CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film

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CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film ist ein als Loseblattsammlung angelegtes Nachschlagewerk.

Das international als Standardwerk anerkannte Handbuch enthält bio- und filmografische Informationen zu über 1000 Filmschaffenden aus dem deutschsprachigen Raum. Dargestellt werden neben Regisseuren und Schauspielern auch Drehbuchautoren, Produzenten, Kameraleute, Szenenbildner, Filmeditoren, Publizisten und Filmpolitiker, die seit Ende des 19. Jahrhunderts im deutschen, österreichischen und Schweizer Film eine Rolle gespielt haben. Neben berühmten Stars werden auch viele vergessene und – durch die politischen Zeitläufte bedingt – verdrängte Filmschaffende behandelt.

Es gibt zwei Grundtypen der Einträge:

  • ausführliche Einträge (Maxi), die aus einer Biografie (mit Foto, Verzeichnis der Auszeichnungen sowie Literaturhinweisen) und einer detaillierten Filmografie bestehen. Zahlreiche dieser Einträge werden durch Essays ergänzt, in denen sich Autoren kritisch mit wichtigen Aspekten des Werks der behandelten Filmschaffenden auseinandersetzen.
  • knappe Bio-Filmografien (Mini), die in einer knappen Biografie und einer filmografischen Titelliste das Werk dokumentieren.

Das Lexikon wurde Ende der 1970er Jahre von Hans-Michael Bock zusammen mit Hans Helmut Prinzler konzipiert und erscheint seit 1984 im Münchener Verlag edition text + kritik. Grundlage ist dabei CineBase, eine filmografische Datenbank, die seit 1980 aufgebaut worden ist.

Herausgeber des CineGraph-Lexikons ist Hans-Michael Bock, unterstützt von einer Redaktion - u. a. Jörg Schöning, Stephanie Schönbeck und Robert Wohlleben - sowie zahlreichen internationalen Korrespondenten und Autoren. Es wird ständig aktualisiert und durch jährlich zwei bis drei Nachlieferungen ergänzt und korrigiert.

Die Einträge wurden in Zusammenarbeit mit deutschen und internationalen Kinematheken erarbeitet. Eine kleine Auswahl der Biografien ist im Internet über die Websites www.Cinegraph.de und www.filmportal.de recherchierbar.

Ende der 1980er Jahre gründete die Lexikon-Redaktion CineGraph - Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V., das seit 1988 alljährlich einen Internationalen Filmhistorischen Kongress veranstaltet. Seit 2004 ist der Kongress Teil von cinefest -- Internationales Festival des deutschen Film-Erbes, Hamburg, Berlin, Prag, Wien und Zürich.

Aus der Arbeit am Lexikon und den Veranstaltungen des Centrums entstanden zahlreiche Monografien und Handbücher zur Filmgeschichte, so u. a. die Reihen CineGraph Buch, die die Ergebnisse der Kongresse publiziert, und FILMtext mit Drehbüchern deutscher Film-Klassiker aus dem Archiv der Deutschen Kinemathek.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Michael Bock: CineGraph - Lexikon zum deutschsprachigen Film, Loseblattwerk, zurzeit über 12.000 Seiten in neun Ordnern. Loseblattausgabe (56. = letzte Lieferung, September 2016).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]