Cicerone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Cicerone ist eine Bezeichnung für einen Fremdenführer, der Touristen und Besucher zu Museen, Sehenswürdigkeiten usw. führt und archäologische, historische und künstlerische Hintergründe erläutert. Vermutlich soll der Begriff an Marcus Tullius Cicero erinnern, der wegen seiner Eloquenz und seiner Lehrmethoden berühmt ist.

Ferner wird Cicerone seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als Buchtitel für Führer durch berühmte Kunststätten gebraucht, wie von Jacob Burckhardt: Der Cicerone. Eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens. I. Architectur, II. Sculptur, III. Malerei. (3 Bände), Schweizerbart, Basel 1855, von Georg Hirth und Richard Muther in der Reihe Der Cicerone in den Kunstsammlungen Europas, so 1888: Der Cicerone in der Münchner Alten Pinakothek und 1898: Der Cicerone in der Königlichen Gemäldegalerie in Berlin, beide bei Hirth, München und Leipzig, von Gustav Ebe: Der deutsche Cicerone. Führer durch die Kunstschätze der Länder deutscher Zunge in 4 Bänden. Spamer, Leipzig 1897, 1898, 1901 und für die in den 1970–80er Jahren in Zürich und München erschienene umfangreiche Reihe der Artemis-Cicerone Kunst- und Reiseführer des Verlags Artemis.

Trotz der italienischen Herkunft des Begriffs findet The New English Dictionary Beispiele seiner Verwendung im Englischen vor seiner Verwendung im Italienischen: nämlich im Dialogue on Medals von Joseph Addison, der vermutlich 1726 veröffentlicht wurde.

Anfangs wurde das Wort für Antiquitätensammler verwendet, die Fremden die Antiquitäten und Kuriositäten ihres Landes erklärten (New English Dictionary, 1762).

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Inhalt des Artikels verwendet Material der gemeinfreien Encyclopaedia Britannica von 1911.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Cicerone – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen