Ciro Immobile

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ciro Immobile
20150616 - Portugal - Italie - Genève - Ciro Immobile 1.jpg
Ciro Immobile (2015)
Spielerinformationen
Geburtstag 20. Februar 1990
Geburtsort Torre AnnunziataItalien
Größe 185 cm[1]
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
0000–2008 Sorrento Calcio
2008–2010 Juventus Turin
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2009–2010 Juventus Turin 3 0(0)
2010–2011 AC Siena (Leihe) 4 0(1)
2011 US Grosseto (Leihe) 16 0(1)
2011–2012 Delfino Pescara (Leihe) 37 (28)
2012–2013 CFC Genua 33 0(5)
2013–2014 FC Turin 33 (22)
2014–2015 Borussia Dortmund 24 0(3)
2015–2016 FC Sevilla 8 0(2)
2016 → FC Turin (Leihe) 14 0(5)
2016– Lazio Rom 48 (38)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2009 Italien U-20 6 0(0)
2009–2013 Italien U-21 15 0(9)
2014– Italien 19 0(5)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 27. November 2017

2 Stand: 13. November 2016

Ciro Immobile (* 20. Februar 1990 in Torre Annunziata) ist ein italienischer Fußballspieler, der seit Juli 2016 bei Lazio Rom spielt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Immobile bei Juventus Turin (2008)

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ciro Immobile begann seine Karriere in der Jugendabteilung von Sorrento Calcio, für die er 2007/08 in der Altersstufe Allievi Nazionali 30 Tore erzielte. Im Jahr 2008 wechselte der Stürmer zu Juventus Turin. Mit der Jugendmannschaft der höchsten Altersstufe, der Primavera, gewann er 2009 den prestigeträchtigen Torneo di Viareggio.

Sein Debüt in der Profimannschaft absolvierte er am 14. März 2009 beim 4:1-Sieg im Serie-A-Spiel gegen den FC Bologna, bei dem er von Trainer Claudio Ranieri in den letzten Spielminuten für Alessandro Del Piero eingewechselt wurde. Seinen ersten Einsatz in der Champions League hatte Immobile am 25. November 2009 bei der 0:2-Niederlage bei Girondins Bordeaux. Beim Torneo di Viareggio 2010 wurde er mit zehn Treffern Torschützenkönig beim zweiten Sieg der Turiner in Folge bei diesem Turnier.[2]

Zeit als „Wandervogel“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 2010 wechselte Immobile zusammen mit Luca Marrone auf Leihbasis zur AC Siena in die Serie B; im Gegenzug erhielt Juventus die drei Leihspieler Leonardo Spinazzola, Marcel Büchel und Niccolò Giannetti.[3] Die Rückserie der Saison 2010/11 bestritt er leihweise beim Serie-B-Klub US Grosseto. In der Saison 2011/12 war Immobile an den Serie-B-Klub Delfino Pescara 1936 verliehen. Dort wurde er mit 28 Ligatoren Torschützenkönig, bildete zusammen mit Lorenzo Insigne das torgefährlichste Sturmduo der Liga und stieg unter Trainer Zdeněk Zeman als Tabellenerster in die Serie A auf.

Zur Saison 2012/13 wechselte Immobile zum CFC Genua, der für vier Millionen Euro 50 % seiner Transferrechte erwarb.[4]

Durchbruch beim FC Turin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2013/14 kaufte Juventus für 2,75 Mio Euro die 50 % der Transferrechte von Genua zurück und verkaufte diese für den gleichen Betrag an den FC Turin.[5] Beim Stadtrivalen von Juventus wurde Immobile mit 22 Toren in 33 Einsätzen Torschützenkönig der Serie A.

Wechsel ins Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ciro Immobile im Spiel (2014)

Zur Saison 2014/15 wurde Immobile vom Bundesligisten Borussia Dortmund verpflichtet. Er unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag[6][7] und sollte den Platz des zum FC Bayern abgewanderten Robert Lewandowski einnehmen. Sein erstes Pflichtspieltor für den BVB erzielte er am 16. September 2014 in der Gruppenphase der Champions League gegen den FC Arsenal. Seinen ersten Bundesligatreffer markierte er am 24. September 2014 beim 2:2 im Spiel gegen den VfB Stuttgart. Am 3. März 2015 traf er im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen die SG Dynamo Dresden erstmals zweimal für den BVB. Immobile kam in 24 Spielen in der Bundesliga auf drei Tore. In der Champions League kam er in sechs Spielen auf vier Tore und im DFB-Pokal in drei Einsätzen auf drei Tore. Er konnte jedoch die Erwartungen nicht erfüllen. Außerdem gab es Berichte, er habe sich nicht integriert und keine Bereitschaft gezeigt, Deutsch zu lernen.[8]

