Chronologie des Zweiten Weltkrieges

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Diese kalendarische Übersicht stellt eine unvollständige Chronologie des Zweiten Weltkrieges dar. Sie ist keine eigenständige Darstellung des Zweiten Weltkrieges, sondern dient vorrangig dem Auffinden von Wikipedia-Artikeln zu einem Datum oder Ereignis bzw. dessen Zuordnung zu einem Zeitraum.

Vom zweiten Halbjahr 1941 an werden der Krieg in Europa und angrenzenden Gebieten beziehungsweise der Krieg in Asien und dem Pazifik zur besseren Übersichtlichkeit halbjahresweise jeweils nach Kriegsschauplätzen getrennt dargestellt. Eine detaillierte zeitliche Abfolge des gesamten Pazifikkriegs findet sich unter Chronologie des Pazifikkrieges.

Am Ende der Chronologie aller Ereignisse steht separat eine kurze Übersicht der wichtigen Konferenzen in dieser Zeit.

Animation zum Kriegsverlauf 1939 bis 1945

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Die Nachkriegsjahre, 1919 bis 1932

1919
1920
1921
1922
1923
  • 11. Januar: Frankreich marschiert ins Ruhrgebiet ein (Ruhrbesetzung)
1924
1925
1926
1927
  • 23. Januar: Gründung der OSSOAWIACHIM, einer Wehrorganisation zur militärischen Ausbildung der sowjetischen Jugend
  • August: beim Phoebus-Skandal (Lohmann-Affäre) wird das geheime Aufrüstungsprogramm der Reichswehr aufgedeckt
1928
1929
  • Februar bis Juni: der Young-Plan wird ausgehandelt
  • 9. Februar: Litwinow-Protokoll zum Verzicht auf Gewalt bei internationalen Streitigkeiten
  • 3. April: Persien unterzeichnet das Litwinow-Protokoll
  • 24. Oktober: Schwarzer Donnerstag, der amerikanische Börsencrash löst die Weltwirtschaftskrise aus
  • Dezember: eine chinesische Zeitung publiziert das „Tanaka-Memorandum“ des japanischen Premierministers Tanaka Giichi, worin er die Eroberung Chinas zur Erringung Vorherrschaft in Asien und damit die Erringung der Weltherrschaft proklamiert, die Echtheit des Memorandums ist umstritten
  • 1929: Baubeginn der Stalin-Linie
1930
1931
1932

Vorbereitungen, Aufrüstung

Die Jahre 1933 bis 1937

1933
1934
  • 1934: Einführung der Mefo-Wechsel zur Finanzierung der Aufrüstung
  • 26. Januar: deutsch-polnischer Nichtangriffspakt
  • 9. Februar: Balkanpakt zwischen Türkei, Griechenland, Rumänien und Jugoslawien
  • 17. März: Römische Protokolle über die wirtschaftliche Zusammenarbeit von Italien, Österreich und Ungarn
  • 27. Juni: Vorschlag des französischen Politikers Louis Barthou für ein „Ost-Locarno“
  • 30. Juni bis 2. Juli: Der so genannte Röhm-Putsch führt zur Ausschaltung der SA und sichert für die Reichswehr die Rolle als alleiniger Waffenträger, zugleich innenpolitisch bedeutsamer Teil der Absicherung der neuen Herrschaftsform der Nationalsozialisten
  • 25. bis 27. Juli: Juliputsch, gescheiterter nationalsozialistischer Umsturzversuch in Österreich, Bundeskanzler Dollfuß wird in seinen Amtsräumen ermordet
  • 1. August: Das „Gesetz über das Oberhaupt des Deutschen Reiches“ vereinigt die Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers, am nächsten Tag stirbt der bisherige Reichspräsident Hindenburg, am 19. August 1934 wird durch eine Volksabstimmung die Vereinigung der Ämter bestätigt.
  • 20. August: neuer Text des Fahneneids der Reichswehr, die Soldaten werden nun auf den „Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht“ persönlich vereidigt
  • 18. September: Eintritt der Sowjetunion in den Völkerbund
1935
  • 7. Januar: Laval-Mussolini-Pakt zwischen Frankreich und Italien
  • 13. Januar: Abstimmung im Saarland; 91 Prozent stimmen für eine Rückkehr in das Deutsche Reich, am 17. Januar erfolgt der Anschluss
  • 16. März: Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland, in der Folge beginnt Deutschland mit dem Ausbau der Luftwaffe und dem Bau von U-Booten
  • 11. bis 14. April: Stresa-Front
  • 2. Mai: französisch-sowjetischer Beistandspakt, einige Historiker vertreten die Meinung, dass die Einführung der Wehrpflicht in Deutschland eine Reaktion auf die Verhandlungen über ein französisch-sowjetisches Bündnis war
  • 16. Mai: tschechoslowakisch-sowjetischer Beistandspakt
  • 21. Mai: außenpolitische Reichstagsrede Hitlers betont Bereitschaft zum Frieden, zugleich neues Wehrgesetz und ein geheimes „Reichsverteidigungsgesetz“, das die Wirtschaft zur Rüstungsproduktion verpflichtet, neu geschaffenes Amt „Generalbevollmächtigter für die Kriegswirtschaft“ wird mit Schacht besetzt
  • 18. Juni: deutsch-britisches Flottenabkommen – die Stärke der deutschen Marine darf 35 Prozent der Stärke der britischen Marine nicht überschreiten
  • 2. August: der Weltkongress der Komintern bezeichnet den Faschismus als „Stoßtrupp der internationalen Konterrevolution“, der für einen Kreuzzug gegen die Sowjetunion eintritt und ruft die Volksfront zum Sturz des Nationalsozialismus aus
  • 31. August: 1. Neutralitätsgesetz in den USA verbietet bei Auseinandersetzungen den Export von Waffen an die Kontrahenten
  • September: Gründung der Anglo-German Fellowship
  • 15. September: Reichsparteitag in Nürnberg, Nürnberger Gesetze, Juden werden die Bürgerrechte entzogen, die NS-Parteifahne, die Hakenkreuzfahne, wird weitere Reichsflagge
  • 3. Oktober: italienischer Überfall auf Äthiopien, der Völkerbund verhängt ein Waffenembargo und verfügt eine Kredit- und Rohstoffsperre gegen Italien, die USA liefern weiter Treibstoff
1936
1937

1938

1939, Januar bis August

  • 24. Januar: Reinhard Heydrich übernimmt die „Lösung der Judenfrage“
  • 27. Januar: der Z-Plan zum Aufbau einer großen Flotte bis 1947/48 tritt in Kraft
  • 30. Januar: Hitler kündigt bei einer Rede im Reichstag im Falle eines neuen Weltkriegs die „Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa“ an
  • 14. Februar: Stapellauf der Bismarck
  • 27. Februar: Frankreich und England erkennen die Regierung Franco an
  • 10. März: die so genannte „Kastanienrede“ Stalins; sie wird allgemein als Signal der Verständigungsbereitschaft der Sowjetunion mit Deutschland aufgefasst
  • 13. März: Hitler setzt den von den Tschechen bereits abgesetzten slowakischen Premierminister Jozef Tiso unter Druck, eine unabhängige Erste Slowakische Republik auszurufen
  • 14. März: das aus Wahlen hervorgegangene slowakische Parlament stimmt einstimmig für die Selbstständigkeit
  • 15. März: Zerschlagung der Rest-Tschechei entgegen dem Münchner Abkommen (Einmarsch deutscher Truppen in die als Rest-Tschechei bezeichneten tschechoslowakischen Gebiete), Errichtung des Reichsprotektorates Böhmen und Mähren
  • 15. März: Verständigung zwischen der deutschen und britischen Industrie im Düsseldorfer Abkommen
  • 21. März: der deutsche Außenminister führt wieder ein Gespräch mit dem polnischen Botschafter in Berlin über den „Anschluss Danzigs“ an das Deutsche Reich und fordert exterritoriale Zugänge nach Ostpreußen
  • 22. März: erzwungene Rückgabe des Memellandes von Litauen an das Deutsche Reich
  • 23. März: die Slowakei wird durch den Schutzvertrag ein eng an Deutschland gebundener Staat
  • 24. März: ein Putschversuch der Nationalsozialisten mit Hilfe der Volksdeutschen Bewegung im Fürstentum Liechtenstein scheitert
  • 26. März: Polen weist die seit Oktober gemachten deutschen Angebote zu Danzig und dem Korridor endgültig zurück und leitet eine Teil-Mobilmachung der Streitkräfte ein
  • 27. März: Spanien tritt dem Antikominternpakt bei
  • 28. März: die aufständischen Truppen des spanischen Generals Franco erobern Madrid
  • 31. März: britisch-französische Garantieerklärung für Polen
  • 11. Mai – 30. August: japanische Truppen greifen Soldaten der mit der Sowjetunion verbündeten Mongolischen Revolutionären Volksarmee an, um Gebietsansprüche durchzusetzen, der Japanisch-Sowjetische Grenzkonflikt beginnt, bei dem von Seiten Japans auch biologische Waffen zum Einsatz kommen. Hohe japanische Verluste (Battles of Khalkhyn Gol – Battles of Nomonhan), beendet mit Waffenstillstand.
  • 11. Mai: Polen lehnt ein Beistandsangebot der Sowjetunion ab
  • 15. Mai bis 17. Mai: französisch-polnische Militärbesprechungen in Paris
  • 19. Mai: Unterzeichnung des französisch-polnischen Militärabkommens durch den französischen Generalstabschef Maurice Gamelin und dem polnischen Kriegsminister Tadeusz Kasprzycki, Frankreich verpflichtete sich im Falle eines deutschen Angriffs auf Polen oder Bedrohung seiner Lebensinteressen in Danzig, nach 15 Tagen mit dem Gros seiner Truppen eine Offensive gegen Deutschland zu beginnen[4]
  • 22. Mai: Unterzeichnung des Stahlpakts zwischen Deutschland und Italien
  • 23. Mai: Hitler gibt in einer Rede vor den Oberbefehlshabern (Schmundt-Protokoll), seinen Entschluss Polen anzugreifen bekannt, er führt aus: „Es entfällt also die Frage Polen zu schonen und bleibt der Entschluß, bei erster passender Gelegenheit Polen anzugreifen.“
  • 26. Mai: Mit dem „Military Training Act“ führt Großbritannien die Wehrpflicht ein
  • 31. Mai: deutsch-dänischer Nichtangriffsvertrag
  • 7. Juni: Mit dem „Strategic and Critical Materials Stock Pilling Act“ beschliesst der amerikanische Kongress den Aufkauf und die Bevorratung kriegswichtiger Rohstoffe im Umfang von 100 Millionen Dollar
  • 7. Juni: Estland und Lettland schließen einen Nichtangriffsvertrag mit Deutschland
  • die einsetzende, bis dahin unterbundene, nationalsozialistischen Propaganda zum Polnischen Korridor weist darauf hin, dass fortan Polen ins Visier genommen wird, darauf unterzeichnen die Regierungen Polens, Großbritanniens und Frankreichs Beistandsverträge
  • die Planungen für den Krieg gegen Polen, Codename Fall Weiß, werden bis zum 15. Juni abgeschlossen
  • 6. August: sowjetischer Zehnjahresplan zum Aufbau einer Flotte aus 15 Schlachtschiffen der Sowjetski-Sojus-Klasse
  • 11. August: die britische und französische Militärmission trifft in Moskau ein, um über ein Bündnis gegen Deutschland zu verhandeln
  • 17. August: der Deutsch-Sowjetische Wirtschaftsvertrag über sowjetische Rohstofflieferungen ermöglicht Hitler einen Krieg zu planen, ohne die Auswirkungen einer erneuten Seeblockade zu fürchten, die im Ersten Weltkrieg zur deutschen Niederlage führte und 1919 die Zustimmung zum Versailler Vertrag erzwang
  • 19. August: Abschluss des Deutsch-Sowjetischen Wirtschaftsvertrags als Vorstufe zum Molotow-Ribbentrop-Pakt zwischen den beiden Außenministern.
  • 21. August: das Schlachtschiff Admiral Graf Spee läuft nach Danzig aus
  • 22. August: bei der Ansprache Hitlers vor den Oberbefehlshabern am 22. August 1939, verkündet Hitler den bevorstehenden Polenfeldzug
  • 24. August: Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt, in einem geheimen Zusatzprotokoll wird Osteuropa in Interessensphären aufgeteilt (auch bekannt als Hitler-Stalin-Pakt bzw. Molotow-Ribbentrop-Abkommen)
  • 24. August: Botschaft Roosevelts an Herrn Hitler, mit der Aufforderung im Interesse des „Weltfriedens“ die „territoriale Intgegrität“ der anderen Nationen im vollen Umfang zu achten, und Streitigkeiten in „direkten Verhandlungen“ zu bereinigen
  • 25. August:
    • Angebot Hitlers / des Deutschen Reichs an Großbritannien, für Handlungsfreiheit im Osten will er auf jegliche Grenzkorrekturen im Westen verzichten und erklärt sich bereit, das britische Empire, im Fall eines Angriffs durch Dritte, mit der deutschen Armee zu verteidigen
    • Unterzeichnung einer Beistandsvereinbarung zwischen Polen und Großbritannien für den Fall eines deutschen Angriffs auf Polen
    • Japan kündigt den Antikominternpakt
    • Beginn der Vermittlungsversuche von Birger Dahlerus zwischen Hitler und GB/Fr

Kriegsverlauf 1939 bis 1945

Bündnisse, Abhängigkeiten im September 1939

1939

Wichtige Ereignisse im Jahr 1939: Danzig und Polen werden besetzt. Die Rote Armee marschiert ebenfalls in Polen, Litauen und Finnland ein. Annexion weiter Gebiete und Errichtung einer deutschen besonderen Besatzungszone, dem Generalgouvernement, in Polen. Massive Repressalien gegen die Zivilbevölkerung, insbesondere die massenhafte Verschleppung und Ermordung jüdischer Polen beginnt (als Spezialtruppe hierfür: Polizei-Einsatzgruppen). Ein geplantes Eingreifen Großbritanniens und Frankreichs gegen Deutschland und die Sowjetunion kommt faktisch nicht mehr zustande.
Gemeinsame deutsch-sowjetische Siegesparade

1940

1940 greift das Deutsche Reich Dänemark und Norwegen an, es folgt anschließend deren Besetzung. Einmarsch in Belgien, Luxemburg, den Niederlanden und Nordfrankreich (der so genannte Westfeldzug), der zur Besetzung von Paris führt. Die Sowjetunion besetzt die baltischen Staaten und das rumänische Bessarabien. Deutsche Luftangriffe auf Großbritannien. Planungen für den Krieg gegen die Sowjetunion. Der Abschluss eines Dreimächtepakts zwischen Italien, Japan und dem Deutschen Reich, dem danach weitere Staaten beitreten, ist ein Erfolg Hitlers in der Außenpolitik.

