Chronologie des russischen Überfalls auf die Ukraine

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Militärische Lage in der Ukraine. Rot die besetzten Gebiete, Blau die zurückeroberten.

Diese Übersicht ist eine Chronologie des russischen Überfalls auf die Ukraine ab dem 24. Februar 2022. Sie informiert über die wichtigsten Ereignisse seit der russischen Invasion in der Ukraine.

Überfall und russischer Rückzug von Kiew und dem Norden der Ukraine (Februar bis April 2022)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Regierung der Ukraine zu stürzen, versuchten die russischen Streitkräfte am 24. Februar 2022 eine Luftlandeoperation auf dem Flughafen Kiew-Hostomel. Aus den abgehörten Telefonaten russischer Offiziere ging hervor, dass diese zuvor von ihren Kommandeuren aufgefordert wurden, ihre Paradeuniformen für die Siegesparade in Kiew einzupacken.[1] Die Truppen konnten aber zunächst keine Kontrolle über den Platz erringen. Bodentruppen stießen derweil rasch aus mehreren Richtungen von Belarus aus nach, doch trotz einer anfänglichen Überzahl von geschätzt 12:1[2] geriet der Vormarsch schon nach wenigen Tagen ca. 30 km vor Kiew ins Stocken. Nach wochenlanger Umklammerung der Stadt von Norden, Westen und Osten musste Russland den Versuch der Eroberung Ende März aufgeben. Beim Abzug aus allen zuvor eroberten Gebieten nördlich von Kiew und Charkiw offenbarten sich Kriegsverbrechen an Zivilisten wie jene in Butscha.

Im Osten des Landes, wo bei Kriegsbeginn entlang der seit 2015 bestehenden Kontaktlinie etwa die Hälfte der ukrainischen Armee lag,[2] konnten die ukrainischen Truppen ihre Stellungen vor Donezk den ganzen März und April durchgehend halten. Russischen Truppen gelang es in der Schlacht um Charkiw (2022) kurzzeitig, in die grenznahe Großstadt einzudringen; nach heftigen Straßenkämpfen kam Charkiw jedoch rasch wieder komplett unter ukrainische Kontrolle. Allerdings wurden durch Beschuss der Stadt erhebliche Zerstörungen angerichtet. Zwischen Donezk/Luhansk und Charkiw liegende Gebiete wurden vom Angreifer besetzt. Beim Brückenkopf von Isjum wollte Russland eine Großoffensive starten, um die Verteidiger einzukesseln, doch kam der Vormarsch nicht voran.[3]

Noch stärker als Charkiw wurde die am Asowschen Meer liegende Hafenstadt Mariupol zerstört. Bis auf das lange belagerte Mariupol und den Südwesten der Ukraine (Oblast Odessa und Mykolajiw) wurden alle Gebiete im Süden der Ukraine, wo seit 2014 die Einnahme einer Landbrücke von Russland zur Krim (Föderativer Staat Neurussland) befürchtet worden war, besetzt. Dazu gehörte auch die Stadt Cherson, die bereits Anfang März eingenommen worden war. In diesem Gebiet im Süden hatten keine großen ukrainischen Einheiten zum Schutz vor einer Invasion von der Krim bereit gestanden, obwohl sie im nationalen Verteidigungsplan vorgesehen waren. In der Ukraine soll untersucht werden, wie das passieren konnte.[2]

Der weitere russische Vorstoß von Cherson in Richtung Odessa war Anfang März bei Mykolajiw gescheitert. Eine amphibische Landung wurde nach der Versenkung des Flaggschiffs Moskwa Mitte April nochmals unwahrscheinlicher. Gleichwohl wurde noch Mitte April von Landverbindungen nach Transnistrien gesprochen; insbesondere das russische Militär war mit den politischen Beschränkungen der Ziele auf den Donbas unzufrieden und forderte im Gegenteil ehrgeizigere Ziele und eine Generalmobilmachung in Russland.[4][5]

Russische Offensive im Donbas (Mai und Juni 2022)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagebild des britischen Verteidigungsministeriums vom 1. Mai 2022

Nach der endgültigen Eroberung von Mariupol konzentrierte sich das russische Militär im Mai und Juni auf die Einnahme von Territorien in der Oblast Luhansk. Verschossen die Russen pro Tag bis zu 60.000 Artilleriegeschosse, konnten die Ukrainer mit 6000 antworten, oft unter gänzlichem Verzicht auf eine Antwort zwecks Einsparung von Munition.[6] Im Kampf um die Stadt Sjewjerodonezk stützte sich die russische Seite auf eine Taktik der Erschöpfung. Anfang Mai hatte Russland noch versucht, mit einer Überschreitung des Flusses Siwerskyj Donez die Ukrainer einzukesseln, was zum Verlust von rund 100 schweren Fahrzeugen geführt hatte. Der Verlust von Sjewjerodonezk führte auch zum Rückzug der Ukrainer aus Solote, wo ihre Truppen seit März erfolgreich den Erstürmungsversuchen standgehalten hatten.[7] Im Raum Cherson konnte die ukrainische Armee kleinere Gebietsgewinne verzeichnen.

In den besetzten Gebieten versuchte Russland teils auch mit Desinformation die Menschen an eine neue Realität zu gewöhnen. Vereinzelt wurde von Partisanen-Aktionen in diesen Gebieten berichtet. Weiterhin beschoss Russland die Ukraine mit Fernlenkwaffen, doch Analysten stimmten darin überein, dass Russland die moderne Munition ausgehe. Darum setzte Russland wenig präzise Lenkwaffen aus der sowjetischen Zeit ein. Ein Beispiel ist der Raketenangriff vom 27. Juni in Krementschuk, als einer von zwei ungenauen Ch-22-Marschflugkörpern ein Einkaufszentrum anstelle der mutmaßlich angepeilten Baumaschinenfabrik traf.

Ende Juni zogen sich die russischen Kräfte nach verstärktem ukrainischen Beschuss von der im westlichen Schwarzen Meer gelegenen Schlangeninsel zurück; damit endete weitgehend auch der Einsatz der russischen Schwarzmeerflotte, die danach nicht weiter in Erscheinung trat und später auch von der Krim in das östliche Schwarze Meer verlegt wurde.

Stillstand und Stellungskrieg (Juli und August 2022)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagebild des britischen Verteidigungsministeriums vom 1. Juli 2022

Anfang Juli erlangten russische Truppen nach wochenlangen Kämpfen volle Kontrolle über die Städte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk und deren unmittelbare Umgebung. In den folgenden Wochen der Sommermonate Juli und August setzten die russischen Streitkräfte ihre offensiven Aktionen im Osten der Ukraine fort, ohne jedoch weitere größere Geländegewinne zu machen. Währenddessen kam es auf ukrainischer Seite vermehrt zum Einsatz westlicher Waffen, insbesondere der von den USA gelieferten HIMARS-Artilleriesysteme, die zunehmend militärische Ziele im Hinterland der russischen Front, u. a. Kommandostände, Munitionslager und Verpflegungspunkte, unter Beschuss nahmen. Dabei kam es auch erstmals zu Angriffen auf militärische Ziele auf der Krim, die von Russland seit deren völkerrechtswidriger Annexion im Jahr 2014 als Bestandteil des nationalen Territoriums betrachtet wird.

Unter öffentlichen Spekulationen einer möglichen ukrainischen Offensive im Raum Cherson verlegte das russische Kommando beträchtliche Truppen über den Dnepr in westliche Richtung, während die ukrainischen Streitkräfte eine systematische Zerstörung aller Flussquerungen durch Beschuss mit Präzisionsgeschossen betrieben und damit die Logistik der Russen beeinträchtigten. Ende August gingen die ukrainischen Streitkräfte in dem Frontabschnitt Cherson vermehrt in die Offensive.