Zur Saison 2015/16 wechselte Immobile zunächst auf Leihbasis nach Spanien zum Europa-League-Sieger FC Sevilla.[9] Sein Debüt im Trikot des FC Sevilla gab Immobile am 11. August 2015, als er bei der 4:5-Niederlage nach Verlängerung im UEFA Super Cup gegen den FC Barcelona in der 80. Spielminute für Kevin Gameiro eingewechselt wurde. Nach fünf Pflichtspieleinsätzen griff eine Kaufverpflichtung in Höhe von elf Millionen Euro.[10] In acht Ligaspielen, davon vier als Spieler der Startelf, erzielte er zwei Treffer. Hinzu kamen drei Einwechslungen in der Champions League ohne eigenes Tor.

Rückkehr nach Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sich Immobile beim FC Sevilla nicht hatte durchsetzen können, kehrte er am 14. Januar 2016 auf Leihbasis bis zum Ende der Saison 2015/16 in die Serie A zum FC Turin zurück.[11] Dort konnte er an alte Leistungen anknüpfen und erspielte sich mit fünf Toren in 14 Serie-A-Spielen einen Platz im italienischen Kader zur Europameisterschaft in Frankreich.[12]

Zur Saison 2016/17 wechselte Immobile nach Auslaufen seines Leihvertrages innerhalb der Serie A zu Lazio Rom.[13]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach sechs Länderspielen für die von Francesco Rocca trainierte italienische U-20 und dem Gewinn der Silbermedaille bei den Mittelmeerspielen 2009 in Pescara debütierte Immobile am 25. März 2009 beim 2:2 gegen Österreich unter Pierluigi Casiraghi in der italienischen U-21. Im Juni 2013 wurde er mit der von Devis Mangia trainierten Mannschaft bei der U-21-EM in Israel Zweiter, nachdem man das Finale gegen Spanien mit 2:4 verloren hatte.

Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab Immobile am 5. März 2014 unter Trainer Cesare Prandelli bei der 0:1-Niederlage im Freundschaftsspiel im Estadio Vicente Calderón in Madrid gegen die Auswahl Spaniens.

Immobile wurde von Prandelli in den italienischen Kader für die WM 2014 in Brasilien berufen. Sein WM-Debüt gab er gegen Costa Rica beim zweiten Gruppenspiel, das für Italien mit 0:1 verloren wurde. Es folgte ein weiterer Einsatz gegen Uruguay, nach dem Italien mit einer 0:1-Niederlage aus dem Turnier ausschied. Sein erstes Länderspieltor erzielte er am 4. September beim 2:0-Sieg im Test-Länderspiel gegen die Auswahl der Niederlande.

Bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich wurde er in das italienische Aufgebot aufgenommen. In der Auftaktpartie gegen Belgien wurde er in der Schlussviertelstunde eingewechselt. Im letzten Gruppenspiel, als der Einzug in die K.-o.-Phase bereits feststand, stand er gegen Irland in der Startaufstellung. Im Achtel- und Viertelfinale, wo das Team dann ausschied, kam er aber nicht mehr zum Einsatz.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ciro Immobile – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ciro Immobile. sslazio.it. Abgerufen am 5. Mai 2017.
  2. Immobile altro show, trionfo Juve! juventus.com, 15. Februar 2010; abgerufen am 15. Februar 2010 (italienisch).
  3. Immobile e Marrone al Siena, Giannetti, Buchel e Spinazzola alla Juventus (Memento vom 6. Juli 2010 im Internet Archive)
  4. Juventus Turin: Agreement reached with Genoa for Immobile, 30. Januar 2012
  5. Juventus Turin: Immobile joins Torino, 12. Juli 2013
  6. Borussia Dortmund: Ciro Immobile wechselt zum BVB, 2. Juni 2014
  7. kicker online: Alles klar! Immobile kommt zum BVB, 2. Juni 2014
  8. André Winkelhagen: Das Jammern des Ciro Immobile. In: bwin. ElectraWorks Limited, 18. Juli 2015; abgerufen am 18. Juli 2015.
  9. Borussia Dortmund: Ciro Immobile wechselt zum FC Sevilla, 12. Juli 2015, abgerufen am 13. Juli 2015.
  10. kicker online: Immobile bringt dem BVB weitere elf Millionen Euro, 30. September 2015, abgerufen am 30. September 2015
  11. Siehe die offizielle Bestätigung des FC Sevilla.
  12. kicker online: Italien mit Immobile, aber ohne Montolivo, 31. Mai 2016, abgerufen am 27. Juli 2016.
  13. Siehe die offizielle Bestätigung auf der Website von Lazio Rom vom 27. Juli 2016, abgerufen am 27. Juli 2016.