Erstes Halbjahr 1940

  • 10. Januar: Mechelen-Zwischenfall: ein deutsches Militär-Flugzeug muss in Belgien notlanden, ein Luftwaffenoffizier führt Teile des Aufmarschplanes mit sich, der damals geplante Angriffstermin 17. Januar wird verschoben
  • 30. Januar: die Schlacht um Süd-Henan dauert einen Monat und endet mit einem chinesischen Sieg
  • 5. Februar: Planung der Landung von vier deutschen Divisionen in Narvik
  • 11. Februar: Wirtschaftsabkommen zwischen Deutschland und der Sowjetunion für die Dauer eines weiteren Jahres
  • unter dem Begriff Generalplan Ost (GPO) werden eine Reihe von Plänen, Planungsskizzen und Vortragsmaterialien zu einer möglichen neuen Siedlungsstruktur als Planungsgrundlage für eine Kolonisierung und „Germanisierung“ von Teilen des östlichen Mittel- und Osteuropas
  • 16. Februar: Altmark-Zwischenfall, das deutsche Transportschiff „Altmark“ wird in Norwegen durch einen britischen Zerstörer aufgebracht
  • 17. Februar: die Mannerheim-Linie in Finnland wird von sowjetischen Truppen durchbrochen
  • 21. Februar: Weisung Hitlers für die weitere Planung im skandinavischen Raum
  • 24. Februar: der Sichelschnittplan wird offiziell zur Grundlage der deutschen Angriffsplanung im Westen
  • 25. Februar bis 21. März: Vermittlungsversuche von Sumner Welles
  • 1. März: Unternehmen Weserübung – die Besetzung Dänemarks und Norwegens – wird auf deutscher Seite beschlossen, Ziel des geplanten Unternehmens ist die weitere Eisenerzeinfuhr aus dem neutralen Schweden und finnischem Nickel ins Deutsche Reich. Großbritannien wollte diese Rohstofflieferungen verhindern
  • 12. März: Frieden von Moskau zwischen Finnland und der Sowjetunion: darin werden Teile Kareliens, Lapplands und der Fischerhalbinsel an die Sowjetunion abgetreten
  • 14. März: in der Schlacht um Shanggao erringt die chinesische Armee bis zum 9. April einen Sieg
  • 17. März: der Generalbevollmächtigte für das Bauwesen, Fritz Todt, wird zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition ernannt und kontrolliert damit praktisch die gesamte deutsche Kriegswirtschaft
  • 20. März: neue französische Regierung unter Paul Reynaud löst die Regierung des Appeasement-Politikers Édouard Daladier ab
  • 8. April: die alliierte, nicht mehr ausgeführte, Operation Wilfred sollte deutsche Transporte von Eisenerz aus Schweden durch neutrale norwegische Gewässer verhindern
  • 9. April: Beginn der Invasion in Norwegen und Dänemark (Unternehmen Weserübung)
  • 10. April:
  • 12. April: Großbritannien besetzt im Nordatlantik die dänischen Färöer-Inseln
  • 13. April: schwere Seegefechte zwischen britischen und deutschen Zerstörern bei Narvik, die deutsche Flotteneinheit wird weitgehend vernichtet
  • 14. April bis 19. April: umfangreiche alliierte Verbände, darunter polnische Soldaten und Teile der Fremdenlegion, landen in Norwegen
  • 3. Mai: die Luftwaffe versenkt zwei alliierte Zerstörer vor Namsos
  • 7. Mai: die Schlacht um Süd-Shanxi endet am 27. Mai mit dem japanischen Sieg
Westfeldzug 1940
  • 10. Mai:
    • Beginn des deutschen Westfeldzugs:
      • sieben deutsche Armeen greifen (Fall Gelb) die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg an. Überreichung einer diplomatischen Note an die Botschafter dieser Länder um 5:45 Uhr mit der verklausulierten Kriegserklärung, dass das Reich ihre Neutralität militärisch sicherstellen wird
      • das Großherzogtum Luxemburg wird besetzt
      • bereits an diesem Tag wird die für uneinnehmbar gehaltene belgische Festung Eben-Emael durch deutsche Fallschirmjäger eingenommen
      • die niederländische Regierung hatte zunächst versucht, sich neutral zu verhalten, Beginn der Invasion der Niederlande
    • Winston Churchill wird britischer Premierminister
    • britische Truppen besetzen Island
  • 13. Mai:
  • 13. bis 15. Mai: Schlacht von Sedan: nach dem Durchbruch durch die Ardennen erkämpfen sich deutsche Panzertruppen bei Sedan den Übergang über die Maas
Foto Rotterdams nach dem Bombenangriff vom 14. Mai 1940 und anschließender Enttrümmerung (aufgenommen 1942)
  • 14. Mai:
  • 15. Mai: das britische Kabinett beschließt, den strategischen Luftkrieg gegen das Deutsche Reich zu führen
  • 17. Mai:
  • 19. Mai: die deutsche 6. Armee erreicht den Fluss Schelde und stößt bis Abbeville vor. Der Vormarsch erfolgt so schnell, dass die britischen und französischen Einheiten in Nordfrankreich abgeschnitten werden; sie ziehen sich nach Dunkerque (Dünkirchen) zurück
  • 24. Mai: Hitlers umstrittener Stoppbefehl für die Panzerstreitkräfte der Heeresgruppe A
  • 26. Mai – bis 5. Juni: die Schlacht um Dünkirchen beginnt; am 4. Juni Einnahme von Dunkerque
  • 27. Mai: die britische Operation Dynamo (Evakuierung von über 300.000 alliierten Soldaten) bei Dünkirchen läuft an. Wird am 4. Juni abgeschlossen.
    • Frankreich bereitet sich auf die Verteidigung vor. Fall Rot ist der deutsche Deckname für die zweite Offensive in Frankreich
  • 28. Mai: Kapitulation der belgischen Armee
  • 29. Mai: deutsch-rumänischer Öl-Waffen-Pakt
  • 4.-12. Juni : britische Operation Cycle zum Truppenrückzug
  • 5. Juni: deutsche Offensive an der Aisne und der Somme
  • 8. Juni: Abzug der bis dahin erfolgreichen alliierten Expeditionskräfte von Narvik
  • 9. Juni: Soldaten der 6. Infanterie-Division überschreiten die Seine
  • 10. Juni:
    • das norwegische Militär kapituliert, König Håkon VII. und die Regierung gehen ins britische Exil
    • ab dieser Zeit: Shetland Bus, mit Fischerbooten flohen 1940 etwa 600 Norweger auf die britischen Shetlandinseln. 1941 bis 1945 konnten so 373 Flüchtlinge gerettet werden, norwegischen Widerstandskämpfer und 192 Agenten über diesen Weg nach Norwegen eingeschleust wurden (Standorte Lunna und Scalloway bei Lerwick und Telavåg; Verluste: 33 Mann und sieben Schiffe).
    • Mussolini beschließt, in den Krieg gegen die beiden Westalliierten einzutreten
  • 11. Juni: Beginn erster italienische Luftangriffe gegen das brit. Malta (Bombardierungen), zunächst kein Versuch der Invasion, Blockade – brit. Bezeichnung: Zweite große Belagerung Maltas (bis Nov. 1942)
  • 14. Juni:
• Paris wird besetzt, zuvor von französischem Militär teilweise geräumt (Paris im 2. WK)
• die deutsche Heeresgruppe C durchbricht die Maginot-Linie und die Festung Verdun wird eingenommen

Zweites Halbjahr 1940

  • 3. Juli: Operation Catapult, Versenkung der französischen Flotte in Nordafrika durch die britische Marine
  • Juli:
    • Teilung Frankreichs in einen deutsch-besetzten Teil und den unbesetzten Teil des Vichy-Regimes unter Marschall Pétain (État fr.)
    • General de Gaulle wird ab 1940 Organisator des externen Widerstandes: „Führer des freien Frankreichs“ vom Exil in London aus
    • die Résistance – der Widerstand innerhalb Frankreichs bildet sich, getragen von Gewerkschaften, den sozialistischen und kommunistischen Parteien aber auch von Konservativen, die nicht mit Pétain und den Deutschen kollaborieren wollen
  • Mitte Juli: Gründung der britischen Special Operations Executive (verdeckte Militäroperationen)
  • Juli: die Luftschlacht um England beginnt mit Angriffen auf Schiffsverkehr im Ärmelkanal
  • 19. Juli: USA, der Two-Ocean Navy Act sieht eine Vergrößerung der U.S. Navy um 70 Prozent vor
  • 25. Juli:
    • Rütli-Rapport/Au Rütli, le discours du général Guisan, des schweizerischen OB, bei Luzern (Reduit-Strategie)
    • Deckname „Otto“, ein „bevorzugtes Wehrmachtsprogramm“, der Plan für die danach ab Oktober wiederhergestellten bzw. ausgebauten größeren West-Ost-Eisenbahnstrecken durch das Generalgouvernement, insbesondere die Eisenbahnstrecke von Radom via Demblin nach Lublin. Zur Ausarbeitung hatte Franz Halder, seit September 1938 Chef des Generalstabs des Heeres, seinen Stab am 19. Juni oder 3. Juli 1940 beauftragt.[5] Dieser Plan wurde nach dem 31. Juli erweitert, mit anderen Plänen zusammengeführt und im Dezember (vgl. 18.) den Kriegsvorbereitungen des OKW und OKH (Fall Barbarossa) zu Grunde gelegt.
  • 31. Juli: Hitler fasst den Entschluss zum Angriff auf die Sowjetunion im Frühjahr 1941, um sie als Festlandsdegen Englands auszuschalten
  • 6. August: Erzwungener Beitritt Estlands zur Sowjetunion, Annexion
  • 7. August: Churchill und de Gaulle einigen sich auf den Accord des Chequers (Chequers-Abkommen), nach dem Großbritannien die Integrität aller französischen Besitzungen und die „integrale Restauration und Unabhängigkeit und die Größe Frankreichs“ achtet und erhält.
  • 13. August: „Adlertag“ während der Luftschlacht um England: massive Luftangriffe auf südenglische Stützpunkte der Royal Air Force
  • 17. August: Hitler verhängt eine Importblockade über die Britischen Inseln
  • 20. August: die chinesischen Kommunisten eröffnen die Hundert-Regimenter-Offensive, die bis zum 5. Dezember andauert, es kommt gegen deren Ende zum Zerwürfnis zwischen Peng Dehuai, dem militärischen Führer der Kommunisten, und Mao Zedong
  • . 21. August: durch das Gesetz Allied Forces Act 1940 erhalten bestimmte Exilregierungen das Recht eigene Truppen im Ver. Königreich als Ausdruck von deren Souverainität zu stationieren. In der Praxis waren sie dann Combattanden der britischen Streitkräfte
  • 24./25. August: erstmaliger (ungeplanter) Abwurf deutscher Bomben auf die britische Hauptstadt London, in der Folgenacht folgt der erste britische Luftangriff auf Berlin
  • 30. August: Zweiter Wiener Schiedsspruch durch Deutschland und Italien: Rumänien muss Teile Siebenbürgens an Ungarn abtreten
  • 2. September: Zerstörer-für-Stützpunkte-Abkommen
  • September: mit dem Selective Training and Service Act wird in den USA die Wehrpflicht eingeführt
  • 4. September: Gründung des America First Committee, einer isolationistischen Organisation welches sich gegen die Kriegsbeteiligung der USA richtet
  • 7. September: Luftangriffe auf London beginnen (300 deutsche Bomber sowie 600 Jagdflugzeugen; bis 16. Mai 1941)
  • 22. September: Japan marschiert im Norden Französisch-Indochinas ein. Darauf verhängen die USA und Großbritannien ein Embargo und frieren die finanziellen Mittel Japans ein
  • 23. bis 25. September: im Gefecht von Dakar (Operation Menace) scheitert ein britisch-freifranzösischer Versuch, die senegalesische Hauptstadt Dakar zu erobern
  • 27. September: Dreimächtepakt zwischen Deutschem Reich, Italien und Japan, Unterzeichnung im Großen Saal der Neuen Reichskanzlei, Berlin
  • 12. Oktober: das Unternehmen Seelöwe wird auf unbestimmte Zeit verschoben
  • 23. Oktober: das Treffen Hitler-Franco in der Grenzstation Hendaye (auf deutscher Seite) führt auch 1940 nicht zur Aufhebung der Neutralität Spaniens (Erklärung Francos am 7. Dezember Kein deutscher Durchmarsch nach Gibraltar (Unternehmen Felix))
  • 28. Oktober: Beginn des Griechisch-Italienischen Krieges, italienische Verbände greifen von der italienischen Kolonie Albanien aus Griechenland an, Italien kann Bulgarien nicht als Verbündeten gewinnen
  • 3. November: die griechische Armee geht erfolgreich zum Gegenangriff über, bis zum 14. November geraten die italienischen Verbände in die Defensive und werden über die Grenzen Albaniens zurückgedrängt
  • 11./12. November: Britischer Angriff auf den italienischen Flottenstützpunkt Tarent, drei Schlachtschiffe werden insbesondere durch den erstmaligen Einsatz eines Flugzeugträgers, der Illustrious, gegen eine Feindflotte außer Gefecht gesetzt
  • 12. bis 13. November: Besuch des sowjetischen Außenministers Molotow in Berlin, eine Erweiterung des Dreimächtepaktes, zur Bildung eines Kontinentalblocks gegen England, auf die Sowjetunion kommt nicht zustande – Hitler ist bereits zum Krieg gegen die Sowjetunion entschlossen
  • 14. November: deutscher Luftangriff auf Coventry (568 Menschen wurden durch diesen Angriff getötet)
  • 8. Dezember: Beginn der Operation Compass, bei der die Alliierten in Nordafrika unter dem Kommando von General Richard O’Connor vom 8. Dezember bis 9. Februar 1941 italienische Truppen südlich von Sidi Barrani in Libyen 800 km weit bis Bardia zurückwerfen konnten, nach einem handstreichartigen Sieg bei Fort Capuzzo im Juli war dies die erste Operation der Alliierten in Nordafrika
  • 13. Dezember: angesichts der Niederlagen des Achsenpartners erlässt Hitler mit dem Plan Marita Weisungen für einen deutschen Feldzug auf dem Balkan
  • 16. Dezember: britischer Luftangriff auf Mannheim (Operation Abigail), gilt als erster britischer Bombenangriff mit Terrorabsicht und Experiment für spätere Brandbombenangriffe, intern als Vergeltung für die Luftangriffe auf Coventry und Southampton gerechtfertigt,
  • 16./17. und 23. Dezember: zwei versehentliche Luftangriffe der Royal Air Force auf Basel und Zürich, zwei Tote, evtl. eine Folge der schweizerischen Verdunkelungsmaßnahmen.
  • 18. Dezember: Hitler erlässt die „Weisung Nr. 21“ an das OKW, den Krieg gegen die Sowjetunion unter dem neuen Decknamen „Fall Barbarossa“ vorzubereiten, bis dahin galt der Deckname „Otto“ (vgl. Juli).
  • 29. Dezember: deutscher Luftangriff auf London führt zum zweiten Stadtbrand (Second Great Fire of London)

1941

1941 wurde der Krieg nochmals an vielen Stellen ausgeweitet. Um Italien bei seiner Invasion in Afrika zu unterstützen, befiehlt Hitler den Einsatz deutscher Truppen in Libyen. Ihnen gelingt ein Vorstoß bis Ägypten (der Hafen Tobruk wird von britischen Truppen zunächst gehalten). Der Einmarsch im Balkan führt zur Invasion Kretas und Griechenlands. Die Versenkung des Schlachtschiffs Bismarck steht für Hitlers Schwachstelle Atlantik. In Asien endete die Zusammenarbeit von Kuomintang und den Kommunisten im Krieg gegen Japan. Die Battle of Britain, der deutsche Luftkrieg zur Eroberung Großbritanniens, endete zugunsten der Royal Air Force. Auch durch den Abzug deutscher Truppen aus Frankreich nach Osten bekommt London im wahrsten Sinne wieder Luft. Am 22. Juni startet Hitler mit dem Unternehmen „Barbarossa“' den Krieg gegen den zeitweiligen Vertragspartner Sowjetunion. Mitte August wenden sich Teile der schnell vorstoßenden Wehrmacht südostwärts gegen die Ukraine bis zur Krim und nordwärts gegen Leningrad. Es kommt zum Bündnis zwischen Vereinigtem Königreich/Großbritannien und der UdSSR. Großbritannien und die USA vereinbaren die Atlantic-Charta. Japan kann durch die Eroberung des südlichen Indochinas bis Malaysia den Druck auf Chinas Nachschubwege erhöhen. Der japanische Vormarsch im Pazifik kommt auf Neu Guinea zum Stehen. Der deutsche Angriff gegen die Sowjetunion kommt vor Moskau und in Stalingrad zum Stillstand und in der Gegenoffensive folgen erstmals größere Geländegewinne auf alliierter Seite.

