Citrullus

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Citrullus
Bitter-Melone (Citrullus colocynthis), Illustration.

Bitter-Melone (Citrullus colocynthis), Illustration.

Systematik
Ordnung: Kürbisartige (Cucurbitales)
Familie: Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Unterfamilie: Cucurbitoideae
Tribus: Benincaseae
Untertribus: Benincasinae
Gattung: Citrullus
Wissenschaftlicher Name
Citrullus
Schrad. ex Eckl. & Zeyh.
Wassermelone (Citrullus lanatus var. lanatus), Früchte

Citrullus (deutsch Zitrulle) ist eine kleine Pflanzengattung aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Ihre sieben Arten haben natürliche Verbreitungsgebiete in Afrika und im tropischen Asien. Am bekanntesten ist die Wassermelone (Citrullus lanatus). Molekulare Daten, insbesondere DNA Sequenzen der Typus-Aufsammlung von Citrullus lanatus, entdeckt von Thunberg 1773 nahe Kapstadt, zeigen, dass diese Pflanze eine Bitter-Melone war und nicht nahe mit der heutigen Wassermelone verwandt ist (Chomicki und Renner, 2014). Die Schwesternart von Citrullus lanatus ist Citrullus mucosospermus (Fursa) Fursa aus Westafrika, während die Schwesternart von Citrullus lanatus die südafrikanische Citrullus ecirrosus ist.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Citrullus-Arten sind kriechende bis kletternde, einjährige oder mehrjährige krautige Pflanzen. Die Stängel sind behaart. Ihre wechselständigen, gestielten, einfachen Laubblätter sind drei- bis fünflappig, tief eingeschnitten und häufig weiter unterteilt. Nebenblätter fehlen. Es werden einfache oder verzweigte Ranken ausgebildet.

Manche Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), andere zweihäusig (diözisch). Die einzeln stehenden, eingeschlechtigen Blüten sind fünfzählig und radiärsymmetrisch. Die fünf Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Die fünf gelben Kronblätter sind bis etwa zur Mitte verwachsen. Die männlichen Blüten enthalten drei freie Staubblätter. Die weiblichen Blüten enthalten drei Staminodien und einen behaarten, unterständigen Fruchtknoten mit einem Griffel und einer dreigelappten Narbe.

Die oft fast kugelige Frucht ist eine Beere. Sie enthält viele große, flache, glatte, weiße oder dunkle Samen, die früher als (humoralpathologisch „kaltes“) Heilmittel[1] Verwendung fanden.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gattung Citrullus (von italienisch citrullo: „kleine Zitronengurke“[2]) gibt es sieben Arten:[3]

Der Trivialname Tsamma-Melone wird sowohl für Citrullus ecirrhosus als auch für Citrullus amarus verwendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Renner, S. S., G. Chomicki, and W. Greuter. 2014. Proposal to conserve the name Momordica lanata (Citrullus lanatus) (watermelon, Cucurbitaceae), with a conserved type, against Citrullus battich. Taxon 63(4): 941-942. doi:10.12705/634.29
  • Chomicki, G., and S. S. Renner. Watermelon origin solved with molecular phylogenetics including Linnaean material: Another example of museomics. New Phytologist, doi:10.1111/nph.13163

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Citrullus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wouter S. van den Berg (Hrsg.): Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den Latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï. Leiden 1917, S. 207
  2. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. Basel und Stuttgart 1976, S. 114
  3. Citrullus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.