre) an. Im Mai beschließt BMW, gemeinsam mit Rolls-Royce Triebwerke zu bauen. Nach der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober übernimmt die deutsche Luftwaffe die MiG-29 der NVA. Neue Verkehrsflugzeuge dürfen seit November nur noch mit leisen Triebwerken in dem Gebiet der EU landen. Boeing startet im Dezember offiziell das 777-Programm, die der größte Twin der Welt wird.
  • 1991
Der Luftverkehr geht wegen des Golfkrieges stark zurück. Die meisten Fluglinien der Welt geraten in eine Verlustzone. Die 1927 gegründete Pan American Airlines wird von Delta übernommen und aufgelöst. USAir, Delta, United und American Airlines verstärken ihr Auftreten in Europa. Am 4. Dezember muss die 1927 gegründete Pan American World Airways den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung einstellen.
  • 1992
Die Weltwirtschaft gerät in eine Rezession. Am 17. Mai wird der neue Flughafen München eröffnet. Alle Fluglinien außer British Airways machen Verlust. Bei Tarifverhandlungen mit der Lufthansa wird einem Lohnstop und Stellenabbau zugestimmt, um die defizitäre Fluglinie zu entlasten.
Nach der Auflösung der Sowjetunion zum 1. Januar bilden sich aus der Aeroflot einzelne nationale Carrier für die jetzt in der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) organisierten Länder. Dabei tritt Aeroflot als eingetragene russische Gesellschaft mit Sitz in Moskau die Rechtsnachfolge des bisherigen sowjetischen Luftfahrtunternehmens in Russland an.
Die bereits vor mehr als einem Jahr gegründete „Deutsche British Airways“ (DBA) übernimmt Ende März die in Friedrichshafen beheimatete, bislang allein im regionalen Luftverkehr tätige Delta Air. DBA, an der der britische Mutterkonzern mit 49 Prozent beteiligt ist, erwirbt dabei die gesamten Anteile der Delta Air von ihren Vorbesitzern. Nach Abschluss der Transaktion soll Delta Air in Deutsche BA umbenannt werden. Presseberichten zufolge will British Airways die deutsche Tochter DBA zu einem ausgesprochenen „Low-Cost-Carrier“ entwickeln. DBA will mit einer Flotte von neuen Boeing 737-300 sowohl innerdeutsche wie auch internationale Strecken bedienen.
11. Mai, Der neue, auf der Namen Franz Josef Strauß getaufte Münchener Flughafen geht nach 38-jähriger Planungs- und Bauarbeit offiziell in Betrieb. Als erster Passagierflug startet pünktlich um sechs Uhr eine Lufthansa Boeing 747 mit zahlreichen Ehrengästen zum Eröffnungsflug. Stunden zuvor waren – kurz nach dem Start des letzten Lufthansa-Flugs mit einer auf den Namen „Freising“ getauften Boeing 737-500 – die Lichter auf dem Flughafen Riem für immer erloschen.
  • 1995
Gründung der Billigfluglinie Easyjet. Eine Concorde stellt mit 31 Stunden, 27 Minuten und 40 Sekunden einen neuen Rekord für die schnellste Weltumrundung auf.
  • 1996
Das deutsch-amerikanische Abkommen im Luftverkehr ist, nach der Übergangsvereinbarung vom 24. Mai 1994, von den Verkehrsministern Matthias Wissmann und Frederico Pena im April 1996 vereinbart worden. Es eröffnete die Liberalisierung im transatlantischen Luftverkehrsmarkt.
  • 1997
Gründung der Star Alliance
  • 1999
Gründung der Oneworld Alliance
  • 1999
Nonstop-Weltumrundung mit einem Ballon.

seit 2000: Boeing und Airbus[Bearbeiten]

  • 2000
Gründung der SkyTeam Allianz. Aus Aérospatiale, Deutsche Aerospace und CASA entsteht EADS.
  • 2001
Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA. In der Folge liegt der Flugverkehr in den USA für einige Tage lahm. Die Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen werden erhöht. Die Zahl der Fluggäste geht zurück, und eine Reihe von Fluggesellschaften gerät in eine wirtschaftliche Krise.
  • 2002
Erstflug der Embraer EMB 200A (Ipanema) mit einem Ethanolmotor. Als erstes Luftfahrtzeug mit Alkoholtriebwerk erhielt die Maschine 2004 die Zulassung. Erbaut wurde das Flugzeug von dem Team um Vicente Camargo.
  • 2003
Letztmaliger Flug einer Concorde zum Luftfahrt-Museum in Filton.
  • 2005
27. April, Erstflug des Airbus A380
  • 2010
Ab 15. April: Der Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 führt zu einer mehrtägigen Einstellung des Luftverkehrs über Nord- und Mitteleuropa.
  • 2013
14.Juni, Erstflug des Airbus A350

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. J. Gordon Leishman: Principles of Helicopter Aerodynamics. Cambridge University Press, Cambridge NY 2006, S. 9, ISBN 0-521-85860-7
  2. Charles Nicholl: Leonardo da Vinci – Die Biographie. S. Fischer, Frankfurt am Main 2006, S. 271−272, ISBN 978-3-10-052405-8
  3. 10. August 1888: Erster Motorflug der Geschichte mit Daimler-Einzylindermotor
  4. Offizielle Homepage der Schweizer Luftwaffe: Der erste Schweizer Militärflug, abgerufen am 24. Dezember 2008
  5. V. Lougheed: The Secret Experiments of the Wright Brothers in Popular Mechancs, 12/1911 S. 797 ff (PDF; 5,1 MB)