Erstes Halbjahr 1941 in Europa und im Mittelmeerraum

  • 10. Januar: Planungen für das Unternehmen Felix, Angriff auf Gibraltar – vgl. 23.10.40, wurden eingestellt
  • 19. Januar: Ostafrikafeldzug: Beginn der britischen Offensive gegen die Kolonie Italienisch-Ostafrika
  • 29. Januar bis 27. März: geheime amerikanisch-britische Stabsgespräche in London führen zum Kriegsplan ABC-1, darin wird der Grundsatz „Germany first“ begründet.
  • 2. Februar bis 27. März: Schlacht von Keren, Eritrea, britische Truppen besiegen die Italiener
  • der deutsche General Rommel bekommt im Februar den Befehl, mit dem Afrikakorps, den erfolglosen Bündnispartner Italien bei dessen Verteidigung in Nordafrika zu unterstützen
  • 15. Februar : Ab diesem Datum unterstützten erstmals Cichociemni, nach der Invasion 1939 in Großbritannien als Fallschirmspringer ausgebildete, polnischen Soldaten die Heimatarmee. Ihr waren sie nach der Landung auch unterstellt. Der erste Absprung fand bei Dębowiec statt. Der letzte Absprung fand am 28. Dezember 1944 statt. Von den 316 abgesprungenen Soldaten kamen 112 ums Leben. Neun von ihnen wurden nach dem Krieg von so genannten kommunistischen Volksgerichten zur Zeit des Stalinismus verurteilt. Von den 91 Soldaten der Cichociemni, die 1944 am Warschauer Aufstand teilnahmen, starben 18 während der Kampfhandlungen.
  • 18. Februar: das US-Leih- und Pachtgesetz (englisch: „Lend-Lease Act“) im US-Kongress
  • 22. und 23. Februar: nach einer groß angelegten Razzia gegen Juden in den Niederlanden gab es den „Februarstreik“ gegen die Deportationen, der blutig niedergeschlagen wurde
  • 28. Februar: Einmarsch der deutschen Armee von Rumänien bei Giurgiu südlich von Bukarest über die Donau und bei Dobrudscha in Bulgarien (siehe Geschichte Bulgariens#Zweiter Weltkrieg)
    • Bulgarien tritt später an der Seite der Achsenmächte in den Krieg gegen Jugoslawien und Griechenland ein
    • im Dezember 1941 erklärte es Großbritannien und den USA den Krieg – jedoch nicht der UdSSR
  • Februar 1941: bemannte deutsche Wetterstationen auf Spitzbergen und NO-Grönland (zuletzt geräumt Ripfjorden am 4. September 1945) — dagegen eingesetzte dänische Sirius-Patrouille in Grönland (dän: Nordøstgrønlands Slædepatrulje)
  • 1. März: Heinrich Himmler und eine Abordnung der I.G. Farben treffen sich zu einer Besichtigung und gemeinsamen Planung beim KZ Auschwitz
  • 9. März: italienische Großoffensive in Albanien gerät zum Desaster
  • 11. März: der US-Kongress schafft mit dem Leih- und Pachtgesetz (Lend & lease act) die legale Grundlage für die vorher bereits praktizierte Unterstützung Großbritanniens, das Land wird, wie später die Sowjetunion, in großem Umfang mit Waffen und Hilfsgütern aus den USA beliefert
  • 25. März: Jugoslawien tritt dem Dreimächtepakt bei, die Folge sind Demonstrationen und ein Putsch gegen die Regierung des Prinzregenten Paul, worauf der Beitritt 12 Tage später wieder rückgängig gemacht wird
  • 27. März: „Weisung Nr. 25“ zur Zerschlagung Jugoslawiens in Verbindung mit dem geplanten Feldzug gegen Griechenland
  • 28. März: Durch die Niederlage in der Schlacht bei Kap Matapan gegen britische Verbände verliert die italienische Flotte die effektive Einsatzfähigkeit im Mittelmeer
  • 30. März: Hitler kündigt in einer Rede vor 200–250 Militärs in der Reichskanzlei den Krieg gegen die Sowjetunion an
  • 1. April: Militärputsch im Irak wird am 31. Mai mit der Einnahme Bagdads durch britische Truppen (auch Arabische Legion) beendet
  • 6. April ff.: Balkanfeldzug gegen Griechenland und Jugoslawien:
    • Verbände der deutschen Wehrmacht überschreiten die jugoslawische und griechische Grenze, Kämpfe um die Metaxas-Linie
    • Serie von Luftangriffen auf Belgrad beginnen, bis 7. April kommen etwa 500 bis 600 deutsche Flugzeuge zum Einsatz, wegen dieses Angriffes wurde nach Kriegsende der kommandierende General Alexander Löhr verurteilt und hingerichtet
    • 9. April: Saloniki besetzt
    • 10. April: die kroatische Hauptstadt Zagreb wird besetzt
    • 12. April: Belgrad wird besetzt
    • 17. April: bedingungslose Kapitulation Jugoslawiens
    • 21. April: 223.000 griechische Soldaten kapitulieren in Epirus, nachdem ihr Rückzugsweg abgeschnitten ist
    • Briten, die ebenfalls in Griechenland stationiert worden sind, bauen unterdessen eine Verteidigung an den Thermopylen auf
    • 24. April: diese Stellungen werden überrannt, worauf die Alliierten eine amphibische Evakuierungsoperation einleiten, in der 50.000 Soldaten nach Kreta und Ägypten verschifft werden
    • 25. April: das OKW erlässt die „Weisung Nr. 28“ (Unternehmen Merkur) zu einer Luftlande-Invasion der Insel Kreta
    • 27. April: die Wehrmacht rückt in Athen ein
  • 9. April: der dänische Gesandte in Washington unterzeichnet eigenmächtig ein Abkommen über den amerikanischen militärischen Schutz Grönlands
  • 10. April: deutsche Truppen erreichen die Festung Tobruk in Libyen und beginnen mit einer siebenmonatigen Belagerung
  • 13. April: Japanisch-Sowjetischer Neutralitätspakt
  • 2. Mai bis 1. Juni: im Anglo-Irakischen Krieg verhindert Großbritannien einen Anschluss Iraks an die Achsenmächte
  • 2. Mai bis Juni: Ausarbeitung der Grünen Mappe der wirtschaftlichen Richtlinien für die Besetzung in der Sowjetunion.
  • 5. Mai: Rede Stalins vor den Absolventen der sowjetischen Militärakademien
  • 9. Mai: Erbeutung des deutschen U-Boots U 110 mitsamt einer intakten Enigma-M3-Maschine und sämtlicher Geheimdokumente (vgl. „Ultra“) durch den britischen Zerstörer HMS Bulldog
  • 10. Mai: der Stellvertreter Hitlers in der NSDAP-Führung, Rudolf Heß, fliegt mit einer Messerschmitt Bf 110 nach Schottland, um mit dem Duke of Hamilton angeblich über Frieden zu verhandeln, dabei gerät er in britische Kriegsgefangenschaft und wird später als Kriegsverbrecher verurteilt, sein Flug wird vom NS-Regime in der Öffentlichkeit als Verrat bezeichnet und Heß für verrückt erklärt
  • 20. Mai: Luftlandeschlacht um Kreta, 593 Transportflugzeuge bringen deutsche Luftlandeeinheiten nach Kreta, die Alliierten, darunter Neuseeländer und Australier, verteidigen Kreta eine Woche
  • 27. Mai: US-Präsident Roosevelt erklärt einen unbegrenzten nationalen Notstand
  • 6. Juni: der Kommissarbefehl des Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Keitel – offiziell Richtlinien für die Behandlung politischer Kommissare zählt zu den gut dokumentierten Völkerrechtsverletzungen der deutschen Wehrmacht, erlassen mit Bezug auf eine Weisung von Hitler vom 14. Mai, fünf Wochen vor der Invasion der Sowjetunion zur Ermordung von Kriegsgefangenen der Roten Armee
  • 8. Juni bis 14. Juli: im Syrisch-Libanesischen Feldzug übernehmen Briten und Freifranzosen die Kontrolle über das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon
  • 14. Juni: Hitlers Rede vor den Oberbefehlshabern am 14. Juni 1941 zum Ostfeldzug
  • 15. bis 17. Juni: ein britischer Versuch, die Belagerung von Tobruk aufzuheben (Operation Battleaxe), schlägt fehl
  • 18. Juni: das Deutsche Reich und die Türkei unterzeichnen einen Freundschafts- und Nichtangriffsvertrag
  • 22. Juni: Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges
    • für den Angriff standen drei Heeresgruppen (Nord, Mitte, Süd) bereit, die Heeresgruppe Nord (von Leeb) sollte die baltischen Staaten erobern und nach Leningrad vorstoßen, auf der Heeresgruppe Mitte (von Bock) lag die Hauptlast, sie sollte nach Moskau vorrücken und war entsprechend stark gerüstet, die Heeresgruppe Süd (von Rundstedt) sollte die Ukraine erobern, ebenfalls an dem Feldzug beteiligt waren Verbände aus verbündeten bzw. eroberten Ländern der Achsenmächte, auch vom besetzten Norwegen aus werden Angriffe gegen die Sowjetunion unternommen, sie zielen insbesondere auf Murmansk und die dortige Eisenbahnverbindung, die „Murman-Bahn“, sowie den Hafen
    • Generalplan Ost, Hungerplan (strategische Grundlagen)
    • die Molotow-Linie war ein sowjetisches Verteidigungssystem, das entlang der aufgrund des deutsch-sowjetischen Freundschaftsvertrages von 1939 festgelegten Grenze zum Deutschen Reich beziehungsweise Generalgouvernement errichtet worden war
    • der Balkanfeldzug hatte den Angriffszeitpunkt auf die Sowjetunion um vier Wochen verschoben, der Angriff fand deshalb erst am 22. Juni statt, diese Verzögerung und ein ungewöhnlich früh einsetzender Winter führen dazu, dass der Vormarsch nicht wie geplant ablaufen kann und das operative Ziel, das Erreichen der Linie Archangelsk-Astrachan, nicht erreicht wird, obwohl auf deutscher Seite errechnet wurde, dass die Versorgung der Wehrmacht nur bis zu einer Linie ermöglicht werden könnte, die entlang Pskow, Kiew und der Krim verläuft, verlangt Hitler die Eroberung Moskaus im Rahmen eines einzigen, ununterbrochenen Feldzuges
    • in den frühen Morgenstunden des 22. Juni beginnt der Vormarsch von 149 Divisionen über die sowjetische Grenze, zwei Divisionen operieren von Finnland aus, acht Divisionen waren in Norwegen stationiert, eine Division steht in Dänemark bereit, 38 bleiben im Westen, zwei Divisionen kämpfen zu diesem Zeitpunkt in Nordafrika und sieben Divisionen stehen im Balkan
    • trotz vieler Hinweise sind die untere und mittlere Führung der Sowjetunion nicht auf einen Angriff eingestellt, viele der sowjetischen Soldaten an der Grenze ergeben sich ohne Widerstand, während die motorisierten deutschen Truppen zunächst zügig vor marschieren
    • eine Folge des Winterkriegs in Finnland war, dass Stalin in der Roten Armee eine umfassende Reorganisation begann, in deren Verlauf viele Offiziere rehabilitiert werden, die bei den Säuberungen 1936/37 nach Sibirien verbannt worden waren, dies trägt erheblich dazu bei, dass die Rote Armee über eine größere Kampfkraft verfügt als die Deutschen es erwarten
    • die sowjetische Kriegsproduktion wird hinter den Ural verlegt, wo sie unerreichbar für die deutsche Luftwaffe ist
    • als direkte Reaktion auf den sowjetischen Angriff nimmt Finnland 1941 im Fortsetzungskrieg am deutschen Russlandfeldzug teil, um sich die verlorenen Gebiete zurückzuerobern
  • 22. Juni: Rumänien und Italien erklären der Sowjetunion den Krieg
  • 23. bis zum 29. Juni: Panzerschlacht bei Dubno-Luzk-Riwne
  • 27. Juni: Kriegserklärung Ungarns an die Sowjetunion
  • 29. Juni: die sowjetische Führung erklärt die Verteidigungsaktionen zum „Großen Vaterländischen Krieg“
    • gegen die Kriegskonventionen töten spezielle deutsche Einsatzgruppen, wie schon in Polen, direkt hinter den vorrückenden Frontlinien tausende Kriegsgefangene und Zivilisten.
    • kurz zuvor sind bereits Minsk und Bialystok in einer Kesselschlacht eingeschlossen und wenig später besetzt worden