Ukrainische Offensiven im Süden und Osten (September und Oktober 2022)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagebild des britischen Verteidigungsministeriums vom 1. September 2022

Die ukrainische Armee hielt den Druck ihrer Gegenoffensive im Raum Cherson aufrecht. Anfang September starteten die ukrainischen Streitkräfte eine von kaum jemand erwartete Gegenoffensive im Raum Charkiw und konnten in wenigen Tagen erhebliche Gewinne erzielen, nachdem die russische Front bei Balaklija zusammengebrochen war. Innerhalb weniger Tage wurden die Ortschaften Kupjansk, Isjum in der Oblast Charkiw befreit; wenig später folgte die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk. Im Oktober 2022 gelang den ukrainischen Truppen ein Vordringen in die Oblast Luhansk. Auch im Süden wurden Geländegewinne erzielt. Die strategisch wichtige Krim-Brücke über die Meerenge von Kertsch wurde am 8. Oktober 2022 durch eine oder mehrere Explosionen und einen daraus entstehenden Brand beschädigt. Dadurch wurde die Versorgung der südlichen Front um Cherson erschwert. Am 29. Oktober führte die Ukraine einen koordinierten Angriff mit Drohnen auf im Hafen von Sewastopol liegende Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte. Ab Ende Oktober versuchte Russland, den Konflikt einzufrieren, um Zeit zu gewinnen und den europäischen Unterstützern das Gefühl einer Aussichtslosigkeit zu vermitteln.[8] Russland griff mit Raketen und vom Iran gelieferten Einweg-Drohnen die zivile Infrastruktur des ganzen ukrainischen Hinterlandes an, wodurch nach Angaben des ukrainischen Staates mindestens ein Drittel der ukrainischen Stromanlagen zu Schaden kam. Seitdem waren zeitweise mehrere Millionen Menschen in der Ukraine vom Stromnetz getrennt, um den noch vorhandenen Teil des Stromnetzes nicht zu überlasten.[9][10][11][12]

Befreiung von Cherson und russische Luftkampagne gegen Infrastruktur (November und Dezember 2022)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagebild des britischen Verteidigungsministeriums vom 1. November 2022

Anfang November setzten ukrainische Truppen ihren Vormarsch auf die Stadt Cherson fort; die russischen Truppen zogen sich vom westlich des Dnepr liegenden Gebiet der Oblast Cherson zurück, so dass dieser Teil der Oblast am 11. November befreit wurde. Gleichzeitig setzten die russischen Kräfte über den gesamten Zeitraum ihre Luftschläge gegen ukrainische Infrastruktur fort, indem sie in insgesamt über zehn großen koordinierten Wellen von jeweils ca. 100 Raketen und Flugkörpern gleichzeitig starteten, u. a. um die Flugabwehr zu überwältigen; die ukrainische Verteidigung, die durch westliche Waffenlieferungen verstärkt worden war, konnte jedoch eine immer größere Anzahl der Geschosse abfangen. Auf dem Terrain war das weitere Geschehen durch die herbstliche Schlammsaison gekennzeichnet, so dass Bodentruppen nur geringe Geländegewinne machen konnten. Die russischen Truppen, gestützt auf die Söldner der Gruppe Wagner, setzten ihre seit Monaten laufende Offensive gegen die Stadt Bachmut im Donbas erfolglos fort und erlitten, wie auch ukrainisches Militär, bei der Schlacht um jene Stadt hohe Verluste. Ukrainische Truppen konzentrierten ihre Bemühungen außerdem auf die Eroberung der strategischen Achse SwatoweKreminna in der Oblast Luhansk; sie konnten die russischen Truppen nur um wenige Kilometer zurückdrängen, standen aber Ende Dezember kurz vor Kreminna.

Russische Angriffe an der Frontlinie (Januar bis März 2023)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagebild des britischen Verteidigungsministeriums vom 3. Januar 2023

In den ersten Monaten des Jahres 2023 wurde insbesondere im Raum bei Bachmut erbittert gekämpft, mit hohen Verlusten bei beiden Kriegsparteien und ohne dass aus der Schlacht um Bachmut bis Ende März 2023 ein eindeutiger Sieger hervorging. Zwar konnten russische Truppen gegenüber ukrainischen Einheiten die Kleinstadt Soledar unter Einsatz der Söldner der Gruppe Wagner einnehmen, erfüllten damit jedoch nicht annähernd die militärischen Ziele Russlands, bis Ende März 2023 die ukrainischen Oblaste Donezk und Luhansk (den Donbas) vollständig erobert zu haben.[13] Stattdessen erlitten russische Truppen hohe Verluste ohne nennenswerte Geländegewinne, wie bei der Schlacht um Wuhledar. Im selben Zeitraum sagten westliche Staaten der Ukraine weitere Waffenlieferungen zu, insbesondere schwere Kampf- und Schützenpanzer westlicher Bauart, die ab Ende März 2023 geliefert wurden.

Dem Scheitern der militärischen Ziele Russlands lagen mehrere Faktoren zugrunde; es mangelte russischen Truppen an genug erfahrenen russischen Soldaten, von denen nicht wenige im vorherigen Kriegsjahr gefallen waren. Gleichzeitig war der Winter in den ersten Monaten des Jahres 2023 sehr milde, was dazu beitrug, dass die Böden weich und somit für Panzerfahrzeuge schlecht befahrbar waren. So wurden laut Berichten der New York Times allein bei Wuhledar mindestens 130 gepanzerte Fahrzeuge zerstört. Vor allem jedoch hatten die ukrainischen Truppen die Logistik der russischen Streitkräfte mittels Artillerie gleich zu Beginn der russischen Winteroffensive geschwächt.[14][15]

Russische Einnahme der Stadt Bachmut und ukrainische Gegenoffensive (April bis September 2023)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kriegsmonate April bis September 2023 waren neben permanenten russischen Angriffen auf die Ukraine unter anderem geprägt von der russischen Einnahme der Stadt Bachmut im Mai und der Zerstörung des Kachowka-Staudamms im Juni. Anfang Juni begann zudem eine lang erwartete ukrainische Gegenoffensive, mit drei Stoßrichtungen, erstens in der Oblast Saporischschja in Richtung Tokmak, zweitens an der Grenze der Oblast Saporischschja mit der Oblast Donezk in Richtung Süden, drittens an den Flanken von Bachmut, welche insgesamt bis zu ihrem Ende im Herbst die selbst gesteckten Ziele nicht erreichen konnte. Gleichzeitig kam es zum Auslaufen des Getreideabkommens im Juli, den darauffolgenden russischen Angriffen auf ukrainische Getreidesilos, dem Aufstand der Gruppe Wagner in Russland im Juni und dem Tod von Jewgeni Prigoschin, Chef der Gruppe Wagner, im August. Im September 2023 wurde in Russland an allen staatlichen Schulen praktischer Militärunterricht eingeführt, den es bereits in der Sowjetunion gegeben hatte.[16][17] Nach Angaben eines ukrainischen Majors nahm die Bedeutung des Drohnenkriegs spätestens im Spätsommer erheblich zu; es sei „ein völlig neuer Krieg“.[18]

Ukrainischer Personal- und Munitionsmangel und russische Einnahme der Stadt Awdijiwka (Oktober 2023 bis Februar 2024)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2023 begannen die russischen Streitkräfte einen Angriff auf die in der Oblast Donezk liegende Stadt Awdijiwka und erzielten dort in den Folgemonaten unter hohen Verlusten Geländegewinne. Im Februar 2024, wenige Tage nachdem der ukrainische Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj den militärischen Befehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, General Walerij Saluschnyj, gegen Generaloberst Oleksandr Syrskyj austauschte, zogen sich die letzten verbliebenen ukrainischen Truppen, die kurz vor einer Umzingelung standen, aus Awdijiwka zurück. Die Kämpfe um die Stadt waren im Februar 2024 mit der Einnahme durch die russischen Streitkräfte beendet, gingen jedoch im Umland der Stadt weiter.

Zum Jahresende 2023 stellten die USA ihre Munitions- und Waffen- und Rüstungslieferungen an die Ukraine bis auf Weiteres ein. Aufgrund des hohen Munitionsverbrauchs in dem Krieg und weil die USA von allen Unterstützerstaaten am meisten lieferten, stellte sich bei den ukrainischen Streitkräften schnell ein Mangel ein, was diese in die Defensive brachte und auch die Niederlage in der Schlacht um Awdijiwka mindestens teilweise bedingte. Versuche des US-amerikanischen Präsidenten Joe Biden und der regierenden Demokratischen Partei, den Kongress der Vereinigten Staaten von einer Weiterführung der US-amerikanischen Unterstützung der Ukraine zu überzeugen, scheiterten an der fehlenden Zustimmung des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten, wo sich die Republikanischen Partei, die dort die Mehrheit stellte, gegen die Fortführung der Unterstützung aussprach.

Laut dem Militärberater Franz-Stefan Gady zeichnete sich spätestens im Herbst 2023 bei den ukrainischen Streitkräften auch ein Personalmangel ab.[19][20][21]

In der russischen Bevölkerung blieb die Unterstützung für den russischen Militäreinsatz laut repräsentativen Umfragen des Lewada-Zentrums hoch, wobei sich in allen Altersgruppen eine Mehrheit für Verhandlungen aussprach. Die Europäische Union verhängte in jenen fünf Monaten weitere Sanktionen gegen Russland, zuletzt nach dem Tod des russischen Oppositionspolitikers und Kriegsgegners Alexej Nawalny im Februar 2024. Verbliebene russische oppositionelle Kriegsgegner, wie Jekaterina Dunzowa und Boris Nadeschdin, wurden nicht zu den Präsidentschaftswahlen 2024 zugelassen. Nur der Kandidat Wladislaw Dawankow äußerte moderate Kriegskritik.[22]

Verlauf (seit März 2024)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweis: Aussagen zum Kriegsverlauf während einer kriegerischen Auseinandersetzung sind aufgrund der kriegsbedingt nicht herstellbaren Objektivität und der sowohl politisch beschränkten als auch oft gelenkten Informationsfreigabe beider Seiten in der Regel unüberprüfbar. Auch seriös klingende Vermutungen sind aufgrund der Nachrichtenlage in der Regel weder von inneren Überzeugungen der Beitragenden noch von vorsätzlich betriebener Meinungs- und Medienbeeinflussung unterscheidbar.

1. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der russische Auslandssender RT veröffentlichte über seine deutschsprachige Sparte RT DE eine Aufzeichnung eines im Februar 2024 stattgefundenen und abgehörten vertraulichen Gesprächs zwischen dem Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz, dem Brigadegeneral Frank Gräfe und zwei weiteren Offizieren zum Thema Marschflugkörper Taurus und dessen möglichem Einsatz im Russisch-Ukrainischen Krieg.

2. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohngebäude in Odessa nach dem Angriff

Laut ukrainischen Angaben wurden bei einem russischen Drohnenangriff auf die Großstadt Odessa 12 Zivilisten getötet und 18 Wohnungen zerstört.[23][24]

Der britische Militärnachrichtendienst berichtete, dass die russischen Streitkräfte aufgrund des Abschusses eines A-50-Aufklärungsflugzeuges entschieden haben, vorerst keine A-50 mehr einzusetzen, bis geklärt sei, wie die ukrainische Flugabwehr überwunden werden kann. Laut dem britischen Nachrichtendienst gibt es mit dem Verzicht auf den Einsatz von A-50-Aufklärungsflugzeugen Defizite in der Aufklärung bzw. bei der Lagebeurteilung.[24]

3. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der britische Militärnachrichtendienst schätzte, dass im Februar 2024 pro Tag 983 russische Soldaten getötet oder verletzt wurden, und erklärte, dass die russischen Streitkräfte in keinem Monat seit Beginn des Krieges so hohe Verluste zu beklagen hatten (28.507 bei 29 Tagen). Die hohe Durchschnittszahl spiegele wider, dass Russland sich einem Massen- und Abnutzungskrieg verschrieben habe, sagte der Dienst. Das koste zwar viele Menschenleben, habe aber den Druck auf die ukrainischen Stellungen entlang der Front erhöht. Der Nachrichtendienst bezifferte die russischen Personalverluste in der Ukraine seit Februar 2022 auf 355.000 (einschließlich Verwundete).[25]

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe sind Einsätze der russischen Luftwaffe über der Ostukraine merklich zurückgegangen: „Die von westlichen Partnern zur Verfügung gestellten Abwehrmittel zeigen Wirkung.“[25]

4. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR gab bekannt, für die am selben Tag erfolgte Sprengung einer Eisenbahnbrücke über den Wolga-Nebenfluss Tschapajewka in der russischen Oblast Samara verantwortlich zu sein. Der HUR erklärte, Russland habe die Bahnstrecke genutzt, „um militärisches Material zu transportieren, insbesondere Sprengstoff, der in der Polymer-Fabrik in der Stadt Tschapajewsk hergestellt wurde“.[26]

5. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ukrainischen Angaben wurde die russische Korvette Sergei Kotow nahe der Krim durch Drohnenboote versenkt.[27][28]

Die ukrainische Luftabwehr zerstörte nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe 18 von 22 angreifenden russischen Drohnen in der Oblast Odessa.[28]

Die Ukraine kündigte an, ab 2025 den Transit von russischem Gas nach Europa nicht mehr zu gestatten.[29]

6. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russland zerstörte zum ersten Mal ein ukrainisches HIMARS-System durch eine Iskander-Rakete. Die Vereinigten Staaten haben der Ukraine bislang 39 Systeme zur Verfügung gestellt.[30]

Während eines Treffens des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis in Odessa wurde die südukrainische Hafenstadt ukrainischen Angaben zufolge von Russland mit Raketen beschossen, dabei wurden fünf Menschen getötet.[31]

7. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infolge des Ukrainekrieges wurde nach Finnland im Jahre 2023 am 7. März 2024 auch Schweden als 32. Staat Mitglied der NATO.[32]

Bei einem russischen Raketenangriff auf die nordukrainische Stadt Sumy sind nach ukrainischen Angaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden.[33]

Laut dem tschechischen Präsidenten Petr Pavel hat Tschechien ausreichend Zusagen erhalten, um den Kauf von 800.000 Artilleriegranaten für die Ukraine aus sogenannten Drittstaaten außerhalb der EU finanzieren zu können. An der Initiative wollen sich 18 Staaten beteiligen, darunter Deutschland mit einem dreistelligen Millionenbetrag. Bereits in den nächsten Wochen solle die Munition in der Ukraine eintreffen. Laut Financial Times hatte Tschechien 1,5 Milliarden US-Dollar (1,37 Milliarden Euro) für den Kauf zusammenbringen wollen.[33]

Im Stahlwerk Severstal in der nordrussischen Stadt Tscherepowez ca. 900 km Luftlinie von der Grenze zur Ukraine entfernt schlug nach Angaben des Gouverneurs der Oblast Wologda eine Drohne nahe einem Hochofen ein. Niemand sei verletzt, der Hochofen nicht beschädigt worden. Hinweise auf eine Herkunft der Drohne aus der Ukraine gab er nicht.[33]

8. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ukrainische Staatspräsident unterschrieb ein Dekret, das an der Front dienenden Wehrpflichtigen, die bereits vor dem Überschreiten der Grenze durch russische Truppen im Februar 2022 zum Militärdienst eingezogen wurden, für eine längere Pause eine Versetzung in die Reserve ermöglicht.[34][35]

Russland und die Ukraine meldeten jeweils die Abwehr dutzender Drohnen bei gegenseitigen Angriffen. In der Ukraine wurden mehrere Zivilisten durch russische Drohnen- und Raketenangriffe getötet.[35]

Die indischen Behörden berichteten von Gesprächen mit der russischen Regierung über die Rückkehr indischer Staatsbürger, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zur Arbeit für die russische Armee gebracht worden seien. Man habe Maßnahmen gegen ein Agentennetzwerk eingeleitet, von dem Männer unter dem Vorwand nach Russland gelockt worden sein sollen, sie bekämen dort Arbeit. Die Männer seien für den Kampf trainiert und gegen ihren Willen an Stützpunkten an der Front eingesetzt, einige von ihnen schwer verletzt worden.[35]

9. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ukrainischen Streitkräfte konnten nach eigenen Angaben ihren Brückenkopf am südlichen Ufer des Dnipro bei Cherson ausweiten. Ukrainische Truppen hatten schon vor Monaten Brückenköpfe am südlichen Dnipro-Ufer errichtet; diese sollten zu einem späteren Zeitpunkt möglichst als Startpunkte für eine Offensive in Richtung Krim genutzt werden. Russische Versuche, diese Brückenköpfe einzudrücken, scheiterten bisher.[36]

Bei russischem Artilleriebeschuss wurden nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet, ein 16-Jähriger in Tscherwonohryhoriwka am Dnipro-Ufer gegenüber dem von der russischen Armee besetzten Kernkraftwerk Saporischschja und ein weiterer Mensch in Tschassiw Jar in der Oblast Donezk.[36]

In der Nacht wurde der russischer Militärflugplatz in Taganrog, an dem das Stammwerk des Flugzeugherstellers Berijew angeschlossen ist, von einer Salve mehrerer ukrainischer Drohnen angegriffen. In dem Werk soll nach ukrainischen Angaben mindestens ein Frühwarnflugzeug des Typs Berijew A-50, das sich dort zur Wartung befand, zu Schaden gekommen sein;[37] Dies wäre schon das dritte Flugzeug dieses Typs innerhalb weniger Wochen, das beschädigt oder zerstört wurde.

10. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der russischen Oblast Kursk stürzte nach Angaben des Gouverneurs eine ukrainische Drohne ab und setzte ein Öllager in Brand. In den Oblasten Leningrad und Nowgorod wurden nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums drei ukrainische Drohnen zerstört.[38]

Der Befehlshaber der russischen Kriegsmarine Nikolai Jewmenow wurde nach einem offiziell unbestätigten Bericht der Iswestija in den Ruhestand versetzt und durch Alexander Moissejew ersetzt, den bisherigen Befehlshaber der Nordmeerflotte. Ein Grund für die Ablösung wurde von der Zeitung nicht genannt. Zuletzt hatte die russische Schwarzmeerflotte aber erhebliche Verluste an Kampfschiffen durch Angriffe ukrainischer Raketen und Seedrohnen erlitten; wegen dieser Bedrohung hatten sich die russischen Marineeinheiten weitgehend von der Krim zurückgezogen.[38]

Ein Gericht in Moskau verurteilte einen Studenten laut einem Bericht von RIA Novosti zu zehn Tagen Haft, weil er sein WLAN in „Slawa Ukraini“ umbenannt hatte, ein Kampfruf der ukrainischen Streitkräfte („Ruhm der Ukraine“).[38]

12. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ukraine meldete einen russischen Angriff auf die Großstadt Krywyj Rih: Dieser habe drei Menschen getötet und mindestens 36 Menschen verletzt.[39]

In der Nacht zum 12. März drangen die Legion Freiheit Russlands, das Russische Freiwilligenkorps und das Sibirische Bataillon von der Ukraine aus in die russischen Grenzregionen Belgorod und Kursk vor und griffen russische Soldaten an.[40][41] Das russische Verteidigungsministerium gab an, dass 234 ukrainische Kämpfer beim Versuch des Eindringens in russische Grenzregionen getötet und sieben Panzer und fünf gepanzerte Fahrzeuge zerstört worden seien.[39]

In Russland wurden eine Raffinerie in Kstowo und ein Tanklager in Orjol Ziel eines Drohnenangriffs. Außerdem geriet in der russischen Oblast Rjasan südlich von Moskau nach Angaben des dortigen Gouverneurs nach einem ukrainischen Drohnenangriff eine Ölraffinerie in Brand, mehrere Menschen seien verletzt worden. Das russische Verteidigungsministerium meldete 25 feindliche Drohnen und sieben Raketen, die in den russischen Luftraum eingedrungen seien.[42][43][44]

Die US-amerikanische Regierung gab bekannt, Militärtechnik im Wert von 300 Millionen US-Dollar an die Ukraine zu liefern.[45][39]

13. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die EU-Mitgliedstaaten einigten sich auf eine Fortsetzung der gemeinsamen Finanzierung von militärischer Ausrüstung im Wert von mindestens fünf Milliarden Euro für die Ukraine.[46]

Nach ukrainischen Angaben wurden in der Stadt Sumy durch russischen Raketenbeschuss eines Wohnhauses eine Person getötet und acht verletzt. 15 Wohnungen wurden dabei völlig zerstört und 15 weitere beschädigt.[47]

In der Kleinstadt Myrnohrad wurden nach Angaben des Gouverneurs der Oblast Donezk zwei Menschen durch nächtlichen Beschuss getötet und weitere fünf verletzt.[47] Am 13. März griff eine ukrainische Drohne die Raffinerie in Nowoschachtinsk an. Bei der bereits getroffenen Raffinerie in Rjasan betrug der Produktionsausfall 70 Prozent.[48] Von September bis November 2023 hatte in Russland ein Verbot von Kraftstoffexporten gegolten, ab März 2024 wurde dieses Exportverbot für den Zeitraum bis August wiedereingeführt.[49]

15. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odessa am 15. März 2024

Die Kommission des UN-Menschenrechtsrates zu Kriegsverbrechen in der Ukraine berichtete, sie habe weitere Belege dafür gesammelt, dass Russland ukrainische Kriegsgefangene systematisch und in großem Ausmaß foltere. In einem Bericht dokumentierte die Kommission Vergewaltigungsdrohungen und Elektroschocks an Genitalien; einige ukrainische Gefangene seien in russischem Gewahrsam so hungrig, dass sie Seife, Würmer und Hundefutterreste äßen.[50]

Laut dem Gouverneur der Oblast Belgorod evakuierten Behörden in der Nacht zuvor 400 Bewohner von drei grenznahen Dörfern „aufgrund der komplizierten operativen Situation“. Am Vortag hatten russische Truppen nach Angaben des Verteidigungsministeriums einen Versuch der ukrainischen Armee abgewehrt, in der Region die Grenze zu durchbrechen.[50]

In Russland berichtete der FSB, er habe einen Mann in Moskau festgenommen, der für die Ukraine Drohnen gebaut und gestartet habe. Der russische Staatsbürger stehe unter dem Verdacht auf Landesverrat; er habe auch in direkter Nähe von Einrichtungen des russischen Verteidigungsministeriums Drohnen gestartet. In einem von Interfax verbreiteten FSB-Video hieß es, der Mann habe für die Legion Freiheit Russlands gearbeitet.

Bei russischen Raketenangriffen auf Odessa wurden laut dem Gouverneur der gleichnamigen Oblast mindestens 20 Menschen getötet und 55 weitere verletzt, darunter auch ein Sanitäter und ein Zivilschutzmitarbeiter. Die Rettungskräfte seien nach den ersten Einschlägen zum Ort der Explosion geeilt und dann bei einem zweiten Raketenschlag getötet worden, den der ukrainische Präsident Selenskyj als abscheulichen Doppelschlag verurteilte. Es gebe zudem noch Schwerverletzte unter den Einsatzkräften. Zwei weitere Menschen starben nach ukrainischen Angaben im zentralukrainischen Winnyzja, als ein Wohngebäude getroffen wurde.[50]

16. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf zwei Ölraffinerien in der Oblast Samara stand eine Anlage nach Angaben des Gouverneurs Dmitri Asarow in Flammen. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen, die den Brand in der Raffinerie Sysran des Rosneft-Konzerns zeigen sollten.[51] Nach Medienangaben wurden somit innerhalb von einer Woche sieben russische Erdölraffinerien in Brand geschossen.[52]

17. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Ölraffinerie in Slawjansk in der Region Krasnodar wurde von einer ukrainischen Drohne getroffen, wie die Regionalbehörden mitteilten. Nach ersten Erkenntnissen sei ein Mensch gestorben, die Todesursache sei wahrscheinlich ein Herzinfarkt.[53]

19. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Diskussionsbeitrag von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron zum Einsatz von Bodentruppen erhielt dieser Zuspruch von Polens Außenminister Sikorski und Estlands Premierministerin Kallas. Frankreichs Generalstabschef Pierre Schill drohte mit der Entsendung von 60.000 Nato-Soldaten – zusätzlich zu der nuklearen Abschreckung.[54] Sergei Naryschkin, Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, erklärte, Informationen würden nahelegen, dass die französische Regierung einen Marschbefehl für 2000 Soldaten vorbereite. Naryschkin warnte die Franzosen: Das NATO-Land wäre in diesem Fall „ein legitimes, vorrangiges Ziel für Angriffe der russischen Streitkräfte“.[55][56] In der Ostsee beschoss und versenkte die russische Marine bei einem Manöver versehentlich den russischen Fischtrawler Kapitän Lobanow.[57][58]

Im Rahmen des Treffens der Ukraine Defense Contact Group in Ramstein am 19. März 2024 wurden der Ukraine neben 155 mm Artilleriemunition, gepanzerten Gefechtsfahrzeugen (MRAP), Schutz- und Spezialausstattung wie EloKa-Systemen und Amphibienfahrzeugen, Militärtransportern, Ersatzteilen und Sanitätspaketen auch mobile 3D-Großdrucker für die Ersatzteilversorgung zugesagt.[59][60]

20. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem russischen Luftangriff wurden in der Nähe von Cherson nach Angaben des Regionalgouverneurs zwei Zivilisten getötet; die russische Armee habe mehrere Autos von Zivilisten angegriffen. In Charkiw wurden nach Behördenangaben bei dem Beschuss eines achtstöckigen Gebäudes fünf Menschen getötet und weitere verletzt.[61]

21. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiew am 21. März 2024

Kiew wurde in der Nacht nach mehreren Wochen Unterbrechung wieder in mehreren Wellen mit Raketen angegriffen;[62] nach Angaben der ukrainischen Armee erfolgten die Angriffe durch die strategische Luftwaffe des russischen Militärs vom Kaspischen Meer aus, auch schwer abzufangende Hyperschallraketen des Typs Kinschal (Dolch) seien eingesetzt worden. Das ukrainische Militär gab die Zahl der Verletzten mit 13 an. Bei einem russischen Raketenangriff auf Mykolajiw wurden nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens eine Person getötet und vier weitere Menschen verletzt.[63]

Der ukrainische Präsident Selenskyj forderte die EU-Staats- und Regierungschefs auf, seinem Land mehr Luftverteidigungsysteme zur Verfügung zu stellen.[63]

22. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko meldete russische Angriffe auf Stromerzeugungs- und Umspannanlagen (darunter die Talsperre DniproHES, die größte der Ukraine, und die Hochspannungsleitung Dniprowskaja zum Atomkraftwerk Saporischschja[64][65]) und Stromausfälle in mehreren Regionen des Landes. Ein Bruch der Staumauer der Talsperre drohte angeblich nicht; dieser würde für die Südukraine eine ähnliche verheerende Überflutung bedeuten wie die Sprengung des Kachowka-Staudamms 2023. Laut dem Energieversorger Ukrenerho ließen die russischen Angriffe mehr als eine Million Menschen in der Ukraine ohne Strom. Von mehr als 150 Drohnen und Raketen konnte die ukrainische Flugabwehr nach eigenen Angaben nur etwa 60 Prozent abfangen. Nach Behördenangaben wurden mindestens fünf Menschen durch die Luftangriffe getötet und ca. zwei dutzend verletzt. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft sind mehr als 130 Objekte im Land beschädigt worden.[66][67]

Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow erklärte in einem Interview mit der russischen Wochenzeitung Argumenty i Fakty, dass der russische Militäreinsatz in der Ukraine „als militärische Spezialoperation begonnen“ habe, aber es für „Russland zum Krieg“ wurde. Er sei davon überzeugt „und jeder muss das verstehen, um sich persönlich zu mobilisieren“. Peskow erklärte, dass die Kampfhandlungen rechtlich betrachtet weiterhin eine „Spezialoperation“ seien, faktisch jedoch ein Krieg. Dies war das erste Mal, dass die russische Regierung den Krieg als solchen anerkannte.[68][69] Nach Angaben des Befehlshabers des ukrainischen Heeres, Oleksandr Pawljuk, bereitet Russland eine Mobilisierung von 100.000 Personen vor.[67]

Laut der Financial Times forderte die US-Regierung die ukrainische Regierung auf, Angriffe auf Ölraffinerien, Terminals, Depots und Lagereinrichtungen in Russland einzustellen, um Ölpreise nicht in die Höhe zu treiben und Vergeltungsschläge zu vermeiden.[70] Durch ukrainische Angriffe auf russische Ölinfrastruktur stiegen nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters die Ölpreise seit Mitte März um fast vier Prozent. Die ukrainische Vizepremierministerin Olha Stefanischyna erklärte: „Wir verstehen die Äußerungen der US-Partner, aber wir kämpfen gleichzeitig mit den Fähigkeiten, Ressourcen und Praktiken, die wir haben.“[71]

23. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Ölraffinerie in der russischen Oblast Samara brach nach dem Absturz einer Drohne ein Feuer aus, es gebe keine Verletzten und die Feuerwehr sei vor Ort im Einsatz, meldete die Nachrichtenagentur RIA.[72]

24. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die russische Armee überzog die ukrainische Hauptstadt Kiew und die Oblast Lwiw mit Luftangriffen.[73][74] Die polnischen Streitkräfte teilten mit, dass ein russischer Marschflugkörper, der ein Ziel in der Westukraine gehabt habe, kurzzeitig (39 Sekunden) in den polnischen Luftraum eingedrungen sei; wenn dies länger gedauert hätte, wäre er abgeschossen worden. Das polnische Außenministerium kündigte an, den russischen Botschafter wegen der Verletzung des polnischen Luftraums einzubestellen.[74]

Bei einem nächtlichen Luftangriff auf Sewastopol wurden ukrainischen Angaben zufolge die russischen Projekt-775-Landungsschiffe Jamal und Asow von Marschflugkörpern getroffen. Auch ein Kommunikationsknotenpunkt und andere Einrichtungen der Schwarzmeerflotte sollen getroffen worden sein. Nach unbestätigten Berichten wurde auch ein Treibstofflager bei dem Dorf Gwardejskoje nahe Simferopol angegriffen.[75]

25. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiew am 25. März 2024

Die ukrainische Luftwaffe schoss eigenen Angaben zufolge zwei russische Hyperschallraketen über Kiew ab.[76] In Odessa wurde nach einem russischen Drohnenangriff die Stromversorgung gedrosselt, nachdem laut ukrainischen Behördenangaben eine abgeschossene Drohne ein Feuer in einer Einrichtung des Stromversorgers ausgelöst hatte. Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss ukrainischer Drohnen über der Oblast Rostow.[77]

Der russische Botschafter in Polen erschien nach Berichten eines Ministeriumssprechers nicht im Außenministerium in Warschau, obwohl er dorthin einbestellt worden war, um die Verletzung des polnischen Luftraums durch einen russischen Marschflugkörper zu erklären.[77]

26. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ukrainische Marine machte nach eigenen Angaben das Landungsschiff Kostjantyn Olschanskyj durch den Beschuss mit einem Neptun-Marschflugkörper kampfunfähig.[78] Später gab die Ukraine bekannt, bei dem Angriff auch die Projekt-775-Landungsschiffe Jamal und Asow sowie das Aufklärungsschiff Iwan Churs beschädigt zu haben.[79]

27. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem offenen Brief an die Staatengemeinschaft appellierten 41 Nobelpreisträger, die Ukraine-Hilfen massiv auszuweiten, die russische Opposition – deren Rolle bei einem möglichen „Regimewechsel“ entscheidend sei – zu stärken und die russische Präsidentschaftswahl nicht anzuerkennen.[80][81] Die Gruppe T-invariant, eine Gruppe russischer Wissenschaftler im Exil, welche den Aufruf veröffentlicht hatte, wurde im Vorfeld vom russischen Justizministerium auf die Liste „ausländischer Agenten“ gesetzt.[82]

Dem ukrainischen Militär zufolge gab es am Vortag entlang der fast 1000 Kilometer langen Frontlinie insgesamt 51 Feuergefechte. Besonders beim Ort Nowomychajliwka in der Oblast Donezk habe es am Vortag viele russische Vorstoßversuche gegeben.[83] Sowohl in der ukrainischen Oblast Charkiw als auch in der russischen Oblast Belgorod gab es Luftalarm. Der russische Gouverneur vermeldete, 18 ukrainische Fluggeräte seien abgefangen worden.[83]

28. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei russischen Angriffen auf den Süden und Osten der Ukraine wurden nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet und 30 weitere verletzt. Der ukrainische Präsident Selenskyj forderte zur Verteidigung gegen diese Angriffe zusätzliche Flugabwehrraketen und Kampfflugzeuge von den westlichen Verbündeten.[84]

Vor Sewastopol auf der Krim stürzte nach Angaben des russischen Gouverneurs Michail Raswoschajew und russischer Telegram-Kanäle ein russisches Militärflugzeug ins Meer; es soll sich um ein Kampfflugzeug vom Typ Su-35 gehandelt haben. Ukrainische Medien spekulierten, das Flugzeug könne irrtümlich von der russischen Flugabwehr abgeschossen worden sein.[84]

30. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ukrainische Stromversorger DTEK meldete, dass durch die russischen Luftangriffe am 22. und 29. März die Wärme- und Wasserkraftwerke „in fast allen Regionen“ des Landes getroffen und die Verteilungsanlagen zerstört worden seien, fünf von sechs der Kraftwerke von DTEK seien schwer beschädigt und 80 Prozent der verfügbaren Stromerzeugungskapazitäten funktionierten nicht mehr. Die Reparaturen würden Monate in Anspruch nehmen, in einigen Fällen sogar anderthalb Jahre. Das Unternehmen meldete Materialschäden in Höhe von 300 Millionen US-Dollar.[85]

Sowohl in der Nacht als auch im Verlauf des Tages wurde die Ukraine Ziel von russischen Luftangriffen. Nach ukrainischen Behördenangaben wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und rund 30 weitere verletzt. Bei den Luftangriffen wurde die Stromversorgung in mehreren Oblasten (darunter Dnipropetrowsk, Sumy, Poltawa und Charkiw) stark gedrosselt.[84][86]

Sowohl der britische Militärnachrichtendienst als auch ukrainische Geheimdienstquellen meldeten, dass die russischen Streitkräfte pro Monat etwa 30.000 Menschen für den Kriegseinsatz in der Ukraine rekrutierten, ohne jedoch eine weitere Mobilmachung durchzuführen.[87]

31. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Infrastruktur wurden zwei Menschen getötet.[88]

1. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Starobilsk im russisch besetzten Teil der Oblast Luhansk wurde ein Vertreter der Besatzungsbehörden, der stellvertretende Leiter eines staatlichen Bildungsamts, nach offiziellen Angaben bei der Explosion einer Autobombe getötet.[89]

In der gesamten Ukraine wurden nach Angaben örtlicher Behörden erneut mehrere Menschen durch russischen Beschuss getötet, sowohl bei Charkiw als auch bei Donezk, zudem auch fernab der Front in der Oblast Lwiw.[89]

Ein russischer Angriff mit 48 Panzern und gepanzerten Fahrzeugen nahe der Stadt Awdijiwka brach nach ukrainischen Angriffen mit Drohnen und Artilleriefeuer zusammen, ein Drittel der Fahrzeuge ging verloren. Nach ukrainischen Angaben war es seit langem das erste Mal, dass die russische Armee wieder größere motorisierte Kampfverbände einsetzte.[90]

2. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zerstörter Kindergarten in Dnipro nach einem Beschuss am 2. April 2024 (Bildquelle: Ukrainischer Katastrophenschutz)

Der ukrainische Staatspräsident unterzeichnete ein Gesetz, mit dem Wehrpflichtige zum Kampfeinsatz verpflichtet werden können, sobald sie 25 Jahre alt sind. Zuvor galt dafür ein Mindestalter von 27 Jahren. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes wurde der Wehrdienst in der Ukraine auf 36 Monate beschränkt; zuvor gab es dafür kein Zeitlimit. Mit dem Gesetz erfolgt die Einberufung online. Denjenigen, die sich auf die Einberufung nicht melden, kann der Staat mit dem Inkrafttreten des Gesetzes den Führerschein und das Bankkonto sperren.[91] Mit dem neuen Gesetz könnten theoretisch ungefähr 400.000 weitere Männer für den Kriegsdienst eingezogen werden. Parallel dazu wurde der Beschluss verschärfter Mobilmachungsregeln erwartet.[92][93]

Der russische Präsident Wladimir Putin ernannte Admiral Alexander Moissejew zum neuen Chef der Marine, den Vizeadmiral Sergej Pintschuk ernannte er zum neuen Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte. Moissejew war laut Berichten staatlicher russischer Nachrichtenagenturen schon von Mitte März an als kommissarischer Oberbefehlshaber der russischen Marine im Einsatz.[94]

Bei einem Drohnenangriff in der etwa 1.200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernten autonomen Republik Tatarstan wurden nach örtlichen Angaben mindestens sieben Menschen verletzt, als zwei Drohnen dicht bei einem Studentenheim explodierten. Ziele seien Industrieanlagen in den Städten Jelabuga und Nischnekamsk gewesen, teilte Republikschef Rustam Minnichanow mit. Nach früheren ukrainischen Angaben werden in Jelabuga Kampfdrohnen des iranischen Typs „Shahed“ nachgebaut, die Studenten einer technischen Hochschule arbeiteten in dieser Fabrik. In der zweiten angegriffenen Stadt Nischnekamsk gibt es große Ölverarbeitungsanlagen des Ölkonzerns Tatneft.

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben über dem Schwarzen Meer eine der teuersten russischen Drohnen vom Typ Forpost, eine lizenzierte Kopie des israelischen IAI Searcher, abgeschossen. Nach ukrainischen Angaben kostet eine derartige Drohne rund 7 Millionen US-Dollar (rund 6,5 Millionen Euro).[95]

3. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut dem russischen Verteidigungsministerium haben sich seit Beginn des Jahres 2024 mehr als 100.000 Menschen den russischen Streitkräften zum Wehrdienst angeschlossen.[92]

Bei einem russischen Raketenangriff in der Stadt Dnipro sind nach ukrainischen Behördenangaben 18 Menschen verletzt worden. Laut dem ukrainischen Staatspräsidenten Wolodymyr Selenskyj griffen die russischen Streitkräfte im März bei allen Luftangriffen zusammengenommen auf mehr als 3.000 Lenkbomben, 600 Drohnen und 400 Raketen zurück.[92][93]

4. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Wohnung in Charkiw nach dem Beschuss am 4. April 2024 (Bildquelle: Ukrainische Polizei)

Bei 350.000 Bewohnern der Stadt Charkiw kam es zu einem Stromausfall; nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums wurde er durch russischen Beschuss verursacht.[96] Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Hochhaus der Stadt wurden nach ukrainischen Angaben mindestens vier Menschen getötet.[96]

5. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach übereinstimmenden Berichten beider Kriegsparteien gab es Kämpfe um einen östlichen Vorort von Tschassiw Jar (siehe Kämpfe um Tschassiw Jar).

Nach übereinstimmenden Berichten beider Kriegsparteien attackierte die Ukraine einen russischen Luftwaffenstützpunkt bei Morosowsk in der Oblast Rostow. Laut ukrainischen Sicherheitskreisen wurden bei dem Einsatz des Sicherheitsdienstes der Ukraine – eigentlich ein Inlandsgeheimdienst – mindestens sechs Militärflugzeuge zerstört und acht weitere beschädigt. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass in der Oblast 44 von 53 ukrainischen Flugkörpern abgeschossen worden seien. Laut Gouverneur Wassili Golubew wurde bei dem Angriff auch ein Umspannwerk beschädigt, weshalb einige Bewohner ohne Strom seien.[97][98]

Durch russische Raketentreffer auf die Großstadt Saporischschja wurden mindestens vier Menschen getötet, 13 Personen mussten in Krankenhäuser gebracht werden.[97]

6. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem nächtlichen russischen Drohnenangriff auf Charkiw wurden nach Angaben des Bürgermeisters sechs Menschen getötet. Insgesamt schoss Russland nach Angaben aus Kiew bei den Angriffen auf Charkiw in der Nacht 32 Kampfdrohnen und 6 Raketen verschiedenen Typs auf die Ukraine ab. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, dass 28 Drohnen und die Hälfte der Raketen abgefangen worden seien.[99]

Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Saporischschja wurden nach ukrainischen Angaben mindestens vier Menschen getötet, weitere 20 Personen verletzt.[99]

Der ukrainische Atomenergieversorger Energoatom bezichtigte Russland, beim Gelände des AKW Saporischschja Kampfhandlungen vorzunehmen.[100]

7. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ukrainische Militärnachrichtendienst erwartet nach Angaben seines Leiters Kyrylo Budanow eine „Intensivierung der russischen Offensivaktionen“ im „späten Frühjahr, Anfang Sommer [...] Ende Mai, Anfang Juni“. Bis dahin würden die russischen Streitkräfte laut Budanow versuchen, Tschassiw Jar zu erobern und in Richtung der Stadt Pokrowsk vorzurücken.[101]

Die russische Leitung des AKW Saporischschja berichtete, dass zwei Drohnen die Sicherheit des Atomkraftwerks gefährdet hätten: Eine sei bei der Kantine eingeschlagen, eine weitere über dem Reaktorblock 6 abgeschossen worden. Auf dem Gelände stationierte IAEO-Mitarbeiter bestätigten eine Detonation.[100]

Bei russischen Angriffen auf das Dorf Huljajpole sowohl in der Oblast Saporischschja als auch im Rajon Pokrowsk in der Oblast Donezk wurden nach ukrainischen Angaben mindestens acht Zivilisten getötet. Aus Charkiw wurde den zweiten Tag in Folge ebenfalls ein russischer Angriff mit fünf Verletzten gemeldet, der auch 13 Mehrfamilienhäuser und andere Gebäude beschädigt habe. Angesichts ständiger russischer Luftangriffe auf Charkiw forderte Präsident Wolodymyr Selenskyj dringend zusätzliche Flugabwehrsysteme von den ausländischen Partnern der Ukraine.[102]

Das ukrainische Militär verhinderte eigenen Angaben zufolge einen nächtlichen russischen Luftangriff mit 17 Drohnen.[102]

8. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ukrainische Energieminister German Galuschtschenko sagte, dass in den vorherigen Wochen bis zu 80 Prozent der Wärmekraftwerke, mehr als die Hälfte der Wasserkraftwerke und eine große Anzahl von Relaisstationen in der Ukraine angegriffen worden seien.[103]

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe zielte Russland bei einem Angriff im Süden und Osten der Ukraine mit 24 Drohnen auf Infrastruktur. Von diesen habe die ukrainische Luftwaffe 17 abschießen können.[103]

Der britische Außenminister und ehemalige Premierminister David Cameron kündigte an, bei einem Treffen mit republikanischen Mitgliedern des Kongresses der Vereinigten Staaten für die Freigabe eines 60 Milliarden Dollar teuren US-Hilfspakets für die Ukraine zu werben und zu warnen, dass die USA die Sicherheit des Westens gefährdeten, falls die Republikaner die vom Senat bereits genehmigten Finanzhilfen weiter blockierten.[103]

Bei russischen Angriffen auf die Oblast Saporischschja wurden nach Angaben der örtlichen Behörden mehrere Menschen getötet. Der Regionalgouverneur Iwan Fedorow teilte mit, die russischen Streitkräfte hätten innerhalb eines Tages acht bewohnte Gebiete in der Region 357 Mal angegriffen.[103]

Der ukrainische Geheimdienst veröffentlichte ein Video, das eine Explosion auf der russischen Korvette Serpuchow der Bujan-Klasse am Marinestützpunkt Baltisk in der russischen Exklave Kaliningrad zeigen soll. Das bei der Explosion verursachte Feuer habe das Schiff vor allem im Inneren schwer beschädigt.[104]

9. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ukrainische Regierung erwartet, dass die geplante russische Offensive, von der der ukrainische Militärnachrichtendienst bereits am 7. April berichtet hatte,[101] auf die Eroberung von Charkiw abzielt. Nach Angaben des ukrainischen Staatspräsidenten sind die Befestigungsanlagen rund um Charkiw weitgehend fertig.[105]

10. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ukraine unterzeichnete nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein zehnjähriges Sicherheitsabkommen mit Lettland.[106]

Bei russischen Luftangriffen auf mehrere Regionen in der Ukraine, bei denen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten mehr als 40 Raketen und mehr als 40 Drohnen eingesetzt wurden, wurden nach ukrainischen Angaben mindestens sieben Menschen getötet.[106]

11. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei russischen Luftangriffen wurden nach ukrainischen Angaben in fünf Regionen Umspannwerke und Stromanlagen beschädigt.[107]

Für Familien in 47 grenznahen Orte in den Landkreisen Bohoduchiw, Isjum und Charkiw wurde die Evakuierung angeordnet, wie der Militärgouverneur der Oblast Charkiw Oleh Synjehubow mitteilte. Die Stadt Charkiw selbst sei davon nicht betroffen. Grund dafür sei der beinahe tägliche Beschuss der Orte durch die russische Armee.[108]

Bei einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Mykolajiw wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters mindestens vier Menschen getötet.[108]

12. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Informationen der US-Regierung hat China im letzten Jahr begonnen, die russischen Streitkräfte indirekt massiv zu unterstützen. So seien im Jahr 2023 etwa 90 Prozent der russischen Mikroelektronik-Importe zur Herstellung von Raketen, Panzern und Flugzeugen von dort gekommen. Ohne diese Importe aus China hätte Russland nach US-Informationen Schwierigkeiten, die Angriffe auf die Ukraine aufrechtzuerhalten. Zudem bestünden über 70 Prozent der russischen Importe von Oktober bis Dezember 2023 aus chinesischen Werkzeugmaschinen. Russland baut nach US-Informationen mit chinesischer Unterstützung seinen Militärapparat schneller aus, als es die US-Regierung zu Beginn des Konflikts für möglich gehalten hatte.[109]

Bundeskanzler Olaf Scholz brach zu einer dreitägigen China-Reise auf.[109][110] Gegenüber der Wochentaz sagte er, bei dem Treffen werde es auch darum gehen, dass „China Russland nicht dabei unterstützt, gegen seinen Nachbarn Ukraine einen brutalen Krieg zu führen. Frieden in Europa und die Unverletztlichkeit von Grenzen, das sind europäische Kerninteressen.“ Scholz erklärte außerdem, dass Deutschland der Ukraine „noch lange Waffen und Munition“ werde liefern müssen. Er habe „immer gesagt, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen darf.“[110]

Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte, mit Luftangriffen auf das ukrainische Energienetz „Einfluss auf den militärisch-industriellen Komplex in der Ukraine nehmen“ zu können. Nach einer ukrainischen Medienrecherche ist seit Mitte März 2024 der Großteil der ukrainischen Wärmekraftwerke zerstört oder unter russischer Kontrolle.[111]

Nach Angaben des Bürgermeisters von Kiew, Vitali Klitschko, wurden durch russische Angriffe in der Hauptstadt bis April 2024 über 800 Gebäude zerstört und mehr als 200 Zivilisten getötet.[112][111]

Der ukrainische Generalstab erklärte, Wege für eine Rotation bzw. für einen Austausch von Fronteinheiten gefunden zu haben.[111]

Entgegen seiner früheren Ablehnung von US-Rüstungshilfen über 60 Milliarden Dollar schlug Präsidentschaftskandidat Donald Trump vor, der Ukraine diese Lieferungen in Form eines Darlehens zu gewähren. Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er würde sie sofort nehmen, wenn er sich entscheiden müsste, ob er das Paket sofort auf Kredit oder in einem Jahr gratis bekomme.[113]

14. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ukrainische Militärführung äußerte, dass Russland im Kernkraftwerk Saporischschja eine Operation unter falscher Flagge durchführen wolle.[114]

15. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei russischen Angriffen auf den Osten des Landes wurden nach ukrainischen Angaben sechs Zivilisten getötet – vier, als die Stadt Siwersk mit Mehrfachraketenwerfern angegriffen wurde, und zwei in der benachbarten Oblast Charkiw, wo laut Gouverneur Oleh Synegubow eine gelenkte Fliegerbombe eine Schule traf.[115]

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) warnte im UN-Sicherheitsrat, dass das abgeschaltete Kernkraftwerk Saporischschja einem Atomunfall durch Drohnenangriffe „gefährlich nahe“ sei. Beide Kriegsparteien machten jeweils einander dafür verantwortlich.[116]

17. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem russischen Raketenangriff auf die nordukrainische Stadt Tschernihiw wurden Rettungskräften und Behörden zufolge mindestens 17 Menschen getötet.[117][118]

Die russische Flugabwehr fing nach Angaben örtlicher Behörden am Abend 22 ukrainische Flugkörper (20 Drohnen und zwei ballistische Raketen) über der Grenzregion Oblast Belgorod ab.[119]

18. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ukrainische Militär griff nach eigenen Angaben einen russischen Luftwaffenstützpunkt auf der Krim an. Dabei seien vier Raketenwerfer, drei Radarstationen und andere Einrichtungen schwer beschädigt worden. Das russische Verteidigungsministerium berichtete, es seien mehr als 45 Luftziele – darunter Drohnen und Raketenwaffen – aus der Ukraine abgefangen oder zerstört worden. Laut russischen Behörden gab es Verletzte und Schäden. Russland warf der ukrainischen Armee außerdem einen Drohnenangriff auf das besetzte Kernkraftwerk Saporischschja vor. Russland griff nach Angaben ukrainischer Behörden die westukrainische Oblast Iwano-Frankiwsk mit 13 Drohnen an. Ziel sei laut Regionalgouverneurin Switlana Onyschtschuk kritische Infrastruktur gewesen. Die ukrainische Luftabwehr habe alle Drohnen abgeschossen.[120][119]

Polnische Ermittler nahmen laut polnischen Nachrichtenmeldungen einen russischen Spion fest, der den Flughafen Rzeszów-Jasionka ausgespäht haben soll. Der Flughafen ist Drehkreuz für westliche Militärgüter in die Ukraine. Des Weiteren bestreitet der ukrainische Staatspräsident seine Auslandsflüge von dem Flughafen aus.[121]

In Deutschland wurden zwei weitere mutmaßliche russische Saboteure festgenommen, die im Auftrag des russischen Geheimdiensts Sabotageaktionen in Deutschland geplant haben sollen. Der Hauptbeschuldigte, ein Doppelstaatler mit deutscher Staatsangehörigkeit, soll sich für Brand- und Sprengstoffanschläge auf militärisch genutzte Infrastruktur, Rüstungsbetriebe und Industriestandorte in Deutschland bereit erklärt haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm geheimdienstliche Agententätigkeit, Agententätigkeit zu Sabotagezwecken sowie das sicherheitsgefährdende Abbilden militärischer Einrichtungen vor.[122] Das Auswärtige Amt bestellte deswegen den russischen Botschafter ein.[123]

19. April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten stimmte weiteren sogenannten Auslandshilfen für die Ukraine zu; es bewilligte ein 60 Milliarden US-Dollar umfassendes Investment; 20 % bzw. 12 Milliarden US-Dollar davon gehen in Form eines Darlehens an die Ukraine, der Rest wird zur Produktion von Rüstungsgütern in den USA verwendet.[124][125]

Die NATO-Staaten hielten eine Dringlichkeitssitzung mit der Ukraine ab und sagten dem Land zusätzliche Luftverteidigungssysteme zu.[126] William Burns, Direktor des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA, behauptete, es bestehe „ein sehr reales Risiko, dass die Ukrainer bis Ende 2024 auf dem Schlachtfeld verlieren oder Putin zumindest in eine Position bringen könnten, in der er im Wesentlichen die politischen Bedingungen diktieren könnte“, sollten die USA keine weiteren militärischen Rüstungsgüter an die Ukraine liefern.[127] Der ehemalige US-amerikanische Präsident und Präsidentschaftskandidat Donald Trump forderte von Europa mehr finanzielle Hilfen für die Ukraine.[127]

Nach ukrainischen Angaben verübte Russland Luftangriffe unter anderem auf den Hafen von Odessa, auf die Städte Krywyj Rih und Dnipro. Behördenangaben zufolge wurden mindestens acht Menschen getötet.[128][127] Der Gouverneur der russischen Oblast Belgorod vermeldete einen abgewehrten Luftangriff auf die Stadt Belgorod.[127]

