Cindy Roleder

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Cindy Roleder Leichtathletik

Cindy Roleder bei der DM 2015
Roleder bei den Deutschen Meisterschaften 2015

Nation Deutschland
Geburtstag 21. August 1989 (28 Jahre)
Geburtsort Karl-Marx-StadtDeutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR
Größe 178 cm
Gewicht 68 kg
Beruf Polizeimeisterin
Karriere
Disziplin 100 Meter Hürden, Siebenkampf
Bestleistung 12,59 s
Verein SV Halle
Trainer Wolfgang Kühne
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Europameisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Halleneuropameisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
U23-Europameisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 3 × Gold 3 × Silber 1 × Bronze
Deutsche Hallenmeisterschaften 4 × Gold 4 × Silber 0 × Bronze
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
0Silber0 2015 Peking 100 m H
Logo der EAA Europameisterschaften
0Bronze0 2014 Zürich 100 m H
0Gold0 2016 Amsterdam 100 m H
0Bronze0 2018 Berlin 100 m H
Logo der EAA Halleneuropameisterschaften
0Gold0 2017 Belgrad 60 m H
Logo der EAA U23-Europameisterschaften
0Bronze0 Ostrava 2011 100 m H
Deutsche Meisterschaften
0Gold0 Kassel 2011 100 m H
0Silber0 BO-Wattenscheid 2012 100 m H
0Silber0 Ulm 2013 100 m H
0Silber0 Ulm 2014 100 m H
0Gold0 Nürnberg 2015 100 m H
0Bronze0 Nürnberg 2015 200 m
0Gold0 Kassel 2016 100 m H
Deutsche Hallenmeisterschaften
0Silber0 Leipzig 2011 60 m H
0Gold0 Karlsruhe 2012 60 m H
0Silber0 Dortmund 2013 60 m H
0Silber0 Leipzig 2014 60 m H
0Gold0 Karlsruhe 2015 60 m H
0Gold0 Leipzig 2016 60 m H
0Silber0 Leipzig 2017 60 m H
0Gold0 Dortmund 2018 60 m H
letzte Änderung: 9. August 2018

Cindy Roleder (* 21. August 1989 in Karl-Marx-Stadt) ist eine deutsche Leichtathletin, die sich auf den 100-Meter-Hürdenlauf und den Siebenkampf spezialisiert hat. Sie war über die Hürden Deutsche Meisterin sowie Weltmeisterschafts- und Olympiateilnehmerin. Ihr größter Erfolg ist der Gewinn der Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften 2015 in Peking.

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 begann sie ihre Ausbildung bei der Bundespolizei und ist Polizeimeisterin.[1]

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roleder wurde 2007 Deutsche Jugendmeisterin über 100 Meter Hürden und belegte bei den Junioreneuropameisterschaften in Hengelo den vierten Rang. 2008 verteidigte sie ihren nationalen Jugendmeistertitel erfolgreich und erreichte bei den Juniorenweltmeisterschaften in Bydgoszcz die Halbfinalrunde. Im folgenden Jahr qualifizierte sie sich bei den U23-Europameisterschaften in Kaunas ebenfalls für die Halbfinalrunde.

2010 siegte Roleder bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften und qualifizierte sich durch ihren zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig für die Europameisterschaften in Barcelona. Bei ihrer ersten internationalen Meisterschaftsteilnahme im Erwachsenenbereich schied sie jedoch bereits im Vorlauf aus. 2011 belegte sie bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig den zweiten Platz im 60-Meter-Hürdenlauf und wurde vom DLV für die Halleneuropameisterschaften in Paris nominiert. Dort erreichte sie die Halbfinalrunde. Bei den U23-Europameisterschaften in Ostrava gewann sie im 100-Meter-Hürdenlauf in 13,10 s die Bronzemedaille. Eine Woche später siegte sie bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel in exakt derselben Zeit. Kurz darauf steigerte sie ihre persönliche Bestleistung bei einem Meeting in Fribourg auf 12,91 s und unterbot damit die A-Norm des DLV für die Weltmeisterschaften in Daegu um fünf Hundertstelsekunden. Damit sicherte sie sich endgültig ihre Nominierung für die Welttitelkämpfe, die der Verband zuvor nur unter Vorbehalt ausgesprochen hatte.[2] In Daegu erreichte sie die Halbfinalrunde, konnte sich aber trotz Einstellung ihrer Bestleistung nicht für das Finale qualifizieren.

Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2012 in Karlsruhe siegte sie in neuer persönlicher Bestzeit von 7,96 s im 60-Meter-Hürdenlauf vor der Favoritin Carolin Nytra. In Istanbul schied sie kurz danach bei den Hallenweltmeisterschaften 2012 im Vorlauf aus. Im Freien wurde sie mit Einstellung der persönlichen Bestleistung Zweite bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid und Siebte bei den Europameisterschaften in Helsinki. Sie startete bei den Olympischen Spielen 2012 in London und schied im Halbfinale mit 13,02 s aus.

Seit Herbst 2013 trainiert Cindy Roleder auch Siebenkampf und bestreitet nationale Wettkämpfe.[3]

2014 gelang ihr der erste Medaillengewinn bei einer großen internationalen Veranstaltung, als sie bei den Europameisterschaften in Zürich in 12,82 s zu Bronze lief.

Am 28. August 2015, gewann sie bei den Weltmeisterschaften 2015 in Peking mit der persönlichen Bestzeit von 12,59 s die Silbermedaille.

2016 gewann sie den Titel in 12,62 s bei den Europameisterschaften in Amsterdam. Wenig später bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro erreichte Roleder den fünften Platz mit nur 13 Hundertstelsekunden Abstand auf die Bronzemedaille.

2017 wurde sie über 60 Meter Hürden in Leipzig Deutsche Vize-Hallenmeisterin und Halleneuropameisterin in Belgrad. Ihre Freiluftsaison musste sie jedoch aufgrund einer anhaltenden Ischiasentzündung vorzeitig beenden und somit auf eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften in London verzichten.[4]

2018 konnte sich Roleder bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund den Meistertitel über die 60 Meter Hürden holen und kam bei den Hallenweltmeisterschaften in Birmingham mit 7,87 s auf den 5. Platz. Bei den Europameisterschaften 2018 in Berlin gewann sie hinter Elwira Herman und Pamela Dutkiewicz die Bronzemedaille.

Vereinszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2007 war Roleder beim LAC Erdgas Chemnitz. Seit 2008 trainierte sie beim LAZ Leipzig. Ab 1. Januar 2017 startet Roleder für den SV Halle.[5]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres 2015 belegte Roleder den 8. Platz.

Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 4. Februar 2018)

Freiluft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 60 m Hürden: 7,84 s, 18. Februar 2017, Leipzig (Persönliche Bestleistung eingestellt beim INDOOR MEETING Karlsruhe am 3. Februar 2018)
  • Fünfkampf: 4187 Punkte, 2. Februar 2014, Frankfurt-Kalbach

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cindy Roleder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Porträt der Bundespolizei (Memento des Originals vom 22. Oktober 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundespolizei.de, abgerufen am 25. Januar 2016
  2. leichtathletik.de: WM-Norm für Cindy Roleder und Willi Mathiszik, 30. Juli 2011
  3. Cindy Roleder setzt alles auf eine neue Karte Mitteldeutsche Zeitung, 8. Januar 2014, abgerufen am 6. Januar 2016.
  4. Hürdensprinterin Roleder muss WM-Saison abbrechen. RP Online. 21. Juli 2017. Abgerufen am 1. Juli 2017.
  5. Christoph Karpe: Cindy Roleder Warum sie aus Leipzig wechselte und was sich der Verein erhofft, auf: mz-web.de, vom 22. November 2016, abgerufen 23. November 2016