Cilla Black

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Cilla Black OBE (* 27. Mai 1943 in Liverpool; eigentlich Priscilla Maria Veronica White) ist eine britische Sängerin und Fernsehmoderatorin. Sie war einer der Stars der Liverpooler Merseybeat-Szene.

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Cilla
  UK 5 13.02.1965 (11 Wo.)
Cilla Sings a Rainbow
  UK 4 14.05.1966 (15 Wo.)
Sher-oo!
  UK 7 13.04.1968 (11 Wo.)
The Best of Cilla Black
  UK 21 30.11.1968 (11 Wo.)
Sweet Inspiration
  UK 42 25.07.1970 ( 4 Wo.)
The Very Best of Cilla Black
  UK 20 29.01.1983 ( 9 Wo.)
Through the Years
  UK 41 02.10.1993 ( 2 Wo.)
Beginnings: Greatest Hits & New Songs
  UK 68 04.10.2003 ( 1 Wo.)
The Very Best of Cilla Black
  UK 37 26.10.2013 (… Wo.)
Singles
Love of the Loved
  UK 35 17.10.1963 ( 6 Wo.)
Anyone Who Had a Heart
  UK 1 06.02.1964 (17 Wo.)
  DE 37 1964 ( 9 Wo.)
You’re My World
  UK 1 07.05.1964 (17 Wo.)
  US 26 1964
It’s for You
  UK 7 06.08.1964 (10 Wo.)
You’ve Lost That Lovin’ Feelin’
  UK 2 14.01.1965 ( 9 Wo.)
I’ve Been Wrong Before
  UK 17 22.04.1965 ( 8 Wo.)
Love’s Just a Broken Heart
  UK 5 13.01.1966 (11 Wo.)
Alfie
  UK 9 31.03.1966 (12 Wo.)
Don’t Answer Me
  UK 6 09.06.1966 (10 Wo.)
A Fool Am I
  UK 13 20.10.1966 ( 9 Wo.)
What Good Am I
  UK 24 08.06.1967 ( 7 Wo.)
I Only Live to Love You
  UK 26 29.11.1967 (11 Wo.)
Step Inside Love
  UK 8 13.03.1968 ( 9 Wo.)
Where Is Tomorrow?
  UK 39 12.06.1968 ( 3 Wo.)
Surround Yourself With Sorrow
  UK 3 12.02.1969 (12 Wo.)
Conversations
  UK 7 09.07.1969 (12 Wo.)
If I Thought You’d Ever Change Your Mind
  UK 20 13.12.1969 ( 9 Wo.)
Something Tells Me (Something’s Gonna Happen Tonight)
  UK 3 20.11.1971 (14 Wo.)
Baby We Can’t Go Wrong
  UK 36 02.02.1974 ( 6 Wo.)
Through the Years
  UK 54 18.09.1993 ( 1 Wo.)
Heart and Soul (Duett mit Dusty Springfield)
  UK 75 30.10.1993 ( 1 Wo.)

Leben[Bearbeiten]

Bereits als Kind wurde ihr Gesangstalent bemerkt und von ihrer Familie gefördert. Anfang der 1960er Jahre bekam sie einen Job im Cavern Club, in dem die Beatles regelmäßig auftraten. Sie verstand es, auf ihr Talent aufmerksam zu machen. Mit den Beatles verband sie eine enge Freundschaft.

Auf Empfehlung von John Lennon nahm Brian Epstein, der Manager der Beatles, sie 1963 unter Vertrag. George Martin produzierte ihre erste Aufnahme Love of the Loved, ein Stück, das Lennon und McCartney geschrieben hatten. Die Single kam auf Platz 35 der britischen Musik-Charts.

Die zweite Single war Anyone Who Had a Heart, eine Komposition von Burt Bacharach und Hal David, die vorher schon ein US-Hit für Dionne Warwick gewesen war. Die Platte schoss auf Platz eins der Charts und wurde die bestverkaufte Single eines weiblichen Interpreten in Großbritannien. In Deutschland war es ihre einzige Single, die sich in den Charts platzieren konnte.[1] Es folgten etliche Hits, darunter eine zweite Nummer eins im Jahr 1964, You’re My World, sowie neun weitere Top-10-Singles. Zu den bekanntesten Aufnahmen von Cilla Black gehören außer den Nummer-eins-Hits auch Alfie und Step Inside Love.

1964 spielte sie im Film Ferry Cross the Mersey mit Gerry & the Pacemakers mit. Nach Epsteins Tod 1967 begann Cilla Blacks Stern im Musikgeschäft zu sinken. 1971 hatte sie mit Something Tells Me ihren letzten Top-10-Hit.

Zu dieser Zeit startete sie eine erfolgreiche zweite Karriere im Fernsehen. 1968 bekam sie eine eigene Fernsehserie, deren Titelsong Step Inside Love von Paul McCartney geschrieben wurde. In den siebziger Jahren wurde Cilla Black eine der beliebtesten Moderatorinnen in Großbritannien.

1993 feierte Cilla Black ein bescheidenes Comeback in den Charts, unter anderem im Duett mit Dusty Springfield. Im selben Jahr erhielt sie den Order of the British Empire.

Rezeption[Bearbeiten]

1969 coverte Anni-Frid Lyngstad (später Mitglied von ABBA) das Stück Surround Yourself with Sorrow unter dem Titel Försök och sov på saken. 2004 veröffentlichte Agnetha Fältskog (früher Mitglied von ABBA) die Single If I Thought You’d Ever Change Your Mind, eine Interpretation eines Cilla-Black-Songs, und erreichte damit Platz 11 der britischen Charts.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Günter Ehnert (Hrsg.): Hit Bilanz. Deutsche Chart Singles 1956–1980. Taurus Press, Hamburg 1990, S. 29