Cincinnati Gardens

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Cincinnati Gardens
Der 1949 eröffnete Cincinnati Gardens
Der 1949 eröffnete Cincinnati Gardens
Daten
Ort Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cincinnati, Ohio, USA
Koordinaten 39° 10′ 52″ N, 84° 27′ 19″ WKoordinaten: 39° 10′ 52″ N, 84° 27′ 19″ W
Eigentümer Gerry Robinson
Betreiber Cincinnati Gardens
Eröffnung 22. Februar 1949
Oberfläche Beton
Parkett
Eisfläche
Kosten 3 Mio. US-Dollar (1949)
Architekt A.M. Kinney of Cincinnati
Kapazität 10.208 Plätze
Verein(e)
Veranstaltungen

Der Cincinnati Gardens ist eine Mehrzweckhalle in der US-amerikanischen Stadt Cincinnati, Hamilton County, im Bundesstaat Ohio. Heute bietet die Arena 10.208 Plätze und wurde 1949 eröffnet. Seinerzeit war es mit 11.000 Sitzplätzen die siebtgrößte Veranstaltungshalle der Vereinigten Staaten. 2016 wurde die Halle samt Gelände verkauft und soll in nächster Zeit abgerissen werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbaut wurde die Veranstaltungsstätte u. a. mit 470.000 Backsteinen, 295.000 Betonwerksteinen, 26.000 Keramikfliesen, rund 5.582 Kubikmeter Beton, 2.300 Tonnen Bau- und Bewehrungsstahl und 776 Glasbausteinen. Im Innenraum gibt es keine sichtbehindernde Pfeiler oder Säulen. Der Cincinnati Gardens wurde vor 11.144 Zuschauern mit dem Eishockeyspiel zwischen den Dallas Texans und den Montréal Canadiens am 22. Februar 1949 eröffnet. Ursprünglich sollte die Halle den Namen The Cincinnati Winter Garden erhalten, dieses Vorhaben verwarf man aber später wieder. An der Aussenfassade des Gebäudes befindet sich ein Flachrelief mit sechs etwa 3 Meter großen Figuren. Sie stellen je zwei Boxer, Basketball- und Eishockeyspieler dar.[1]

Als Sportarena fanden im Cincinnati Gardens u.a. Eishockeyspiele, Basketballspiele bis in die NBA, Amateur- und Profi-Boxkämpfe, Hallenfußball, Profi-Wrestling, Roller Derby, Tractorpulling, Auto- und Motorradsport, Karate-Meisterschaften, und Schwimmveranstaltungen statt. 1966 machte das NBA All-Star Game am 11. Januar Station in Cincinnati. Vor 13.653 Zuschauer gewann der Osten mit 137:97 gegen den Westen und Adrian Smith von den Cincinnati Royals wurde zum MVP des Spiels gewählt. Die größten Zuschauerzahlen im Gardens erzielten Wahlkampfveranstaltungen um die US-Präsidentschaft. So kamen am 25. Oktober 1960 19.000 Zuschauer zu der Veranstaltung von Richard Nixon und Henry Cabot Lodge junior im Präsidentschaftswahlkampf 1960. Weitere 2.000 Menschen standen vor der Halle und hörten der Veranstaltung zu. [2] Für Kinder und Familien werden z.B. Eisshows, Zirkus oder Shows mit der Sesamstraße, Snoopy, Bugs Bunny oder Barney geboten

Die ersten Mieter im Cincinnati Gardens waren die NCAA-Basketball-Mannschaften der Xavier Musketeers (Xavier University of Cincinnati) und der Cincinnati Bearcats (University of Cincinnati) sowie das AHL-Team der Cincinnati Mohawks. Während die Musketeers die Halle von 1949 bis 1979 nur sporadisch und erst von 1983 bis 2000 für ihre Spiele regelmäßig nutzten; trugen die Bearcats von 1949 bis 1954 und 1987 bis 1989 ihre Spiele in der Arena aus. Die Mohawks blieben neun Jahre bis 1958 im Cincinnati Gardens. Im ersten Spiel der Mohawks waren auf den Trikots Fragezeichen angebracht, weil noch kein Namen für das Team gefunden war. Er wurde erst danach von den Fans gewählt. 1957 zog die NBA-Mannschaft der Royals von Rochester nach Cincinnati um. Dort blieben die Cincinnati Royals bis sie 1972 zu den Kansas City Kings wurden.

Nur zwei Spielzeiten (1963–1964) waren die Cincinnati Wings der CPHL-Eishockeyliga in Cincinnati. Durch eine Gasexplosion im Indiana State Fair Coliseum der Indianapolis Capitals ging das Franchise des Farmteams der Detroit Red Wings (NHL) nach Cincinnati, die dort als Cincinnati Wings spielten. Zur Saison 1964/65 wurde das Team nach Memphis verlegt. Die Cincinnati Swords, das Farmteam der Buffalo Sabres, wurde 1971 gegründet und trat bis zur Einstellung des Spielbetriebs 1974 im Cincinnati Gardens an. Das Basketballteam Cincinnati Slammers (CBA) spielte drei Jahre (1984–1987) im Cincinnati Gardens. Die 1990 neugegründeten Cincinnati Cyclones (ECHL) war im Gardens bis 1997 zu Hause bis sie in die U.S. Bank Arena umzogen. Acht Jahre von 1997 bis 2005 war das Farmteam Cincinnati Mighty Ducks (AHL) der Mighty Ducks of Anaheim in Cincinnati bis es nach 2005 nach Rockford abwanderten und in Rockford IceHogs umbenannt wurden. 1995 kam die Indoor Soccer-Mannschaft der Cincinnati Silverbacks (NASL) in den Cincinnati Gardens und blieb bis 1998.

Von 2010 bis 2012 waren das Arena Football-Team der Cincinnati Commandos und die Indoor-Soccer-Mannschaft der Cincinnati Kings (PASL) im Cincinnati Gardens beheimatet. Das letzte Team, das die Halle nutzte, waren die Cincinnati Rollergirls der Women’s Flat Track Derby Association (WFTDA). Die letzte Veranstaltung der Rollergirls fand am 11. Juni 2016 statt.

Seit 2013 stand die Halle zum Verkauf. Mitte Juni 2016 kaufte die Port of Greater Cincinnati Development Authority für 1,75 Mio. US-Dollar das 19 Acre große Gelände, auf dem Cincinnati Gardens steht. Die Halle wird abgerissen, um dort Fabriken anzusiedeln.[3] Die Halle wurde offiziell am 17. August 2016 geschlossen. Mitte Dezember 2016 begann man über das Internet Sitze und andere Dinge aus der Halle als Souvenirs zu verkaufen. Der Abriss soll zwischen Frühjahr bis Mitte 2017 starten.[4]

Konzerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Auswahl der Künstler und Musikgruppen, die in der Arena ein Konzert gaben.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cincinnati Gardens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. cincygardens.com: Fakten über Cincinnati Gardens (englisch)
  2. cincygardens.com: Die größten Zuschauerzahlen im Cincinnati Gardens (englisch)
  3. wcpo.com: Port Authority to buy Cincinnati Gardens with plans to demolish arena to make way for manufacturing Artikel vom 15. Juni 2016 (englisch)
  4. wcpo.com: Cincinnati Gardens memorabilia sale starts online today until Jan. 9 Artikel vom 19. Dezember 2016 (englisch)
  5. cincygardens.com: Konzerte und Geschichte des Cincinnati Gardens (englisch)