Cięcina

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Cięcina
Wappen des Dorfes Cięcina
Cięcina (Polen)
Cięcina
Cięcina
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Żywiec
Gmina: Węgierska Górka
Fläche: 10,9 km²
Geographische Lage: 49° 36′ N, 19° 8′ OKoordinaten: 49° 36′ 6″ N, 19° 8′ 26″ O
Einwohner: 4373 (2008)
Postleitzahl: 34-350
Telefonvorwahl: (+48) 33
Kfz-Kennzeichen: SZY



Cięcina (deutsch Ciencina[1]) ist eine Ortschaft mit einem Schulzenamt der Gemeinde Węgierska Górka im Powiat Żywiecki der Woiwodschaft Schlesien, Polen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cięcina liegt im Saybuscher Becken (Kotlina Żywiecka), am rechten Ufer des Flusses Soła unter den Saybuscher Beskiden (Beskid Żywiecki).

Nachbarorte sind Węgierska Górka im Westen, Przybędza und Brzuśnik im Norden, Żabnica im Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cięcina ist eines der ältesten Dörfer im Saybuscher Becken.

Der Ort wurde erstmals urkundlich als Ecclesia de Czencina im Peterspfennigregister des Jahres 1358 im Dekanat Auschwitz des Bistums Krakau erwähnt.[2] Der Name leitet sich aus dem polnischen Wort ciąć (schneiden) ab.[3]

Politisch gehörte das Dorf ursprünglich zum Herzogtum Auschwitz, dieses bestand ab 1315 in der Zeit polnischen Partikularismus. Seit 1327 bestand die Lehensherrschaft des Königreichs Böhmen. Das Gebiet von Żywiec mit dem Dorf wurde in den 1450ern unter ungeklärten Umständen vom Herzogtum Auschwitz abgetrennt. Seit 1465 gehörte es endgültig zu Polen.[4]

Bei der Ersten Teilung Polens kam Cięcina 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804).

Im Jahre 1900 hatte das Dorf Cięcina (ohne Ortsteile Przeniczyska und Węgierska Górka) 2066 Einwohner, davon 2064 polnischsprachig, 2 deutschsprachig, 2028 römisch-katholisch, 29 Juden, 9 anderen Glaubens.[5]

1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, kam Cięcina zu Polen. Unterbrochen wurde dies nur durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Von 1975 bis 1998 gehörte Cięcina zur Woiwodschaft Bielsko-Biała.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Holzkirche (1542)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leon Figura: Cięcina. Kościół Parafia Gmina. Stowarzyszenie Ochrony Zabytków i Rozwoju Cięciny-MAGURA-w Cięcinie, Cięcina 2013, ISBN 978-83-60431-83-2 (polnisch, Online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Cięcina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeverzeichnis Landkreis Saybusch [Stand: 1. 1. 1945]. Abgerufen am 23. Juli 2015.
  2. Jan Ptaśnik (Redakteur): Monumenta Poloniae Vaticana T.2 Acta Camerae Apostolicae. Vol. 2, 1344-1374. Sumpt. Academiae Litterarum Cracoviensis, Cracoviae 1913, S. 179, 225, 252, 299 (online).
  3. Leon Figura, Cięcina. Kościół Parafia Gmina, 2013, S. 13.
  4. Krzysztof Rafał Prokop: Księstwa oświęcimskie i zatorskie wobec Korony Polskiej w latach 1438–1513. Dzieje polityczne. PAU, Kraków 2002, ISBN 83-8885731-2, S. 175–183 (polnisch).
  5. Ludwig Patryn (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907.
  6. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF-Datei; 783 kB)