Zweites Halbjahr 1941 in Europa, Mittelmeerraum

  • 1. Juli: Fall Broniki, sowjetisches Massaker an deutschen Soldaten
  • 3. Juli: Rundfunkansprache Stalins, Aufruf zur Politik der „Verbrannten Erde“
  • Juli bis 8. August: Kesselschlacht bei Uman
  • 10. Juli bis 10. September: Kesselschlacht bei Smolensk
  • 12. Juli: ein gegenseitiges Hilfsabkommen zwischen der Sowjetunion und Großbritannien wird unterzeichnet, beide Seiten vereinbaren, keinen einseitigen Waffenstillstand mit Deutschland schließen zu wollen
  • Zwischen dem 13. Juli 1941 und dem 19. August 1944: lange erfolglose Luftangriffe auf Ploiești (Ölförderanlagen in Rumänien) der alliierten Mächte
  • 21./22. Juli: Beginn der deutschen Luftangriffe auf Moskau, welches durch ein Radarnetz aus RUS-1 und RUS-2 geschützt ist
  • 26. Juli: die USA und England erklären ein Treibstoffembargo gegen Japan
  • 29. Juli bis 1. August: Harry Hopkins vereinbart in Moskau amerikanische Hilfslieferungen für die Sowjetunion
  • 30. Juli: das Sikorski-Maiski-Abkommen zwischen der polnischen Exilregierung und der Sowjetunion wird unterzeichnet, es sieht die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und die Aufstellung einer polnischen Armee in der Sowjetunion vor
  • 7. August: Stalin wird oberster Befehlshaber der Roten Armee
  • 8. August: erster sowjetischer Luftangriff auf Berlin.
  • 14. August: die Atlantik-Charta von Präsident Franklin D. Roosevelt und Premierminister Winston Churchill präzisiert die Vorstellungen von einer neuen Weltordnung nach dem Krieg, sie gilt als eines der Geburtsdokumente der späteren Vereinten Nationen
  • 23. August bis 26. September: Schlacht um Kiew
  • 25. August bis 17. September: erfolgreiche Anglo-Sowjetische Invasion Irans (engl.: Operation Countenance – russ.: Sotschuwstije): die Besetzung des formell neutralen Landes dient der Sicherung der iranischen Ölfelder und der Errichtung einer südlichen Nachschublinie für die Sowjetunion
  • 26. bis 28. August: Massenerschießung von 23.600 ungarischen Juden durch SS-Einheiten und das Polizeibataillon 320, das Massaker von Kamenez-Podolsk, in sowjetischem Staatsgebiet (Ukraine); zuvor erfolgte die Absprache des Plans mit der Wehrmacht. Dabei wurden erstmals unterschiedslos Tausende Zivil-Personen ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht ermordet.
  • 30. August: erste erfolgreiche sowjetische Offensive bei Jelnja und zugleich erster Rückzug deutscher Truppen
  • 8. September: Beginn der Leningrader Blockade (heute St. Petersburg). Sie dauert über zwei Jahre bis zum 18. Januar 1944. Die Zivilbevölkerung der Millionenstadt wird von deutschen Truppen systematisch dem Verhungern ausgesetzt, die militärische Einnahme wurde der Wehrmacht durch Hitler verboten.
  • 4. September: „Greer“-Zwischenfall, der amerikanische Zerstörer USS Greer meldet die Position eines deutschen U-Bootes an ein britisches Flugzeug und verfolgt das U-Boot, das U-Boot schießt einen Torpedo auf den amerikanischen Zerstörer ab, die „Greer“ wirft Wasserbomben, das führt am 11. September zum „Shoot on sight“-Befehl (Schießbefehl bei Sicht) des amerikanischen Präsidenten
  • 13. September: an diesem Tag fuhr die finnische Tarmo im Rahmen des Scheinunternehmens „Nordwind“ – ein deutsch-finnisches Unternehmen zur Deckung der deutschen Besetzung der estnischen Inseln Hiiumaa und Saaremaa gegen die Flotte der Roten Armee
  • 30. September: Massenmord im Tal Babyn Jar bei Kiew an über 30.000 Personen der jüdischen Bevölkerung der Stadt, nachdem die 6. Armee Kiew besetzt hatten überwiegend durch die Einsatzgruppe C der SS, bis November 1943 fanden weitere Massenerschießungen in der Stadt statt, bei denen insgesamt zwischen 150.000 und 200.000 sowjetische Kriegsgefangene und Zivilisten ermordet wurden.
Frontverlauf in der Sowjetunion bis Dezember 1941
  • 2. Oktober: 1. Moskauer Protokoll über Hilfslieferungen nach dem Leih- und Pachtgesetz an die Sowjetunion; vorgesehen sind Lieferungen im Wert von 1 Milliarde Dollar bis Juni 1942
  • 2. Oktober bis Ende Oktober: im Zuge des deutschen Angriffs auf Moskau (Unternehmen Taifun) kommt es zur Doppelschlacht bei Wjasma und Brjansk, die herbstliche Schlammperiode zwingt zur einstweiligen Einstellung der Angriffe
  • 22. Oktober: So genannte Geiselerschießung durch die Wehrmacht in einem Steinbruch bei Châteaubriant (Massaker von Ch.) von 27 Gefangenen aus dem Vichy-Lager Camp de Choisel und weiteren 21 Gefangenen andernorts als so genannte Repressalie für den in Nantes erschossenen Leutnant Karl Hotz.
  • 31. Oktober: der US-Zerstörer USS Reuben James (neutrales Land) wird bei Island torpediert, über 100 US-Marinesoldaten sterben dabei
  • 6. November: Stalin spricht über Radio zum zweiten Mal zur gesamten sowjetischen Bevölkerung, er kündigt den baldigen Sieg über Deutschland an
  • 7. November:
    • Militärparade der Roten Armee auf dem Roten Platz in Moskau
    • Versenkung des sowjetischen Passagierschiffs Armenija (1928) vor Gurzuf (Krim) im Schwarzen Meer. Vor diesem Datum war es als Truppentransporter eingesetzt. Ob es bei dem Einsatz zur Räumung der Hospitäler von Sewastopol als Hospitalschiff gekennzeichnet war, ist unklar. Durch den Angriff durch (mindestens) ein deutsches Flugzeug starben bei dem schnellen Untergang 4.700 bis 4.800 Menschen, es werden auch Zahlen von über 7000 Toten genannt.
  • 14. November: der britische Flugzeugträger HMS Ark Royal wird vom deutschen U-Boot U 81 östlich von Gibraltar versenkt
  • 17. November: so genannter Fackelmänner-Befehl
  • noch im November:
    • mit der neuerlichen deutschen Offensive beginnt die Schlacht um Moskau, auch dieser Anlauf bringt der Wehrmacht keinen durchschlagenden Erfolg (2. Oktober 1941 bis 31. Januar 1942)
    • die USA revidieren ihre Neutralitätsgesetze, US-Handelsschiffe dürfen bewaffnet werden und Kriegsmaterial an kriegführende Staaten liefern
    • 17. November bis 2. Dezember: Schlacht um Rostow
  • 18. November: Beginn der britischen Offensive Operation Crusader in Nordafrika
    • am 26. November erfolgte ein zweiter Angriff, erfolgreicher Ausbruch aus Tobruk
    • am 7. Dezember zieht sich das Afrika-Korps zur Gazala-Linie zurück, das Afrika-Korps unter Rommel greift Tobruk im Januar 1942 wieder an
  • 25. November: Verlängerung des Antikominternpaktes um 5 Jahre, Beitritt Rumäniens, Bulgariens, der Slowakei, Kroatiens, Finnlands und Dänemarks
  • 28. November: Mit der verlorenen Schlacht von Gondar (18. Oktober bis 28. November) gegen Commonwealth-Truppen endete die italienische Kolonialherrschaft in Ostafrika
  • 5. Dezember: bei der Schlacht um Moskau beginnt die Rote Armee mit aus Sibirien herangeführten Reserven unter General Schukow ihre umfassende Gegenoffensive
  • 11. Dezember: Kriegserklärung Deutschlands und Italiens an die Vereinigten Staaten nach dem Beginn Pazifikkriegs (s. u.)
  • 14. Dezember: Großbritannien, USA und Bulgarien erklären sich wechselseitig den Krieg, Rumänien erklärt ihn den USA; Indien erklärt ihn an Japan
  • 16. Dezember: Hitler gibt den Befehl zum Halten an der Ostfront, bis zum Ende des Jahres wird die Wehrmacht jedoch weiter zurückgedrängt
  • 22. Dezember bis 14. Januar 1942: alliierte Arcadia-Konferenz in Washington (D.C.)

Zweites Halbjahr 1941 in Asien und dem Pazifik

US-Marineeinheiten in Pearl Harbor am 7. Dezember

1942

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Dezember wird das Kriegsjahr 1942 von den ersten deutschen Judendeportationen aus Frankreich, den Kämpfen um die Festung Tobruk und El Alamein, zunehmend massivere Luftangriffe auf deutsche Städte aber auch auf Tokio, die Eroberung der Philippinen, dem Anschlag auf Heydrich in Prag gekennzeichnet; deutsche Truppen erreichen den Don, es folgt der deutsche Angriff auf Stalingrad und im Gegenangriff dessen Einkesselung; Beginn des Manhattan-Projekts, die alliierte Landung in Nordwestafrika. Nach der japanischen Invasion von Niederländisch-Indien im Januar und dem Flottenvorstoß in den Indischen Ozean bringt das Jahr erste australische und US-Erfolge gegen Japan in der Midway-Schlacht und auf Neu Guinea.[7]

Erstes Halbjahr 1942 in Europa, Mittelmeerraum

  • 1. Januar: im Weißen Haus in Washington unterzeichnen 26 Nationen eine Erklärung, in der sie sich zum gemeinsamen Kampf gegen die Achsenmächte verpflichten, die 26 Unterzeichnerstaaten nennen sich Vereinte Nationen, zu denen u. a. die Sowjetunion, USA, Großbritannien, China, Belgien, Griechenland, Tschechoslowakische Republik, Indien, Luxemburg und Holland zählen, bis zum Oktober 1943 schließen sich sieben weitere, bis zum Ende des Weltkriegs noch weitere zehn Nationen dieser Erklärung an
  • 8. Januar: Beginn der Kesselschlacht von Demjansk durch die Rote Armee, Kessel bis zum Entsatz am 21. April
  • ab Januar 1942: die ersten „Ostarbeiter“ (Zwangsarbeit) werden mit Zügen ins Deutsche Reich deportiert, von 1942 bis 1944 werden insgesamt etwa drei Millionen Menschen aus der Sowjetunion nach Deutschland geschafft, um hier Zwangsarbeit zu leisten
  • 8. Januar bis 20. April: Kämpfe um Rschew
  • 14. Januar: Amerikaner und Briten beschließen auf der Arcadia-Konferent die Bildung eines gemeinsamen Komitees ihrer Generalstäbe, der Combined Chiefs of Staff
  • 14. Januar ff: beim Unternehmen Paukenschlag versenken deutsche U-Boote vor der US-Küste 23 Handelsschiffe
  • 18. Januar: Beginn der Schlacht um Cholm
  • 1. Februar: Vidkun Quisling wird Ministerpräsident im besetzten Norwegen
  • im Februar: Einführung der stärker verschlüsselnden Enigma-M4 zur Chiffrierung des U-Boot-Funkverkehrs
  • nach dem 8. Februar (tödlicher Flugzeugabsturz von Fritz Todt) ernennt Hitler Albert Speer zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition und zum Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Generalinspektor für Festungsbau, Generalinspektor für Wasser und Energie, (zusätzlich 1943 zum Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion) und Fritz Sauckel zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz (GBA)
  • 11. Februar: Baubeginn der britischen Maunsell-Seefestungen, "HM Fort"s zur Luft- und Küstenverteidigung, besonders der Flussmündungen (Maunsell Sea Forts und Maunsell Army Forts, Baubeginn August 1942), Codenamen Uncle (U) und eine Zahl
  • 11. bis 13. Februar: Unternehmen Cerberus: Rückführung der in Brest liegenden Kriegsschiffe Gneisenau, Scharnhorst und Prinz Eugen durch den Ärmelkanal nach Deutschland
  • 14. Februar: das britische Bomber Command wird in der sogenannten Area Bombing Directive angewiesen, seine Kräfte uneingeschränkt und mit Schwerpunkt gegen Arbeiterviertel deutscher Industriestädte einzusetzen
  • 16. Februar: deutsch-italienischer U-Boot-Angriff auf Aruba (Teil der Karibikschlacht)
  • 27. März: der erste Zug mit jüdischen Deportierten fährt aus Frankreich von Compiègne in Richtung der Vernichtungslager mit 1112 Deportierten ab; davon überlebten bis 1945 nur 19 Personen, es folgen 78 weitere Züge mit 75.721 Deportierten, wovon nur 2500 Personen das Jahr 1945 wieder in Freiheit erleben
  • 27./28. Februar: Mit der Operation Biting bei Bruneval bei Le Havre erbeutet die britische Armee in einem Luftlandeunternehmen die Hauptbestandteile eines deutschen Radar-Funkmessgerätes. Deren Auswertung ergab wichtige Informationen über den Stand der deutschen Radartechnik.
  • 28./29. März: schwerer Luftangriff auf Lübeck, die militärisch unbedeutende Stadt wurde wegen ihrer günstigen Lage und der Fachwerkbauweise ihrer Altstadt zur Erprobung neuer Angriffsverfahren angegriffen, einen Monat später beginnen deutsche Vergeltungsangriffe (Baedeker Blitz)
  • 5. April 1942: in der Weisung Nr. 41 zum Unternehmen Blau legte Hitler die Ziele der drei Heeresgruppen in der Sowjetunion für diesen Sommer fest, Heeresgruppe Süd zum Donez-Industriegebiet; Nordflügel der Heeresgruppe mit der 6. und 4. Panzerarmee sowie der rumänischen 4. Armee den Donbogen und Stalingrad erobern, danach weiterer Vorstoß in Richtung Kaukasus und Baku
  • 23. April und 27. April: Bombardierung von Rostock
  • 26. - 30. April: Zerstörung des Dorfs Telavåg (Norwegen) als so genannte Strafaktion der Gestapo gegen den so genannten Schiffs-Fluchtweg Shetland Bus und Gefangennahme der Bevölkerung, von den 268 Deportierten kamen 54 Personen ums Leben, weitere starben später an den Folgen
  • April: Die Planungen für die Operation Roundup (später noch als Operation Bolero erweitert) und die Operation Sledgehammer wurden im April 1942 den militärischen Führungsebenen der Alliierten präsentiert. Sie enthielten Grundzüge der späteren Operation Overlord bzw. Operation Neptune. Die so nicht zustande gekommene Ausführung war für die erste Hälfte des Jahres 1943 vorgesehen. Der Ansatz für Personal und Material lag zunächst deutlich niedriger als für die 1944 tatsächlich durchgeführte Landung in der Normandie.
  • 4. Mai und 7. Mai: Bombardierung von Stuttgart
  • 8. bis 20. Mai: im Unternehmen Trappenjagd vertreiben deutsche Verbände die gelandeten Truppen der Roten Armee von der Halbinsel Kertsch, die Deutschen machen 170.000 Gefangene
  • 12. Mai: Beginn einer sowjetischen Offensive zur Einnahme von Charkow (Schlacht bei Charkow)
  • 23. Mai: Teile der sowjetischen Angriffstruppen werden bei Charkow eingekesselt und bis Monatsende vernichtet (240.000 Gefangene)
  • 26. Mai:
    • Großbritannien und die Sowjetunion unterzeichnen in London einen förmlichen Bündnisvertrag, gültig bis 20 Jahre nach dem Ende des Krieges
    • Beginn des Unternehmens Theseus, des deutschen Angriffs an der Gazala-Front in Libyen, bei Bir Hakeim und Bir el Harmat halten französische (der Forces françaises libres) und jüdische Truppenverbände in der britischen Armee Rommels Angriff soweit auf, so dass sich das Gros der 8. brit. Armee geordnet zurückziehen kann
  • 27. Mai: Operation Anthropoid: Anschlag auf den Leiter des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) und zugleich stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich, in Prag, Heydrich erliegt am 4. Juni den Folgen des Anschlags
  • 28. Mai: Mexiko erklärt Deutschland den Krieg
  • 29. Mai: amerikanisch-sowjetische Unterredung in Washington über eine zweite europäische Front im Jahr 1942 (Teilnehmer: Franklin D. Roosevelt, Harry L. Hopkins, George C. Marshall, Ernest J. King und Cordell Hull sowie der sowjetische Botschafter Maxim M. Litwinow)
  • 30. Mai: Operation Millennium: das britische Bomber Command versammelt über 1000 Bomber zum bis dahin größten Luftangriff des Krieges mit Ziel Köln; bis 1945 folgen 262 Luftangriffe auf die Stadt
  • 2. Juni: Schlacht auf der Krim um Sewastopol (7. Juni) endet am 5. Juli
  • 6. Juni: Kriegserklärung der USA an Rumänien, Bulgarien und Ungarn
  • 9. Juni: die bis dahin größte Totenfeier des Dritten Reiches findet für Heydrich in Berlin statt, das Dorf Lidice und der Weiler Ležáky werden als Vergeltungsmaßnahmen zerstört, in ganz Tschechien gibt es etwa 1700 Opfer der Terrorwelle nach dem Heydrich-Attentat
Das Lend-Lease Memorial in Fairbanks, Alaska erinnert an die Lieferung von U.S.-Flugzeugen an die Sowjetunion (via Northwest Staging Route und Sibirien)
  • 11. Juni: amerikanisch-sowjetischer Vertrag über die Grundsätze der gegenseitigen Hilfeleistung bei der Kriegführung in Erwägung der amerikanischen Kongressakte vom 11. März 1941 (Leih- und Pachtgesetz)
  • 13. bis 27. Juni: Operation Pastorius (deutscher Sabotageversuch in den USA)
  • 19. Juni: im Camp Ritchie, Maryland, wird das Military Intelligence Training Center gegründet, ein Ausbildungslager, in dem im weiteren Verlauf des Krieges vor allem geflohene junge Deutsche zu Nachrichtenspezialisten ausgebildet werden (Ritchie Boys)
  • 21. Juni: Tobruks alliierter Befehlshaber Generalmajor Hendrik B. Klopper kapituliert, Rommel wird zum Generalfeldmarschall befördert
    • der weitere Vormarsch sollte durch Ägypten erfolgen, die Stadt Alexandria sollte fallen und der Sueskanal besetzt werden; kurz vor El Alamein haben britische Verbände einen 65 Kilometer breiten Verteidigungsgürtel aufgebaut
  • 28. Juni: die deutsche Sommeroffensive (Fall Blau) in der Sowjetunion beginnt mit dem Angriff auf Woronesch
• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz

Erstes Halbjahr 1942 in Asien und dem Pazifik

• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz

Zweites Halbjahr 1942 in Europa, Mittelmeerraum

  • 28. Juni bis November: Deutsche Sommeroffensive in Südrussland, geplant als „Fall Blau“. Modifiziert durchgeführt als Unternehmen Braunschweig. Der Plan umfasst den Vormarsch zum Kaukasus und zum Unterlauf der Wolga.
  • Juli: Zerschlagung des Geleitzugz PQ 17
  • Juli bis November 1943: in der Aktion Reinhardt werden fast alle Juden und Roma aus Polen, dem Generalgouvernement, über zwei Millionen Juden sowie rund 50.000 Roma aus den fünf Distrikten (Warschau, Lublin, Radom, Krakau und Galizien) in den drei Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka ermordet
  • 4. Juli: Ende der Schlacht um Sewastopol 1941–1942, „Unternehmen Störfang“ endet mit der Eroberung der Festung und der Gefangennahme von ca. 100.000 Rotarmisten
  • 1. bis 31. Juli: erste Schlacht von El Alamein; deutsch-italienische Offensive, mit dem Ziel zum Sueskanal vorzudringen, bleibt dort stecken
  • 18. Juli: Erstflug der Me 262
  • Gefechte in der deutschen Sommeroffensive in Südrussland
    • 21. Juli deutsche Kräfte überschreiten den Don, erster Schritt für den Vormarsch auf Stalingrad
    • 23. Juli: Rostow wird erobert
    • 23. Juli: in der Weisung Nr. 45 ordnet Hitler an, statt nacheinander gleichzeitig nach Stalingrad und in den Kaukasus anzugreifen
    • 4. August: Stawropol wird eingenommen
    • 9. August: Krasnodar und der Kuban werden überschritten
  • 28. Juli: Befehl 227 des sowjet. Oberkommandos (später Stawka) mit der Parole: „Keinen Schritt zurück!“
  • 30. Juli bis 1. Oktober: Erste Rschew-Sytschowka-Operation
Kriegsschauplatz Europa/Sowjetunion 1942
  • den rumänischen Verbündeten gelingt es, die sowjetische Verteidigung an der Ostküste des Asowschen Meeres von Norden her aufzurollen und die Taman-Halbinsel von „rückwärts“ her zu öffnen
  • 4. August: Der Schweizer Bundesrat bekräftigt in Kenntnis deren Verfolgung in einem Beschluss die Rückweisung an den Grenzen insbesondere von jüdischen Deutschen, auch wenn den davon betroffenen Ausländern daraus ernsthafte Nachteile (Gefahren für Leib und Leben) erwachsen könnten. (nach Protokoll Bundesrat 4. August 1942)
  • 15. August: Nach zwei mißlungenen Unternehmen der Royal Navy seit Juni gelangt ein dritter Konvoi mit überlebenswichtigen Versorgungsgütern in die Häfen Maltas (Operation Harpoon, Vigorous, Pedestal im August. Damit ist die Blockade der Mittelmeerinseln wieder aufgebrochen.) Dies sicherte weiterhin die britische Lufthoheit über die sizilianische Meerenge (Straße von Sizilien vor Afrika).
  • 16. August: Dt. Kriegsmarine - Auslaufen des Panzerschiffs Admiral Scheer zum Unternehmen Wunderland gegen die Nordostpassage und die dortigen sowjetischen Eisbrecher
  • 19. August: Operation Jubilee (engl: Dieppe Raid), das Landungsunternehmen bei Dieppe an der Mündung der Arques in den Ärmelkanal (ursprünglicher Plan: Operation Rutter) wird nach hohen kanadischen und britischen Verlusten abgebrochen
  • 21. August: deutsche Gebirgsjäger besteigen das Elbrusmassiv und hissen eine Hakenkreuzfahne
  • 22. August: Brasilien erklärt Deutschland und Italien den Krieg
  • 23. August: etwa 1000 Flugzeuge beginnen Brandbomben auf Stalingrad zu werfen, gleichzeitig dringen deutsche Panzer zum ersten Mal in die Außenbezirke ein
  • 26. August: der begonnene Angriff auf Tuapse wird nach zwei Tagen angehalten
  • 30. August bis 6. September: die Fortsetzung der deutschen Offensive in Nordafrika scheitert in der Schlacht von Alam Halfa
  • September: Leslie Groves, wird zum Brigadegeneral befördert und übernimmt die Leitung für das Waffenprojekt des OSRD, nun benannt nach dem Standort von George C. Marshalls Hauptquartier in Manhattan Constructions District (Manhattan-Projekt) und beginnt unter größter Geheimhaltung in der Wüste von New Mexico mit dem Bau von Site Y, einer Forschungsstadt bei Los Alamos – wissensch. Leitung: J. Robert Oppenheimer – zum Bau der Atombombe; dazu gehörte auch die Spionage der Alsos-Missionen, Grundlage war Roosevelts Unterschrift vom 28. Juni unter den Executive Order 8807 für das Office of Scientific Research and Development (OSRD)
  • 31. August: die Hafenstadt wird Anapa eingenommen
  • 6. September: Noworossijsk, wichtigster Stützpunkt der Schwarzmeerflotte, wird eingenommen
  • Im Hochgebirge nehmen deutsche Truppen die wichtigsten Passübergänge ein und gehen vorübergehend auf breiter Front nach Süden vor – sie stehen im abchasischen Gebirgsdorf Pßchu, 20 Kilometer vor der Küste des Schwarzen Meeres bei Gudauta, östlich des Elbrus stehen die deutschen und rumänischen Truppen an den Flussabschnitten des Baksan und des Terek bis Naurskaja, nördlich davon verliert sich die Front an der Kuma, in der Nogajer Steppe und in der Kalmückensteppe
  • Maikop mit seinen Ölvorkommen wird eingenommen und bis Januar 1943 gehalten, Grosny, vergl. Transkaukasusfront der Roten Armee
  • 13. September: mit dem deutschen Angriff auf den inneren Verteidigungsgürtel Stalingrads beginnt die fünfmonatige Schlacht von Stalingrad (der deutsche Versuch zur Eroberung der Stadt wird unter Angriff auf Stalingrad beschrieben)
  • 17. September: Laconia-Befehl an deutsche U-Boote zum Verhalten bei der Bergung von Überlebenden eines eigenen Angriffs auf See
  • September: Fertigstellung des „Generalsiedlungsplans“ durch das Planungsamt des RKF. Er beschreibt die bei Kriegsgewinn beabsichtigten Bevölkerungsverschiebungen von ca. 12 Mio Menschen in der Sowjetunion
  • 30. September (bis 12 Aug. 1944): der deutsche Fernsehsender Paris, auf franz. Paris-Télévision, nimmt nach ersten Testsendungen in Paris aus dem umgebauten Tanzpalast „Magic City“ die Ausstrahlung eines laufenden Fernsehprogramms zur Betreuung der deutschen Truppen, insbesondere der Verletzten in Militärlazaretten (Lazarettfernsehen), auf
  • 18. Oktober: Nach dem nach der Haager Landkriegsordnung ungesetzlichen Kommandobefehl Hitlers an die Wehrmacht wurden Angehörige alliierter Kommandotrupps (engl. Commandos) unverzüglich ermordet oder dem Sicherheitsdienst der SS (SD) übergeben. Der Befehl wurde streng geheim gehalten und in der Regel befolgt.
  • 23. Oktober: der neue britische Befehlshaber in Afrika, FM Bernard Montgomery, startet mit der zweiten Schlacht von El Alamein zum Gegenangriff und erringt am 4. November den Sieg, nun beginnt der lange Rückzug der Achsenmächte nach Westen
  • 30. Oktober: der britische Zerstörer HMS Petard bringt das deutsche U-Boot U 559 auf und kann das Auffinden der Funkunterlagen verheimlichen. In der Folge (12. Dez.) gelingt erneut die Dechiffrierung des Funkverkehrs (Ultra) mit der neuen Enigma-M4.
  • 8. bis 11. November: Operation Torch, britisch-amerikanische Truppen landen bei Casablanca (Marokko) sowie Algier und Oran (Algerien) und leiten somit den Zwei-Fronten-Krieg in Nordafrika ein, die deutsche Seite reagiert mit dem Unternehmen Anton: die Wehrmacht besetzt Südfrankreich und Tunesien. Die USS Texas gibt dabei effektive Artillerieunterstützung.
  • 9. bis 12. November: Operation Hubertus: deutsche Sturmpioniere sollen im Kampf um die Stalingrader Industriekomplexe die Entscheidung bringen
  • 13. November:
    • Tobruk ist wieder in britischer Hand
    • es kommt zu ersten Kampfhandlungen zwischen US-amerikanischen und deutschen Truppen
  • 19. November: Operation Uranus: Gegenoffensive der Roten Armee bei Stalingrad, dabei werden die rumänischen Linien im Norden und Süden durchbrochen, wenige Tage später vereinen sich diese beiden Stoßkeile bei Kalatsch am Don, damit ist die 6. Armee in Stalingrad eingekesselt, General Paulus fühlt sich an den Haltebefehl Hitlers gebunden und kann sich nicht dazu durchringen, den Befehl zum Ausbruch zu geben
  • 25. November bis 21. Dezember: zweite Rschew-Sytschowka-Operation (Operation Mars)
  • 12. bis 23. Dezember: Unternehmen Wintergewitter: Entsatzangriff der 4. Panzerarmee unter General Hoth, der bis zu 60 Kilometer an die Stalingrad heranführt, scheitert
  • In der „Aktion Zamość“ (27. November 1942 bis 15. August 1943) wurde von SS-/Polizeikommandos die Bevölkerung zusammengetrieben und in das Sammellager Zamość abtransportiert, 110.000 Polen wurden bis August 1943 aus 300 Dörfern von SS-, Polizei- und Wehrmachteinheiten vertrieben, mit 34 Ortschaften wurde wegen Widerstands und Partisanentätigkeit ähnlich wie mit Lidice verfahren, es folgten die militärischen Antipartisanenaktionen „ Aktion Werwolf I/II“, eine Abteilung der polnischen Heimatarmee und die 3. Kompanie „Grzmot“ der Bauernbataillone, zusammen etwa 400 Mann, kämpften gegen die etwa 1900 Mann starken deutschen Sicherungstruppen, bei den deutschen Vergeltungsmaßnahmen für den Widerstand kamen 7000 Menschen ums Leben, am 30. Juni 1943 erklärte Himmler das gesamte „Generalgouvernement“ zum Bandenkampfgebiet, Abbruch der Aktion durch O. Globocnik
  • 2. Dezember: erste kontrollierte Kettenreaktion in den USA (Manhattan-Projekt)
  • 4. Dezember: amerikanische Bombardierung von Neapel
  • 12. Dezember: der britische Zerstörer HMS Petard bringt am 30. Oktober 1942 im Mittelmeer das deutsche U-Boot U 559 -> in der Folge gelingt erneut die Dechiffrierung des Funkverkehrs mit der Enigma-M4
• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz

Zweites Halbjahr 1942 in Asien und dem Pazifik

• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz

1943

Generalfeldmarschall F. Paulus geht in Stalingrad in Kriegsgefangenschaft, 31. Januar 1943
Stichworte für das Kriegsjahr 1943 sind: Sowjetische Armeen erreichen den Sieg in Stalingrad – eine erste bedeutende deutsche Kapitulation. Im März erobern deutsche Truppen das Gebiet bis zum mittleren Donez zurück, aber nach mehreren sowjetischen Gegenoffensiven in den folgenden Monaten muss die Wehrmacht an der ganzen Ostfront den Rückzug antreten. Der militärisch unbedeutende Aufstand im Warschauer Ghetto wird ein bleibender moralischer Sieg der jüdischen Häftlinge. Die Atlantikschlacht geht für die deutschen U-Boote verloren. Alliierte Truppen landen in Sizilien. Italien verlässt das Bündnis mit Hitler. Die Lufthoheit der Alliierten in Europa wird immer erdrückender. Mit der Rückeroberung der Salomonen beginnt die amerikanische Taktik des Inselspringens im Pazifik.

Erstes Halbjahr 1943 in Europa, Mittelmeerraum

  • 10. Januar: sieben sowjetische Armeen greifen mit 1.000.000 Soldaten in einer groß angelegten Gegenoffensive die deutschen Truppen in Stalingrad an, deren 6. Armee war inzwischen in zwei Kessel aufgespalten worden
  • 12. bis 30. Januar: Beginn der Operation Iskra (2. Ladoga-Schlacht), dabei wird am 18. Schlüsselburg und damit ein schmaler Versorgungskorridor für das belagerte Leningrad zurückerobert
  • 13. bis 27. Januar: Operation Ostrogoschsk-Rossosch (Teiloperation der Woronesch-Charkiwer Operation), führt zur Zerschlagung der mit dem Deutschen Reich verbündeten ungarischen 2. Armee und von Teilen der italienischen 8. Armee
  • 21. Januar: Auf der Casablanca-Konferenz wird die Combined Bomber Offensive beschlossen
  • 23. Januar: britische Einheiten besetzen Tripolis, im März und April werden die Achsenmächte schließlich im Brückenkopf Tunesien eingeschlossen (Tunesien-Feldzug), an der Mareth-Linie wird noch Widerstand geleistet, Einsatz von Regimentern der Strafdivision 999
  • 26. Januar: die Alliierten rufen auf der Casablanca-Konferenz als Ziel die Forderung der „Bedingungslosen Kapitulation“ der Achsenmächte aus
  • 2. Februar: Paulus, zwischenzeitlich zum Generalfeldmarschall befördert, bleibt angesichts der aussichtslosen Lage nur die Möglichkeit der Kapitulation, worauf knapp 100.000 Soldaten in Gefangenschaft geraten, von ihnen werden nur etwa 6.000 nach dem Krieg in ihre Heimat zurückkehren, die Verluste sind auf beiden Seiten um ein Vielfaches höher, die Schlacht von Stalingrad markiert einen psychologischen Wendepunkt im Krieg
  • 16. Februar: die Stadt Charkow wird von Truppen der Wehrmacht und Waffen-SS gegen den Befehl Hitlers aufgegeben, um einer drohenden Einkesselung zu entgehen
  • 18. Februar: NS-Propagandaminister Joseph Goebbels fordert in der Sportpalastrede den „totalen Krieg
  • 21. Februar: eine deutsche Gegenoffensive beginnt („dritte Schlacht um Charkow“), bs zum 5. März wird das Gebiet bis zum mittleren Donez zurückerobert; dabei erhebliche Geländegewinne und wieder eine geschlossene Front hergestellt, der im Frühjahr 1943 potentiell bevorstehender Zusammenbruch der Ostfront wird so verhindert, bis zum 14. März wird Charkow durch Truppen der Waffen-SS zurückerobert
  • 22. Februar: Sophie (1921–1943) und Hans Scholl (1918–1943) sowie ihr Freund Christoph Probst werden als Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hingerichtet
  • 27. Februar: Beginn des Rosenstraße-Protests von Frauen gegen die Deportation von Juden aus Berlin
  • 5. März: mit einem Luftangriff auf Essen beginnt die fünfmonatige Battle of the Ruhr
  • 8. März: Abfahrt des alliierten Geleitzuges HX 229 aus New York, der bis zu seinem Zielhafen Liverpool die meisten Verluste aller HX-Geleitzüge erlitt.
  • 13. März: Attentat mit Fabian von Schlabrendorff in Hitlers Flugzeug scheitert
  • 22. März: im weißrussischen Dorf Chatyn werden 152 Personen (darunter 76 Kinder) von der SS-Sondereinheit Dirlewanger ermordet und das Dorf zerstört, in Chatyn steht heute die Gedenkstätte der Republik Belarus stellvertretend für 185 weitere mit ihren Bewohnern niedergebrannte Dörfer dieser damaligen Teilrepublik
  • 19. April: Aufstand im Warschauer Ghetto: die verbliebenen Ghettobewohner sollen in Vernichtungslager, die meisten nach Treblinka, verschleppt werden, die Jüdische Kampforganisation (polnisch Żydowska Organizacja Bojowa oder ŻOB beziehungsweise ZOB) wehrt sich im mehrere Wochen dauernden Aufstand im Ghetto. Der Aufstand wird bis zum 16. Mai von der SS unter Jürgen Stroop blutig niedergeschlagen, später gab es noch ein KZ in Warschau auf diesem Gelände
  • 13. Mai: Kapitulation der deutschen Truppen in Tunesien
  • Mai: die Atlantikschlacht ist für die deutschen U-Boote verloren
  • 11. bzw. 13. Juni: Die Garnisonen der Inseln Pantelleria und Lampedusa kapitulierten nach einer Serie von Bombardierungen (Operation Corkscrew; mit Mussolinis Zustimmung wegen Wassermangels) kampflos gegenüber brit. Truppen.
• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz

Erstes Halbjahr 1943 in Asien und dem Pazifik

Pazifikkrieg 1937–1942
• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz

Zweites Halbjahr 1943 in Europa

• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz

an den Westfronten:

  • 10. Juli: Operation Husky, Landung der Alliierten auf Sizilien
  • 22. Juli: die sizilianische Regionalhauptstadt Palermo wird von den Alliierten besetzt
  • 24./25. Juli: Beginn massiver Luftangriffe auf Hamburg (vor allem von jeweils über 700 RAF-Bombern, auch 2 Angriffe von US-Bombern; Tarnname in der Planungsphase war Operation Gomorrha; Dauer bis zum 3. August; im Schnitt erfolgte jede zweite Nacht ein Großangriff, mind. 35.000 Menschen sterben)
  • 25. Juli: der Große Faschistische Rat wirft Mussolini Versagen vor, der „Duce“ wird daraufhin auf Befehl des italienischen Königs Viktor Emanuel III. verhaftet, als neuer Ministerpräsident wird Pietro Badoglio eingesetzt
  • ab Juli: Internierung von ca. 20.000 italienischen Militärangehörigen in der Schweiz, welche die Grenze im Tessin überschreiten
  • 1. August: Operation Tidal Wave: bei einem Luftangriff auf die Ölfelder von Ploiești (Rumänien) werden 53 von 177 eingesetzten US-Bombern abgeschossen
  • 17. August:
  • 18. August Operation Hydra: Luftangriff der Royal Air Force auf die deutsche Raketen-Versuchsanstalt Peenemünde
  • 3. September: Waffenstillstand von Cassibile zwischen dem damaligen Königreich Italien unter der Regierung von Pietro Badoglio, den USA und Großbritannien
  • 3. September: Beginn der alliierten Invasion in Italien; zwei britische Divisionen landen bei nur geringem Widerstand auf dem italienischen Festland.
  • 8. September: nach dem Waffenstillstand mit den Alliierten, wird von den Deutschen der Fall Achse eingeleitet, in dem alle italienischen Truppenverbände entwaffnet und Rom besetzt wird
  • 9. September: Operation Avalanche: Landung der 5. US-Armee im Golf von Salerno
  • 12. September: im Unternehmen Eiche gelingt es deutschen Fallschirmjägern, Mussolini aus der italienischen Gefangenschaft zu befreien, Mussolini wird zunächst nach Ostpreußen gebracht, um wenig später eine Marionetten-Regierung in Norditalien zu leiten (Republik von Salò) und damit scheinbar den Kampf Italiens als deutscher Verbündeter fortzusetzen
  • 21./22. September: Massaker auf Kefalonia: nachdem sich die auf der griechischen Insel Kefalonia stationierten italienischen Soldaten ihrer Entwaffnung widersetzen, werden zwischen dem 18. und 23. September etwa 5000 Italiener gefangen und von deutschen Gebirgsjägertruppen erschossen (Kriegsverbrechen)
  • 27. September: Beginn des als die Vier Tage von Neapel bezeichneten Aufstands der Zivilbevölkerung bis zum 30. September, in dem sie sich selbst von der Besatzung deutsche Truppen kurz vor den heranrückenden alliierten Truppen befreite.
  • 29. September: der zweite alliierter-italienischer Waffenstillstand von Malta (ersetzte den vom 3. September. Auch bekannt als Armistizio lungo)
  • Die Täuschungs-Operation Fortitude (North/South) beginnt (getrennt für Norwegen und die Kanalküste mit General Patton als alliiertem OB) ab Herbst 1943 bis hin zur Scheininvasion am Pas de Calais am 5. Juni 1944
  • 1. Oktober: Einnahme von Neapel (5. US-Armee)
    • danach: Rückzug der deutschen Truppen bis auf die Gustavlinie, ungefähr 100 Kilometer südlich von Rom, über die Volturno-, Barbara- und Bernhardt-Line
  • 5. Oktober: ganz Korsika ist befreit (ab 11. November 1942 gab es zunächst eine italienische und später auch deutsche Besatzung), damit war die Befreiung Europas vom Süden her an das Festland Frankreichs herangerückt
  • 13. Oktober: Kriegserklärung Italiens – die Regierung Badoglio erklärt als eine damit erfüllte Waffenstillstandsbedingung dem Deutschen Reich den Krieg, an der Seite der offiziellen italienischen Verbände operiert eine kampfstarke Partisanenarmee von 256.000 Frauen und Männern, die 1944 mit ihren Kampfhandlungen etwa zehn Wehrmacht-Divisionen binden
  • 26. Oktober: der Shetland Bus, statt mit Fischerbooten fahren erstmals die drei umgebauten amerikanischen U-Boot-Jäger Hessa, Hitra und Vigra unter norwegischem Kommando die Route
  • 18. November 1943: britische Luftverbände bombardieren Lund in Schweden
  • 20. bis 28. Dezember: Schlacht um Ortona, auch „Italienisches Stalingrad“ genannt, um den für den Nachschub wichtigen Tiefwasserhafen an der Ostküste (deutsches Fallschirmjägerreg. 3 der 1. Division und kanadische 1. Infanteriedivision)
• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz •

Zweites Halbjahr 1943 in Asien und dem Pazifik

• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz •

1944

Das Kriegsjahr 1944 ist vor allem durch wichtige Erfolge der Alliierten gekennzeichnet: Im Januar wird der Belagerungsring um Leningrad aufgebrochen. Im Westen gelingt die Invasion in die Normandie; Paris wird befreit. Im Osten gelingt es der Roten Armee die Heeresgruppen Mitte und Süd entscheidend zurückzuwerfen. Erst in Ostpreußen kommt die Offensive im Oktober vorübergehend zum Stehen. In Italien gelangen die Alliierten bis nördlich einer Linie Rimini-Rom voran. Allein in Asien führt eine japanische Offensive in China zu einer Landverbindung nach Indochina und damit zu einem Teilerfolg der Achsenmächte. Aber im Oktober gelingen die Befreiung der Philippinen und die Vernichtung der kaiserlich japanischen Marine.
(Für dieses Jahr wurde eine zusätzliche Unterteilung für die Kriegsschauplätze in Ost- und Westeuropa vorgenommen).

Erstes Halbjahr 1944 in Osteuropa

  • 14. Januar sowjetischer Angriff auf den deutschen Belagerungsring um Leningrad, die Leningrad-Nowgoroder Operation, (bis zum 1. März; Unteroperationen: Krasnoseljsk – Ropschaer, Nowgorod – Lugaer, Kingissepp – Gdower und die Staraja Russa – Noworschewer Operation)
    • die Sowjetunion setzt nach: ihre Frühjahrsoffensive bringt weitere Gebietsgewinne und die Wehrmacht zieht sich bis zum Peipussee zurück
  • 7. - 27. Februar: eine Serie sowjetischer Luftangriffe auf Helsinki mit über 2000 Bombern (6./7., 16./17., 26./27. Febr). Sie wurden mit Angriffen auf Flugplätzen bei Leningrad beantwortet.
  • 22. Februar: sowjetische Bombardierung von Stockholm (ca. 30 Bomben, Grund blieb unbekannt)
  • 2. März: Kugel-Erlass des OKW, Geheimbefehl zur Erschießung (Kriegsverbrechen) von aus deutschen Kriegsgefangenenlagern (Stalag, Oflag) entwichenen Offizieren durch den SD/SS (nicht generell bei wiederergriffenen Offizieren der britischen und amerikanischen Streitkräfte)
  • 12. bis 19. März: im Wehrmacht-Konzentrationslager Osaritschi für sogenannte arbeitsunfähige Zivilisten (südlich der weißrussischen Stadt Bobrujsk) werden unter Beteiligung des Sonderkommandos 7a der Einsatzgruppe B ca. 9.500 der etwa 40.000 Zivilgefangenen ermordet
  • 19. März: Unternehmen Margarethe, Besetzung des verbündeten Ungarns durch deutsche Truppen
  • 8. April: Beginn der Schlacht um die Krim
  • 25. April: Beginn der Braunschweig Offensive der SS-Verbände in Kroatien
  • 12. Mai:
    • die Halbinsel Krim mit großen Häfen usw. ist wieder in sowjetischer Hand
    • die US-Luftwaffe fliegt Angriffe auf die Leuna-Werke und auf Brüx, um Industrieanlagen zur Herstellung von synthetischem Treibstoff zu zerstören
  • 9. Juni: die Offensive an der finnischen Front auf der Karelischen Landenge, die Wyborg-Petrosawodsker Operation, beginnt (bis 9. August), Ende Juni kommt dieser Angriff auf Höhe der alten Grenze von 1940 zum Halt
  • 22. Juni: Operation Bagration – Beginn der Zerschlagung der Heeresgruppe Mitte, wodurch die Rote Armee bis kurz vor Warschau und Ostpreußen gelangt, am 3. Juli wird Minsk von der sowjetischen Armee zurückerobert, 100.000 deutsche Soldaten geraten in Gefangenschaft
  • 25. Juni: Schlacht von Tali-Ihantala zwischen Streitkräften der Sowjetunion und den von Deutschland unterstützten finnischen Truppen
  • 26. Juni: Ryti-Ribbentrop-Einverständniserklärung, Militärbündnis zwischen der Republik Finnland und dem Deutschen Reich
Into the Jaws of Death: D-Day, Landung in der Normandie

Erstes Halbjahr 1944 in Westeuropa

  • Januar: in Irland – das erste großangelegte Übungsmanöver (Duck) für die Operation-Neptune-Invasion
  • 1. Januar: Generalfeldmarschall Erwin Rommel wird neuer Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B
  • 2. Januar: schwerer Luftangriff der britischen Luftwaffe auf Berlin
  • 21./22. Januar: Beginn des Unternehmens Steinbock der Luftwaffe, das bis zum 29. Mai wieder eine Verschärfung der Luftangriffe auf London und andere englische Städte zur Folge hat
  • 22. Januar: Schlacht von Anzio (engl. Operation Shingle), alliierte Verbände landen in Italien südlich von Rom überraschend im Rücken der deutschen Frontlinie und bilden dort einen Brückenkopf
  • 8. Februar: die alliierten Planungen zur Operation Overlord, der Landung in Nordfrankreich, sind abgeschlossen
  • 13. Februar: in der Bucht von Hustadvika wird der Hurtigruten-Passagierdampfer Irma durch zwei Motortorpedoboote der norwegischen Marine versenkt; 61 Menschen sterben
  • 15. Februar: Schlacht um Monte Cassino: um das Bergkloster Monte Cassino – Schlussoffensive 11. bis 18. Mai
  • 22. Februar: Bombardement der niederländischen Stadt Nimwegen durch amerikanische Flugzeuge; etwa 800 Todesopfer, der Angriff hatte die deutsche Stadt Kleve zum Ziel
  • 18. März: bei einem Luftangriff der Alliierten auf Innenstadt von Frankfurt am Main brennt u. a. die Paulskirche aus
  • 22. März: ein weiterer schwerer Bombenangriff auf Frankfurt am Main löscht die historische Altstadt aus; unter anderem wird die Katharinenkirche zerstört, 1001 Menschen sterben
  • 24. März: auf Befehl des SS-Polizeichefs von Rom H. Kappler ermorden 80 bis 90 SS-Männer in den Ardeatinischen Höhlen 335 Personen (322 der Opfer konnten identifiziert werden, als Täter werden u. a. 1947/48 Generalfeldmarschall Kesselring, SS-Obersturmbannführer Kappler, Generalleutnant Mälzer und Generaloberst Eberhard von Mackensen wegen Geiselerschießungen verurteilt)
  • 1. April: US-Flugzeuge bombardieren unabsichtlich die Stadt Schaffhausen in der Schweiz
  • 27./28. April: Ca. 1000 alliierte Tote bei einer Landungsübung in Devon, Exercise Tiger, durch friendly fire und einem deutschen Schnellbootangriff aus Cherbourg darauf. (Das Slapton Sands-Memorial erinnert daran. Die Übung liefert wichtige Informationen zur Vorbereitung der Landun vier Wochen später)
  • 12. Mai: in Italien beginnt der Vorstoß alliierter Truppen auf Rom
  • 18. Mai: das 2. polnische Korps unter Führung von General Władysław Anders nimmt nach massiven alliierten Verlusten den Monte Cassino ein,
    • es beginnt der weitere Vormarsch auf Rom von Süden
  • 25. Mai: vereinen die alliierten Kräfte ihre beiden Fronten in Italien und drängen die deutschen Truppen auf die „Grüne Linie“ zwischen La Spezia und Rimini zurück
  • 4. Juni: Rom wird widerstandslos verlassen/befreit, Generalfeldmarschall Albert Kesselring, Oberbefehlshaber der Heeresverbände in Italien, lehnt es ab, in der „ewigen Stadt“ zu kämpfen
  • 5. Juni: die Luftlandeoperation Tonga gehört zur Vorbereitung der Invasion in Nordfrankreich, u.a. Einnahme der für Nachschub wichtigen Pegasusbrücke (bis 1944 Bénouville-Brücke) und der Horsabrücke südlich vom Strandabschnitt Sword bei Ranville/Caen
  • 6. Juni: D-Day für die Operation Overlord (Deckname für die alliierte Befreiung Nordfrankreichs), die westlichen Alliierten landen in der Normandie (die Landung selbst verläuft unter dem Codenamen Operation Neptune) und errichten einen Brückenkopf, um den in den nächsten Wochen erbittert gekämpft wird, die Operation fußt auf ab 1941 ausgearbeiteten Invasionsplänen, die ab 1943 durch den britischen General Frederick E. Morgan in konkreter Form erarbeitet worden waren
  • 8. bis 15. Juni: Schlacht um Carentan zur Verbindung der Brückenköpfe Utah Beach und Omaha Beach
  • 10. Juni: Massaker von Oradour in Oradour-sur-Glane bei Limoges, die 3. Kompanie des SS-Panzergrenadier-Regiments 4 „Der Führer“ ermordet fast alle Einwohner (642 Personen) des Dorfes, angeblich als Repressalie, und zerstört die ganze Ortschaft
  • 12. Juni: die deutsche Luftwaffe beschießt erstmals London mit V 1-Raketen (Fi 103)
  • 13. Juni: bei der Schlacht um Villers-Bocage kam es in der Normandie zu einem Zusammenstoß zwischen im Rahmen der Operation Perch vorrückenden britischen Panzerstreitkräften und sechs Panzerkampfwagen der Schweren SS-Panzer-Abteilung 101
  • 17. Juni: Beginn der Schlacht um Cherbourg durch Luftangriffe und Beschießung der Stadt und der Festung. Am 21. beginnt die USS Texas mit der Artillerieunterstützung.
  • 26. Juni: Einnahme des Hafens Cherbourg nach einer deutschen Teilkapitulation

