Citroën Xsara WRC

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Citroën Xsara WRC ist ein Fahrzeug, das an der Rallye-Weltmeisterschaft in den Jahren 2002 bis 2007 sowie einem Großteil der Saison 2009 teilnahm. In den Jahren 2002 bis 2006 wurde der Xsara WRC vom Citroën Total World Rally Team bei Rallyes eingesetzt. Für Citroën fuhr zuerst Sébastien Loeb dieses Fahrzeug. Nachdem Loeb verletzt war, fuhr in der Saison 2006 Colin McRae den Xsara. Kronos Racing setzte dieses Fahrzeug 2006 bis 2007 ein; 2009 fuhr der Privatfahrer Petter Solberg das Auto nochmals. Der Citroën Xsara WRC gewann insgesamt 32 Rallyes und wurde Rallyeauto des Jahres von 2003 bis 2005.

Citroën
Sébastien Loeb bei der Rallye Zypern 2004
Sébastien Loeb bei der Rallye Zypern 2004
Xsara WRC
Verkaufsbezeichnung: Xsara WRC
Produktionszeitraum: 2001–2005
Klasse: Rennwagen
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotor: 2,0 Liter (231 kW)
Länge: 4220 mm
Breite: 1770 mm
Höhe: 1330 mm
Radstand: 2540 mm
Leergewicht: 1230 kg

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2,0 Liter
Produktionszeitraum 2001–2005
Motordaten
Lage quer
Motorkennung XU7JP4
Zylinder 4
Anzahl Ventile pro Zylinder 4
Motoraufladung Garrett Turbolader
Bohrung × Hub 85,5 mm × 87,0 mm
Hubraum 1998 cm³
Leistung 231,6 kW (315 PS) bei 5500/min
Hubraumleistung 150,15 PS pro Liter
maximales Drehmoment 570 N·m bei 2750/min
Kraftübertragung
Antrieb Allradantrieb
Getriebe Transversal XTrac 6-Gang sequentiell
Fahrwerk
Bereifung Michelin
vordere/hintere Spur 1568 mm
Vorderradbremsen Belüftete Scheibenbremsen mit 376 mm Durchmesser und 6-Kolben-Bremssätteln,
Hinterradbremsen Belüftete Scheibenbremsen mit 318 mm Durchmesser und 4-Kolben-Bremssätteln
Lenkung Ritzel und Zahnstange mit Servo
Radaufhängung MacPherson-Federbeine mit Querlenkern

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gewann der Vorgänger des Xsara WRC, das Citroën Xsara Kit Car, die Rallye Katalonien sowie die Rallye Korsika. Diese Fahrzeug galt als bestes seiner Klasse und der verstorbene Philippe Bugalski wurde Siebter. Außerdem gewann er die Kit-Car-F2-Klasse.

Als 2001 die Kit-Car-Kategorie verschwand, die nun durch die Super 1600 und der Super 2000 ersetzt wurde, nahm Citroën mit dem Citroën Xsara WRC an der der Kategorie World Rallye Car teil. Sébastien Loeb hätte die Rallye Monte Carlo gewonnen, wurde aber wegen eines illegalen Reifenwechsels bestraft. Er gewann jedoch die Rallye Deutschland.

Im Jahr 2003 wurde der Xsara wettbewerbsfähiger, doch bei der Rallye Großbritannien erlitt Richard Burns einen Stromausfall und schied aus. Auch Sébastien Loeb machte einige Fehler und verlor die Meisterschaft um einen Punkt.

Der Citroën gewann aber den Herstellertitel und 2004 gewann Sébastien Loeb die Meisterschaft. Loeb erzielte mit dem Auto 28 Rallye-Siegen, drei aufeinanderfolgende Fahrer-Meistertitel von 2004 bis 2006 und Citroën gewann drei aufeinanderfolgende Meistertitel in den Jahren 2003, 2004 und 2005.

Im Jahr 2007 wurde der Xsara durch den neueren Citroën C4 WRC ersetzt und der Xsara WRC wurde nur noch von Privatleuten benutzt. Der Weltmeister von 2003, Petter Solberg, fuhr den Xsara noch den Großteil der Saison 2009 in seinem Petter Solberg World Rally Team.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]