Cigudosa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gemeinde Cigudosa
Cigudosa – Ortsbild
Cigudosa – Ortsbild
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Cigudosa (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Soria
Comarca: Comarca del Moncayo
Koordinaten 41° 56′ N, 2° 3′ WKoordinaten: 41° 56′ N, 2° 3′ W
Höhe: 735 msnm
Fläche: 21,03 km²
Einwohner: 20 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 0,95 Einw./km²
Postleitzahl: 42113
Gemeindenummer (INE): 42062 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Cigudosa

Cigudosa ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 20 Einwohnern (1. Januar 2017) in der Provinz Soria im Osten der autonomen Gemeinschaft Kastilien-León in Spanien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Cigudosa liegt auf einem Hügel oberhalb einer Flussschleife des Río Alhama ca. 59 Kilometer (Fahrtstrecke) nordöstlich der Provinzhauptstadt Soria nahe der Grenze zur Nachbarprovinz Rioja in einer Höhe von ca. 735 Metern ü. d. M.; bis nach Logroño sind es gut 100 Kilometer in Richtung Nordwesten. Cigudosa ist die tiefstgelegene Gemeinde der gesamten Provinz Soria.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2010
Einwohner 355 219 118 102 72 43

Im 19. Jahrhundert hatte die Gemeinde stets um die 200 bis 300 Einwohner; im Jahr 1940 waren es sogar über 500. Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen auf dem Lande haben in hohem Maße zum deutlichen Bevölkerungsrückgang (Landflucht) in den letzten Jahrzehnten beigetragen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundlage des Lebens und Überlebens der jahrhundertelang als Selbstversorger lebenden Bewohner von Cigudosa war und ist die Landwirtschaft, zu der auch in geringem Umfang die Viehzucht gehört. Einige der leerstehenden Häuser wurden in den letzten Jahrzehnten zu Ferienwohnungen (casas rurales) umgebaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kelten, Römer und Westgoten haben keine Spuren auf dem Gebiet der Gemeinde hinterlassen. Angeblich aus der Zeit der Maurenherrschaft stammt ein mächtiger Wehr- und Wachturm im Ortszentrum. Das 11. Jahrhundert ist gekennzeichnet durch die christliche Rückeroberung (reconquista) und Wiederbesiedlung (repoblación) der Gegend, die bis zum Frieden von Almazán (1375) gleichermaßen vom Königreich Aragón und von Kastilien beansprucht wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von einigen wird der aus Bruchsteinen (mampostería) errichtete und ursprünglich nahezu fensterlose Wehrturm der maurischen Zeit zugerechnet; andere siedeln ihn später an. Im 18. oder 19. Jahrhundert wurde er in fünf Wohngeschosse unterteilt; dabei wurden größere Fenster eingebaut.
  • Einige der ein- und zweigeschossigen Häuser des Ortes zeigen ebenfalls Bruchsteinfassaden.
  • Die Pfarrkirche (Iglesia de San Pedro Apóstol) ist ein spätromanischer Bau mit einem Glockengiebel (espadaña). Das Eingangsportal befindet sich auf der Südseite; es wurde im 18. Jahrhundert erneuert und erhielt einen überdachten Vorbau. Der Kirchenbau ist einschiffig; die Vierung ist von einer Kuppel mit Laterne überhöht. Der Hauptaltar (retablo) zeigt Einflüsse des Churriguera-Stils; an den Seitenwänden befinden sich weitere Altäre. Beachtenswert ist auch das romanische Taufbecken (pila bautismal).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cigudosa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).