Erstes Halbjahr 1944 in Asien und dem Pazifik

• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz

Zweites Halbjahr 1944 in Osteuropa

  • 3. Juli: die Rote Armee erobert Minsk zurück
  • 13. Juli 1944 bis 29. August: Offensive der 1. Ukrainischen Front der Roten Armee: Lwiw-Sandomierz-Operation, bestehend aus drei Unteroperationen: Lwiwer, die Stanislawower und die Sandomierzer Operation; wichtigste Resultate waren die Zerschlagung großer Truppenteile der Heeresgruppe Süd im Kessel von Brody, die Eroberung der westlichen Ukraine und der südöstlichen Gebiete Polens, die Weichsel wird erreicht
  • 17. Juli: 57.000 deutsche Kriegsgefangene werden durch Moskau in die Gefangenschaft geführt
  • 23. Juli: das KZ Majdanek (in Vorort von Lublin) wird als erstes der deutschen Vernichtungslager durch alliierte Truppen, hier der Roten Armee, befreit, es folgen international beachtete Presseberichte
  • 24. Juli: Rückzug der deutschen Truppen aus dem Narva-Brückenkopf
  • 1. August: der Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee beginnt, am 2. Oktober, nach 64 Tagen – ohne Unterstützung durch die sowjetische Armee – kapituliert das Oberkommando der Polnischen Heimatarmee
  • 5. August: ein alliierter Luftangriff auf Magdeburg tötet 683 Menschen
  • 16. bis 20. August: im Unternehmen Doppelkopf gelingt es der deutschen 3. Panzerarmee, die Landverbindung zwischen den Heeresgruppen Mitte und Nord zeitweilig wiederherzustellen
  • 18. August: die Rote Armee erreicht die Grenze Ostpreußens
  • 20. August: Operation Jassy-Kischinew: die 2. und 3. Ukrainische Front der Roten Armee beginnen mit etwa 900.000 Soldaten eine Sommeroffensive gegen die Heeresgruppe Südukraine in Rumänien
  • 23. August: König Michael von Rumänien erklärt einen Waffenstillstand mit der Sowjetunion (Königlicher Staatsstreich in Rumänien 1944), wenig später tritt Rumänien in den Krieg gegen Deutschland ein, nachdem die Luftwaffe am 23. und 24. Bukarest bombardiert hat, dieser Frontwechsel war bereits mehrere Monate zuvor in Verhandlungen mit den alliierten Mächten geplant worden. Die Sowjetunion besetzt das Land.
  • Rückzug der deutschen Wehrmacht aus Griechenland
  • 26./27. August: erster Bombenangriff auf Königsberg durch britische Bomber
  • 29./30. August: beim zweiten Nachtangriff auf Königsberg wird die Innenstadt fast vollständig zerstört
  • 29. August: der Slowakische Nationalaufstand bricht aus. Am 27. Oktober wird er blutig niedergeschlagen
  • 2. September: Finnland verlangt von Deutschland die Räumung seines Territoriums, Beginn des so gen. Lapplandkriegs am 19. September. Finnland wurde im Waffenstillstand mit Moskau verpflichtet, die bisher verbündeten deutschen Truppen mit militärischen Mitteln innerhalb von 14 Tagen zu vertreiben. Da diese Frist nicht eingehalten werden konnte, entstand ein Scheinkrieg. Durch ein Feuer, ausgelöst durch die Explosion eines Munitionszuges, brannte dabei die Stadt Rovaniemi restlos nieder. Die Kampfhandlungen zogen sich bis zum Frühling 1945 hin. Die deutschen Truppen zogen sich dabei nach Norden zurück, um nach Norwegen zu entkommen. Der letzte besetzte Ort Finnlands war am 27. April geräumt, das Dorf Kilpisjärvi.
  • 3. September: die 20. Gebirgsarmee leitet das Unternehmen Birke, die Absetzbewegung in Finnland, ein
  • 5. September: die Rote Armee nimmt Bulgarien ein, Bulgarien erklärt Deutschland den Krieg, dem folgt am 9. September ein kommunistischer Staatsstreich
  • 14./15. September: die Wehrmacht versucht im Unternehmen Tanne Ost vergeblich, die finnische Insel Hogland zu besetzen
  • 16. September bis 24. November: in der Baltischen Operation der Roten Armee gerät das Baltikum wieder weitgehend unter die Kontrolle der Sowjetunion, die deutsche Heeresgruppe Nord wird im Kurland-Kessel abgeschnitten und muss über die Ostsee versorgt werden
  • 1. Oktober: Truppen der Roten Armee betreten zum ersten Mal jugoslawisches Gebiet
  • 2. Oktober: der Warschauer Aufstand endet mit der Kapitulation der Polnischen Heimatarmee, die sich der Londoner Exilregierung unterordnete, und der fast völligen Zerstörung der Stadt durch die Deutschen
  • 6. Oktober: Beginn der Debrecener Operation der verbündeten sowjetischen und rumänischen Truppen gegen die deutsch-ungarische Heeresgruppe Süd
  • 7. Oktober: im deutschen KZ Auschwitz-Birkenau findet ein Aufstand des jüdischen Sonderkommandos (die Häftlinge, die die Gaskammern und Krematorien bedienen mussten) statt, weibliche Gefangene hatten Sprengstoff von ihrer Zwangsarbeit in einer Waffenfabrik her eingeschmuggelt und das Krematorium IV wurde damit teilweise zerstört
  • 10. Oktober: die Rote Armee erreicht die deutsche Grenze in Ostpreußen
  • 7. bis 29. Oktober: in der Petsamo-Kirkenes-Operation erobert die Rote Armee die deutschen Stützpunkte in Nordfinnland
  • 13. Oktober:
  • 15. Oktober: von Deutschland unterstützter Staatsstreich der Pfeilkreuzler in Ungarn, Reichsverweser/Diktator Miklós Horthy wird im Unternehmen Panzerfaust von SS-Truppen unter dem Befehl von Skorzeny im Budapester Burgpalast verhaftet und zur Abdankung gezwungen, indem ihm die Erschießung seines Sohnes angedroht wurde
  • In Ostpreußen kommt die Offensive der Sowjetunion im Oktober nach anfänglichen Erfolgen zum Stehen
  • 19. Oktober: die von Adolf Hitler befohlene Zerstörung Warschaus beginnt
  • 20. Oktober: sowjetische Einheiten und jugoslawische Partisanen unter Josip Broz Tito erobern im Zuge der Belgrader Operation die Hauptstadt Belgrad
  • 21. Oktober: Massaker von Nemmersdorf: die Rote Armee erobert für wenige Stunden das Dorf Nemmersdorf und erschießt dort mindestens 23 Zivilpersonen, in der Mehrzahl Frauen und Kinder, dies gilt als das erste dokumentierte Verbrechen der Roten Armee auf deutschem Boden
  • 24. November: das unbewaffnete schwedische Passagierschiff Hansa wird in der Ostsee vor der Insel Gotland ohne Vorwarnung von einem sowjetischen U-Boot versenkt, 84 Zivilisten sterben
  • 25. Dezember: Schlacht um Budapest, es ist vollständig von der Roten Armee eingeschlossen

Zweites Halbjahr 1944 in Westeuropa

  • 19. Juli: Caen wird vollständig besetzt
  • 20. Juli: das Attentat des 20. Juli durch Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf Hitler und der damit verbundene Militär-Putsch („Unternehmen Walküre“) misslingen vollständig (Attentat auf Hitler im Hauptquartier Wolfsschanze bei Rastenburg in Ostpreußen)
  • 25. Juli: Operation Cobra: in der Normandie unternehmen die US-Amerikaner im Raum Saint-Lô einen Ausbruchsversuch aus ihrem Brückenkopf-Sektor, der in den Folgetagen im Westen zur Abschnürung der Cotentin-Halbinsel bis nach Avranches führt
  • 31. Juli: Nach der Panzerschlacht von Avranches gelingt ihnen der Durchbruch durch die deutsche Westfront
  • 6. August: Unternehmen Lüttich: die Deutschen unter dem leitenden OB West, Generalfeldmarschall Günther von Kluge, beginnen einen Gegenangriff bei Mortain, das Unternehmen wird schon nach zwei Tagen wieder gestoppt
  • 12. bis 21. August: ein großer Teil der deutschen Truppen in der Normandie wird im Kessel von Falaise aufgerieben
  • 12. August: vier Kompanien der Waffen-SS erschießen nach Partisanenangriffen fast alle Bewohner des italienischen Dorfs Sant’Anna di Stazzema; 560 Opfer, davon sind es überwiegend Frauen und 116 Kinder
  • 12. August: Mit der Operation PLUTO (Pipe-Lines Under The Ocean) gelingt es den Verbündeten, eine 130 Kilometer lange unterseeisch verlaufende Kraftstoff-Pipeline zwischen der Isle of Wight und Cherbourg zu verlegen. Im Oktober 1944 folgte eine Pipeline von Dungeness nach Cherbourg und noch später eine beim Pas-de-Calais.
  • 15. August: mit Operation Dragoon beginnt eine zweite Invasion in Südfrankreich an der Côte d’Azur zwischen Toulon und Cannes, die Franzosen und US-Amerikaner können ohne entscheidenden Widerstand zügig in das Landesinnere vorstoßen
  • 17. August: nach heftigen Bombardierungen Saint-Malo´s kapituliert der Stadtkommandant Oberst Aulock
  • 20. August: Beginn der Operation Jassy-Kischinew der Roten Armee
  • 22. August: die Verhaftungswelle Aktion Gitter wird im gesamten Reich von der Gestapo gestartet; dabei werden viele ehemalige politische Gegner verhaftet und interniert
  • 25. August: Beginn der Schlacht um Paris
    • der deutsche Stadtkommandant General Dietrich von Choltitz verweigert Hitlers Befehl, die Stadt zu zerstören und ergibt sich mit seinen Truppen kampflos
    • die Alliierten überdehnen bei ihrem schnellen Vorstoß zum deutschen Westwall ihre Versorgungslinien, der Aufbau neuer Nachschubwege gelingt durch den Red Ball Express. Vom 25. August bis 16. November der Codename für die Versorgungsfahrten für den militär. Nachschub (Munition, Treibstoff, Nahrung – Im Durchschnitt wurden weit mehr als 3 Millionen Liter Benzin pro Tag verbraucht!) mit ca. 6.000 Lkw über eine dafür abgesperrte Route von Cherbourg bis hinter die sich jeden Tag weiter entfernende Front jenseits von Paris. Diese Organisation und ihre Bedeutung zeigt auch den historischen Wandel zum ersten großen motorisierten Krieg – zugleich eine Weiterentwicklung der Overlord-Planung – abgelöst durch die Nutzungsmögl. des Hafens von Antwerpen. Die Streckenführung wurde u.a. durch Werkstätten und Ruhezonen für die Fahrer ergänzt.
    • bis zum 1. September deutscher Luftangriff auf Paris und mit Raketen (V1, V2) auf Nordfrankreich und London
  • 28. August: in Marseille kapitulieren nach einwöchigem Kampf die Einheiten der Wehrmacht gegenüber französischen Truppen
  • 29. August: französische und amerikanische Truppen halten in Paris eine Siegesparade ab
Sept. 1944: Vorstoß der alliierten Armeen zur deutschen und niederländischen Grenze nach dem Fall von Paris
• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz

Zweites Halbjahr 1944 in Asien und dem Pazifik

Pazifikkrieg 1943–1945
• Bitte hier klicken zur chronol. Fortsetzung für diesen Kriegsschauplatz

1945

Das letzte Kriegsjahr wurde zunächst von einer Konferenz der absehbaren Sieger gekennzeichnet: der Konferenz von Jalta. Die Befreiung der Konzentrationslager war in den folgenden Wochen für die alliierten Soldaten mit fürchterlichen Beobachtungen verbunden. Im Pazifikraum werden die Philippinen, Indochina, Burma und China befreit. Der Sieg in der Schlacht um die Seelower Höhen öffnet den Weg nach Berlin. Im März wird der Rhein überschritten. Am 30. April hisst die Rote Armee eine Fahne auf dem Reichstag. Europa ist befreit. Am 6. August wird die erste Atombombe auf Hiroshima abgeworfen. Nach der Kapitulation des Kaisers wurde der japanischen Armee am 16. August die Einstellung aller Kampfhandlungen befohlen und am 2. September beendet die Unterschriftszeremonie auf dem Schlachtschiff USS Missouri in der Bucht von Tokio den Zweiten Weltkrieg.