Nachdem das ukrainische Militär einen Abschuss eines russischen TU-22M3-Langstreckenbombers vermeldet hatte, erklärte das russische Verteidigungsministerium, der Bomber sei aufgrund eines „technischen Fehlers“ in der Region Stawropol abgestürzt.[129][127]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Russischer Überfall auf die Ukraine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Verfügung vom 16. März 2022 – Quellen und Volltexte (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zehn Erkenntnisse aus neun Monaten Krieg tagesanzeiger.ch, 12. November 2022.
  2. a b c Mykhaylo Zabrodskyi, Dr Jack Watling, Oleksandr V Danylyuk and Nick Reynolds: Preliminary Lessons in Conventional Warfighting from Russia’s Invasion of Ukraine: February–July 2022, RUSI, 30. November 2022 – relevantere Stellen bestimmt aufgrund Британский институт RUSI вместе с ВСУ выпустил доклад о первых месяцах войны, Meduza, 1. Dezember 2022
  3. Die Ukraine erleidet ihre erste schmerzhafte Niederlage im Kampf um den Donbass. Aber es wird schwierig sein, auf dem Erfolg Russlands aufzubauen., Meduza, 24. Juni 2022
  4. Vicious Blame Game Erupts Among Putin’s Security Forces. The Moscow Times, 27. April 2022 (englisch).
  5. «Войска скорее имитируют, чем наступают». Nowaja gaseta. Europa, 27. April 2022.
  6. Ukraine’s ammunition becomes defining issue in battle for Donbas, The Guardian, 27. Juni 2022
  7. Die Ukraine erleidet ihre erste schmerzhafte Niederlage im Kampf um den Donbass. Aber es wird schwierig sein, auf dem Erfolg Russlands aufzubauen., Meduza, 24. Juni 2022
  8. Die russischen Bodentruppen versuchen, den Krieg in der Ukraine vorerst einzufrieren, NZZ, 29. Oktober 2022.
  9. Ukraine-News am Samstag: Experten rechnen mit heimlicher Fortführung der Mobilmachung in Russland. In: Der Spiegel. 5. November 2022, abgerufen am 6. November 2022.
  10. Wolodymyr Selenskyj: »Wir geben keinen einzigen Zentimeter unseres Landes auf«. In: Der Spiegel. 8. November 2022, abgerufen am 9. November 2022.
  11. Liveblog: USA und UN fordern Verlängerung von Getreidedeal. In: tagesschau.de. Abgerufen am 3. November 2022.
  12. Ukraine-News am Donnerstag: IAEA sieht keine Hinweise auf »schmutzige Bombe« in der Ukraine. In: Der Spiegel. 3. November 2022, abgerufen am 3. November 2022.
  13. Russian Offensive Campaign Assessment, April 1, 2023. In: Institute for the Study of War. 1. April 2023, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 25. März 2022; abgerufen am 11. April 2023 (englisch).
  14. Oliver Imhof: (S+) Ukraine-Krieg: Warum Russlands Winteroffensive gescheitert ist. In: Der Spiegel. 5. April 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 11. April 2023]).
  15. Andrew E. Kramer: In an Epic Battle of Tanks, Russia Was Routed, Repeating Earlier Mistakes. In: The New York Times. 1. März 2023, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 11. April 2023]).
  16. Inna Hartwich: Militarismus an russischen Schulen: Neues Schulfach Handgranatenwurf. In: Die Tageszeitung: taz. 30. August 2023, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 25. September 2023]).
  17. Lehrplan: Russische Schüler lernen Umgang mit Drohnen. In: zdf.de. 21. August 2023, abgerufen am 2. Oktober 2023.
  18. Alexander Sarovic: (S+) Nach der ukrainischen Gegenoffensive: Der Krieg geht in eine neue Phase. In: Der Spiegel. 29. November 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 1. Dezember 2023]).
  19. Lage im Krieg: „Unvorbereitete Offensive wäre ein großer Fehler“. In: tagesschau.de. Abgerufen am 25. März 2024.
  20. Korruption und Klasse: Deshalb kämpfen hauptsächlich ältere Männer für die Ukraine. In: t-online.de. 21. Dezember 2023, abgerufen am 29. März 2024.
  21. Umstrittene Mobilmachung in der Ukraine: Ukrainischer Oberbefehlshaber. In: Der Spiegel. 29. März 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 29. März 2024]).
  22. Frank Nienhuysen: Russland: Der Notnagel für Putins Gegner. 15. März 2024, abgerufen am 20. März 2024.
  23. tagesschau.de: Ukraine-Liveblog: Selenskyj bittet Westen eindringlich um Hilfe. Abgerufen am 4. März 2024.
  24. a b tagesschau.de: Ukraine-Liveblog: Selenskyj sendet neuen Hilferuf an Westen. Abgerufen am 3. März 2024.
  25. a b tagesschau.de: Ukraine-Liveblog: Kiew: Moskau schränkt Luftwaffen-Aktivität ein. Abgerufen am 3. März 2024.
  26. Ukraine-Liveblog: Experte: Abhöraktion „nicht noch erfolgreicher machen“. In: tagesschau.de. 5. März 2024, abgerufen am 5. März 2024.
  27. dpa: Ukraine-Krieg: Kiew: Russisches Kriegsschiff bei Drohnenattacke versenkt. In: Die Zeit. 5. März 2024, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 5. März 2024]).
  28. a b tagesschau.de: Ukraine-Liveblog: Drohnenangriff auf russisches Schiff. Abgerufen am 5. März 2024.
  29. Claudio Kummerfeld: Ukraine wird ab 2025 kein russisches Gas mehr nach Europa lassen. In: finanzmarktwelt.de. 6. März 2024, abgerufen am 6. März 2024 (deutsch).
  30. sh: Iskander-Rakete zerstört erstmals Himars-System – Ukraine wendet neue Waffe an. In: focus.de. 6. März 2024, abgerufen am 6. März 2024.
  31. Ukraine: Russland beschießt Odessa während Besuch von Selenskyj und Mitsotakis. In: Der Spiegel. 7. März 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 7. März 2024]).
  32. Zeit.de: Schweden ist jetzt offiziell Mitglied der NATO, 7. März 2024.
  33. a b c Ukraine-Liveblog: Tschechien will 800.000 Schuss Munition liefern www.tagesschau.de, 7. März 2024.
  34. Ukraine: Wolodymyr Selenskyj entlässt langjährige Wehrpflichtige per Dekret in Reserve. In: Der Spiegel. 8. März 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. März 2024]).
  35. a b c tagesschau.de: Ukraine-Liveblog: Selenskyj zu Gesprächen in der Türkei eingetroffen. Abgerufen am 8. März 2024.
  36. a b tagesschau.de: Ukraine-Liveblog: Papst legt Ukraine Mut der weißen Fahne nahe. Abgerufen am 11. März 2024.
  37. British intelligence tells how attack on aircraft factory in Taganrog, where A-50 is being repaired, affected Ukrainian news (ukranews.com), 12. März 2024.
  38. a b c tagesschau.de: Ukraine-Liveblog: Russland meldet Drohnenabschuss bei St. Petersburg. Abgerufen am 11. März 2024.
  39. a b c tagesschau.de: Ukraine-Liveblog: Tote bei Angriff auf Selenskyjs Heimatstadt. Abgerufen am 12. März 2024.
  40. Bedrettin Bölükbasi: Russische Partisanen greifen Putin-Armee an und drohen mit Sturz des Regimes – Kreml reagiert. In: fr.de. 12. März 2024, abgerufen am 12. März 2024.
  41. Legion „Freiheit Russlands“, RDK und „Sibirisches Bataillon“ dringen in russische Regionen Kursk und Belgorod ein. In: ukrinform.de. 12. März 2024, abgerufen am 12. März 2024.
  42. n-tv Nachrichten: Russische Ölraffinerie und Treibstofflager stehen in Flammen. Abgerufen am 12. März 2024.
  43. Ukraine greift russisches Treibstofflager mit Drohnen an. In: Der Spiegel. 12. März 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 12. März 2024]).
  44. Russische Behörden melden zahlreiche ukrainische Angriffe. In: tagesschau.de. 12. März 2024, abgerufen am 12. März 2024.
  45. Weißes Haus beschließt Nothilfepaket für die Ukraine. In: Der Spiegel. 12. März 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 12. März 2024]).
  46. EU-Staaten einigen sich auf Finanzierung von Waffen für Ukraine. In: Der Spiegel. 13. März 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 14. März 2024]).
  47. a b tagesschau.de: Ukraine-Liveblog: Putin: NATO-Truppen hätten keinen Einfluss auf Krieg. Abgerufen am 14. März 2024.
  48. kommersant.ru/doc/6563571
  49. kommersant.ru/doc/6564150
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