Churro

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Spanische Churros mit heißer Schokolade (Chocolate con Churros)
Ein Straßenhändler in Bogotá bei der Herstellung von Churros.

Ein Churro (Ausgesprochen ['tʃuro], meist in der Mehrzahl, Churros, verwendet) ist ein iberisches Fettgebäck, eine Art länglicher Krapfen mit sternförmigem Querschnitt. Sie werden aus Brandmasse zubereitet, der in heißem Öl frittiert und mit Zucker bestreut wird. Sie sind auch in Portugal (als Farturas) und in mehreren Ländern Lateinamerikas, im Süd(west)en der USA, in Korea, in Marokko, in Frankreich (als Chichis oder Chouchous) und in der Türkei bekannt.

Normalerweise kauft man Churros am Churro-Stand oder in einer Churrería, die sich oft auf Hauptstraßen, Plätzen und Märkten befinden. In Spanien isst man Churros zu jeder Tageszeit, doch besonders begehrt sind sie als Chocolate con Churros nachts oder früh morgens auf dem Heimweg nach einer Feier. Außerdem kann man sie mit Vanillezucker oder Zimt bestreut essen. Traditionell werden Churros besonders gern am Neujahrsmorgen nach der Silvesterparty gegessen.

Varianten und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt verschiedene Arten von Churros. In Sevilla werden sie manchmal auch Calientes oder Calentitos de la rueda genannt. Diese Namen beziehen sich normalerweise auf dickere Churros, die im Norden Spaniens, dem Baskenland und anderen Regionen Porra genannt werden[1]. Calientes werden normalerweise spiralförmig frittiert und danach in kleinere Portionen geschnitten. Das Zentrum der Spirale ist dicker und weicher. Der Standard-Churro wird auch oft unter dem Namen Calentitos de papas verkauft. Der Name bezieht sich auf seine weichere, kartoffelbreiähnliche Konsistenz. Gefüllte, geradlinige Churros gibt es in Kuba (zum Beispiel mit einer Guaven-Fruchtfüllung), Brasilien (mit Schokolade, Doce de Leite etc.) sowie in Argentinien, Bolivien, Peru, Chile und Mexiko. In Kolumbien und Venezuela werden die Churros mit Arequipe oder süßer Kondensmilch glasiert. In Uruguay gibt es die Churros auch in der herzhaften, mit Käse gefüllten Variante[2][3]. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile Churros zu kaufen, beispielsweise bei Volksfesten oder in Freizeitparks.

Herkunft / Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung der Churros soll auf ein chinesisches Frühstücksgericht zurückgehen. Portugiesische Händler sollen es nach Europa eingeführt, um Zucker ergänzt und in seine im Querschnitt sternformige Gestalt gebracht haben.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Churros – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ana Díaz: “Calentitos versus churros“. Stand: 29. September 2014. Abgerufen am 22. Dezember 2016.
  2. Todo una Amalgama: “Una de Calentitos”. Stand: 18. August 2013. Abgerufen am 22. Dezember 2016.
  3. ifood.tv: Churro. Abgerufen am 22. Dezember 2016.
  4. Churros: a secret history. Abgerufen am 16. Oktober 2011.