Januar bis Mai 1945 in Europa

  • 1.–25. Januar: deutsches Unternehmen Nordwind, letzte Offensive an der Westfront
  • 11. Januar: die Gotthardlinie (Eisenbahn) wird bei Chiasso durch die Alliierten bombardiert, ein Lokführer der SBB stirbt
  • 12. Januar: Beginn der Weichsel-Oder-Operation der Roten Armee
  • 13. Januar: die Ostpreußische Operation der Roten Armee beginnt
  • 16. Januar: Luftangriffe auf Magdeburg
  • die Rote Armee stieß Anfang 1945 nach Norden vor und schnitt damit Ostpreußen vom Rest des Reiches ab, die deutsche Bevölkerung floh (die Erlaubnis der eigenen Regierung dazu kam sehr spät), zum Teil über die gefrorene Ostsee
  • 17. Januar: Warschau wird befreit
  • Budapest wird belagert
  • 20. Januar ff.: La poche de Colmar – zwischen dem 20. Januar und 9. Februar wird der Brückenkopf im Elsass von alliierten Truppen eingenommen
  • 27. Januar: erste sowjetische Einheiten erreichen Küstrin
  • 27. Januar: Befreiung der von der SS mittels Todesmärschen weitgehend von Gefangenen geräumten Konzentrationslager in und um Auschwitz durch die Rote Armee
  • 30. Januar: der nicht als Lazarettschiff markierte Truppentransporter Wilhelm Gustloff wird von einem U-Boot vor der Küste Pommerns versenkt (mehrere Tausend Tote durch Ertrinken)
  • 30. Januar: Beginn der Konferenz von Malta zwischen den Combined Chiefs of Staff (Stabschefs der USA und Großbritanniens) und den Außenministern beider Staaten zur Vorbereitung der Konferenz von Jalta mit Stalin (siehe 4.2.). Das Treffen endete am 2. Februar an Bord des Kreuzers USS Quincy im Hafen Maltas. Erst am letzten Tag der Konferenz trafen sich dort auch Präsident Roosevelt und Premierminister Churchill.
  • 31. Januar: die Festungsfront Oder-Warthe-Bogen, auch Ostwall, wird nach drei Kampftagen von der Roten Armee durchbrochen
  • nach der erfolgreichen sowjetischen Winteroffensive stand die Rote Armee Ende Januar 1945 entlang der Flüsse Oder und Neiße von Stettin bis Görlitz knapp 80 Kilometer vor Berlin
  • 2. Februar: KZ Mauthausen: Ausbruch sowjetischer Kriegsgefangener
  • 4. bis 11. Februar: Konferenz von Jalta auf der Krim (Schwarzes Meer)
  • 9. Februar: der Schweizer Bundesrat verbietet den Kohletransit von Deutschland nach Norditalien
  • 9. Februar: die ersten Flüchtlinge kamen mit einem Flüchtlingsschiff im besetzten Kopenhagen an. Hunderttausende Menschen vor allem aus Hinterpommern, Danzig sowie West- und Ostpreußen wurden über die Ostsee vor den heranrückenden sowjetischen Truppen evakuiert. Es wurden von deutschen Behörden Schulen, Hotels und Sportanlagen für ihre Aufnahme requiriert. Bis zum Kriegsende kamen im Land etwa 6.580 Flüchtlinge ums Leben. Nach dem Abzug der Wehrmachttruppen aus Dänemark im Mai 1945 wurden etwa 250.000 Flüchtlinge in Dänemark in zuvor von der Wehrmacht benutzten Kasernen und Lagern untergebracht. Die letzten Flüchtlinge wurden von dort erst im Februar 1949 nach Deutschland gebracht.
  • 10. Februar bis 4. April: Schlacht um Ostpommern
  • 11. Februar: in der Schlacht um Budapest wird die ungarische Hauptstadt von der Roten Armee eingenommen
  • 12. Februar: Abkommen von Varkiza, Entwaffnung und Demobilisierung der Griechischen Volksbefreiungsarmee ELAS
  • 13. Februar: Luftangriffe auf Dresden beginnen (bis 17. April)
  • 22. Februar: erste sowjetische Luftangriffe auf Wien
  • 23. Februar: Luftangriff auf Pforzheim
  • 27. Februar: jeglicher Transit durch die Schweiz zwischen Deutschland und Italien wird verboten
  • 7. März: Brücke von Remagen wird von US-Truppen eingenommen, die Stadt Remagen wird danach von deutscher Seite mit V1 bombardiert
  • 22. März:
    • Hildesheim wird bei Bombenangriff fast vollständig zerstört
    • in Kairo wird die Arabische Liga gegründet
    • amerikanische Truppen gehen bei Oppenheim über den Rhein
  • 23. bis 27. März: angloamerikanische Operation Plunder (Rhein-Übergang zwischen Emmerich und Wesel, Frontbesuch Churchills)
  • 25. März: Der von der US-amerikanischen Militärregierung eingesetzte neue Bürgermeister Aachens Franz Oppenhoff (1902–1945), ein konservativer Jurist, wird nach knapp fünfmonatiger Amtszeit ermordet. Zunächst wurde eine Gruppe der Freischärlerbewegung Werwolf dafür verantwortlich gemacht. Heute geht man davon aus, dass Oppenhoff auf Befehl von H. Himmler in der besetzten Stadt ermordet wurde.
  • 25. März: Beginn der Bratislava-Brno-Operation
  • 25. März: Luftangriff auf Prag, 650 US-Flugzeuge
  • 26. März: Amerikaner besetzen, von Remagen kommend, Limburg a.d.L.
  • 29. März:
    • Amerikaner besetzen Mannheim, Wiesbaden und Frankfurt a. M.
    • sowjetische Truppen dringen bei Klostermarienberg erstmals auf österreichisches Gebiet vor
  • 31. März: Beginn der Einnahme von Würzburg
  • 1. bis 21. April: Ruhrkessel, Verluste auf deutscher Seite ca. 10.000 Tote und 325.000 Gefangene; bei der 1. und 9. US-Armee ca. 1.500 Tote
  • 1. April: Proklamation des „Senders Werwolf“ über den Widerstand der Bevölkerung gegen die Besetzung. Die Sendungen werden bis Ende April ausgestrahlt.
  • 4. April: Ungarn ist nach dem Scheitern der Plattenseeoffensive vollständig von der Roten Armee erobert
  • 5. April Oberstleutnant Josef von Gadolla wird in Weimar wegen seiner Befehlsverweigerung in Gotha (Übergabe der Stadt) standrechtlich erschossen
  • 5. April: Beginn der Schlacht um Crailsheim (bis zum 21. April)
  • 6. April: sowjetische Truppen erreichen Wien, Beginn der Schlacht um Wien
  • 6. April: als „Georgischer Aufstand“ auf Texel (NL) wird die Revolte von SS-Angehörigen des Georgischen Infanteriebataillons 822 „Königin Tamara“ gegen ihren weiteren Kriegseinsatz bezeichnet (bis zum 20. Mai)
  • 6. bis 9. April: Königsberg wird von sowjetischen Truppen erobert
  • 12. April: Tod Franklin D. Roosevelts in Warm Springs; Nachfolger als 33. Präsident der USA wird verfassungsgemäß Harry S. Truman
  • 12. April: Übergabe der Stadt Braunschweig an die US-Army
  • 13. April: Ende der Schlacht um Wien (seit 6.): sowjetische Truppen erobern auch Niederösterreich, das Burgenland und die Steiermark
  • 16. April: Beginn der Schlacht um die Seelower Höhen
    • 16. bis 18. April: die Rote Armee erringt die Oberhand, nach dem 19. April lag der Weg nach Berlin offen
    • etwa gleichzeitig wird weiter südlich der Belagerungsring um Breslau geschlossen
  • 16. April: Beginn der Schlacht um Nürnberg
  • 18. April: US-Truppen in Magdeburg
  • 19. April:
    • US-Truppen in Leipzig
    • in Italien fällt Bologna an die polnischen Truppen
  • 22. April: die französische Armee dringt nach Süden bis Vorarlberg vor
  • 23. April: Berlin ist komplett eingeschlossen; Beginn der Schlacht um Berlin
  • 25. April: US- und sowjetische Truppen treffen sich in Torgau an der Elbe, (sie feiern gemeinsam den Elbe Day)
  • 26. April: Bremen fällt an die Briten, die weiter nach Nordosten ziehen, in rascher Folge nehmen sie Lübeck (2. Mai) und Hamburg (3. Mai) ein, während die US-Armee in Wismar einmarschiert
  • 27. April:
Frontenverlauf in Deutschland am 1. Mai 1945
  • 28. April:
    • Scheitern des Entsatz-Versuchs der 12. Armee unter General Wenck für Berlin
    • (25. bis 28. April) Der Kessel von Halbe, südöstlich von Berlin, kann von der Roten Armee geschlossen werden
    • US-Truppen betreten, von Kempten im Allgäu kommend, bei Vils (Tirol) österreichisches Territorium
    • französische Truppen erreichen bei Lochau in Vorarlberg österreichisches Gebiet
    • italienische Partisanen erschießen am Comer See den vor Regierungstruppen geflohenen faschistischen „Duce“ Benito Mussolini
  • 29. April:
  • 30. April:
  • 1. Mai: nach dem Tod Hitlers wird der Admiral Dönitz gemäß der testamentarischen Verfügung Hitlers faktisch „Reichspräsident“ ohne eine dafür vorgesehene Wahl, er ruft im Radio dazu auf, den Krieg im Osten weiterzuführen. Der Großdeutsche Rundfunk beendet mit Reichssender Berlin am 2. Mai um 00:50 Uhr seine Ausstrahlungen
  • 2. Mai:
  • 3. Mai:
    • um 8:00 Uhr trifft eine Delegation unter Leitung des neu ernannten Oberbefehlshabers der Kriegsmarine Generaladmiral von Friedeburg im britischen Hauptquartier ein und verliest einen Brief Keitels, in dem die Kapitulation der im Gebiet zwischen Berlin und Rostock operierenden Wehrmachtteile angeboten wurde
  • 4. Mai:
    • Reichssender Hamburg beginnt mit der Ansage „This is Radio Hamburg, a station of the allied military Government“ unter britischer Leitung
    • von Friedeburg unterzeichnet im Auftrag Dönitz´ die Teilkapitulation der Truppen des Oberbefehlshabers Nordwest gegenüber dem britischen Feldmarschall Montgomery, diese tritt am Morgen des 5. Mai im Nordwesten Deutschlands, in Holland und Dänemark in Kraft
    • gemäß dem lange bestehenden, allerdings von Dönitz noch am Abend des 4. Mai 1945 aufgehobenen Regenbogen-Befehls werden viele in den Häfen liegenden U-Boote selbstversenkt; die U-Boote, die noch im Einsatz waren, laufen nach dem 8. Mai britische oder amerikanische Häfen an
    • am Brennerpass treffen nach Süden vorstoßende US-Truppen mit Einheiten der 5. US-Armee zusammen, die von Süden her Oberitalien inklusive des sich Italienische Sozialrepublik nennenden faschistischen Reststaates besetzt hatten
    • Salzburg wird kampflos von US-Truppen eingenommen
    • Im Bergungsort Salzbergwerk Altaussee der NS-Raubkunst gelang es, die eingelagerten Bomben aus dem Bergwerk zu entfernen und die maßgeblichen Stolleneingänge zum Schutz zugesprengt. Die dort untergebrachten Kunstschätze werden anschließend vor der Zerstörung bewahrt und zum großen Teil restituiert.
  • 5. Mai:
  • 6. Mai:
    • Berlin wird insgesamt von der Roten Armee eingenommen
    • eine deutsche Delegation (Jodl, von Friedeburg, Oxenius) trifft im Hauptquartier der SHAEF in Reims ein, sie lässt sich von Dönitz schließlich zur Unterzeichnung einer bedingungslosen Kapitulation bevollmächtigen
Montreal Daily Star: „Germany Quit“, 7. Mai 1945
  • 7. Mai:
  • 8. Mai: Tag der Befreiung (im Englischen VE-Day für Victory in Europe Day, auf Fotos feiernder Menschen oft das V-Zeichen aus Zeige- und Mittelfinger gezeigt)
    • Karl Dönitz verkündet zwischen 12:30 und 12:40 Uhr über den Flensburger Sender die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht
    • sowjetische Truppen besetzen Dresden
    • britische Truppen und Jugoslawische Partisanen erreichen Klagenfurt (Kärnten), Beschluss des Verbotsgesetzes durch die neue provisorische Regierung der Republik Österreich
    • im Westen befinden sich am 8. Mai noch die Kanalinseln und die Städte Lorient, St. Nazaire und La Rochelle, nach Süden der Alpenraum und im Norden Schleswig-Holstein sowie Norwegen noch unter Kontrolle deutscher Truppen
    • 8. und 9. Mai: fast zwei Millionen deutsche Soldaten fliehen aus dem sowjetischen Machtbereich in die von den Westalliierten kontrollierten Gebiete, insbesondere gelingt das aus dem anfangs nicht besetzten Böhmen (Tschechoslowakei)
    • sieben deutsche U-Boote im Atlantik-Einsatz, U-190, U-234, U-805, U-858, U-873, U-889, und U-1228 nehmen Kurs auf die amerikanische Küste und ergeben sich dort bis 19. Mai 1945. Die Boote U-530 und U-977 flüchten nach Argentinien und treffen dort Monate später ein
    • für die meisten Menschen in Europa war das Kriegsende ein Freudentag – in Deutschland war es „Befreiung“ zunächst für viele Gefangene, Untergetauchte, Zwangsarbeiter und Regimegegner der besiegten Regime, jedoch ein großer Teil der Bevölkerung erlebte den Tag mit zwiespältigen Gefühlen: einerseits eine erwartete militärische Niederlage und ein moralischer „Zusammenbruch“ (der Selbsttötungen „überzeugter“ oder prominenter nationalsozialistischer Aktivisten und -Funktionäre auslöste), andererseits die aufkeimende Hoffnung auf einen Neuanfang
  • 9. Mai:
    • Wiederholung der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation in Berlin-Karlshorst gegenüber der Sowjetunion, auf deutscher Seite unterschreibt Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel
    • die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht tritt an allen Fronten in Europa in Kraft
    • sowjetische Truppen rücken kampflos in Graz (Steiermark) ein

Januar bis September 1945 in Asien und dem Pazifik

Atompilz über Hiroshima
Japans Außenminister Shigemitsu unterzeichnet auf der Missouri die Kapitulationsurkunde; ihm links gegenüber General MacArthur

Es folgt nach längeren Verhandlungen der Friedensvertrag von San Francisco zwischen den angegriffenen Staaten und Japan zusammen mit einem Vertrag über gegenseitige Sicherheit. In Kraft ab April 1952. (siehe: 1951/1952)

Nachkriegs-Ereignisse

  • Gründung der Vereinten Nationen (UN; die Charta wurde am 26. Juni 1945 in San Francisco unterzeichnet)

Europa 1945

Internationaler Militärgerichtshof für den Fernen Osten 1946, Vorsitzender Richter: William F. Webb

Kriegsverbrechen und Kriegsverbrecherprozesse

Hauptartikel: Holocaust und NS-Zwangsarbeit
1947
  • 11. bis 29. März 1947: Höß-Prozess in Warschau, Polen; gegen den ehemaligen KZ-Kommandanten Höß (Auschwitz)
  • 24. November bis 22. Dezember 1947: Krakauer Auschwitzprozess, Kraków, Polen
  • 2. Januar 1947 Beginn eines vierwöchigen Kriegsverbrecherprozesses gegen den Professor Solms Wilhelm Wittig (Generaldirektor der DASAG) und andere vor dem Britischen Militärgericht in Braunschweig wegen ihrer Beteiligung am Mineralölsicherungsplan, auch Geilenberg-Programm genannt, zu dessen Umsetzung 350.000 Menschen, darunter 100.000 KZ-Häftlinge, arbeiten und Tausende sterben mussten
1948
1955
  • die letzten deutschen Soldaten und SS-Angehörigen kehren aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück
1963 und später
  • als Frankfurter Auschwitzprozesse werden sechs deutsche Strafprozesse gegen Mitglieder der SS-Wachmannschaft des Konzentrationslagers vor dem Schwurgericht in Frankfurt am Main in den Jahren 1963/1966 und in den 1970er-Jahren bezeichnet, sie sind Auslöser der Verjährungsdebatte
2002

Aufhebung von Verurteilungen durch die Wehrmachtjustiz wegen Fahnenflucht

Wirtschaft und Politik

  • 10. Juni 1945: Marschall Schukow ordnet in seinem Befehl Nr. 2 in der sowjetischen Besatzungszone an, „die Bildung und Tätigkeit antifaschistischer Parteien zu erlauben“
  • 23. November: in der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland werden Parteien auf Länderebene zugelassen
  • 27. Dezember: der Internationale Währungsfonds (IWF) wird gegründet

Asien und Pazifik

Nachkriegs-Epoche 1945 bis 1949 Folgen und Auswirkungen

An den Kriegsschauplätzen und in den Hauptstädten wurden bald Gedenksteine und Gräber des Unbekannten Soldaten errichtet. Sie wurden Ort jährlicher Dank- und Gedenkfeiern. Mit etwas zeitlichem Abstand folgten Friedensmahnmale und Museen über den Zweiten Weltkrieg.

Europa

1946

Amerika

Nach dem Zweiten Weltkrieg befürchten liberale amerikanische Wirtschaftskreise wegen des wirtschaftlichen Niederganges Europas dort den Verlust wichtiger Absatzmärkte bzw. Handelspartner. Das wirtschaftliche Erstarken Europas nütze auch dem amerikanischen Export.

Siehe auch: Marshallplan

Ab 1947 verfolgen die USA eine so genannte Eindämmungspolitik, als Truman-Doktrin gegenüber der UdSSR formuliert. Dabei sollen Regierungen und Volkswirtschaften der europäischen Länder inklusive der Türkei auch an die USA gebunden werden. Sie bilden eine Schutzzone vor einer sowjetischen Westexpansion.

Asien und pazifischer Raum

  • Juli 1945 – Dezember 1946: Irankrise (Fortsetzung der Besetzung des Nordirans durch sowjet. Kräfte, Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat)
  • 1. Januar 1946:
  • 3. Mai 1947: die neue japanische Verfassung tritt in Kraft
  • 1948:
  • 1951 / 1952:
    • 8. September: Der Friedensvertrag von San Francisco zwischen Japan und den USA wird unterzeichnet, zusammen mit dem Vertrag über gegenseitige Sicherheit.
    • Beide Verträge treten im April 1952 in Kraft.
    • Bei den sie unterzeichnenden 50 Ländern fehlten die Republik China(Taiwan), die Volksrepublik China, die Sowjetunion und Indien. Mit den auf die Insel Taiwan geflüchteten Vertretern der Republik China wurde im Jahr 1952 ein separater Friedensvertrag (Vertrag von Taipeh) geschlossen. Mit der Volksrepublik China kam es im Jahr 1978 zum Abschluss eines Friedensvertrags. Friedensverhandlungen mit der Sowjetunion (und ab 1991 mit der Russischen Föderation) sind immer wieder gescheitert.
  • 1974:
    • Leutnant Onoda Hirō (1922–2014) war ein japanischer Offizier, der nach dem Ende des Weltkriegs noch bis 1974 auf der im Februar 1945 von amerikanischen Truppen eroberten philippinischen Insel Lubang in einer kleinen Gruppe von Holdouts auf Befehle zum Kampf wartete und erst viele Jahre später von seinem ehemaligen Vorgesetzten vom Kriegsende überzeugt werden konnte. Er hatte ungefähr 30 Menschen getötet und ca. 100 weitere verwundet und wurde vom philippinischen Präsidenten Marcos begnadigt. Vergleiche dazu Nakamura Teruo (entdeckt Dezember 1974 in Indonesien; 1919–1979).
  • 1978: Abschluss des Friedensvertrags zwischen der Volksrepublik China und Japan

Übersicht wichtiger Konferenzen

Daten von Konferenzen zum/im Krieg im Zeitraum 1936–1945

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wolfgang Michalka: Deutsche Geschichte 1939–1945. Frankfurt am Main 1999, S. 112.
  2. Hermann Graml: Europas Weg in den Krieg. München 1990, S. 105.
  3. Jutta Sywottek: Mobilmachung für den totalen Krieg. Die propagandistische Vorbereitung der deutschen Bevölkerung auf den Zweiten Weltkrieg. Opladen 1976, S. 166.
  4. Text des Abkommens gedruckt bei: Walther Hofer: Die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges. Eine Studie über die internationalen Beziehungen im Sommer 1939. Frankfurt a. M. 1960, S. 172 f.
  5. 19. Juni 1940: Gerhard Schreiber: Der Zweite Weltkrieg. 4. unveränderte Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-44764-8, S. 36; 3. Juli 1940: Jürgen Förster: Hitlers Entscheidung für den Krieg gegen die Sowjetunion. In: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg Band 4, Stuttgart 1983, S. 9 f.
  6. Der für ihn genau festgelegte Aushändigungstermin, nicht vor 7. Dezember 1941 13.00 Uhr Eastern Standard Time, des letzten Teils einer bereits für die Botschaft vorbereiteten Note an die USA als Telegramm war am 6. Dezember 1941 von US-Geheimdiensten entschlüsselt worden — Joint Committee on the Investigation of the Pearl Harbor Attack (Final report issued : Jun 20, 1946)
  7. WDR-Film: Mathias Haentjes, Nina Koshofer (Regie): Winter 42/43 – Kriegswende. Dokumentation über den vierten Kriegswinter, Deutschland, 2012, 89 Min.