Chukwuemeka Odumegwu Ojukwu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Chukwuemeka Odumegwu Ojukwu (* 4. November 1933 in Zungeru, Nordnigeria; † 26. November 2011 in London) war ein nigerianischer Offizier und Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ojukwu entstammte einer reichen Familie aus dem Volk der Igbo. 1957 trat er in die Armee ein. Nach einem Geschichtsstudium in Oxford und dem Besuch einer englischen Militärakademie wurde er 1966 Militärgouverneur der Ostregion Nigerias. Nach den Pogromen gegen die Igbo in der Nordregion erklärte er am 30. Mai 1967 die Ostregion als Republik Biafra für unabhängig. Von 1967 bis 1970 war er Staatschef von Biafra. Nach der militärischen Niederlage im Biafra-Krieg ging er nach der Kapitulation am 15. Januar 1970 ins Exil in die Republik Elfenbeinküste und wurde 1982 amnestiert. Danach war er in Nigeria wieder politisch tätig, wo er im Bundesstaat Anambra lebte. Er galt bis zuletzt als Befürworter einer weitgehenden Autonomie bzw. Unabhängigkeit der Igbo-Region (Städtedreieck Enugu-Onitsha-Umuahia). Im Jahre 2003 war er Präsidentschaftskandidat. Der frühere Präsident Goodluck Jonathan lobte ihn für seine konstruktive Rolle nach Kriegsende.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]