Chuí

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Dieser Artikel erläutert die brasilianische Stadt Chuí; zu anderen Bedeutungen siehe Chui (Begriffsklärung).
Município de Chuí
„Cidade mais meridional do Brasil“
Chuí
Chuí (Brasilien)
Chuí
Chuí
Koordinaten 33° 41′ S, 53° 28′ WKoordinaten: 33° 41′ S, 53° 28′ W
Lage von Chuí in Rio Grande do SulLage von Chuí in Rio Grande do Sul
Symbole
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Gründung 28. Dezember 1995 (Gründung)
1. Januar 1997 (Installation)Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Rio Grande do Sul
Mesoregion Sudeste Rio-Grandense
Mikroregion Litoral Lagunar
Gliederung 1 Gesamtdistrikt
Höhe 22 m
Gewässer Arroio Chuí
Klima Cfa, subtropisch
Fläche 201,2 km²
Einwohner 5917 (2010)
Dichte 29,4 Ew./km²
Schätzung 6413 (zuletzt 1. Juli 2016)
Gemeindecode IBGE: 4305439
Postleitzahl 96.255-000
Website www.chui.rs.gov.br (pt)
Politik
Stadtpräfekt Marco Antonio Vasques Rodrigues Barbosa[1] (2017–2020)
Partei DEM
Wirtschaft
BIP 152.934 Tsd. R$
24.199 R$ pro Kopf
(2014[2])
HDI 0,706 (2010)

Chuí, amtlich Município de Chuí, ist eine Gemeinde und Kleinstadt im Süden Brasiliens mit 2016 amtlich geschätzten 6413 Einwohnern.[3] Sie ist die südlichste Stadt des Landes.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chuí liegt im Bundesstaat Rio Grande do Sul etwa 520 km südlich von Porto Alegre direkt an der Grenze zu Uruguay. Benachbart sind die Orte Santa Vitória do Palmar, etwa 20 km nördlich, und Chuy (Uruguay), mit der die Stadt eine zusammengewachsene Siedlung bildet – die Grenze verläuft über eine breite Straße inmitten der Doppelstadt. Am östlichen Stadtrand fließt der Arroio Chuí.

Das Klima ist subtropisch-feucht, nach Köppen-Geiger gehört es zur Klasse Cfa.

Erreichbar ist die Stadt von Norden aus Richtung der Stadt Rio Grande über die Bundesfernstraße BR-471, deckungsgleich mit der Staatsstraße RSC-471 des Bundesstaats, von Süden erreicht man die uruguguayische Schwesterstadt Chuy und die Grenze auf der Ruta 9 aus Richtung Montevideo. Von Südwesten führt vom Atlantik her die Landstraße RS-699 auf die Stadt zu.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Territorium des heutigen Chuí ist eng mit der frühen Kolonialzeit, den portugiesisch-uruguayischen Beziehungen und der ehemaligen Provinz Cisplatina im Kaiserreich Brasilien verbunden. Die Siedlung namens Chuí war lange lediglich ein Militärposten. Ab 1852 bildete der Arroio Chuí einen Grenzfluss zwischen beiden Staaten. 1872 wurde die Vila de Santa Vitória do Palmar gegründet, dann zum Munizip erhoben, aber erst am 30. Juni 1939 in deren Gebiet mit Gesetz Nr. 7842 der Distrito de Chuí gebildet. Der Sitz dieses Distriktes wurde durch Gesetz Nr. 10666 vom 28. Dezember 1995 nach einer im gleichen Jahr vorherigen Volksbefragung zum Município de Chuí und aus Santa Vitória do Palmar ausgegliedert. Die Jahreszahlen 1939 und 1995 sind im Wappen der Stadt genannt, die eigentliche Emanzipation als sich selbstverwaltende Stadt erfolgte erst zum 1. Januar 1997 nach den hierfür notwendigen Wahlen eines ersten Bürgermeisters und der ersten Stadtverordneten (vereadores).[4][5][6]

Lebensqualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kleinstadt hat einen Human Development Index (HDI) von 0,795 (2016), was als hoch einzustufen ist. 1991 betrug die Analphabetenrate 9,5 %, die jedoch 2010 auf 2,1 % gesenkt werden konnte.

Politik und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Exekutive als Stadtpräfekt hat für die Amtszeit 2017 bis 2020 Marco Antonio Vasques Rodrigues Barbosa von den Democratas (DEM) inne, der jedoch bei der Kommunalwahl 2016 ein Wahlbündnis eingehen musste.[1] Die Legislative liegt beim Stadtrat aus neun Stadtverordneten, der Câmara Municipal de Vereadores. Chuí bildet nur einen Gesamtdistrikt, wobei nach der Volkszählung 2010 ein Bevölkerungsanteil von 96,28 % im städtischen Raum lebte und 3,72 % verstreut im ländlichen Bereich des über 200 km² großen Gemeindegebiets.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Política 2017 - Candidatos a Prefeito 2016 – Chuí RS. Abgerufen am 8. Juli 2017 (portugiesisch).
  2. IBGE: Produto Interno Bruto dos Municípios - Tabella: Chuí. Abgerufen am 8. Juli 2017 (portugiesisch).
  3. IBGE: Chuí, abgerufen am 8. Juli 2017 (portugiesisch).
  4. Prefeitura Municipal do Chuí:Histórico. Abgerufen am 8. Juli 2017 (portugiesisch).
  5. Chuí - Histórico. Abgerufen am 8. Juli 2017 (portugiesisch).
  6. Santa Vitória do Palmar. Abgerufen am 8. Juli 2017 (portugiesisch).
  7. Chuí, RS, Atlas do Desenvolvimento Humano do Brasil. Abgerufen am 8. Juli 2017 (portugiesisch).