Chrystia Freeland

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Chrystia Freeland, 2011

Chrystia Freeland [ˈkɹɪstʃə ˈfɹiːlænd] (* 2. August 1968 in Peace River (Alberta)) ist eine kanadische Publizistin und Politikerin. Nach ihrer journalistischen Tätigkeit gewann sie am 25. November 2013 für die Liberale Partei in Toronto (Mitte) in einer Nachwahl den Sitz des zurückgetretenen Bob Rae im kanadischen Parlament. Seit Januar 2017 amtiert sie als Außenministerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chrystia Freeland wurde als Tochter des Rechtsanwalts Donald Freeland geboren, der ebenfalls schon Mitglied der Liberalen Partei Kanadas war.[1][2]

Ihre Großeltern mütterlicherseits stammten aus der Ukraine und flohen gegen Kriegsende zunächst nach Deutschland, wo ihre Mutter in einem Flüchtlingslager zur Welt kam.[3]

Nach ihrem Studium erwarb sie in Harvard den Bachelorgrad in russischer Geschichte und in Oxford den Mastergrad für Slawistik. Sie ist mit dem britischen Reporter und Autor Graham Bowley verheiratet und hat drei Kinder. Seit dem Sommer 2013 lebt sie in Toronto.

Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst war Freeland als freie Journalistin für Financial Times, The Washington Post und The Economist in der Ukraine tätig.[4]

Später war sie stellvertretende Herausgeberin der Financial Times in London und 1999 bis 2001 von The Globe and Mail, zuletzt Redakteurin bei Thomson Reuters Digital.[5]

Am 26. Juni 2013 wandte sich Freeland vom Journalismus ab und der Politik zu, indem sie sich um die Kandidatur der Liberalen Partei für den durch Bob Raes Rücktritt freiwerdenden Sitz im kanadischen Parlament bewarb. Am 15. September wurde sie dafür nominiert[6] und gewann am 25. November 2013 die Wahl ins kanadische Unterhaus mit 49 % der Stimmen.[7]

Freelands Name steht auf der vom russischen Außenministerium am 21. März 2014 veröffentlichten Liste von Personen, denen im Zusammenhang mit der Krimkrise die Einreise nach Russland verwehrt ist.[8] Im Kabinett von Justin Trudeau amtierte sie seit dem 4. November 2015 als Ministerin für internationalen Handel und engagierte sich für den Abschluss des Freihandelsabkommens CETA zwischen Kanada und der EU.[9] Am 10. Januar 2017 wurde sie als neue Außenministerin eingesetzt.[10]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chrystia Freeland – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.littlepinkbook.com/resources/pink-profiles/chrystia-freeland%20
  2. http://www.ukrweekly.com/old/archive/2000/170011.shtml
  3. Rebecca Wetherbee: Chrystia Freeland – U.S. Managing Editor, Financial Times, Little Pink Book. 20. Mai 2013. 
  4. Chrystia Freeland. Foreign Affairs, International Trade and Development Canada (DFAIT). 25. April 2013. Abgerufen am 29. Juli 2013.
  5. lt. Klappentext in: Chrystia Freeland: Die Superreichen. Aufstieg und Herrschaft einer neuen globalen Geldelite. Frankfurt/Main 2013.
  6. Mok, Tanya: Liberals choose Chrystia Freeland to face NDP candidate Linda McQuaig in upcoming byelection in Toronto Centre. National Post. 15. September 2013. Abgerufen am 15. September 2013.
  7. Live Results from Toronto Centre and trhee other federal Byelections The Globa and Mail, online, (englisch)
  8. CBC-News: Russian sanctions against Canadians a 'badge of honour'
  9. Hendrik Kafsack: Handelsabkommen mit Kanada: Das Ceta-Drama. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 24. Oktober 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 24. Oktober 2016]).
  10. CBC-News: Chrystia Freeland takes over Foreign Affairs as Trudeau shuffles cabinet
  11. Chrystia Freeland." The Financial Times biography. 3 Feb 2004; 26 May 2007.
  12. ‘Romney is Wall Street’s worst bet since the bet on subprime’ Ezra Klein, Washington Post, November 28, 2012. Interview with Chrystia Freeland.